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Eine neue Hoffnung

von Dhannah
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P18 / Gen
16.01.2015
23.02.2015
22
32.767
1
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
16.01.2015 803
 
Hallo zusammen!
Ich habe mich für eine Fortsetzung meiner Geschichte "Zuhause ist wo dein Herz schlägt" entschieden. Sie hat nichts mehr mit dem derzeitigen Inhalt zu tun und entspringt meiner eigenen Fantasie.
Die bekannten Orte und Charaktere sind geistliches Eigentum des Blizzard Entertainment. Ich verdiene hiermit keinerlei Geld.

Ich hoffe auf reges Interesse und viel Spaß beim Lesen.
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Eine neue Hoffnung

Prolog


Nach der Offensive in Draenor waren die Orcs Azeroths verschiedener Meinung. Sie wollten sich nicht anderen unterwerfen. Sie hatten es geschafft mit den Folgen des Fluches zu leben und sie hatten mit ihrem Kriegshäuptling Orgrimmar und Durotan aufgebaut. Sie waren es, die den ersten Schritt auf die Trolle und den Tauren zu machten und sie vereinten. Sie hatten das Sagen und sie hatten sich nicht irgendjemanden zu beugen. Einige hatten zwar unter Groms Sohn gelitten, aber er war ein Orc und er ehrte sein Volk. Aber dieser Troll...
Er war ein Verräter, der nun an der Spitze saß.
Als die Orcs den wahren Kriegshäuptling zurückforderten kam es zur Spaltung der Horde. Die Trolle unter Vol'Jins Führung zettelten einen Krieg in ihren eigenen Reihen an. An ihrer Seite blieben die Goblins, die Sin'dorei und die Verlassenen. Die Tauren zogen sich in ihr Land zurück. Und die Orcs?
Seufzend blickte Go'el auf die, die den hinterhältigen Angriff der Trolle überlebt hatten. Er war so enttäuscht. Er hatte das nie von Vol'Jin erwartet... wo es doch seine Entscheidung war den Troll zum Häuptling zu ernennen. Dabei hätte er es wissen müssen. Spätestens nach der Gerichtsverhandlung. Sein Hass saß nicht gegen Garrosh so tief sondern gegen alle Orcs. Sein Blick wanderte zu den Orcs neben sich. Aggra lächelte ihn aufmunternd an. Daneben ihre Tochter Niirti und zu seiner Linken stand sein Sohn Durak. Dann fiel sein Blick auf die Stadt, die vor ihm lag. Sturmwind! Die Hauptstadt der Menschen. Seine letzte Chance!
Zusammen mit seinem Sohn trat er vor. Die Wachen hatten das ganze Spektakel bereits misstrauisch beobachtet, aber sie hatten nicht eingegriffen. Nun aber schritten sie Go'el entgegen. „Ich möchte mit Euren König sprechen.“ Die Wachen nickten und führten den ehemaligen Kriegshäuptling in die Burg.
Varian Wrynn erwartete den Orc bereits. „Go'el“, begrüßte er ihn mit einem kurzen Nicken. Dann schaute er auf den jungen, stattlichen Orc neben ihm. „Durak!“ Wieder ein kurzes Nicken. „Wobei kann ich Euch helfen?“
„Ich erbitte Eure Hilfe, König Wrynn!“ Die Orcs knieten sich vor dem König nieder. „Wie Ihr sicherlich wisst hat Vol'jin mein Volk verraten und sie aus ihrem Heimatland vertrieben. Ich bitte um Asyl für das Volk, meiner Frau und meiner Tochter.“
„Damit euer Krieg zu unseren Toren geführt wird?“ Varian Wrynn trat vor Go'el. Er sah den unterdrückten Ärger in seinen Augen, aber der König hatte Angst. Er war alt geworden. Der Thronwechsel stand bald bevor. Er konnte keinen Krieg jetzt gebrauchen.
„Ich versichere Euch, dass Euer Land in keine Kriegshandlungen herein gezogen werden. Ich erbitte nur Asyl um jene, die unschuldig sind. Ich werde meinen Sohn Durak zu den Mag'har schicken, wo er den letzten Schritt seiner Ausbildung absolvieren wird. Sobald er wieder da ist wird er sein Recht als Kriegshäuptling einfordern.“ Der König schaute in die Augen von Durak. Sie strahlten Entschlossenheit aus. Dieselbe, die in den Augen seines Sohnes leuchteten, wenn er über sein Volk, dem Licht und seiner Frau sprach.
„Und was wird aus Euch, Go'el?“ Der König musste es wissen.
„Ich werde an die Front zurückgehen. Zu jenen Orcs, die noch um die Heimat kämpfen. Ich kann sie in dieser schweren Zeit nicht allein lassen.“ Der König hatte es befürchtet. Er drehte den Orcs den Rücken zu und schaute auf das Familienporträt über dem Thron. Er, Anduin als Baby und seine Frau Tiffin. Es schmerzte noch immer. So tief in seinem Herzen.
Er dachte an Tyrande und Illidan. An Jaina und Arthas. An Soraya und Garrosh. Sie alle hatten geliebt und verloren.
„Ich werde Eurem Volk Asyl geben. Ihr könnt vor den Toren Sturmwinds Eure Zelte aufschlagen. Ich werde mich darum kümmern, dass sie Essen, Trinken und saubere Kleidung bekommen. Macht, was Ihr für richtig haltet, aber...“ Er drehte sich zu Go'el und half ihm auf seine Beine. Dann schaute er ihm tief in die Augen. „Kommt lebend wieder zurück. Ich werde Eurer Frau nicht mitteilen, dass Ihr im Kampf gefallen seid.“
Go'el verstand – besser als der König es sich denken konnte. Er verbeugte sich ein letztes Mal und dankte Varian Wrynn aus tiefstem Herzen. Dann verließ er mit seinem Sohn die Burg.
Die Zelte mussten aufgestellt werden. Duraks Ausbildung musste abgeschlossen werden. Und zu guter Letzt galt es die Heimat zurück zu erobern.
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