Die Rache einer Hexe

von yezz
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
20.01.2015
25.03.2015
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Ein pochender Schmerz in ihrem Kopf ließ sie aufwachen. Langsam versuchte die junge Frau ihre Augen zu öffnen, doch es fühlte sich an, als seien diese aus Blei. „Heiliger Shinigami...“ murmelte sie in sich hinein, doch auch ihre Stimme schien ihr nicht wirklich zu gehorchen.

Sie versuchte sich daran zu erinnern, was passiert ist. 'Da war diese Mission...', sie sollte einfach nur eine verdorbene Seele auslöschen. Aber eine Hexe kam ihr in die Quere.
So langsam lichtete sich der Nebel in ihrem Kopf. 'Die Hexe hat mich an einen anderen Ort... hmmm, gezaubert? Teleportiert? Plötzlich war ich in dieser anderen Gegend. Aber was dann?', nur bruchstückhaft kamen ihr die letzten Tagen in den Sinn. 'Nur die Ruhe, Anuhea. Nur die Ruhe!', sprach sie sich, schon leicht verzweifelt, selbst Mut zu. 'Du bist eine Kanai'i. Du stammst aus einer Familie voller großer Kämpfer. Du wirst doch jetzt nicht aufgeben!'

Schritte unterbrachen ihren inneren Monolog. Sie ermahnte sich, ruhig zu atmen. Damit hoffentlich niemand merkt, dass sie bereits zu sich gekommen ist. „Weißt du, wer oder was es ist?“, fragt eine männliche Stimme.

„Sie ist ein Mensch. Weiblich, wie dir vielleicht auch schon aufgefallen ist.“, die Belustigung war deutlich in der anderen Stimme zu hören. Es kostet sie alle Mühen, vor Zorn und Scharm nicht rot anzulaufen. 'Bin ich etwa nackt?', dieser Gedanke lässt sie beinahe zusammenzucken, wie ein plötzliches Eisbad. 'Nein, aber etwas überproportional ausgestattet war ich ja schon immer...', beruhigte sie sich selbst und musste beinahe selbst über sich schmunzeln.

„Jaja, wie auch immer. Gibt es keinen Zweifel, dass sie diejenige ist, die in letzter Zeit durch die Wälder marodiert ist?“, erklingt erneut die erste Stimme fragend.

„Kanda hat es mit eigenen Augen gesehen. Anstatt Hände waren dort Klingen zu sehen. Damit hat sie ohne Probleme einige Akuma zur Strecke gebracht.“, kam die Antwort prompt.

„Seltsam. Ihr seid sicher, dass nicht auch nur ein winziges bisschen Innocence dafür verantwortlich sein könnte?“

„Absolut Komui. Alle Tests waren negativ, selbst Hevlaska hat nichts gefunden. Sie ist auch nicht kompatibel.“ Anuhea hörte ein Seufzen, das eindeutig zur ersten Stimme, diesem Komui, gehörte.

„Nun gut. Wahrscheinlich kann nur sie selbst das Rätsel für uns lösen. Wir sollten sicherstellen, dass sie nicht gleich verschwindet, wenn sie zu sich kommt.“ Das war nun wirklich nicht das, was sie hören wollte. 'Was bildete sich dieser Komui denn ein, wer er ist?', langsam aber sicher drohte der Zorn sie zu übermannen. „Dann sollten wir uns beeilen.“, hörte sie von der anderen Stimme.

„Was meinst du damit Reever?“ fragte Komui. „Schau sie dir an. Sie kommt zu sich. Und irgendwas scheint ihr nicht zu gefallen“, der Respekt in der Stimme Reevers war deutlich zu hören. 'Richtig so!', dachte sie. 'Zeigen wir ihnen gleich mal, wo der Frosch die Locken hat!'. Sie versuchte sich aufzusetzen, doch noch immer versagten ihre Glieder ihr den Dienst. Sie schlug die Augen auf und funkelte die beiden Männer im Raum böse an. Ein tiefes Knurren kam ihr über die Lippen.

Vor ihr standen 2 Männer, beides so eine Art Forscher, gekleidet mit langen weißen Mänteln oder Kitteln. Einer mit lilafarbenen, mittelangen Haaren. Zudem trug er eine Brille. Der andere hatte blonde, kurze Haare und einen leichten Bartansatz. Nun beugte sich der Lilahaarige zu ihr runter. „Hallo. Mein Name ist Komui Lee. Ich hoffe, du verstehst mich. Wie heißt du?“, er sprach langsam und deutlich, als würde er mit einem Kleinkind sprechen. Das ließ ihre Augen zornig zucken. 'Was denkt er denn, wen er da vor sich hat?', schrie sie in Gedanken. „Ich wäre lieber vorsichtig, sie sieht aus, als würde sie dich sofort in Stücke reißen!“, hörte man Reever etwas ängstlich.
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