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Game Over

von Relina123
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Humor / P16 / Gen
Link OC (Own Character) Pit
22.01.2015
12.03.2016
36
81.748
7
Alle Kapitel
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07.11.2015 3.821
 
Game Over

Kapitel 30

Der Name

=Relina's Sicht=

Ich befreite mich erst aus der geistigen Starre, als Pit und Lana zu Link ins Gebüsch eilten. Prompt folgte ich ihnen, nachdem ich einen konzisen Blick nach Ike warf, der kochte vor Wut und seine Iriden immer noch auf ebenjenes Gebüsch richtete. Beinahe strauchelte ich, als ich die Büsche passierte, zwar zerkratzen mir die spitzen Äste des Pflanzenwerkes meine Beine bis unter die Jeans, aber Link war für mich jetztig über alles primär. Der Engel und die Hexe knieten bereits vor dem Hylianer, währenddessen schloss ich mich ihnen an und setzte mich vor Link's Füße. Dieser war zwar noch bei Bewusstsein, aber durch die Nachtsicht erkannte man dunkle Spuren unter seiner Nase und seine Augen tränten. Lana erkundigte sich bereits, ob es ginge. „Ja, … Es geht schon …“ war die natürliche, aber entkräftete Antwort Link's. Von den konfligierten Stimmen angetrieben linste ich durch das Geäst des hohen Busches, der mindestens ein Meter maß, und verfolgte das abspielende Szenario. Ike hielt Zelda's Hand, wirkte aber immer noch angepisst, während er Marth's Predigt horchte, dessen Stimme aber so gedämpft war, das es bei mir nicht ankam. Aber wie er mit seinen Armen wild gestikulierte, konnte das wohl nichts positives sein. Als Mario nicht gerade symphatisch angehüpft kam, und ein Machtwort sprach, trennten sich die beide von einander grummelnd. Ich wendete mich wieder dem wichtigeren Geschehnis zu. Lana war eben dabei, nach einer Arznei für Link in ihrer blauen Tasche wühlen. „So, jetzt versammelt euch bitte.“ brüllte der Klempner kratzbürstig über die Mond-durchtränkte Lichtung. Lana und Pit tauschten kurz einen Blick. Dann rafften sie sich auf. Nur Link zählte nicht dazu. Sondern blieb ausgestreckt liegen und keuchte erledigt etwas unverständliches. Der Schlag hatte anscheinend doch seine Gesundheit eingeschränkt. Seufzend wollte Lana sich wieder zu Link runter begeben, da es ja mehr als dreckig um ihn stand. Bis ich ihr dazwischen kam. „Äh… Ich kann auch auf ihn aufpassen … Dann könntest du notieren, welchen Auftrag du besitzt…“ schlug ich zögernd vor und nestelte schüchtern mit meinen Fingern rum. Eine Sekunde guckte sich mich an… Dann blitzten ihre violetten Augen voller Wärme. Sie verstand wohl. Man, das war voll peinlich! „Also gut … Hier.“ erlaubte sie und übergab mir eine kleine Glasflasche mit Pfropfen. Krass, eine Original Zelda-Style Pulle!! Glotz … Pardon. In ihr schwappte eine aufgelöste, milchige Flüssigkeit. „Wenn du sie Link gibst, verbessert sich bestimmt seine Lage.“ reflektierte Lana gewissenhaft. Nun verließen Lana und Pit mich, gaben die Verantwortung von Link an mich kommentarlos weiter. Reglos und mit geschlossenen Augen rührte er sich nicht. Hurtig krabbelte ich an seiner Seite und stupste ihn behutsam mit dem Zeigefinger. Er öffnete seine Lider und musterte mich eindringlich mit seinen sonst so strahlenden Augen, die jetzig trüb verblassten. „Alles okay?“ informierte ich mich besorgt nach Link's Befinden, dieser nickte jedoch nur schwach. Sein Brustkorb hob und senkte sich schnell. Es ist nicht gewöhnlich, das er dermaßen resignierte, da er sich sonst immer tapfer aufbaut. Wenn er weiterhin auf dem feuchten Gras verweilt, holt er sich den Tod. Aus diesem Grund umfasste ich seinen Brustkorb und wollte ihn zu der Eiche befördern, die unmittelbar neben uns seine Wurzeln trieb. Link aber machte mir einen Strich durch die Rechnung, indem er entsetzt japste und protestierend mit den Beinen zappelte. Resistent ist was anderes, ganz sicher… Konsequent schleppte ich ihn aber weiter bis zum Baum, und lehnte ihn gegen den Stamm. Nachdem versuchte er stur, sich wieder aufs Gras zu legen. Bemüht, ihn an der Rinde zu behalten, schnauzte ich: „Was denn?! Ist doch besser, als im Nass zu liegen, oder?“
„Jaja.“ fauchte er plump. Ich nahm die Flasche zur Hand und ploppte den Korken mit Gewalt, weil es zutief im Hals war. Dabei entfloh etwas vom angeblichen Heilmittel über. „Lana meint, du solltest dies zu dir nehmen.“ mit angewidertem kopfschütteln lehnte er jedoch ab. „Ey!“ keifte ich mechanisch und hielt im dominierend die Flasche unter die Nase. „Lana behauptet, deine Regeneration wird dadurch beschleunigt!“ „Das schmeckt aber bestimmt nach scheiße.“ nahm Link als plausible Erklärung, beiläufig mit einer angewidert kraus gezogenen Nase und nahm eine aufrechtere Haltung an. Links Verpflegungsablauf war ganz monotonisch. Link pfeift auf jegliche ärztliche Hilfe. Kommt mir zumindest so vor. „Nun, schmeckt Medizin je gut? Es soll dir nicht munden, sondern helfen.“ konterte ich fix, wollte ihm dies somit verabreichen, aber er drehte sein Kopf immer konstruktiv weg, als ich den Flaschenhals an seinen Lippen ansetzte, wie ein Kleinkind, was diese Themaktik betrifft. Nun wollte ich von seinem Kinn aus starten, nun aber beugte er sich nach vorn, um der Arznei zu umgehen, und streifte damit meine Brüste. Links Kopf schnellte, bemüht unauffällig, zurück und er räusperte sich kurz. „Ich… will das nicht trinken.“ wiederholte er unausgeglichen. Und abermals war ich dankbar für die pechschwarze Nacht, den angesichts meines kochenden Kopfes bin ich nun wohl röter als das tiefste Erdgestein. Dann kehren wir mal wieder in die verzerrte Realität zurück. Arbiträr zogen sich meine Augenbrauen zusammen, als die erneuten Worte Link's zu Fall kamen. „Ich bin es leid, jedesmal nieder gemacht zu werden und mir dann helfen zu lassen, als sei ich schwach…!“ war die desaströse Antwort auf meine automatische Reflexion. Wenn man verletzt wird, ist es doch lange keine Schande für einen Helden, sich pflegen zu lassen! Hinzu kommt, wenn Link verweichlicht ist, dann Fresse ich Hundefutter! Bestürzt studierte Link das kühle Gras. Eine Ewigkeit schien zu vergehen, um jede Sekunde konnte ich Links's Anblick umso weniger ertragen. Instinktiv, ohne jegliche Kontrolle, legte ich eine Hand auf Link's weiche Wange… Da er kein Bartwuchs hat in dem Alter, aber das ist okay… Vergesst es einfach. Der Hylianer war wohl genauso überrascht über meine Reaktion, wie ich, den er atmete hörbar ein und aus, was man nicht mehr als Keuchen eingrenzen konnte, und visierte aus seinen Augenwinkeln mit seinen Augen, die sonst eckig verleibt sind, aber nun kugelrund. Unter meiner Handfläche spürte ich, wie ihm das Blut zu Kopf stieg, weil diese loderte. Dezent mechanisch begann ich zu schmunzeln, nur wollte ich meine Hand von Link's Wange wieder entziehen. Jener fängt aber wie ein geärgertes Kaninchen an zu knurren, nachdem ich meine Hand gelöst hatte. Dank seinem bizarren Verhalten schmiegte ich erneut meine Hand an seine Wange, worauf sein Knurren sich zu einem Schnurren entwickelte. Wirklich skurill empfand ich allerdings, wie er sich gegen meine Hand drückte und genussvoll seine Augen schließte. Ein wenig streichelte ich ihn noch, mir wurde aber die erhöhte Körpernähe zu hoch. Wehmütig schaute er mich an, als ich mit den Streicheleinheiten aufhörte, Einbildung schleichten sich aber durch meinen Kopf, da dieser Ausdruck sofort verschwand. Ausser Halluzinationen wirkten auch noch dichter Nebel in mir aufzubauschen, weil ich ihn jetzt unbedingt durch den Scheitel streicheln wollte. Link ruckte durch diese Berührung aber explosionsartig mit den Kopf nach hinten, infolge damit, das er mit dem Baum hinter sich kollidierte. Vereinzelte Äste mussten sich von seinen geliebten Blättern verabschieden, ehe sie wie Staub auf uns herabrieseln. Seine Augen aber glitzerten wie Juwelen. Blitzschnell ließ ich ab. Dies war mir irgendwie nicht geheuer… Ich vermute, das er sich wehgetan hatte, da seine unteren Lider nun auch vor Tränen schimmerten. „Alles okay?“ informierte ich mich schuldig. Mit Absicht würde ich Link nie verletzten wollen! „Ja…!“ Er lächelte sogar, doch seine Stimme war von Tränen erstickt. „Mir geht's blendend!“ Tropfen bahnten sich einen Weg zum Boden, als er schmunzelnd die Lider senkte. Er produzierte merkwürdige Geräusche, wobei es mir fragwürdig war, ob es sich um ein Lachen oder ein Weinen handelte. Der Stoß mit der Eiche hatte wohl doch seine Schrauben gelockert. Vielleicht sollte ich mir das genauer unter die Lupe nehmen. Meh, dann müsste ich wieder in seine Körpernähe gelangen und dann bin ich so von Nervösität bombardiert, das ich es verschlimmere! … Die Planung wird bestimmt bald beendet sein, am besten, ich warte auf Lana… Allerdings ist es auch möglich, das sie noch ziemlich vertieft sind…Das Stimmengewusel aus der Ferne lässt darauf hindeuten NAAAH! Scheiß drauf … Sinnig rutschte ich hinterrücks zu Link, der es ohne Gemurre mit sich machen lässt, als ich ihm die Zipfelmütze entledigte. Behutsam verlagerte ich sie neben mir auf den Boden, da mir bewusst war, wie sehr er an dem Stück Stoff hang. Mein Körper schien inständig zu pulsieren und zwanghaft musste ich permanent zucken. Link ist ja selbstlos, nett und … Häufig ziemlich kindisch.  Aber das konnte man ja verstehen, wann hätte er seine Kindheit denn nachholen sollen? Mit 9 war er ja schon in seinen Games tätig! Die einzigste Macke, die ihn auszeichnet, ist definitiv die Sturheit! Achtsam, bemüht, ihn nicht weiter Pein zuzusetzten, strich ich immer sukzessive  dunkelblonde Haarsträhnen zur Seite, doch ich konnte nichts auffälliges entdecken. Link verhält sich nur komisch, weil er die ganze Zeit grunzte. Eine ernsthafte Verletztungen schien nicht vorhanden zu sein. Als ich mich daran widmete, seine Zipfelmütze auf seinen Kopf zu positionieren, hörte er auch auf mit den schweinischen Geräuschen. Im Schneidersitz pflanzte ich mich nach der Beendung erneut vor Link. Mit einer wirklich um definierbaren Mimik guckte der Ordoner mich an. War es Wut? Auf gar keinen Fall. Oder eher Trauer? Wohl nicht. Freude? Diese Frage wird wohl weiterhin zur Debatte stehen, da nun die weiße Hexe ihren Kopf durch die belaubten Äste des Busches steckte. „Na? Wart ihr schön brav?“ flötete sie mit einer gewissen Andeutung. Alter … Schlagartig warf ich ihr einen finsteren Blick zu, worauf sie nur blöd die Zunge raus streckte. Sofort fiel ihr verdatterte Blick auf die bislang unberührte Flasche, die neben Link auf dem Gras lümmelte. Darauf antwortete ich barsch: „Er hat gesagt, er will es nicht trinken, da es scheiße schmeckt. Ausserdem meinte er, das es nach Bullensper-“ „He, letzteres habe ich nicht gesagt!“ brummte er aufgebracht und windete sich unter dem Unrecht. „Ach, er wollte das nicht trinken?“ Lana's Antwort lief über vor Ironie, und es klang so, als würde sie mit einem Kleinkind reden. Die Blauhaarige nahm das Fläschen an sich,
Die immer noch geöffnet war, und nun ein winziger Anteil des Sekretes die Erde färbte. Link versteifte sich prompt und nahm Abstand vor Lana, die sich zu ihm begab. Kritisch beäugte er Lana. „Jetzt mach' mal ‘’Ah‘’!“ die Zauberin grinste scheinheilig über beide Ohren. „Pff, als ob-“ Link konnte gar nicht mehr den gemeckerten Satz beenden, da Lana ihm die Finger unters Kinn setzte und ihn dort kraulte. Sein nachfolgendes Schnurren war so exzitabel, genau so wie das Flattern seiner Lidern, das ich ihre Finger darunter vibrieren sah. Ohne Nachgebung rammte sie ihm den Flaschenhals in den Rachen. Dieser würgte krank und litt unter einem Hustanfall, gefolgt von einer komplett vor Ekel verzogener Mimik. „Wäh, das schmeckt ja noch beschissener als ich dachte!“ jaulte er wimmernd. Bei seinem Verhalten wie das eines verzogene Kindes, musste ich schmunzeln. Die Reste der Medizin flossen als dünner Rinnsal den Mundwinkel hinab. „Es soll ja helfen, nicht schmecken.“ tadelte Lana erzieherisch und rückte den Pfropfen wieder an Ort und Stelle. Genau meine Worte! „So, wollt ihr nun die Aufteilung wissen?“ fuhr Lana sachlich fort und stemmte im Schneidersitz eine Hand in die Hüfte. „Ja.“ stimmte ich lapidar zu, da mir keine bessere Antwort in dem Sinn. „Also. Pikachu, Kirby, Robin und ich suchen in der Menschenwelt nach Alternativen Kräuter, die man zum brauen von Tränken benutzen könnte. Ganondorf, Marth, Pittoo und König Dedede informieren sich nach-“ „Eh, warum sind übermäßig viele Villians in der Info-Truppe eingeteilt worden? Hat Mario etwa Halloween ein paar Monate vorverlegt, oder was?!“ unterbrach ich sie grantig und verschränkte die Arme ineinander. „Ähnliches dachte ich mir auch, keine Ahnung, was bei Mario im Kopf vorgeht.“ gab sie konfus zu und rammte leichte ihre Handfläche in den Boden. „Jedenfalls, weiter geht's. Mario, Luigi, Little Mac, Peach und Daisy hamstern Vorräte. Was Mario auch als hilfreich empfand, war es, Waffen zu besorgen. Aus diesem Grund hatte er zwei Gruppen zusammen gestellt, und zwar besteht die Gruppe A aus  Fox, Dark Link, Midna, Shulk, Red, Zelda und Ike-“ „Jo, sieben Charas und dann knutschen Zelda und Ike zusammen und der Rest applaudiert als Publikum!“ „Lässt du mich mal ausreden?!“ „Sorry...“ gespielt beschämt versteckte ich mein Gesicht hinter meinen Händen. Lana seufzte tief: „Und die Gruppe B beinhaltet Pit, Link, Hermine und du.“ „Warum haben wir so wenig?“ hakte ich sofort beleidigt nach. Dazu sollte Link nicht allzu sehr in meine Nähe treten. „Weil, so unser Anführer, ihr nicht im Weg stehen solltet, worauf unnötig sekundäre Probleme entstehen könnten, die das Vorankommen behindern.“ schilderte Lana allergisch. Mario is a very, very, very big asshole. ... With a very, very, very big nose. „Khe, Mario will wohl eher verhindern, das die anderen Charas 'negativen' Kontakt mit den Erdlingen bekommen.“ Link gab anscheinend wieder Lebenszeichen von sich. „Nun, ich befürchte, wirklich AKZEPTIEREN wird Mario sie nie...“ mutmaßte Lana. „Die anderen haben sich schlafen gelegt. Wir sollten es auch tun.“ Oh ja. Ich war verdammt müde. Entspannt legte ich meinen Kopf in dem Nacken und beobachtete den Mondschein, der durch die Blätter der Bäume schimmerte, und helle Muster auf das Gras warf. Einige Augenblicke ergötze ich mich an diesen Anblick. Die, wie ihr wisst enorm verzerrte, Realität holte mich zurück, indem Link Beschwerden hatte, auf die Beine zu kommen, weswegen Lana diesem half und ihn stützte. Ich gesellte mich ebenfalls zu ihnen und kam zu Dienst an Links unbesetzten Arm. Humpeln tat er zwar nicht, allerdings plagte ihn wohl doch Gleichgewichtsprobleme. Bei Link kann man ja nie seine gesundheitliche Lage schätzen. Ausser, er gibt es preis, was bei seinem Schweigen hinsichtlich dieses Themas schon ein Wunder gleichen würde. Dort angekommen war es aber auch BUCHSTÄBLICH ein SCHLAFPLATZ! Total yolomäßig hatten alle entweder eine Decke, Schlafsack oder Kissen mit. Oder als Kombi. Oder gar alles drei! Pffff! Die konnten sich schön vorbereiten und ich muss mir jetzt den Arsch abfrieren. Oder ich bastel mir eine Decke aus Moos und ein Kissen aus Blättern. Vielleicht stelle ich auch noch eine Plane aus Zeitung her, wie ein Penner. Das lustige daran war jedoch, wenn sie schon alles parat hatten, musste Mario GEWUSST haben, das wir im Freien pennen... Geil. Dieser H*rensohn. Seufzend identifizierte ich die Lichtung, um einen stillen und leeren Platz hinauszufiltern, wo ich schlafen könnte. Soweit wie möglich von den anderen! Sonst sabbern die noch auf mich oder schnarchen wie ein Scheunendrescher... Naja, ich bin eh eher der Einzelgänger. Mein Blick schweifte und ich suchte Link, um zu wissen, wo er Platz nehmen würde, dann sah ich nur noch, wie er einfach mal so chillig eine Decke, Kissen und Schlafsack aus seiner klitzekleinen Gürteltaschen zieht, von denen zwei der Sorte hinten an seinem Taillengürtel befestigt waren. Klar doch! In einer Tasche, wo vielleicht gerade mal eine Bombe reinpasst. Rapide hirschelte ich zu ihm. „Woher hast du...? Und wie...?“ Doch in meiner Fahrenheit brachte ich kein Wort hinaus. Klar, in den Spielen holt er auch einfach mal so seinen Bogen oder seinen Morgenstern hervor, aber in Reallife ist es natürlich etwas ganz anderes. Ich war einfach zu baff. Link lachte voller Freude mit gekniffenen Lidern. Das war echt eine schöne Erfahrung, Link. Dich so lachen zu hören ... „Denkst du, ich würde in der Mache der Games nie schlafen? Meist ruhe ich mich in einer Nische in einer Felsspalte in der hylianischen Steppe aus, wenn die nächste Stadt zu weit entfernt ist-“ „Das meinte ich nicht, du Idiot. Ich meine, wie du deine Utensilien hervorzauberst!“ sagte ich augenrollend. „Von einem Zelda-Fanatiker müsste man eigentlich erwarten, das er Bescheid weiß, das meine Taschen mit Feenzauber belegt ist.“ erklärte Link grinsend. „In den Games erwähnen sie das nie! Ich war immer der Behauptung, das wäre die wilde Fantasie eines Fans gewesen.“ sprach ich entrüstet zu meiner Verteidigung. Der Hylianer gab erneut ein Kichern von sich. Er drückte das Schlafzeug gegen seine Brust und lächelte diese an. „Jetzt weißt du's ja... Wenn du willst, kannst du meine Decke haben.“ ohne eine Antwort abzuwarten, streckt er mir seine braune Bettdecke so ruckartig entgegen, das er mir sie fast ins Gesicht schlug. Aus Reflex nahm ich drei Schritte Abstand, da die Hormone wieder abgehen. „Äh ... Nein danke, das ist nicht nötig. Geht schon.“ lehnte ich höflich ab, während mir ein nervöses Lächeln aufs Gesicht huscht. Ich kann doch nicht einfach Link's Decke annehmen. Das geht nicht!!! „Was ist denn schon dabei? Du brauchst sie dringender als ich, wenn du nichts dabei hast, und Nachts ist es nicht gerade warm!“ protestierte Link lautstark und hielt mir weiterhin die Decke entgegen. Ebenso schnell drückte ich Link's Decke wieder an ihn. Dann presst er diese wieder an mich. Und andersrum. Eine Weile lang ging das monoton so, natürlich lieferte dies uns massenweise Aufmerksamkeit, den die anderen Charas unterbrachen ihre Handlungen wie Schlafplätze herrichten und amüsierten sich an unser Schauspiel. Prompt schoss mir Röte ins Gesicht empor, weil ich es dermaßen hasste, im Mittelpunkt zu stehen. Beim Betrachten der Zuschauer belagerten mich die stechenden Blicke doch negativ. Bei diesem Ablenkungszeitraum schnellte Link's Arm samt Decke wieder vor und traf mich an meine Brust. Diesem blieb dies wohl unbemerkt, trotzdessen pochte Schmerz in meinen T¡tten. Aufkeuchen rief ich dan erbost: „Gut, dann nehme ich hält die scheiße Decke!“ und riss ihm eben diese aus der Hand. Wie, als würde Link die Decke immer noch im Griff besitzen, schwebte sein Arm in der Luft. Sinnig legt er den Kopf schief und seine Mimik gleicht einem Hund, der bettelnd vor einem Futternapf sitzt aber seinen Napf trotzdem nicht gefüllt bekommt. „Äh ... Ich meine Danke.“ verbesserte ich mich verlegen, weil mich dieser Blick des Hylianers einfach krank machte. Mit der an mich gedrückten Decke schlich ich mich zur Hermine, die passend meines Geschmackes, relativ im Jenseits der anderen sich eingenistet hatte. Diese konnte auf mir unbekannten Wegen eine Decke und sogar ein Kissen ergattern konnte.
„Na?“ scheinheilig grinste sie mit der an mich gerichteten Frage über beide Ohren. Anscheinend hatte sie den Kampf zwischen uns beide mit angesehen. Schwerfällig lasse ich mich auf den feuchten Teppich aus Gras und dem trockenen Segment aus Erde fallen. Beim Ausslösen des dumpfen Geräusches des Aufpralles, grummelte ich zu Hermine noch ein gedämpftes: „Halt die Schnauze.“ Es war für mich eh schon peinlich genug.
Sie kicherte kurz, gab dann aber nichts mehr von sich. Besser so. Als ich kurz aufblickte, sah ich, das Hermine sich bereits mitsamt Decke auf die mir entgegensetzte Seite gerollt hatte. Gut. Die Temperatur ist wirklich tief. Mir war die Kälte eigentlich lieber, als die Hitze. Vorallem, wenn man bedenkt, das vor nicht allzu vielen Stunden mich Ben mit Feuerbälle angestürmt hat. Keine Ahnung, wann ich morgen aufstehen soll, oder was genau zutun ist, allerdings sollte ich jetzt doch schlafen. Mit Link's Decke... Seufz. Scheiß drauf. Langsam ziehe ich die Decke bis zu meinen Schultern. Die war so weich, warm und roch nach ihm. Ich weiß nicht, ob es an mir lag, aber es roch schon sehr explizit. Dabei hatte Link nicht mal so einem intensiven Körpergeruch. Whatever. Die Kälte kroch wie eine wärmesüchtige Raupe unter die Decke. Aus diesem Grund rollte ich mich wie ein Maki-Sushi mit meiner Decke ein, anstatt mit einer Alge, und versuchte, trotz diesem Geruch und der Kälte zu schlafen.

=Link's Sicht=

Tief seufzte ich, als ich auf dem Rücken lag und dem sternenverhangen Himmel entgegen starrte. Ich verlor mein Zeitgefühl dabei, aber von allen Richtungen hörte ich es fast unisono schnarchen. Nach meinem Glauben, denke ich, das ich der einzigste war, der noch nicht im Traumland wandelte. Doch ich kam nicht zur Ruhe. Unzählige Fragen scheiterten in meinem Kopf. Dieser Traum. Diese Informationen, die Yoshua beichtete. Und Relina's Reaktion mal wieder, als ich ihr die Decke angeboten hatte. Warum reagierte sie immer so heftig...? Lag es an mir, oder an etwas anderem? Kurz linste ich zu ihr. Sie schaut aus wie ein Welpe, wenn sie schläft, vorallem, wie sie so ihre Hand im Gesicht hängen hatte. Es war so frostig, weshalb ich tiefer in den Schlafsack kroch und mich mehr ins Kissen kuschelte. Mit langwirrigen Bewegungen schweifte mein Blick über die Charas. Und ich sah wirklich niemanden, der noch wach war. Die Schichten des Schlafsackes rollten sich ein, als ich mich aufsetzte, und quetschten etwas mein Schoß ein. Sofort bereute ich, dem kuscheligen Gefängnis entkommen zu sein, denn die Kälte erschlug mich beinahe. Doch ich lernte in binnen von Sekunden, es zu ignorieren. Kleine Wölkchen stieß ich aus, während ich ausatmete. Abermals luckte ich in den Himmel. Nur vereinzelte Leuchtpunkte bedeckten ihn. In Hyrule würde der Nachthimmel nur so glitzern von aber tausenden Sternen und dieser Wald ist, im Gegensatz zu Wald Phirone, hässlich. Sofort bekam ich ein heftigen Stich ins Herz, mit dem Namen Heimweh. Aber für so etwas leichtsinnigen war nun echt keine Zeit. Es gab weitaus größere Probleme. Wie das, was vorhin geschah:
Dieses Geräusch, als ich den Mädchen befahl, sich in Sicherheit zu bringen, drang so unnatürlich deutlich in meine Ohren. Nach der Quelle suchend wurde ich auf einmal hinterrücks attackiert. Ich wirbelte herum, doch mir blieb jegliche feindliche Ursachen verborgen. Dennoch wurde ich zu Boden geworfen und weiterhin mit Schlägen oder sonstigem bombardiert. Einen Schleier vor meinen Augen ließ dann die Luft flimmern. Gefolgt von einem so heftigen Schmerz, der mich lähmte. Kurz darauf entdeckte ich die Mädchen, die auf mich zu stürmten. Und dabei hatte ich doch extra gesagt, sie sollen fern bleiben! Nun kam es mir so vor, als würde ich inständig attackiert werden. Als würden meine Organe von innen erstochen werden. Bald war das Maß voll und ich wurde ohnmächtig.
Wieder dringte die gleiche Person in einen luziden Traum von mir. Will der irgendwas von mir, oder was?! Erneut war ich unbewaffnet und befand mich in einem verzerrten Gehölz. Ausserdem war er von irgendwas im Besitz, was sich in seiner Hand vorfand. Es war ein schwarzer Kristall, eventuell ein Oxyt, das an eine Kette gebunden war. Er war nun um einiges effektiver, als zuvor, und ich hatte kaum Möglichkeiten, um mich zu wehren. Erneut hatte er mich aber nicht umgebracht. Wollte er mir nur eine Lehre oder derartiges erteilen? Kann er mich im Traumland überhaupt ums Leben bringen? Aufgewacht bin ich wohl an einen sehr grenzwertigen Zeitpunkt. Eben schlug ich die Augen auf, schon raste Mario's Faust auf Relina zu. Eine Sekunde später, dann ...‹‹ Und diese "Streicheleinheiten" von ihr ... Hatten mir wohl gefallen... Nie bekam ich derartige Zuneigung. Aber das konnte ich ihr ja schlecht sagen. Was sollte sie dabei denken? Aber eine wichtige Info in diesem imaginären Kampf ist mir doch unter gekommen. Und zwar der Name dieser Kämpferlustigen Person. Leise, wie ein Verhängnis hauchte ich diesen in die pechschwarze Nacht. Diese Person, die uns bestimmt noch arge Probleme bereiten wird:

„Jake...!“
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