Der kalte Mensch

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
19.01.2015
12.06.2017
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1.Kapitel

-Luna-
Mein Name ist Luna Pierce, ich bin 21 Jahre alt, bin Biologiestudentin an der Columbia University in New York City und komme ursprünglich aus Fairbanks in Alaska. Ich wohne im Stadtteil Brooklyn mit meinen zwei besten Freunden Mason Berth und Valentina Fernándes, oder auch nur Val genannt, zusammen. Beide sind ein Paar und gehen mir manchmal mit ihren ganzen Pärchengehabe ziemlich auf den Geist. Aber trotzdem sind es die wichtigsten Personen in meinen Leben, da ich keine richtige Familie mehr habe. Kurz nach meiner Geburt ist meine Mutter abgehauen und hat mich und meinen Vater allein gelassen. Er hat mich allein groß gezogen und dafür bin ich ihn einfach dankbar, denn er hat nie den Glauben an mich aufgegeben und mich immer unterstützt. Als ich 12 Jahre alt war heiratete mein Vater erneut. Seine neue Frau, Justine, war groß, hellblond und hatte ganz hellblaue Augen, genauso wie ihre Tochter, die etwa in meinen Alter ist. Ihr Name ist Candice. Sie sind das komplette Gegenteil von mir. Ich bin „sagenhafte“ 1,60m groß, hab große, braune Augen und lange, wellige, mittelbraune Haare. Gemocht haben sie mich überhaupt nicht, da ich eine sehr derbe und offene Klappe habe. Worauf ich eigentlich stolz bin, denn ich sag die Wahrheit, auch wenn sie manchmal härter rüberkommt  als gemeint. Aber naja, das war nicht das schlimmste, was sie an mir hassten. Denn das war, dass ich Daddys Liebling war und naja, das war eigentlich klar, er hat mich schließlich allein groß gezogen. Als ich 14 Jahre alt war, haben mein Dad und ich zusammen einen Ausflug an die Beringsee unternommen. Es war so schön, aber auf den Rückweg ist uns ein Geisterfahrer in die Fahrerseite gefahren und hat meinen Dad eingequetscht. Er war aber nicht sofort tot, oh nein, nach zwei Stunden Überlebenskampf ist er in meinem Arm gestorben. Nur ein paar Minuten danach kam der Krankenwagen und die Sanitäter haben versucht ihn wiederzubeleben doch es war zu spät. Ich hatte nur ein gebrochenes Bein, was nach ein paar Wochen wieder gesund war, doch meine Psyche war für den Rest meines Lebens gezeichnet. Ich kann in kein Auto sitzen ohne Panikattacken zu bekommen, also meide ich es, so gut es geht. Der Geisterfahrer wurde nie gefunden und ich habe auch glaube niemanden im Auto gesehen, als es auf uns zu kam. Auch wenn die Kälte unerträglich war, liebe ich sie trotzdem immer noch. Ich liebe Schnee, Eis und den Winter einfach so sehr. Wenn der erste Schnee fällt, beginnt für mich die schönste Zeit des Jahres. Mit 15 Jahren hat mich meine Stiefmutter zur Adoption freigegeben und in meiner Verzweiflung rannte ich zu meinen besten Freund seit Kindertagen, Mason. Er ist der beste Freund den man haben kann und er weiß, dass ich manche Sachen nicht so fies meine. Als ich ihm und seiner Familie voller Tränen von den Adoptionsplänen meiner Stiefmutter erzählte, haben sie sich entschlossen mich zu adoptieren und mich keiner wildfremden Familie zu überlassen. Ich war ihnen so dankbar. Mit 16 Jahren kam eine Schülerin aus Spanien in unsere Schule und sie wurde die beste Freundin von mir und Mason. Es war Val, die temperamentvolle und lebhafte Person in unseren kleinen Grüppchen.  Als beide 18 waren sind sie ein Paar geworden und sie passen einfach zusammen, wie Arsch auf einmal. Wir drei wollten unbedingt in New York City studieren und wir wurden alle an der Columbia University angenommen. Val studiert Drama und Theater und Mason Astronomie. In unserer WG geht es chaotisch aber trotzdem macht es Spaß. Zu meiner Stiefmutter und meiner Stiefschwester habe ich nur noch kaum Kontakt. Wir sehen und nur einmal im Jahr an Weihnachten und das ist zum Glück nur ein Abend.

Heute ist Samstag und ich habe keine Lust drauf. Wieso? Ich habe meinen Nebenjob verloren und hab nicht mehr genug Geld um meinen Teil der Miete zu bezahlen. Also muss ich mir einen neuen Job suchen und hab heute ein Vorstellungsgespräch in einen Coffee Shop. Ich hab keine Lust! Erstmal aufstehen und einen Kaffee trinken, denn ich bin der größte Morgenmuffel der Welt. In der Küche angekommen, schalte ich erstmal die Kaffemaschine an und warte. Ich höre eine Tür schließen und sehe Val, die fröhlich wie immer in Küche gestratzt kommt. Wieso ist sie so gut gelaunt? Der morgen ist so verdammt beschissen. „Guten Morgen“, kommt es trällernd von Val. „Was ist mit dir schiefgelaufen, dass du an so einen scheiß Morgen gute Laune hast?“, erwider ich nur angepisst. Sie fängt nur an zu grinsen und sagt: „Ich bin halt Optimistin und aus jeden Tag kann etwas Schönes werden. Und ich hatte eine supertolle Nacht gehabt.“-„Ich weiß, warum die Nacht so ‚supertoll‘ war. Ich hab euch gehört.“, gebe ich entnervt zurück. „Was?!“, erwidert sie überrascht. „Wenn es dich nervt, dann hol dir Ohropax“, kommt es belustigt aus dem Bad. Genervt rolle ich mit den Augen und rufe zurück: „Halt die Klappe Mason!“ Ich vernehme Gelächter und widme mich wieder der Kaffemaschine, die bereits durchgelaufen ist, nehme mir meine Tasse, mache mir schnell eine Schale Cornflakes und verschwinde in mein Zimmer. Dort angekommen, setze ich mich an meinen Schreibtisch, starte meinen PC und checke meine E-Mails. Eigentlich standen unsere Schreibtische in einen extra Raum, doch Val kam auf die „grandiose“ Idee einen weiteren Mitbewohner einziehen zu lassen. Und der zieht heute ein. Na super, ein weiterer Beweis, dass dieser Tag beschissen werden wird. Ich hasse es neue Leute kennenzulernen, selbst in der Uni bin ich eher ruhig und ich will nicht mal wissen, wie der Kerl heißt, der hier einzieht. Oh man, ich hab keinen Bock. Während ich damit beschäftigt bin, keine Mich auf meinen Rechner zu schütten, sehe ich eine E-Mail von meiner Uni.

Werte Frau Pierce,
wir laden sie herzlich zu unseren Studentenball ein, wo die besten Studenten des Semesters geehrt werden. Die Veranstaltung findet am 23.06, um 20.00 Uhr, in der Haupthalle statt. Wir hoffen sie können uns mit ihrer Anwesenheit beehren.
Mit freundlichen Grüßen
Lee C. Bollinger

Oh nein, die letzten Male konnte ich mich davor drücken und habe Val und Mason allein hingehen lassen und sie haben mir meine Auszeichnung mit nach Hause gebracht. Doch ich habe ihnen versprochen, dass ich diesmal hingehen werde. Ich hasse es Kleider und Hackenschuhe anzuziehen, das bin einfach nicht ich. Na super, das heißt, ich muss mit Val shoppen gehen und das hasse ich. In 2 Wochen ist dieser beschissene Ball, an einen Samstag und diesen Tag mag ich eh nicht. Fragt mich nicht wieso. Das kann nur ein Desaster werden. Ein schneller Blick auf die verrät mir, dass mein Vorstellungsgespräch in 1 ½ Stunden anfängt und ich mich besser fertig machen soll. Schnell schlinge ich meine Cornflakes runter, spüle mit meinen Kaffee nach und geh ins Bad. Zum Glück war niemand mehr drin. Nach dem Duschen gehe ich ans Waschbecken und schaue in den Spiegel. Ich bin nicht gerade die Schönste aber auch nicht die Hässlichste. Meine Augen sind rund und haben lange schwarze, geschwungene Wimpern. Meine Nase ist keine niedliche Stupsnase, sondern eine etwas größere, gerade Nase, welche jetzt nicht so schlecht aussieht. Meine Lippen sind etwas geschwungen, aber nicht gerade die vollsten. Was mich aber am meisten stört ist meine Hautfarbe, denn die ist nicht gerade die Gebräunteste. Das liegt aber daran, dass ich die Sonne im Sommer eher meide, weil ich die Hitze nicht ausstehen kann. Meine Haare sind mittelbraun und gehen mit bis zur Hälfte meiner recht üppigen Oberweite. Ich bin eine eher kurvige Frau und bin auch froh damit, denn ich will keine von diesen abgemagerten Tussis sein. Meine Haare lass ich immer offen, da ich nie Bock habe diese Wellenmähne  zu bändigen. Schnell dezent schminken und umziehen. Leider muss ich mich etwas förmlicher anziehen und entscheide mich für ein weißes V-Neck-Shirt, ein dunkelblauen Blazer und eine schwarze Röhrenjeans. Doch meine schwarzen Converse Chucks müssen sein. Ich mag keine hohen Schuhe, denn mir tun da nur die Füße weh. Meine Uhr und noch eine lange Kette um machen und ich bin fertig. In einer ¾ Stunde muss ich da sein und die U-Bahn ist hundertpro so voll das sich mein Weg verlängern wird. Also los geht’s. Noch ein Blick ins Wohnzimmer um den beiden Idioten Tschüss zu sagen und ich sehe wie sich Val und Mason abschlecken. Mir entkommt ein entnervtes Stöhnen und ich sage nur: „Ciao ihr beiden Hunde!“ Es kam nur ein Lachen von Mason und ein aufgebrachtes „Hey!“ von Val. Mir huscht ein Lächeln über die Lippen und ich geh in den Hausflur. Wir wohnen in einen typischen New Yorker Wohnhaus, was mir total gefällt. Nach 40 Minuten erreiche ich endlich den Coffee Shop und gehe hinein. An der Kasse frage ich nach dem Chef und die Verkäuferin sagt, dass er mich gleich empfangen wird. Sie sieht irgendwie merkwürdig aus. Hat sie etwa Hörner?! Oh Gott, wie wenig hab ich denn geschlafen. Ich wende schnell meinen Blick ab und kurz darauf tippt mir jemand auf die Schultern. Erschrocken dreh ich mich um und  sehe einen großen Mann mit unnatürlich blauen Augen vor mir stehen. Schnell versuche ich meine verwirrte Mimik zu verstecken und eine freundliche Maske aufzusetzen. Naja so freundlich wie es für mich geht. „Ich bin George Wester, der Besitzer des Coffee Shops. Bist du Luna?“  , fragt er mich. Ich antworte mit einen „Ja“. In seinem Büro angekommen bringen wir das Bewerbungsgespäch schnell hinter uns und ich hab den Job. Zum Glück. Da mein letzter Job auch in einen Coffee Shop war, brauchte ich keine Einweisung und konnte gleich loslegen. 18.00 Uhr bin ich fertig und mache mich auf den Weg nach Hause. Nach um 6 ist so voll in der U-Bahn Station und es dauert über eine Stunde bis ich die Treppe hoch in unsere Wohnung gehe. Boah, mein Rücken schmerzt und jetzt noch 3 Treppen hochgehen. Meine Laune sinkt immer weiter. Nachdem ich die Tür aufgemacht habe sehe ich ein paar Kisten im Flur stehen. Stimmt ja der Neue ist ja da. Begrüßen will ich ihn jetzt nicht, denn dafür bin zu schlecht gelaunt. Ich rufen ein lautes „Bin wieder da!“ an Val und Mason und gehe in die Küche und schnapp mir ein Bier. Hinter mir hör ich nur ein „Hi“ von einer Stimme, die ich sehr gut kenne, die aber nicht zu Val oder Mason gehört. Ich dreh mich um und sehe einen großen, grünäugigen Rotschopf an der Tür lehnen. Nein, nicht er, bitte nicht Robie Goodfell, der nervigste meiner Kommilitonen……

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soooo nach längerer zeit melde ich mich mal wieder mit einer ganz anderen Geschiche......ich hoffe das ich es durchziehe. naja aber die idee geistert mit schon seit gut nem jahr durch den kopf und ich konnte mich endlich dazu überwinden es zu schreiben......hoffentlich mögt ihr es^^
LG anime-mylove<3
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