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Destiny - Das Glück findet einen Weg!

von alegna70
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Samu Haber
17.01.2015
14.02.2015
11
15.793
11
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.01.2015 1.258
 
Danke für die Kommis und so viele Favoriteneinträge!
Ich freue mich, das die Story so einen Anklang gefunden hat, auch wenn es kein „leichtes“ Thema ist!
Viel Vergnügen!

2

Lachend gingen sie auf den gesicherten Parkplatz hinter der Location.
Samu und Sonja hatten noch länger mit den Jungs zusammen gesessen und gefeiert. Da Sonja eigentlich so gut wie nie Alkohol trank, hielt sich Samu auch immer etwas zurück, aber fahren dürfte er mit Sicherheit nicht mehr.
An ihrem Wagen angekommen, schloss Samu sie nochmals in seine Arme, küsste sie zärtlich, bat sanft um Einlass, den Sonja ihm gewährte und küsste sie dann sehnsuchtsvoll. Nur zögerlich gab er sie wieder frei, zu sehr sehnte er sich nach ihrer Nähe.
Gerade als sie einsteigen wollten, hörte er ein Geräusch, was er nicht richtig deuten konnte. Suchend sah er sich um, Sonja sah ihn fragend an: „Was ist los?“
Er zuckte leicht mit den Schultern: „Hört sich an, als ob da jemand irgendwo weinen würde!“
Nun sah auch Sonja sich um: „Ich hör nichts!“
Samu sah sie an: „Doch, da war was, es kam aus dieser Richtung!“
Schon ging er Richtung Zaun, der aber mit einer Sichtschutzplane bespannt war. Ganz deutlich hörte er nun das leise schluchzen und winkte Sonja zu sich ran, flüsterte: „Hörst du es? Da weint doch jemand!“
Sie kam näher und nickte, sagte leise: „Du hast Recht, das hört sich nach einer Frau an!“
Schon machte Samu sich auf den Weg, um irgendwie hinter den Zaun zu gelangen, Sonja folgte ihm.  Es blieb ihnen aber kein anderer Weg, wie den offiziellen zu nehmen und sie waren froh, das dort wohl niemand mehr auf ihn lauerte. Schnell hatten sie eine zusammen gekrümmte Person , die am Zaun lehnte gefunden. Vorsichtig gingen sie näher ran und mussten feststellen, dass es wohl ein doch noch recht junges Mädchen war. Sonja ging direkt zu ihr hin, während sich Samu erst mal im Hintergrund hielt.
Leise sprach Sonja sie an: „Hej, was ist los mit dir? Kann ich dir helfen?“
Sie erhielt keine Antwort, nur das leise schluchzen war zu hören. Sonja bemerkte das sie zitterte, es war kalt und sie schien wohl schon länger dort zu sitzen. Wieder redete sie auf das wirklich verzweifelt wirkende Mädchen ein: „Ich bin Sonja! Wie lange sitzt du schon hier? Es ist doch viel zu kalt!“
Nun sah das Mädchen auf und sie mit verweinten Augen an, leise, schluchzte sie: „Ich weiß es nicht...“
Gerade wollte Sonja sich ihre Jacke ausziehen, da reichte Samu ihr schon seine, die sie dann dem Mädchen über die Schultern legte.
Ein leises danke war zu hören.
Sonja versuchte es noch einmal: „Können wir dir helfen? Sollen wir jemanden anrufen, der dich hier abholen kommt?“
Verschreckt sah sie auf: „Nein!“
Nun kam Samu doch näher, hockte sich vor das Mädchen: „Hej, ich bin Samu. Du kannst aber nicht hier bleiben, du erfrierst, es ist unter Null Grad!“
Schüchtern sah sie ihn an: „Samu?“
Er nickte leicht: „Richtig! Was machen wir denn nun mit dir?“
Sie schniefte wieder mehr: „Weiß ich nicht, mich will doch eh keiner haben, keiner will mit mir was zu tun haben...“
Sonja und Samu wechselten Blicke, nickten sich zu. Ihnen war klar, dass sie sich wohl erst mal ihrer annehmen würden. Das es ihr nicht gut ging, warum auch immer, war nicht zu übersehen. Auch machte sie nicht den Eindruck, das sie unter Drogen oder Alkohol stehen würde und so sagte Sonja dann leise zu ihr: „Dann kommst du jetzt erst mal zu uns, wärmst dich auf und dann sehen wir weiter, verrätst du uns denn nun deinen Namen?“
„Hanna“, gab sie nun zögerlich von sich. Nun hob sie ihr Gesicht, sah von Sonja zu Samu, sah ihn fragend an: „Du kommst mir bekannt vor, kann das sein? Ich darf mit zu euch, aber ihr kennt mich nicht...“
Leise sagte Sonja zu ihr: „Ist möglich, das du meinen Mann kennst und das wir dich nicht kennen das stimmt auch. Aber da wir ja wohl niemanden anrufen sollen der sich um dich kümmert, kommst du mit zu uns! Es ist zu kalt hier draußen, auch für uns langsam und es ist spät! Komm, lass uns zum Auto gehen!“
Samu stellte sich hin, reichte Sonja seine Hand um ihr beim aufstehen zu helfen und dann sahen sie auf Hanna, wie sie reagieren würde. Immer noch schniefte sie, stand dann aber doch auf und fing direkt an zu wanken: „Mir ist schwindelig...“
Samu bekam sie grad noch zu fassen und fing sie auf. Schnell hob er sie hoch: „Umkippen ist nicht kleine Lady!“
Schnellen Schrittes gingen sie nun zurück zu ihrem Wagen, wo sie dann Hanna auf die Rücksitzbank legten. Samu stieg auf der Beifahrerseite ein und Sonja fuhr.
Sonja sah zu ihr. „Wir bringen dich in ein Krankenhaus, dir geht es anscheinend schlechter, als  du es uns gesagt hast!“
Hanna schluchzte wieder lauter. „Nein...!“
Samu sah sie an: „Glaub mir, das ist wirklich besser, wenn dir was passiert, damit kann ich nicht leben!“
Kurze Zeit später standen sie dann auch schon an der Pforte in die Ambulanz der Uniklinik in Helsinki. Sonja fragte nach, wo sie hin müssten. Ihr wurde der Weg beschrieben und der Pförtner gab auch schon telefonisch Bescheid, schließlich war es fast zwei Uhr Nachts inzwischen.
Schnell fanden sie wohin sie mussten, und wurden dann auch wirklich schon erwartet. Samu half Hanna beim aussteigen, hielt sie fest im Arm und übergab sie dann dem Pfleger der Dienst hatte. Der sorgte dafür, das sich Hanna erst mal legen konnte. Ein Arzt kam, wollte wissen, was passiert war. Schnell erzählten Sonja und Samu, wie und wo sie Hanna aufgefunden hatten, auch das sie nicht sagen wollte, wer ihre Eltern wären, woher sie käme. Der Arzt nickte und verschwand ins Behandlungszimmer.
Samu und Sonja entschlossen sich zu warten und setzten sich in die Wartebänke. Sie kuschelte sich an ihn ran, er legte seinen Arm um ihre Schultern. Leise sagte sie: „Hoffentlich kommt der Arzt mehr an sie ran, es muss sich doch jemand um sie kümmern!“
Samu nickte. „Wir warten jetzt mal ab, dann werden wir es sehen. Hier ist sie aber wirklich  gut versorgt. Ich hab aber das Gefühl, das da vielmehr hinter steckt! Sie hatte ja richtig Panik in den Augen.“
Es dauerte nicht lang, da kam der Arzt raus: „Wir behalten sie da. Sie ist unterkühlt, und auch leicht exikiert, hat sie ihnen vielleicht gesagt, wie lange sie schon unterwegs war?“
Samu schüttelte den Kopf: „Nein, sie hat absolut nichts gesagt, scheint aber eine richtig tiefe Angst und Verzweiflung zu haben!“
Der Doc nickte: „Ja, sieht so aus, den Grund haben wir auch, aber das darf ich ihnen nicht sagen, Schweigepflicht.“
Sonja nickte verständnisvoll: „Ist ja richtig so, kann ich sie nochmal kurz sprechen?“
Der Arzt nickte: „Ja, aber nur kurz, wir bringen Hanna jetzt auf eine Station, um alles andere müssen sich die Kollegen morgen kümmern!“
Sonja nickte, stand auf und ging zu Hanna: „Hei! Geht es dir jetzt etwas besser?“
Leicht nickte sie: „Mir ist nicht mehr so kalt, aber ich habe Angst...“
Liebevoll streichelte Sonja ihr über die Wange. „Das ist gut, dass es dir besser geht! Die werden sich um dich hier kümmern und  wenn du möchtest, komme ich mal morgen vorbei und besuche dich.“
Wieder fing sie leise an zu schluchzen: „Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...“
Sonja sah sie an: „Es gibt für fast alle Probleme eine Lösung! Morgen Nachmittag komme ich! Schlaf was, Kleines!“
Mit verweinten Augen sah Hanna sie an: „Danke...“
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