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Eine völlig neue Welt

von RebiCH
GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Ares Ephiny Gabrielle Joxer Najara Xena
21.01.2015
09.12.2015
51
108.989
 
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01.03.2015 1.618
 
Ein Plan muss her



Xena, Gabrielle und Amarice flohen in den Schutz des Waldes. Nach mehreren Stunden brach die Dunkelheit herein. Xena beschloss eine Pause einzulegen, da Rebi dringend versorgt werden musste und sie langsam keine Kraft mehr hatte, Rebi zu tragen. Blöderweise hatten sie die Pferde bei der Hütte gelassen. Mit Pferden wäre die Flucht vor den Römern um einiges einfacher gewesen. Sie hatten zwar einen grossen Vorsprung, da die Römer erst alle Brände löschen mussten, doch Xena war überzeugt dass die Römer das nicht auf sich sitzen lassen. Sie hatten die Römer in aller Öffentlichkeit blamiert. Diese werden nach Vergeltung streben um ihre Macht zu demonstrieren. Xena setzte Rebi langsam auf den Boden ab und legte sie Flach hin. Dort überprüfte Xena den Puls und die Atmung. Der Puls und die Atmung waren sehr schwach. Die Hautfarbe war sehr Bleich, und die Haut schlaff. Anscheinend hatte Rebi zu wenig Flüssigkeit im Körper und einen hohen Blutverlust. Die Wunden am Rücken durch die Peitschenhiebe und das Schwert des Gladiators bluteten stark und waren entzündet. Dazu kam noch das hohe Fieber. Xena war äussert besorgt von Rebi’s Zustand. Dazu kamen noch die Misshandlungen, die wahrscheinlich zu einem Trauma führten. Gabrielle und Amarice bereiteten in der Zwischenzeit das Lager vor. Gabrielle war dabei ein Feuer zu entfachen, um Rebi warm zu halten. Amarice suchte die wenigen Pelze zusammen die sie dabei hatten und breitete diese auf dem Boden aus. Amarice und Xena trugen Rebi zu den Pelzen, die nahe am Feuer standen. Damit Rebi’s Körper gewärmt wurde. Xena drehte Rebi in die Seitenlage, da diese seit Stunden Bewusstlos war. Gabrielle und Amarice kamen beide besorgt näher, um Rebi’s Zustand zu begutachten. Es war ein schrecklicher Anblick. Rebi’s Rücken war voller tiefer Einschnitte durch die Peitschenhiebe und das Schwert. Die Wunden waren grösstenteils schwer Entzündet. Über den ganzen Körper erstreckten sich Prellungen. Die Haut war ganz Blass. Rebi sah eher Tot als Lebendig aus. Xena’s Gesicht sagte mehr als 1000 Worte. Sie sah nicht zuversichtlich aus. „Xena, wird sie überleben?“ Fragte Gabrielle den Tränen nahe. „Es sieht schlecht aus. Selbst wenn ich alles dabei hätte. Wir haben nichts, keine Verbände gar nichts. Ich kann ihr nicht den ganzen Rücken verbrennen. Das geht nicht. Dafür ist sie eh zu schwach. Ich werde ihr diese Salbe einreiben, die ich von der Frau bekommen habe. Amarice, Rebi braucht dringend Wasser. Suche einen Bach oder eine Quelle schnell. Fülle alle unsere Schläuche damit. Gabrielle such mir Aronia Beeren, Meisterwurz, Schlafmohn und Süssholz zusammen.“ Amarice und Gabrielle rannten davon. Xena blieb alleine mit Rebi zurück. „Durchhalten, du kannst es schaffen! Es tut mir leid das ich nicht rechtzeitig da war. Du musst kämpfen.“ Xena redete gut auf Rebi ein, während sie die Salbe der Frau vorsichtig auf Rebi’s Rücken verteilte. Ein Geräusch erregte Xena’s Aufmerksamkeit.

„Ares, was willst du? Dein Gestank ist bis hier her zu riechen!“ Xena drehte sich verärgert um. Ares der Kriegsgott stand hinter ihr. „Hallo Xena. Ich muss sagen das war echt ein beeindruckender Auftritt vorhin.“ Ares lachte amüsiert. „Verschwinde! Du störst hier nur. Hau wieder ab.“ Entgegnete Xena und blickte ihn wütend an. „Sei doch nicht gleich so! Du weisst doch das ich dich mag. Vielleicht kann ich dir ja helfen. Wer ist sie denn überhaupt? Und weshalb ist sie dir so wichtig? Dir ist klar das du damit wahrscheinlich einen Krieg ausgelöst hast? Die Römer werden euch verfolgen. Wenn du willst kann ich sie eventuell umstimmen. Du weisst schon, dafür stehe ich danach in deiner Gunst. Na was meinst du?“   Ares lächelte Xena mit einem heimtückischen lächeln an und kam näher. Er suchte ihre Nähe. Xena wich angewidert zurück. „Ares halte dich da raus. Hätte ich deine Hilfe gewollt, hätte ich dich gerufen. Es geht dich nicht’s an wer sie ist. Zwischen dir und mir wird niemals etwas sein. Ich habe mich für Gabrielle entschieden, akzeptiere das endlich.“ Ares umkreiste Xena. „Sicher das du keine Hilfe brauchst? Ich könnte sie schnell zu einem Hospiz bringen. Die sieht ja eh schon Tot aus, dauert bestimmt nicht mehr lange ohne Hilfe. Wo ist eigentlich Gabrielle?“ Ares war ziemlich neugierig. Er ahnte das Xena ihm etwas verschwieg. Es musste mit dieser Frau zusammenhängen. Er wusste nur nicht was es war. „Geh nun endlich, bevor ich dich töte! Heute habe ich echt keinen Nerv mit dier zu Diskutieren. Hau ab.“ Xena wurde langsam ungeduldig und wütend. „Na gut, wenn du deine Meinung änderst rufe einfach nach mir.“ Mit diesen Worten verschwand Ares wieder im nichts. Es war wieder Still im Lager. Xena wusste das Ares so schnell nicht Ruhe geben wird. Aber sie hatte im Moment ganz andere Probleme. Sie hockte sich neben Rebi und versuchte eine Lösung zu finden.

Amarice kam mit 3 prall gefüllten Schläuchen voller Wasser zurück. „Lebt sie noch?“ Fragte sie besorgt und völlig ausser Atem. „Ja, aber der Zustand hat sich nicht verbessert. Ich brauche dringend die Heilpflanzen die Gabrielle besorgen soll. Amarice hilf mir mal, Rebi muss etwas trinken. Kannst du ihren Oberkörper anheben? Dann gebe ich ihr vorsichtig Wasser.“ Amarice gehorchte aufs Wort und hob Rebi’s Oberkörper an. Xena versuchte Vorsichtig etwas Wasser in Rebi’s Mund zu bringen. Es klappte, wenn auch nur ganz langsam. Aber immerhin besser als nichts. „So das reicht für den Anfang, zu viel ist nicht gut. Wir geben ihr in einer Stunde nochmals. Mehr können wir im Moment nicht tun.“ Xena sah hilflos zu Amarice. „Wenn sie stirbt Xena, dann gilt mein Wort noch. Es ist deine Schuld. Auch wenn du ihr jetzt versuchst zu helfen, jetzt ist es zu spät. Du hättest sie nicht gehen lassen dürfen. Das war Dumm.“ Amarice war immer noch wütend auf Xena. „Ich weiss Amarice. Ich wusste nicht das die Römer in der Nähe waren, sonst hätte ich sie doch nicht gehen lassen. Mir ist bewusst das es mein Fehler ist. Sie wird nicht sterben, das lasse ich nicht zu.“ Xena versuchte Amarice zu Beruhigen. Amarice hielt Rebi’s Hand fest. „Rebi du schaffst das. Wir werden noch viele Abenteuer erleben. Du kannst mich doch nicht einfach hängen lassen. Ich Weiss du kannst mich hören. Bitte Komm zurück.“ Amarice weinte. Xena hätte sie gerne getröstet, doch sie wusste dass das Amarice nicht zulassen würde.

Wenig später kam Gabrielle zurück. Auch völlig ausser Atem. „Xena ich habe alles!“ Rief sie und rannte auf Xena zu. Allerdings stoppte sie abrupt. „Was ist los? Warum weint Amarice? Ist, sie etwa verstorben?“ Gabrielle lies vor Panik alles fallen, was sie gesammelt hatte. „Nein, sie lebt! Alles gut. Schnell wir müssen die Kräuter wieder einsammeln!“ Xena half Gabrielle damit. Xena verwendete die Kräuter zweierlei. Einmal als Paste, die sie ebenfalls auf die Wunden strich. Andererseits verabreichte sie es Rebi. „Mehr können wir im Moment nicht tun. Dies sollte sie noch ein paar Tage am leben lassen. Vorausgesetzt wir schaffen es ihr genug Flüssigkeit zu geben. Aber versprechen kann ich nichts. Die Kräuter Heilen sie nicht, sie zögern es nur hinaus.“ Xena hatte langsam einen Plan im Kopf. „Ja und wo kann ihr geholfen werden?“ Fragte Gabrielle und Amarice gleichzeitig. „Ich fürchte im Moment nur bei den Amazonen. Allerdings schaffen wir es nicht bis zu Ephiny’s Stamm. Das ist zu weit weg. Ich weiss das ein Stamm in der Nähe der Hütte lebt, wo unsere Pferde stehen. Wir müssen es also bis zur Hütte schaffen und von dort aus den Amazonen Stamm suchen. Das die Römer und verfolgen erschwert die Sache um einiges. Wir werden Strassen meiden müssen, was wiederum mehr Reiseweg heisst. Aber es ist die einzige Chance für Rebi. Wir sind dann den Amazonen dort ausgeliefert. Ich kann nicht garantieren das sie uns helfen werden. Vielleicht bringen sie uns um. Aber ich bin bereit dies zu Riskieren.“ Xena erklärte Amarice und Gabrielle ihren Plan. Beide stimmten zu.

„Gabrielle und Amarice ruht euch aus. Wir müssen bald weiter.“ Befahl Xena. „Aber Xena du musst dich ausruhen! Du hast Rebi getragen nicht wir. Bitte ruhe du dich aus. Ich halte Wache und schaue zu Rebi.“ Antwortete Gabrielle. „Nein, ich muss noch eine Trage herstellen. Damit wir Rebi Morgen schonend Transportieren können. Sie muss immer schön gewärmt werden. Schlaft jetzt, ich wecke euch in wenigen Stunden. Wir haben einen anstrengenden Weg vor uns.“ Xena liess keine Diskussion zu und Gabrielle sah ein, das Xena Recht hatte. Rebi brauchte eine Trage um transportiert zu werden. Amarice und Gabrielle lagen neben das Feuer auf den kalten, nassen Boden. Alle Pelze und Decken waren bei Rebi. Aber sie machten das beste draus und schliefen bald tief und fest ein. Xena überprüfte nochmals den Puls und die Atmung von Rebi. Danach suchte sie sich passende Holzstücke zusammen, um eine Trage zu machen. Es dauerte eine Weile bis sie alles zusammen hatte. Da sie kein Seil dabei hatte, nahm die Teile von Rebi’s Kleidung, um die Holzstücke miteinander zu verbinden. Nach ein paar gekonnten Handgriffen hatte sie eine Trage zusammen. Nicht perfekt, aber sie wird den Zweck erfüllen, dachte Xena sich. Danach setzte sie sich zurück zu Rebi und überprüfte erneut die Atmung und den Puls. Xena gab ihr wieder ein bisschen zu trinken und Süssholz, damit sie ein bisschen Nahrung aus dem Saft ziehen konnte.  Xena machte sich noch Gedanken über den Plan. Diesmal wusste sie wirklich nicht ob es gut ausgehen wird. Das machte sie nervös. Normalerweise war sie sich ihrer Sache immer sicher. Hier gab es zu viele Faktoren, die sie nicht beeinflussen konnte. Das bereitete ihr Sorgen. Sie wollte Gabrielle in keinem Fall einer Gefahr aussetzen. Sie konnte aber auch nicht einfach mitansehen wie Rebi hier starb. Es gab nur diesen einen Weg. Risiko hin oder her.
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