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Verlass mich nicht

von Mel Black
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 Slash
Arthur Bors Galahad Gawain Guinevere Tristan
20.01.2015
06.02.2015
5
5.574
 
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2 Reviews
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1 Review
 
 
20.01.2015 1.464
 
Zuerst einmal möchte ich erklären, dass ich von dieser Zeit keine Ahnung habe. Ich habe versucht ein wenig zu recherchieren, aber das war nicht so einfach (wie sonst manchmal). Also hab ich mir vieles einfach ausgedacht/zusammengereimt.
Solltet ihr also auf Fehler stoßen, bitte ich die mir zu verzeihen. Ich wusste es nicht besser und war einfach zu sehr angetan, von den Beiden.

Ich hoffe, euch gefällt das erste Kapitel. Viel Vergnügen:




Galahad streift durch die kleine Festung und denkt an seine Kameraden. Arthur grübelt bestimmt, Bors ist bei seiner Familie, Gawain bei seiner Freundin, Lancelot hat sich sicher auch eine Frau gesucht und nur die Götter wissen, was Dagonet treibt.

Galahad kommt sich unglaublich einsam vor, als wäre die blühende Zukunft vor ihm, mit einem Schlag zerstört worden. Er kommt sich so klein und unsicher wie selten vor. Wenn er jetzt zu Gawain gehen würde, dann würde der ihn ein wenig aufmuntern und ihn zum Lachen bringen... Aber Galahad will nicht lachen.

So streift er an den Hütten vorbei und nähert sich einem Hintereingang zur Burg. Dort ist es ruhig und fast menschenleer. Ein paar Männer feiern wohl doch noch, auch mit ihren Frauen. Galahad lächelt und schüttelt den Kopf. Unbewusst ist er weitergelaufen und steht plötzlich vor seinem Ziel.

Zögernd hebt er die Hand, klopft dann aber fest an. Kurz darauf wird ihm geöffnet, sein Gegenüber sieht ihn einen Moment an, bevor er die Tür ganz öffnet und Galahad eintreten lässt, hinter ihm schließt er die Tür wieder.

„Du bist nicht sehr überrascht, mich zu sehen.“, meint Galahad und grinst, als er nachsetzt: „Allerdings würde man dir die Überraschung wohl kaum ansehen.“ „Wie kann ich dir helfen?“, fragt Tristan nur ruhig und bietet seinem Freund einen Stuhl an.

Beide setzen sich und Tristan schenkt in zwei Becher Wein, einen reicht er an Galahad weiter, während er selbst den anderen nimmt. Galahad trinkt ein paar Schlücke und stellt den Becher dann wieder auf den Tisch: „Ich hab Angst.“

Tristan stellt seinen Becher nun ebenfalls hin und wartet ruhig ab. Galahad seufzt, bevor er erklärt: „Ich will nicht mehr kämpfen. Ich will kein Blut mehr sehen... Und ich will nicht mehr, um mein eigenes Leben fürchten.“, er zittert und legt sanft eine Hand auf Tristans: „Und ich will keine Angst mehr um dich haben.“

Sanft nimmt Tristan Galahads Hand in seine und drückt sie: „Wir werden es schaffen.“ Galahad schließt verzweifelt die Augen. „Ich werde nicht zu lassen, dass dir etwas geschieht.“ „Du musst auf dich selbst aufpassen.“ Tristan hebt die Hand und streicht Galahad über die Wange: „Wir werden noch ein wenig trainieren.“

„Ich will nicht mehr trainieren. Keine Kämpfe mehr, keine Verletzungen mehr...“, Galahad beugt sich vor: „Ich will nur dich.“ Erschöpft legt er seine Stirn auf Tristans Oberkörper, der legt sein Kinn auf: „Ich bin da, Liebster.“

Galahads Stimme ist leise, aber bitter: „Ein friedliches Leben, ist das denn zu viel verlangt.“ Tristan erhebt abrupt sich und Galahad weicht überrascht zurück. „Ich weiß nicht...“, Tristan sieht seinen Freund an, wie immer bedeckt sein Pony ein wenig seine Augen,: „Ich glaube nicht... ich bin wohl nicht für ein friedliches Leben bestimmt.“

Einen Moment braucht Galahad, bevor er aufsteht: „Das meinst du nur, weil du nichts anderes mehr kennst.“ Tristan dreht sich ab. „Du weißt, wie es läuft und das Kämpfen hält dich am Leben... Aber es gibt ein Leben danach...“, Galahad geht näher zu ihm: „Ein Leben für uns Beide... zusammen.“

Tristan lächelt: „Ich wünsche es mir... glaub mir... Nichts will ich lieber, als dich sicher zu wissen... Ich will mit dir zusammenleben, nicht nur im Geheimen... Aber du willst doch ganz andere Dinge... Eine Frau... Kinder.“ „Nein!“, Galahad sieht ihn böse an: „Du weißt, dass ich das nicht will...“

Er seufzt, bevor er den Kopf schüttelnd meint: „Wir spielen doch alle ein bisschen Theater. Wir machen Pläne, was geschehen wird, obwohl wir alle Angst davor haben... Aber ich hab dich und nichts will ich mehr, als mit dir zusammen sein.“ Endlich kommt Tristan zu ihm und küsst ihn liebevoll.

Galahad drückt sich fest an ihn, während er den Kuss fordernd erwidert. Tristan grinst kurz, bevor er unter Galahads Oberteil streift, er fährt an der nackten Haut entlang und packt dann die Seiten, während sie immer noch in ihrem Kuss vertieft sind.

Tristan trennt sich kurz und zieht Galahad sein Hemd über den Kopf aus, dann kniet er sich hin und öffnet Galahads Hose, der stützt sich auf ihn und stöhnt laut. Ungeduldig drängt Tristan Galahad hinüber zum Bett und stößt ihn darauf, so dass er mit dem Rücken darauf liegt und sich auf die Unterarme abstützt.

Tristan reißt ihm die Hose runter, zieht ihm seine Schuhe aus und entfernt die Hose ganz. Galahad liegt nun nackt da und er sollte sich verletzlich vorkommen, doch das tut er nicht. Er lächelt Tristan nur lüstern an und stützt sich auf. Tristan lächelt ein wenig und beugt sich zu ihm, um ihn fordernd zu küssen.

In dieser Nacht gibt Tristan seinem jungen Freund alles, was sich der nur wünschen kann. Doch der Morgen kommt und bald darauf ist die Nacht nur noch eine schöne Erinnerung.


Nach der Schlacht stehen Gawain und Galahad hinter Arthur und schauen auf die Leiche von Lancelot. Galahad ist noch so mitgenommen, dass er nicht an Tristan denkt, bis er Bors sieht, der jemanden über seine Schultern trägt. Sofort erschrickt er: „Nein!“

Die Männer sehen überrascht zu ihm, als er zu Bors läuft und ihm hilft, Tristan auf den Boden gleiten zu lassen. Sofort bettet Galahad den Kopf seines Freundes auf seinen Beinen: „Nein. Bitte nicht.“, aufgeregt streicht er Tristan die Haare aus dem Gesicht und bemerkt die Wunde an seiner Seite.

Gawain kniet sich neben ihn und sieht seinen Freund besorgt an. Galahad schüttelt den Kopf: „Wir hätten das nicht tun dürfen... Wir hätten einfach gehen sollen... Ich habe es ja gesagt.“, leise flüstert er immer wieder und legt seinen Kopf auf Tristan, gleichzeitig drückt er ihn fest an sich.

Gawain runzelt die Stirn, er hätte nicht gedacht, dass der Tod von Tristan Galahad so nahe geht. Bei Lancelot hat er nicht so reagiert, genauso wenig bei Dragonet oder einem anderen aus ihrer Gruppe. Langsam macht sich Gawain Gedanken und fragt dann leise: „Liebst du ihn?“

Unruhig wimmert Galahad und sieht auf, sein Gesicht ist mit Tränen überströmt: „Wir lieben uns.“, er schließt verzweifelt die Augen: „Ich liebe ihn so sehr...“ Arthur schaut ihn schuldbewusst an: „Ihr ward ein Paar...“ Lancelots Verlust ist unglaublich schlimm für ihn, und auch Tristans, aber jetzt auch noch zu wissen, dass er Galahad das Liebste genommen hat...

Bors, der nur stumm dagestanden hat, meint nun ruhig: „Wir sollten sie nach Hause bringen.“ „Nach Hause.“, wiederholt Galahad bitter: „Es gibt kein Zuhause! Wir hätten alle nach Hause gehen sollen, in unsere Heimat.“ „Hier ist unsere Heimat.“, erwidert Gawain leise, aber Galahad schüttelt den Kopf: „Nein! Meine nicht...“, er weint: „Tristan ist meine Heimat.“

Arthur steht seufzend auf: „Kommt.“, er sieht zu Bors: „Nimmst du bitte Tristan und legst ihn auf den Wagen? Ich nehme Lancelot.“ Bors nickt nur und beugt sich vor, doch Galahad zieht Tristan an sich: „Nein...“, er streicht seinem Freund über die Wange, die noch leicht blutet und zieht ihn an sich. Bors beugt sich zu ihm.

Plötzlich erstarrt Galahad: „Er lebt.“ Gawain schüttelt den Kopf: „Galahad...“ „Er atmet.“, Galahad hält eine Hand über Tristans Mund und Nase und nickt dann hartnäckig: „Er lebt!“ Bors sieht Arthur hilfesuchend an, der drängt Gawain zur Seite und kniet sich nun selbst neben seine Freunde.

Vorsichtig fühlt er nach Tristans Atem und nickt: „Gott sei Dank.“ Galahad schüttelt über die Bemerkung den Kopf, als Guinevere sich zu ihnen wendet: „Dann sollten wir ihm helfen!“ Die Männer sehen sie überrascht an, sie haben ihre Anwesenheit gar nicht mehr bemerkt.

Galahad sieht auf und nickt: „Aber wie?“ „Merlin hat ein paar Kräutermischungen vorbereitet.“, erklärt sie. Galahad nickt und wendet sich zu Bors: „Kannst du mir helfen? Trägst du ihn?“ „Sicher.“ Arthur geht zur Seite und Bors beugt sich vor. „Aber bitte diesmal vorsichtiger.“ Bors sieht Galahad böse an, trägt Tristan aber nun diesmal vor sich, statt ihn sich über die Schulter zu legen.

Gawain sieht besorgt zu Galahad, der ein wenig schwankt, sofort greift er ihn am Arm: „Alles okay?“ „Ja, ich bin nur... Wir müssen hinterher.“ Arthur nickt zu Gawain: „Geht voraus, ich treffe euch dann. Zuerst kümmere ich mich noch um Lancelot.“ Gawain nickt und wendet sich wieder Galahad zu, der hinter Bors her läuft.

Guinevere stellt sich zu Arthur: „Es tut mir so leid.“ „Ich weiß... Es ist alles meine Schuld.“ Sie schüttelt den Kopf: „Nein. Es war ihre Entscheidung.“ „Aber sie haben 'mir' vertraut! Ich bin ihr Anführer.“ Arthur nimmt Lancelot hoch und trägt ihn hinüber zum Totenkarren.
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