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Gruppe 14: Vergessene Vergangenheit?

von MDU-Story
GeschichteAllgemein / P12
14.01.2015
14.01.2015
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14.01.2015 1.074
 
Hallo und herzlich Willkommen zur MDU-Story Nummer 14. Eine weitere Gruppe hat es geschafft und so gibt es nun schon vierzehn Geschichten, die durch dieses Projekt veröffentlicht wurden.

In dieser Gruppe beteiligt waren folgende Autoren:


Gruppe 14:
Gruppenleitung:
Calaijah
01: Calaijah
02: baronesse
03: AuctrixMundi
04: allosaurus
05: Nidoqueen
06: Wegweiser
07: tabi babo
08: Lucy Verona
09: Rache der Engel
10: Sonico Castello

Ich hoffe, ihr hattet alle viel Spaß beim Schreiben und habt diesen nun auch beim Lesen :D Ich jedenfalls bin begeistert von dem Verlauf, den das Ganze hier genommen hat... Auch wenn das Ende mit dem Anfang nicht mehr viel zu tun hat :D


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Kapitel 1 - Calaijah


„Jackson, noch eine Runde!“
Ians laute Stimme hallte durch den Raum und energisch winkte er den befreundeten Barkeeper heran.
„Danke, für mich nicht“, erwiderte Clint und Luke atmete erleichtert auf. Wenn Clint auch schon ausstieg, würde es den Anderen vielleicht nicht auffallen, dass er sich schon wieder so früh verabschiedete.
„Ich bin auch raus“, meinte er und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als Ian gespielt entrüstet aufstöhnte.
„Spaßbremse“, murrte Lance neben diesem und setzte seinen besten Dackelblick auf, um sie zu überzeugen, doch noch zu bleiben, aber heute würde Luke sich nicht darauf einlassen. Die letzten Tage waren anstrengend gewesen und er brauchte dringend etwas Schlaf.
„Teilen wir uns ein Taxi?“, wandte er sich an Clint und dieser nickte zustimmend.
„Klar.“
„Jungs, ernsthaft? Ihr könnt uns doch jetzt nicht alleine lassen. Es ist erst kurz nach Mitternacht“, quengelte Lance weiter. Er hatte definitiv zu viel getrunken.
„Kurz nach Zwei. Vielleicht solltest du besser auch bald abhauen.“
„Nö. Ich bin noch fit“, entschied Lance aber und Luke zuckte mit den Schultern.
„Dann nicht. Ich verschwinde auf jeden Fall jetzt.“
Damit erhob er sich und griff dabei nach seiner Jacke, die bisher über der Stuhllehne gehangen hatte. Aus den Augenwinkeln sah er, dass Clint es ihm gleichtat und grinsend trat er neben diesen, die Jacke nur locker über die Schulter gehängt. Bei den Temperaturen der letzten Tage sollte es auch jetzt noch warm genug sein, um nur im Shirt vor die Tür zu gehen, vor allem, wenn es nur um den kurzen Weg bis zum Taxistand am Hauptbahnhof ging.
„Können wir?“, fragte er Clint und dieser nickte sofort.
„Viel Spaß noch, Jungs“, wandte er sich an den Rest und hob die Hand zum Abschied.
„Schönen Abend, Spaßbremsen“, erwiderte Lance, aber er grinste schon wieder und visierte dabei nicht einmal mehr sie, sondern Jackson an, der mit einem Tablett voller Flaschen auf den Tisch zukam.
„Ich sehe, wir werden überflüssig“, stellte Clint fest und wandte sich zum Gehen, Luke folgte ihm. Die Anderen beachteten sie nicht weiter, während sie sich durch den noch immer mehr als gut gefüllten Laden zum Ausgang durchkämpften.
Draußen angekommen, atmete Luke erleichtert auf. Wie so oft merkte er erst jetzt, wie sehr sein Körper die frische Luft in den letzten Stunden vermisst hatte. Aber es war doch merklich abgekühlt und so streifte er doch die Jacke über, bevor er zu Clint aufschloss, der schon losgelaufen war.
Der Weg zum Taxiplatz war nicht weit und sie legten ihn schweigend zurück. Clint war der einzige, bei dem das möglich war, ohne sich unbehaglich zu fühlen. Es war ein einvernehmliches Schweigen, weil es gerade nichts zu sagen gab und weil sie beide Menschen waren, die die Ruhe genießen konnten. Wahrscheinlich konnte er Clint mittlerweile wirklich als seinen besten Freund bezeichnen, obwohl diese Rolle lange Zeit jemand anderes eingenommen hatte. Er hatte sich damals geschworen, niemanden mehr so an sich heran zu lassen, aber insgeheim war er froh, dass er die Jungs gefunden hatte. Alle von ihnen, egal welche Macken sie auch hatten. Ian, der die Frauen wechselte, wie Luke seine Unterhosen. Lance, bei dem Alkohol dazu führte, dass er sich langsam aber sicher in ein Kleinkind zurückverwandelte. Marc, der als einziger von ihnen verheiratet war und der, wenn man ihn dann doch mal nach draußen bekam, Tag und Nacht von seinen Zwillingen schwärmte.
Sie alle hatten ihm geholfen, sich wieder etwas wie ein Leben aufzubauen, dass nicht nur aus dem ewigen Trott von Arbeit, Essen und Schlafen bestand. Manchmal wurde ihm die Gesellschaft aber einfach zu viel, vor allem, wenn er über längere Zeit zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf bekam, so wie es in den letzten zwei Wochen der Fall gewesen war. Dass er dennoch bis kurz nach Zwei durchgehalten hatte, überraschte ihn wohl selbst am meisten. Er hatte nicht einmal mitbekommen, wie schnell die Zeit vergangen war.
„Hast du das gehört?“, riss Clint ihn auf einmal aus seinen Gedanken, als sie gerade von der Nebenstraße, an deren Ende ihre Stammkneipe lag, in die große Straße einbogen, die direkt zum Hauptbahnhof führte. Luke blickte auf und sah seinen Freund fragend an, tat es ihm gleich, als dieser stehen blieb und sich argwöhnisch umsah.
„Was -“, begann er, aber Clint schnitt ihm mit einer harschen Handbewegung das Wort ab, während er seinen Blick konzentriert über den Platz schweifen ließ. Luke seufzte auf, und sah ungeduldig auf seine Uhr, als er es plötzlich auch hörte. Es klang wie ein Wimmern, leise nur, aber es kam definitiv aus der Nähe. Es war Clint, der schließlich auf eine kleine Nische neben dem Eingang eines Cafés deutete und ihn fragend ansah. Wie so oft waren zwischen ihnen keine Worte nötig. Luke nickte nur und gleichzeitig setzten sie sich in Bewegung. Langsam, leise und vorsichtig, um, was auch immer sich dort versteckt hielt, nicht zu verschrecken.
„Hallo?“, flüsterte Clint leise, als sie ganz nah waren und die Gestalt am Boden fuhr auf und wich an die Wand hinter sich zurück. Es war ein Mensch, eine junge Frau genauer gesagt, groß gewachsen aber schmächtig, mit langen blonden Haaren und einem viel zu bekannten Gesicht.
Was zum Teufel machte sie hier? Und wie war sie hier her gekommen? Er hatte gedacht, er hätte das alles hinter sich gelassen. Er war verschwunden, in einer Nacht und Nebelaktion, hatte nicht den kleinsten Anhaltspunkt über sein Ziel und seine Absichten zurückgelassen. Aber es konnte kein Zufall sein, dass sie jetzt ausgerechnet hier vor ihm stand, oder?
„Lucy?“, war dennoch das einzige Wort, das er über die Lippen brachte. Clints sah ihn fragend an, aber er ignorierte ihn, sein Blick blieb auf die junge Frau vor ihm gerichtet, die zurückstarrte. Überrascht und – hoffnungsvoll?
„Luke“, hauchte sie dann und im nächsten Moment lag sie in seinen Armen.
„Luke, ich brauche deine Hilfe.“
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