Sorc / Michael Grant Gone

von Bekki
KurzgeschichteRomanze / P6
17.01.2015
17.01.2015
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Hallo, hier kommt unsere allerallererste Fanfiktion zu Gone von Michael Grant.
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns Reviews schreibt, bitte seid nicht so hart, wie gesagt, wir haben noch nicht so viel Erfahrung :D
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen, eure Anna und Bekki

Sorc

Sinder
Es war ein ganz normaler Tag. Jezzie zupfte Unkraut und immer wenn sie eines fand, begann sie laut zu jubeln. Es gab nicht viel worüber man in der FAYZ noch jubeln konnte. Sinder ließ ihren Blick schweifen, auf dem See schwammen die Hausboote und vereinzeltes Lachen drang zu ihr herüber. Die Barriere sah bis auf die schwarzen Flecken aus wie immer, diese breiteten sich heute jedoch nicht aus. Direkt vor der Barriere saß Orc auf einem Felsen, man konnte kaum erkennen, wo der echte Stein begann. Er las wieder mal die Bibel. Howard war nicht da, wahrscheinlich war er in seiner Schnapsbrennerei in Coates. Sinder mochte ihn nicht, wie fast alle anderen auch.
„Was bedeutet Sündenvergebung?“ rief er und schaute sie fragend an. Jezzie schnaubte verächtlich, sie glaubte schon lange nicht mehr an Gott, wenn es ihn gäbe, hätte er sie alle schon längst gerettet. Sinder hatte noch nie an Gott geglaubt, aber sie war beeindruckt, wie sehr die Bibel Orc verändert hatte. Sie erinnerte sich noch an die Zeit, als Orc ein dauerbesoffener Schlägertyp gewesen war, damals hatte sie sehr viel Angst vor ihm gehabt. Jetzt nicht mehr, er beschützte sie und ihre geliebten Pflanzen, und hatte gegen Drake gekämpft. Vielleicht hatte er nicht gewonnen, aber verloren hatte er auch nicht. Dafür bewunderte sie ihn.
„Manche Menschen glauben, dass wenn sie bereuen ihnen ihre Fehler verziehen werden.“ antwortete sie.
„Und was ist, wenn sie nicht bereuen?“
„Weiß ich auch nicht“ sagte Sinder „aber sie glauben, dass Gott die Menschen liebt und ihnen vergibt.“ Orc schien erleichtert zu sein. „Also vergibt er auch Howard?“ „Ja. Vielleicht.“ Sinder war sich ziemlich sicher, dass Howard nicht vergeben werden würde, aber das wollte sie ihm nicht sagen. Er schien sich wirklich Sorgen zu machen. Sie wusste nicht wieso, aber sie mochte Orc. Er war immer freundlich zu ihr gewesen, dafür war sie ihm sehr dankbar. Sie wusste nicht, ob sie ihn liebte, aber sie fühlte eine große Zuneigung zu ihm. Einmal hatte sie versucht, mit Jezzie darüber zu reden, aber sie hatte Sinder nur ausgelacht und gesagt: „Er ist ein Monster aus Stein! Was glaubst du denn? Er hat bestimmt ein Herz aus Stein.“ Dann war sie lachend weggegangen und hatte Sinder traurig zurückgelassen. Seit diesem Tag hatte sich ihre Freundschaft verändert. Sinder war wütend auf Jezzie, wegen dem was sie gesagt hatte, während Jezzie ihre Gefühle weder verstehen konnte, noch wollte.

Orc
Orc hatte die Bibel zur Seite gelegt und beobachtete die beiden Mädchen. Sinder stand auf dem Feld und starrte einfach vor sich hin, als wäre sie mit den Gedanken ganz woanders. Er wusste nicht, was los war und würde auch nicht fragen. Sinder war zu ihm immer nett und freundlich gewesen, während Jezzie ihn nur noch mit abwertenden Blicken bedachte. Er konnte es ihr nicht verdenken. Er hatte ja sogar selbst Angst davor, sich anzuschauen. Dennoch, es gab noch andere, die freundlich zu ihm waren, zum Beispiel Astrid, Sam oder Dekka. Traurig berührte er den letzten Fetzen menschlicher Haut, den er noch hatte.
Plötzlich sah er Mo zum weißen Hausboot rennen. Er sah gehetzt aus und blickte immer wieder über die Schulter. Selbst von hier aus konnte Orc seine Angst deutlich erkennen. Die Mädchen sahen ihn nicht. Im nächsten Moment ertönte der Gong. Sie hatten oft geübt, was sie in diesem Moment tun sollten. Die drei schnappten sich so viel Gemüse, wie sie tragen konnten, und rannten in Richtung des weißen Hausbootes. Dort angekommen brachten sie das Gemüse unter Deck. Die Mädchen halfen das Gemüse zu verpacken, als er sah, wie Astrid mit trauriger Miene auf ihn zukam. „Orc? Können wir kurz reden?“ „Wo ist Howard?“ fragte er. „Ich kann ihn nirgendwo finden!“ „Er war unterwegs…“ „Was ist mit ihm?“ fuhr Orc sie an. „Drake und die Kojo…“ Das Ende des Satzes hörte er nicht mehr. Blind vor Wut und Trauer stürzte er auf das Oberdeck und wollte gerade in ein Beiboot springen, als er Sinders Stimme hörte. „Orc! Warte!“ rief sie ihm zu. Er drehte sich zu ihr um. „Was ist?“ fragte er barsch. „Bitte geh nicht. Ich könnte es nicht ertragen, dich auch noch zu verlieren.“ Diese liebevollen Worte waren zu viel für ihn. Er brach zusammen und begann zu weinen. Er spürte Sinders Hand auf seiner Wange, wie sie ihn vorsichtig streichelte. Sie breitete die Arme aus und er weinte an ihrer Schulter.
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