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Asterix bei den Germanen

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Asterix Julius Cäsar Obelix OC (Own Character)
16.01.2015
13.05.2017
9
5.604
2
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17.01.2015 1.149
 
Ein paar Wochen später ist schon wieder ein Streit zwischen Verleihnix und Automatix entbrannt, doch davon bekommen Asterix und Obelix nichts mit, denn sie sind mal wieder auf der Jagd. Von den Römern haben sie lang nichts mehr gehört, was Obelix traurig stimmt. "Sag mal, Asterix..." fängt er auf einmal an, während sie durch den Wald gehen. "Denkst du, die Römer mögen uns nicht mehr?" "Ach Quatsch! Vielleicht sind sie grad einfach nur beschäftigt." erwidert Asterix. Eigentlich sollte das aufmunternd klingen, doch seine Augen blicken sorgenvoll nach oben, wo Vögel lautlos ihre Bahnen ziehen. Ihn beschleicht ein komisches Gefühl, dass er vor seinem Freund allerdings zu verbergen sucht. Gedankenverloren geht er hinter Obelix her, doch dieser bleibt plötzlich stehen, sodass der kleine Krieger gegen ihn kracht. Doch der scheint das gar nicht zu bemerken. Denn Idefix hat was erschnüffelt. "Schau mal Asterix. Idefix hat was gefunden! Hoffentlich Wildschwein!"
Aber es ist kein Wildschwein. Idefix hat einen Menschen gefunden. Als die beiden Gallier den Mann erblicken, sind sie erstmal sprachlos. Denn der Mann schien kein Gallier zu sein und auch kein Römer. "Ein Ausländer Asterix, schau mal. Meinst du, er spricht unsere Sprache?" Der junge Fremde guckt die beiden Freunde verwundert und verärgert  an und meint dann: "Ja, ich bin durchaus in der Lage, eure Worte zu verstehen und diese abscheuliche Sprache selbst zu sprechen." Asterix stellt sich vor seinen großen Freund und sagt entschuldigend: "Obelix ist sehr direkt und nicht so gut mit Fremden bekannt. Aber eine Frage: Wer bist du?" "Mein Name lautet Wolf, Sohn des Wolfram, benannt nach unserem gefürchtetsten und verehrtesten Tier diesseits und jenseits aller Wälder. Und du?" "Asterix, Sohn von Astronomix, eingefleischter Gallier. Aber du scheinst kein Gallier zu sein. Woher kommst du und was machst du hier?" Tatsächlich ist Wolf kein Gallier, und dies bemerkt man nicht nur am Namen. Er ist ungefähr so groß wie Obelix, ist aber wesentlich schlanker und seine Muskeln treten stark unter dem T-Shirt hervor. Seine Haut ist blass, die dunklen Haare stehen verstrubbelt in alle Richtungen ab. Sein Gesicht wirkt aber noch beinahe kindlich, mit den großen, rehbraunen Augen und den weichen Zügen. Wenn der keinen Erfolg bei den Mädels hat, dann würde Asterix seinen Helm verbrennen. Wolf schlägt sich mit der Hand gegen die Stirn. "Ach richtig! Ich bin hier, weil ich den Auftrag habe, bei den unbesiegbaren Galliern Hilfe zu erbitten. Ich komme aus Germanien." "Germanien? Wo liegt  denn das?" fragt Obelix neugierig. "Hinterm Rhein. In der Nähe der Kelten." "Du hast Glück, Wolf. Denn wir sind vom Dorf der unbesiegbaren Gallier. Komm mit, dann kannst du unserem Chef alles erzählen." erklärt Asterix und gemeinsam machen sie sich auf den Weg ins Dorf.

Auf dem Weg in das Dorf erzählt Wolf viel über Germanien. Er beschreibt die hügeligen Ebenen, die großen, grünen Wälder und sein kleines Dorf an einem hübschen See. Hin und wieder wirft Obelix Fragen ein wie: "Habt ihr auch Wildschweine?" "Natürlich." erwidert der germanische Krieger. "Wir haben uns einige Tiere zu eigen gemacht. Meine Mutter hat eine kleine Farm eröffnet, "Fabias fantastische Farm" mit einer Wildschwein und Büffel-Zucht. Damit lässt sich schon einiges verdienen." "Aber warum fangt ihr sie denn nicht? Wir gehen täglich raus und fangen unsere Wildschweine selbst." meint Asterix nachdenklich. Wolf lacht nur. Den Rest des Weges gehen sie schweigend daher.
Im Dorf angekommen wird sofort getuschelt, als die Bewohner den hübschen Germanen sehen. Ihnen ist sofort klar, dass er nicht aus der Gegend kommt, und jeder stellt seine eigenen Vermutungen an, wer er ist und was er hier zu suchen hat. Doch niemand traut sich, ihn anzusprechen. Ein paar Frauen nähern sich Asterix und ziehen ihn von dem Fremden weg. Er und Obelix bleiben verwundert stehen und drehen sich zu der Schar um, die um den kleinen Krieger steht und ihn mit Fragen bombardiert. "Wer ist das?" "Wo kommt er her?" "Ist er mit dir verwandt?" Doch Asterix schüttelt nur den Kopf und antwortet gelassen: "Gleich. Gleich erklären wir euch alles. Doch erst müssen wir zum Chef." Und damit bahnt er sich einen Weg durch die Menge, packt den Germanen und zerrt ihn von der gaffenden Menge weg in ein Haus, das auf den ersten Blick ganz gewöhnlich wirkt, doch dann sieht Wolf den Unterschied zu den Häusern in der Nähe: Es ist größer, die Tür ist etwas höher und breiter und über ihr hängt ein glänzendes Schild. Als die drei das Haus betreten, ist Wolf aber enttäuscht. Nichts ist so wie bei ihm Zuhause, hier würde er nicht erkennen, dass dieses Haus dem Häuptling gehört. Nur die Tatsache, dass ein erhöhter Stuhl vor einem prächtigen Vorhang steht, deutet auf den Stand des hier wohnenden hin.
"Majestix? Bist du da?" ruft Asterix in das Haus hinein. Etwas hinter dem Vorhang scheppert, man hört ein Platschen, wie als wäre etwas in Wasser gefallen, und dann ein Fluchen.  "Was willst du?" ruft der Häuptling verärgert zurück. "Vielleicht sollten wir später wiederkommen. Euer Chef ist vermutlich beschäftigt..." flüstert Wolf und will schon abhauen, doch Obelix versperrt ihm den Weg. "Ist schon gut, für dich wird er Zeit haben." flüstert Asterix ihm ermutigend zu und ruft dann etwas lauter zu Majestix: "Wir haben dir jemanden mitgebracht. Er ist Germane!" Der Chef murmelt etwas vor sich hin und meint dann schließlich: "Wartet, ich komme!" Wieder scheppert etwas, und das Plätschern von Wasser ist diesmal noch deutlicher zu hören. "Passt doch auf!" schreit Majestix jemandem zu. Der Vorhang wird aufgeschoben, und der Chef kommt, getragen von seinen Schild-Trägern hinaus. Wolf schaut entsetzt und angewidert weg, denn der Häuptling sitzt in seiner Badewanne und versucht gerade, so viel wie möglich mit Schaum zu bedecken. Doch das, was der junge Krieger da gesehen hat, wird ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Die Träger stellen Majestix unsanft vor den dreien ab und verschwinden wieder. Der Häuptling schaut Asterix an. "Also, was ist?" Er scheint Wolf gar nicht zu bemerken. "Wir haben dir jemanden mitgebracht." erwidert der Blonde und ist bemüht, dem Häuptling nur in die Augen zu schauen. "Hier, das ist Wolf." erklärt er und zieht den Krieger zu sich heran. Majestix mustert ihn eingehend. "Woher kommst du und warum bist du hier?" fragt er. Zögernd erzählt ihm der Krieger, dass er von Germanien hierher gekommen sei, um die Hilfe der Gallier zu erbitten. Und als der Häuptling ihn fragt, wofür er die Hilfe denn braucht, rückt er endlich mit der Sprache heraus: "Wir brauchen Hilfe, weil die Römer bei uns eingefallen sind."
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