Schleichwege der Dunkelheit

GeschichteDrama, Sci-Fi / P16
Ahsoka Tano Anakin Skywalker / Darth Vader OC (Own Character)
16.01.2015
26.03.2020
46
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Obi-Wan Kenobi POV
„Anakin“, erscheint das Hologramm des Angesprochenen auf Kenobis Holocrom, „wo bist du?“ Er hatte lange mit den restlichen Meistern auf ihn gewartet, aber er kam nicht. Irgendwann spürte Kenobi auch seine Anwesenheit nicht mehr, sie mussten ohne ihn losfliegen. „Meister“, beginnt Anakin und schaut betreten zu Boden, „ Nathaniel ist bei mir. Ihm geht es gut“ Beruhigt atmet Kenobi aus. „Wann kehrt ihr zurück?“, fragt er schnell. Vielleicht brauchen sie ein Raumschiff, das sie abholt.
Anakin schaut kurz hinter sich und dann wieder auf den Boden. „Ich weiß nicht, wie Nathaniel dazu steht, aber ich werde nicht zurückkommen“, gibt Anakin zu. Ungläubig setzt Obi-Wan sich. Er hatte geahnt, dass Anakin solche Gedanken eines Tages überfallen werden. Er hängt an Ahsoka, bestimmt will er bei ihr bleiben. „Ich habe Hochverrat am Jedi-Orden begangen. Ich habe das Pergament aus dem Archiv entwendet und es einer unbekannten Gestalt gegeben, um Rache an Ahsokas Mörder nehmen zu können. Die Gestalt war zwar letztendlich Ahsoka selbst, aber der Verrat bleibt. Das ist die Wahrheit und ich kann sie nicht ändern. Wenn ich zurückkehre steht mir ein Leben in Ketten bevor, deswegen gehe ich“, klärt Anakin seine letzten Anliegen, „es war eine Ehre mit Euch zu kämpfen Obi-Wan“
Mit diesen Worten verschwindet das Hologramm. Ruhig lässt Kenobi das Holocrom sinken. Er braucht einige Minuten um das Gesagte zu verarbeiten. Anakin hat den Orden als Verräter verlassen und ist damit ein Gejagter. Kenobi legt das Holocrom beiseite und erhebt sich.
Er hat sich dazu entschieden und er muss diese Entscheidung dem Rat mitteilen. Das ist seine Aufgabe als Jedi-Meister und als ehemaliger Kamerad.

Anakin POV
Gelangweilt schaut Anakin in das Feuer. Dieser Planet ist so anders, als seine Heimat. Alles  ist begrünt und es leben keinerlei intelligente Spezies hier. „Darf ich dir eine Frage stellen, Snips?“, schaut er sie im Schein des Feuers an. Auffordernd nickt sie. „Ich will mich nicht beschweren, aber warum nicht die Sith? Ich meine es wäre weitaus einfacher gewesen, sich einfach den Sith anzuschließen. Stattdessen hast du dich gegen sie entschieden, warum?“, fragt Anakin nachdenklich. Ahsoka stochert mit einem dünnen Ast im Feuerholz herum. „Ich denke es lag daran, dass mich ihre Art gestört hat. Sie gingen, wie selbstverständlich davon aus, dass ich mich ihnen anschließen würde. Ich wusste früher nicht, wie sie auf die Idee kamen, dass ich das tun würde. Den Grund habe ich erst später erfahren. Doch selbst als ich von Cad Banes Auftrag wusste, war ich noch weniger bereit, mich ihnen anzuschließen“, erklärt sich Ahsoka ruhig und legt den Ast beiseite. Cad Bane? Anakin hat ihn schon immer als die Wurzeln allen Übels gesehen.
„Welcher Auftrag?“, entgegnet Anakin und Ahsoka lächelt vor sich hin. Sie erhebt sich abrupt und läuft zu Anakin. Sie setzt sich neben ihm. „Soll ich es dir erzählen?“, zeigt sie in die Flammen. Neugierig nickt Anakin. Ahsoka beginnt zu erzählen: „Ich kann mir nur vorstellen, wie das Treffen zwischen Cad Bane und Count Dooku abgelaufen sein muss…“

Umgeben von ein paar Droiden wird der Kopfgeldjäger durch das Kampfraumschiff geführt. Egal wo sie ihn entlang führen, überall sieht man die Schäden der letzten Schlacht. Droiden laufen geläufig an ihnen vorbei, sie patrouillieren oder machen sonst das, was Droiden nun mal tun. Cad Bane kann es selbst nicht sagen, er ist nur ein Kopfgeldjäger. Wahrscheinlich reparieren sie das Raumschiff, zumindest hofft er es. Ein toter Auftraggeber bedeutet keinen Lohn. Bane würde das gerne vermeiden. Während er sich versucht auszumalen, was für einen Auftrag ihm vom Count erwartet, betritt er die Brücke. Der Count steht im gewohnten Umhang vor dem Cockpit-Fenster.
„Was will der große Count von mir“, fragt Cad Bane sarkastisch. Seine Zeit ist zu kostbar, um sie mit Schweigen zu verschwenden. Der Angesprochene dreht sich um und schaut mit gewohnt ernster Miene auf den Kopfgeldjäger herab. Bane ist das vollkommen egal, solange die Entlohnung stimmt. „Ich habe einen Auftrag für dich, Kopfgeldjäger“, spricht Count Dooku langsam. Unnötig. Hätte er keinen Auftrag für ihn, wäre Bane nicht in diesem Raumschiff. Was es wohl diesmal sein wird? Einen Senator töten oder etwas aus dem Jedi-Tempel stehlen?
„Dein Auftrag ist es, einen Padawan vom Jedi-Orden loszulösen, damit er sich den Sith anschließt. Du solltest schon öfters mit dem Padawan zu tun gehabt haben. Ihr Name ist Ahsoka Tano, Padawan von Anakin Skywalker“, gibt der Count ihm den Auftrag durch. Überrascht schaut Cad Bane ihn an. Er soll einen Padawan bekehren? Bane würde sich nicht als Anhänger der Sith definieren. Er ist ein Kopfgeldjäger. Wer ihm Geld zahlt, hat seine Dienste. Mehr nicht, er ist neutral in diesem Krieg. Er wüsste deshalb nicht, wie er einen Padawan für die Sith begeistern sollte, wenn er sich selbst nicht für sie begeistert. „Wie sollte ich sie bekehren? Tano ist als Padawan immer in Anakins Nähe, dazu besitzen selbst Padawane einen festgewurzelten Glauben an die Jedi. Ich kann mir nicht vorstellen, wie dieser Auftrag ausgeführt werden sollte“, erklärt sich der Kopfgeldjäger. Es ist selten, dass er Bedenken äußert, aber es ist auch das erste Mal, dass er solch einen Auftrag bekommt. Der Count läuft einige Schritte auf ihn zu.
„Ich habe von meinen Spionen erfahren, dass Ahsoka Tano ihren Meister angegriffen hat. Wir vermuten, dass sie mit ihm auf diesem Planeten ist“, deutet Dokuu auf das Hologramm eines Planeten, was zwischen ihm und Bane erscheint. Der Kopfgeldjäger kann nicht glauben, dass sie Anakin angegriffen haben soll. Er würde sich und Anakin nicht als beste Freunde bezeichnen, aber er weiß, dass sein Padawan ihm treu ergeben ist und er ihm.
„Sie wurde in einem kleinen Dorf versteckt, während Skywalker an dem Kriegsgewirr auf dem Planeten teilnimmt“, verschwindet das Hologramm wieder. Sollte sich dieser Auftrag als eine Zeitverschwendung herausstellen? „Wie soll man sie Eurer Meinung nach, vom Orden loslösen?“, fragt Bane geduldig. Er kennt sich mit Raub aus, mit Auftragsmorden und auch mit Betrügerei. Scheint als wären seine Spezialgebiete bei diesem Auftrag zum größten Teil wertlos. „Erschleicht Euch ihr Vertrauen. Lügt und heuchelt alles, was sie hören und sehen will. Das sollte Euch nicht sonderlich schwer fallen, Kopfgeldjäger. Wenn Ihr ihr Vertrauen ergaunert habt, wird der Rest keine Herausforderung mehr sein“, behauptet Count Dooku überheblich. Cad Bane verzieht seinen Mund. Zeitverschwendung. Ahsoka Tano kann ihn ebenso wenig leiden, wie Skywalker. Sie würde ihm niemals vertrauen. Schwungvoll dreht er dem Count seinen Rücken zu. „Ich passe, sucht euch jemand anderen für diesen Auftrag“, lehnt Cad Bane ab und will die Brücke verlassen, doch die Droiden versperren ihm den Weg. Unbeeindruckt wendet er sich wieder Count Dooku zu. Mit seinem Mund formt dieser eine hohe Zahl. Sichtlich überrascht schaut Bane ihn an. Soviel? Ein dreckiges Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.
„Ich nehme den Auftrag an“, entscheidet er sich. Er kann diese Summe des Geldes doch nicht in die Hände eines anderen Kopfgeldjäger fließen lassen. Dann spielt er eben den netten Nachbarn für diesen Padawan. Den besten Freund, was auch immer! Zufrieden schmunzelt der Count einige Sekunden, bis wieder das Hologramm des Planeten zwischen ihnen auftaucht.
„Euch wird im Dorf Hilfe zuteilwerden. Die Gasthausleiterin Madam Kago ist eine Separatisten-Sympathisantin. Wir werden einen Angriff auf das Gasthaus vortäuschen, damit du dir Ahsoka Tanos Vertrauen sichern kannst. Wenn du das Dorf beschützt, wird der Padawan schon bald auf unserer Seite sein“
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