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Alles nur ein Traum?

von Tylerix
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18 / MaleSlash
Aria T'Loak Commander Shepard Der Citadel-Rat Jeff "Joker" Moreau Miranda Lawson OC (Own Character)
11.01.2015
19.11.2018
103
449.360
25
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Dieses Kapitel
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28.04.2016 5.534
 
Ich begab mich zurück zur Werkbank, wo ich an meinen Stiefeln tüftelte. Es stellte sich als äusserst schweres Unternehmen dar, da ich dabei die Hilfe einer KI gut gebrauchen könnte. Ich blickte zu Isao’s Drohne, die immer noch deaktiviert in der Ladestation verweilte. Am liebsten hätte ich sie aktiviert und untersucht, doch das war keine gute Idee. Corra war speziell und würde mich vielleicht noch aus der Laune heraus schocken. Die KI war äusserst sensibel und erinnerte mich, jetzt wo ich so darüber nachdachte, sehr an die impulsive Chani. Hatte Isao sie etwa nach deren Vorbild gestaltet oder lag dies gänzlich an was anderem? Ich setzte mich und musterte die Drohne noch eine ganze Weile. „Genau! Ich könnte ja einzelne Berichte lesen und vielleicht finde ich da Anregungen zu einer KI.“ schlug ich mit der Faust in die andere Handfläche. Ich tippte kurz darauf auf meinem Mini Pad umher und suchte Daten diesbezüglich. Wie Jo Isao zuvor schon gesagt hatte, war es illegal und zudem äusserst gefährlich eine KI zu erstellen. Das wusste ich ja, denn nicht nur die Geth waren KI’s, sondern auch die grösste Bedrohung der Galaxie. Die Reaper. Ein weiteres Übel durfte ich auf keinen Fall erschaffen, sonst könnte das schreckliche Folgen und Konsequenzen haben. Nur dummerweise musste ich eine KI erschaffen, damit sie mir tatkräftige half und somit viele geplante Projekte überhaupt realisierbar waren. Eine VI war dafür einfach ungeeignet. Bei meiner Grübelei fiel mir EDI wieder ein und auch Legion. Die Beiden waren uns nicht böse gesinnt und eventuell könnte ich da am besten ansetzen, also beschloss ich kurzerhand Alexis zu kontaktieren. Ich erhob mich und machte mich auf ins Deck 2. Im Quartier streifte ich mir einen Hoodie über und den Stimmverzerrer. Jo war nicht hier und auch Aria nicht, darum konnte ich in aller Ruhe eine Verbindung aufbauen und nur Augenblicke später erschien die Lazarus Anführerin. „Was verschafft mir die Ehre, Fox?“ „Ich benötige deine Hilfe oder besser die von EDI.“ ihr Kopf erhob sich und sie sah zu mir. „Ich will eine KI erschaffen, da ich für einige meiner Projekte ein intelligentes Programm benötige und eine simple VI die notwendige Voraussetzung dazu nicht erfüllt.“ begann ich und bemerkte ihre nachdenkliche Haltung. „Da mir die Gefahren einer künstlichen Intelligenz vollkommen bewusst sind, will ich auf keinen Fall ein Risiko eingehen und von Anfang an alles richtig machen. Da EDI für meine Vorstellungen die besten Voraussetzungen hat, brauche ich ihre Hilfe.“ gab ich nach einem tiefen Durchatmen bekannt und wartete auf die Reaktion. Sie fasste sich ans Kinn. „Und wieso sollte ich dir deinen Wunsch gewähren? Du könntest sie irgendwann mal gegen mich und Lazarus verwenden.“ kamen gute Argumente. „Solange du keine Gefahr für uns wirst, droht dir auch keine Gefahr von mir.“ liess ich sie wissen und sie dachte erneut nach. „Es gibt da nur ein Problem. EDI hat noch keinen Mech und somit ist sie an ihren Prozessor gebunden. Heisst du musst entweder nach Pragia oder auf die Shadow kommen.“ Pragia war keine Option und die Shadow….Ein Schauer rann über meinen Rücken. „Hat Jack ihr Haustier noch?“ Alexis grinste nickend. „Ach verdammt!“ zischte ich vor mich hin, da ich dieses Vieh nicht mehr antreffen wollte. Zu sehr sass der Schock vom letzten Mal noch und doch war es der einzige Weg, denn Alexis würde mir die Daten garantiert nicht einfach so zu senden und zudem wäre es einfacher, wenn ich EDI beim Bau nebenbei noch ausfragen könnte. Sicher ich könnte auch Isao fragen, doch es schien als wäre seine KI nicht ganz so ausgereift wie es eben EDI war. „Um Ginger kümmere ich mich, erwarte aber deine Hilfe bei einem meiner Projekte. Einverstanden?“ handelte sie und ich blickte sie fragend an. „Nimm’s mir nicht übel, aber erst will ich wissen um was es sich dabei handelt? Schliesslich weisst du was ich vorhabe, also finde ich es nur fair, wenn du mich zumindest einweihst.“ die Lazarus Anführerin seufzte und starrte mich wortlos an. Ich verschränkte die Arme geduldig vor der Brust und liess ihr keine Wahl. „Na schön! Ein Deflektorenschild. Über eine vollständig funktionierende Dispersionspanzerung verfügen wir schon, aber der Deflektorenschild macht einige unerwünschte Probleme. Zufrieden?“ schnaubte sie resignierend und wartete nun auf meine Antwort. „In Ordnung, ich helfe euch. Aber dafür habe ich bei EDI freie Hand.“ war ich nun die Handelnde. Da ich ihr Gesicht nicht vollkommen sah, konnte ich mir ein Augenrollen nur erahnen. „Du bist ganz schön hartnäckig Fox, weisst du das?“ worauf ich grinsend nickte. „Also gut, aber ich werde jemanden zur Überwachung aufstellen. Doch jetzt noch zu was wichtigem. Wie kommst du überhaupt auf die Shadow?“ ich war nicht dumm und das offenbarte ich ihr auch umgehend. „Hältst du mich etwa für bescheuert? Die Shadow ist direkt hinter uns. Deine Tarnung hilft dir rein gar nichts.“ ihre jetzige Haltung verriet mir genug, um mir wirklich sicher zu sein. Aus dem Bluff wurde Gewissheit. „Wenn du uns schon klammheimlich folgst, solltest du dein Spielzeug besser kalibrieren. Ach….und auch besser verstecken.“ grinste ich breit, zog etwas aus der Hosentasche und hielt dann den Peilsender empor. Dieses kleine Dinge hatte bei Joker im Cockpit den Ärger verursacht und ich konnte es problemlos entfernen, so dass es aber weder Kaidan noch Joker mitbekamen. Ich hatte ja damit gerechnet, dass Lazarus uns auf irgendeine Art beobachtete und doch war ich verwundert, wie nahe sie der Normandy bereits kamen. Alexis hatte es mir eben kommentarlos bestätigt. Ich hatte diesbezüglich auch eine Theorie, wie ihr das unbemerkt gelang. „Dann erwarte ich dich morgen früh. Und Fox, nimm bei der Gelegenheit gleich noch mein Shuttle mit.“ grinste die Frau breit und nur kurz danach trennte sich die Verbindung. Ich übermittelte ihr noch eine Nachricht wann genau ich am nächsten Morgen kommen würde und zog mir im Anschluss die Sachen wieder aus.

Ich sah kurz nach dem Kleinen und nahm es anschliessend in den Arm, begab mich dann in die Mannschaftsmesse und machte uns beiden was zu essen. Immerhin hatten wir schon wieder Abend und ich Hunger. Jo und Ash gesellten sich irgendwann mal zu mir und ich erzählte ihnen von meinem Vorhaben. Nichts genaues, da Jo mir sonst die Hölle heiss machen würde, so wie sie es bei Isao getan hatte. „Du gehst aber nicht alleine, ist das klar?“ kam es deutlich und ich nickte einverstanden. „Ich begleite sie.“ meinte Ash direkt und wartete auf das Okay von Joana. Sie blickte zur Dunkelhaarigen und dachte darüber nach, nickte dann aber einverstanden. „Und Ash, ich erwarte das sie ihr Training dabei nicht vernachlässigt.“ wollte Jo sich versichern. „Wird sie nicht.“ grinste der Gunnery Chief fast schon zu diabolisch, was mir eine Gänsehaut verursachte. Wir unterhielten uns noch ein wenig, bevor die Beiden den Tisch verliessen und anderem nachgingen. Ich kümmerte mich weiter um den Pyjak und musste schmunzeln. Das Babyäffchen war aber auch süss. Während ich so mit dem Kleinen spielte, fühlte ich die aufkommenden Kopfschmerzen und beschloss kurzerhand eine weitere Pille bei Karin zu holen, so wie am Mittag auch schon. Immer diese gemeinen Kopfschmerzen, wenn ich meine Periode hatte. Zum Glück waren noch keine Bauchkämpfe aufgekommen, die mich auch gerne mal quälten. Ich griff mir den kleinen Fratz und begab mich in die Krankenstation, wo Karin an ihrem Monitor stand, so wie es meistens der Fall war. „Hast du wieder Kopfschmerzen?“ fragte sie und ich nickte. „Sei froh, dass es nur das ist.“ schmunzelte sie und trat zu einem Schrank. „Bin ich.“ kommentierte ich und setzte mich auf einen der wenigen Stühle. Karin trat Sekunden danach zu mir, gab mir die Pille und blickte danach zum Äffchen. „Gib es mir mal. Ich möchte seine Werte checken.“ meinte die Ärztin und ich überreiche ihr das Kleine. Sie nahm ihm etwas Blut ab, worauf ein Quieken erklang, was ja auch verständlich bei einer fiesen Nadel war. Sie liess die Probe anschliessend durch eine der Maschinen laufen, verarztete in der Zeit die Pieks Wunde und strich ihm übers Fell. „Hast es ja schon überstanden. Du bist viel tapferer als deine Mama.“ sprach Karin zum Kleinen und liess mich dadurch schmollen. „Ja ja, ist ja gut.“ meinte ich ebenso beleidigt, als auf einmal meine Biotik aufflackerte. Karin’s Aufmerksamkeit galt schlagartig mir. Ich hob meine Hände und sah sie irritiert an. In einer der Handflächen funkte es plötzlich und ein kleiner Schlag drosch durch meine Hand. „Autsch!“ maulte ich schockiert, schüttelte diese ruckartig und versuchte daraufhin die Biotik wieder zu kontrollieren, was mir nach einigen Sekunden auch gelang. Ein lauter Seufzer erklang und weckte meine Aufmerksamkeit. „Das habe ich mir schon gedacht.“ murmelte Karin und trat zum Monitor. „Was hast du dir schon gedacht?“ hakte ich nach, da ich die derzeitige Lage nicht verstand. Bis zur nächsten Behandlung war es immerhin noch knapp eine Woche. „Dein Körper oder besser dein Immunsystem wehrt das SLfB Stufe 3 ab. Der Wirkstoff wirkt zwar, wird aber nach jeder Anwendung schwächer.“ liess sie mich wissen, doch ich musste mehr Details wissen. „Und was genau heisst das für mich?“ „Das ich dir heute bereits die nächste Spritze setzen muss und nicht erst in 5 Tagen.“ „Nicht doch.“ ächzte ich empört und überlegte mir schon einen Fluchtplan. „Denk nicht mal daran, Vic!“ kam es mahnend und mit finsterem Blick, so dass ich leer schlucken musste. Ich liess den Kopf hängen. „Victoria….Trix. Wenn wir jetzt nicht reagieren, dann wirst du zu einer lebenden Zeitbombe und könntest damit nicht nur dir, sondern auch anderen Schaden zufügen. Willst du das wirklich riskieren?“ kam ein gutes Argument, weswegen ich meinen Kopf anhob und verneinte. „Gut, dann setz dich. Ich bereite alles vor.“ „Okay.“ gab ich nach und tat wie mir befohlen wurde. Karin hatte binnen 5 Minuten alles soweit einsatzbereit und ich zog mir derweil mein Oberteil aus, lehnte mich mit der Vorderseite an die Stuhllehne und atmete mehrmals tief durch. Ein Zischen erklang und irgendjemand betrat die Krankenstation. „Oh, tut mir leid. Ich komme dann…..“ „Bleiben Sie ruhig hier, Miss Conners. Ich bin gleich bei Ihnen.“ bemerkte Karin und desinfizierte dabei den unteren Teil meines Rückens, leicht Richtung Hintern. Ich dachte immer noch nach, wer da eben dazu gestossen war. Diese Stimme und der Name…. „Natürlich! Jane! Ighhh!“ zischte ich das Letzte laut, da Karin gerade mit der etwas grössere Nadel eindrang. Keine der beiden Frauen sagte auch nur ein Wort, weswegen mir die aufkommende Stille unangenehm erschien. Ich fühlte die in mich eindringende Flüssigkeit und hoffte das es gleich zu Ende ist. Es war für mich in allen Punkten unangenehm. Der Stich, die Flüssigkeit, der Einstichsort und jetzt auch noch diese Stille, da immer noch keine der Beiden sprach. „Könnte bitte eine von euch irgendwas sagen. Egal was. Ich mag diese Stille nicht und ganz besonders nicht in dieser beschissenen Lage.“ „Jetzt hör auf zu maulen. Ist ja gleich überstanden.“ brach Karin endlich das langgezogene Schweigen und fuhr in ihrem Vorhaben fort. Jane musste leise Kichern und trat nach einer Weile in mein Sichtfeld. „Dabei war es doch gerade so spannend.“ nahm sie mich hoch und ich blickte sie schmollend an. „Hattest du auch schon dieses Vergnügen?“ deutete ich auf die Behandlung. Jane griff sich einen Stuhl und setzte sich verkehrt vor mich hin. Sie verschränkte ihre Arme locker über der Lehne und sah mir in die Augen. „Nein. Aber ich habe bei weitem schon schlimmeres überstanden.“ das brachte mich zum Nachdenken, doch die Soldatin nahm mir auch dies ab. „Ich musste zum Beispiel mal eine ziemlich böse Schnittwunde nähen und das ohne Betäubungsmittel. Die Narbe trage ich heute noch am Bein. Jedoch ist sie kaum noch erkennbar, da ich mich vor kurzem einer Behandlung unterzogen habe.“ ich sah sie mit grossen Augen an und sie fuhr fort, lenkte mich dadurch sogar ab. „Dann der Vorfall auf Akuze und noch weitere Verletzungen, die ich mir während meiner kompletten Militärausbildung zugezogen habe. Und dann wäre da noch die Wi…“ hielt sie inne und blickte prüfend zu Karin. „Verstehe.“ wusste ich worauf sie hinaus wollte. Die Wiederherstellung nach ihrem Tod. Erneut verfiel ich in eine tiefe Grübelei, da ich mir das alles bildlich versuchte vorzustellen. „Hallo. Bist du noch anwesend?“ kam es amüsiert und hätte Jane nicht mit ihrer Hand vor meinen Augen gewedelt, dann hätte ich sie womöglich immer noch nicht wahrgenommen. „Oh je, bin ich schon wieder so weit abgedriftet, dass ich alles um mich herum ausgeblendet habe?“ fragte ich mehr feststellend und die Rothaarige nickte amüsiert. „Hier. Doktor Chakwas ist fertig.“ hielt sie mir mein Oberteil hin, welches ich für wenige Sekunden perplex anstarrte. „Echt?“ drehte ich mich zu Karin, die es schmunzelnd bestätigte. Ich griff mir mein Oberteil und richtete mich dann auf, streifte es mir seelenruhig über. „Karin.“ „Ja.“ „Du hast vorhin gesagt, dass die Wirkung nachlässt. Woher weisst du das und was bedeutet das jetzt für mich?“ wollte ich wissen und sah sie abwartend an. Die Ärztin blickte erst zu Jane und als ich einverstanden nickte, trat sie zum Monitor und tippte fleissig. Nach wenigen Augenblicken deutete sie mir zu ihr zu kommen. Auf dem Bildschirm befanden sich meine Werte und diverse Analysen von den Untersuchungen oder Checks, die ich alle paar Tage machen musste. „Das sind die Werte von vor 2 Wochen.“ zeigte sie mir ein Diagramm. „Und das hier, dass sind die Werte von der letzten Routineuntersuchung. Sie sinken zwar nur leicht, aber dennoch deutlich erkennbar.“ liess sie mich wissen, was ich jedoch nur teilweise verstand. „Nach meinen Berechnungen wird das Serum in ungefähr 2 bis 4 Monaten nicht mehr seinen gewünschten Effekt erzielen, sollte es weiterhin so sinken.“ gab sie mir bekannt, da sie meine Verwirrung bemerkte und ich verstand langsam aber sicher worauf sie hinaus wollte. „Und dann werde ich zur Gefahr?“ meinte ich mehr feststellend und bekam Bestätigung. „Na toll! Und was können wir dagegen unternehmen?“ strich ich mir über den Nacken. „Die einfachste Lösung…Implantate. Ja ich weiss, du willst die nicht.“ mischte sich Jane ein und blickte zu uns. „Miss Conners hat recht. Implantate wären hier die beste Wahl.“ stimmte Karin mit ein. Ich sah beide abwechselnd skeptisch an. „Die einzige Alternative ist die, dass wir bei dir das SLfB Stufe 5 versuchen könnten. Ich rate dir aber davon ab, da es viele negative Nebeneffekte hat und zudem eine Sonderbewilligung benötigt. Mal abgesehen davon, dass es sehr instabil ist. Ausserdem ist die Erfolgsrate sehr gering.“ „Welche Nebeneffekte? Und du sagst Stufe 5, was ist dann mit Stufe 4?“ „Stufe 4 würde mit der Zeit ebenfalls die Wirkung verlieren. Vielleicht nach 8 bis 12 Monaten. Zudem ist auch da bereits mit unerwünschten Nebeneffekten zu rechnen.“ ich sah Karin fordernd an und sie zählte sie mir nun endlich auf. „Übelkeit. Schwindelanfälle. Unkontrollierte Ausbrüche deiner Biotik. Sehstörungen. Konzentrationsschwächen…..“ „Hab’s kapiert. Zu Riskant für den Aussendienst.“ ich seufzte tief. „Ich muss das jetzt einfach fragen. A wie lange geht so eine OP oder was dafür auch immer notwendig ist? B wie lange bin ich kampfunfähig und was kommt danach alles auf mich zu? Und C.“ ich machte eine kurze Redepause und überlegte mir, wie ich meine derzeitigen Bedenken am besten erklärte. „Werden diese Implantate meine Sonder-Biotik überhaupt handhaben können? Ich meine, wir reden hier nicht von standardmässiger dunkler Materie, so wie es alle anderen haben, sondern von Neuland. Oder hast
du etwa schon vergessen, dass ich damit eine so dermassen hohe Spannung erzeugen kann, dass alles elektronische durchbrennt.“ Jane blickte mich nach der Aussage mit empor gezogenen Augenbrauen an. „Du machst Scherze, oder?“ ich verneinte. „Du willst mir wirklich weismachen, dass dir unter anderem tatsächlich schon mal ein Omnitool explodiert ist?“ kam es sehr skeptisch und ungläubig. „Sogar schon 2 Mal.“ gab ich bekannt und hob meinen Arm. Jane hatte ihren Mund leicht geöffnet und blickte zwischen meinem Arm und meinen Augen hin und her, holte sogar noch ein Feedback von Karin ein, indem sie zu dieser blickte. „Unfassbar.“ murmelte sie und sah nachdenklich zu Boden, während ich mich wieder Karin zuwandte. „Ja, Segen und Fluch zur gleichen Zeit. Also, wie sieht es jetzt mit meinen Fragen aus?“ murmelte ich und lehnte mich an die Liege hinter dem Monitor. „Die OP dauert ungefähr 6 Stunden. Danach wirst du mindestens 2 Wochen ausfallen, damit die Narben richtig verschliessen und heilen können. Um das Ganze zu beschleunigen, wird sogar eine zusätzliche Strahlungstherapie durchgeführt, die den Heilungsprozess anregt. Inklusive REHA und Eingewöhnungstraining, wirst du um die 4 bis 8 Wochen nicht im Ausseneinsatz aktiv sein.“ beantwortete sie mir 2 der 3 Fragen. „Und die wichtigste Frage, Karin?“ hakte ich nach, da dies entscheidend für meine endgültige Wahl war. Jane war ebenso neugierig und sah die Ärztin abwartend an. „Ein Freund von mir ist Forscher auf dem Gebiet und ich weiss das jene bereits an den L5-Implantaten tüfteln. Aktuell sind zwar erst gerade die L4 freigegeben worden, doch ich könnte mit ihm über dieses Problem reden und vielleicht hätte er dafür eine geeignete Lösung. Aber…“ „Aber was?“ „So wie ich ihn kenne, will er dich anschliessend treffen und sich selber ein Bild darüber machen. Heisst, du wirst im Vorweg ein paar Untersuchungen machen müssen und erst dann wird er sich Optionen zurechtrücken.“ „Kein Problem, solange er mich nicht seziert. Wie lange wird das deiner Meinung nach gehen? Du weisst wir sind hinter Nihlus her und das ich jetzt ungern einfach für so was ausfallen möchte.“ willigte ich bis jetzt ein. „Vielleicht einen Tag. Gut, dann werde ich mich mal mit ihm in Verbindung setzen, aber noch keinen festen Termin abmachen. Die Mission geht vor.“ „Einverstanden.“ stimmte ich zu und sah den überraschten Blick von Jane. „Sag was dir auf der Seele liegt.“ „Wieso plötzlich die Meinungsänderung?“ kam es knapp, doch ich wusste worauf sie anspielte, denn auch ich hatte mir eben einige Gedanken diesbezüglich gemacht. „1. habe ich mich noch gar nicht zu 100% dazu entschlossen. 2. kann ich die Anderen nicht in Gefahr bringen oder besser ich will es nicht…“ erinnerte ich mich an den Vorfall damals mit Aria. „..Also bleibt mir mehr oder weniger keine andere Wahl. Ich muss über meinen Schatten springen und mir doch Implantate einpflanzen lassen. Ich bin absolut nicht begeistert davon, doch Karin hat zugegeben nicht unrecht. Wenn ich Jo und den Anderen auch in absehbarer Zukunft eine Hilfe sein will, dann muss ich hier wohl oder übel zurückstecken. Hoffen wir einfach mal auf das Beste und das ich nicht in diese Lage komme, wie ich sie dir und Isao beim ersten Gespräch geschildert habe.“ gab ich bekannt, strich entgeistert übers Gesicht und anschliessend durchs Haar. „Karin. Am besten wir gehen das erst dann an, wenn Nihlus und die Sovereign vernichtet sind. Schliesslich haben wir danach locker 2….ich meine sicherlich genügend Zeit für solche Dinge.“ korrigierte ich mich, da es besser war keine solchen Angaben zu nennen. Auch wenn Karin eingeweiht war, war es nicht gut die Ereignisse im voraus zu verraten. Jane presste sich die Lippen schmunzelnd aufeinander und ich riss mich zusammen, damit ich ihr nicht die Zunge rausstreckte. Ja, ich hätte mich eben beinahe versprochen. „Sie müssen gar nicht so grinsen, denn von Ihnen möchte ich noch eine Erklärung.“ machte Karin sich bemerkbar und sah eindeutig zu Jane. Die Soldatin war schlagartig wie ausgewechselt und blickte die Ärztin irritiert an. „Worüber?“ fragte die Rothaarige deshalb. „Conners? Wirklich?“ betonte Karin besonders den Namen. „Sie hat doch nicht…..“ ahnte ich schreckliches und löste mich von der Liege. „Du bleibst schön hier, Vic!“ kam es streng. „Werd ich auch, aber lass mich erst was sicherstellen bevor du weitersprichst.“ liess ich sie wissen und trat zur Tür, welche ich gründlich verschloss und daraufhin einen Störsender in meinem Omnitool aktivierte. Nur zur Sicherheit, sollte Karin wirklich gleich das äussern was ich vermutete. „Wie schalldicht ist dieser Raum?“ ging ich auch hier auf Nummer sicher. „Neben dem Quartier des befehlshabenden Captain’s oder Commander’s, ist die Krankenstation in etwa ebenso gut isoliert, da eine gewissen Privatsphäre oder in dem Fall eher zutreffend, eine ärztliche Schweigepflicht besteht. Aber auch hier gibt es Schwachstellen, die damit eine vollkommenen Abdichtung verhindern.“ gab Jane wie aus der Pistole geschossen bekannt und erntete einen wissenden Blick von Chakwas. „Wenn ich so darüber nachdenke, sollte man in dem Punkt dringend etwas dagegen unternehmen.“ strich sich die andere Shepard am Kinn und Karin’s Blick lag immer noch auf der Soldatin, daher ergriff ich schnell das Wort. „Solange wir nicht schreien oder laut sprechen, hört uns also keiner da draussen?“ „Genau.“ bestätigte diesmal die ältere Frau, deren Blick nun auf mir lag. Leider nur kurz, denn erneut blickte sie zu Jane. „Um was geht es denn, Doktor Chakwas?“ fragte die Soldatin ruhig. „Ich bin da auf etwas äusserst interessantes gestossen, als ich Ihre Blutwerte analysiert habe.“ die Rothaarige deutete Karin stumm weiter zu sprechen. „Ihre Werte sind fast identisch zu denen des Commander’s, bis auf kleine Abweichungen, die unter anderem auch an den vorhandenen Implantaten liegen.“ ich biss mir auf die Backenzähne und mein Kiefer verspannte sich dadurch ein bisschen. „Gut möglich. Doktor Chakwas, jetzt sagen Sie schon was Sie denken.“ forderte Jane auf einmal und ich setzte mich hin. Karin’s Blick streifte zu mir. „Anhand der Ereignisse und der Tatsache das Sie aus einem Paralleluniversum stammen…..“ hielt die Ärztin inne und blickte zu Jane. „Sie sind Commander Shepard. Die Commander Shepard aus der anderen Dimension. Liege ich da richtig?“ die Soldatin nickte und Karin lächelte zufrieden. „Conners hiess meine Mutter mit ledigem Namen. Vic sowie auch Isao beharrten vehement darauf, dass ich bezüglich meines Namens schweige.“ „Und das zu recht.“ bestärkte Chakwas Isao und mich, während Jane sie etwas fragend ansah. „Solange wir nicht wissen wie Joana Shepard auf diese Neuigkeit reagieren wird, ist es besser weiterhin zu schweigen.“ die Rothaarige seufzte frustriert, legte ihre Hand an die Stirn und die Andere unter ihren Ellenbogen. „Sie wird damit fertig, schliesslich habe ich es auch soweit verdaut.“ „Welche Vorgeschichten hast du, Jane, mal abgesehen von Akuze?“ die Soldatin schweifte ihren Blick zu mir und sah mich mit hochgezogener Augenbraue an. „Inwiefern soll das ausschlaggebend sein?“ „Mehr als du denkst.“ begann ich und fuhr fort, als ich ihren Blick bemerkte. Ich seufzte tief und gab ihr Jo’s Hintergrund bekannt, jedoch nur eine Grobfassung und nichts persönliches. Alles wusste ich natürlich auch noch nicht und wenn ich mal wieder die Gelegenheit dazu habe, dann würde ich Jo diesbezüglich fragen. Jane im Gegensatz gab auch ein paar vereinzelte Dinge von sich preis. Darunter das sie den Raumfahrer Hintergrund hat und somit mit einer Familie aufgewachsen ist. „Sie ist definitiv anders aufgewachsen als ich. Hmmm…“ strich die Rothaarige nachdenklich am Kinn. Karin und ich schwiegen. „Ich denke aber nach wie vor, dass sie es verarbeiten kann. Sie ist schliesslich eine Shepard und wir Shepard’s sind zäh.“ grinste die Soldatin und liess uns beide damit augenrollend schmunzeln. „Seid ihr. Ich werde Jo, sobald die Zeit dazu gekommen ist, alles im Bezug auf dich offenbaren und dann wirst du dich nicht mehr verstellen müssen. Ich bitte dich aber deutlich darum, dass du Jo rein gar nichts von der Zukunft erzählst. Weder jetzt noch später.“ sah ich ihr kompromisslos in die Augen. „Von welcher Zukunft sprechen wir hier?“ wurde Karin neugierig und blickte zwischen uns hin und her. „Sommer 2185.“ gab Jane bekannt und ich ergänzte, als Karin die Brauen fragend zusammen zog. „Jane kommt aus einer parallelen Dimension, die bereits 2 Jahre weiter ist als die unsere. Das Portal der Cerberus Basis kann nicht nur die Welten zu anderen Ebenen öffnen, sogar auch andere Zeitepochen.“ machte ich eine Verschnaufpause und fuhr danach fort. „Jane weiss also schon was kommen wird und das darf Jo auf keinen Fall erfahren. Auch kein anderer, versteht sich. Natürlich wäre es von Vorteil die Zukunft zu wissen, aber es birgt auch viele Gefahren und genau aus dem Grund gebe ich auch nur Bruchstücke bekannt. Würde ich alles sagen, dann könnte sich die komplette Zukunft verändern und nichts davon wird eintreffen. Die Chance steht da 50 zu 50. Entweder es wird alles schlimmer oder besser. Was davon aber eintrifft, dass ist nicht abschätzbar. Gehen wir mal davon aus es wird schlimmer, dann wäre dass mit grosser Wahrscheinlichkeit der Tod aller, da die Reaper den Krieg gewinnen und das kann und werde ich nicht zulassen.“ „Und was wenn es besser wird und ihr damit sogar viele retten könnt?“ kam es berechtigt von der Rothaarigen. Erneut atmete ich tief durch. „Auch da gibt es eine fifty fifty Chance….Zu 50% könnte alles perfekt ablaufen und die Galaxie hätte für immer Frieden und Ruhe, sprich ein Best Case. Aber auch hier kann es ins exakte Gegenteil ausarten und
wir stossen auf noch grauenhaftere Gegner als die Reaper. Also ein Worst Case und nicht wünschenswert.“ gab ich ihr meine Bedenken bekannt, da Jane mich sehr skeptisch ansah. „Verstehe. Lieber ein absehbarer Average Case, als einen absoluten Worst Case riskieren.“ verstand der Commander und ich nickte. „Wenn es etwas gibt das ich in meiner bisherigen Lebensspanne gelernt habe, dann dass das Leben immer ein Hindernis bereit hält. Ich bin zwar neugierig auf meine Zukunft und was noch so alles kommt, doch mein Verstand rät mir davon ab und sagt mir das es besser ist nicht alles zu wissen.“ machte Karin sich bemerkbar und ich gab ihr recht, denn genau das war meine Überlegung dabei. Würde Jo die Zukunft kennen, dann würde sie sich garantiert darauf vorbereiten. Aber was ist, wenn sich dann alles verändert? Wir Dinge umsetzen, die dann eben so viel Einfluss nehmen würden, dass sich etwas ins Gute oder eben ins Schlecht neigt? Für mich nicht mehr absehbar. Das beste Beispiel war ja schon Nihlus. Er agierte komplett anders als Saren und war dadurch nur gefährlicher für uns. Würde Virmire eintreffen oder nicht? Wann käme es zum Showdown und wie riskant endete das alles? Gäbe es mehr Opfer oder weniger? Wer würde sterben und wer nicht? Trifft es sogar einen Falschen und dann wäre die Hölle los? So viele Fragen und doch mussten wir sie finden. Mit Vorsicht und ohne unüberlegte Handlungen. Eine falsche Entscheidung und das wäre es womöglich. Karin und Jane diskutierten noch eine Weile und auch ich beteiligte mich daran, nachdem mich eine von ihnen grinsend aus meiner Gedankenwelt geholt hatte. Irgendwann verabschiedete ich mich, während Jane noch etwas klären wollte. Das Kleine nahm ich mit, da die Ärztin grünes Licht gegeben hatte und die Werte okay waren.

Mittlerweile war es schon gegen 9 Uhr Abends und bald Zeit fürs Bett, damit ich morgen wieder fit für einen neuen Tag wäre. Ich lief gerade Richtung Quartier, als mich jemand ansprach. „Wie geht’s dem Kleinen?“ ich drehte mich ab und sah einer Asari mit weisser Gesichtszeichnung in die Augen. „Sehr gut. Obwohl es nicht in seiner gewohnten Umgebung aufwächst und die Milch seiner Mutter bekommt, geht es ihm erstaunlich gut. Doktor Chakwas hat es eben geprüft und bestätigt.“ lächelte ich zu Chani. In mir kam eine Frage auf, denn jedes mal wenn ich sie sah, musste ich immer sofort an Tevos denken. „Chani?“ „Hmm.“ „Du bist ja mit Tevos verwandt. Kann es sein, dass sie sogar deine Mutter ist?“ die Asari fing wie aus heiterem Himmel an zu lachen, weswegen ich sie irritiert ansah. Als sie sich etwas vom Lachanfall beruhigt hatte, gab sie mir mehr über sich bekannt. „Mutter, nein. Ich bin aber ihre Nichte. Meine Mutter, Matriarchin Larani, ist ihre Schwester und daher die Verwandtschaft. Du willst sicher wissen, wieso ich eine ihr so ähnliche Gesichtszeichnung habe, stimmt’s?“ worauf ich deutlich nickte. „Das liegt daran, dass ich ein bestimmtes Gen von meiner Grossmutter geerbt habe. Das Gleiche was auch Tevos hat. Nur meine Mutter hat es übersprungen, doch trägt sie es trotzdem in sich.“ grinste die Asari leicht und blickte zum Pyjak. „Darf ich?“ kam es nur Augenblicke danach und mit einem Tonfall bei dem ich einfach nicht nein sagen konnte, also gab ich ihr den kleinen Fratz. „Wollen wir uns hinsetzen?“ fragte ich und trat einen schritt in Richtung Tisch der Messe. Chani folgte mir einverstanden und wir setzten uns an diesen. Während die Asari das Kleine auf ihre Art umsorgte, redeten wir etwas über sie und Tevos. Dabei liess sie mich wissen, dass sie eher selten Kontakt zu ihrer Tante hatte und das hatte einige Gründe. Zum einen wollte sie keine Bevormundung oder in dem Fall eine Bevorzugung. Zum anderen wollte die Power Asari ihrer Tante auch keine Schwierigkeiten bereiten, da sie nun mal zu viel Feuer im Hintern hatte und ständigs Ärger anzog. Im Verlauf des Gesprächs stellte sich auch heraus, dass ihr Vater ein Kroganer war und vor langer Zeit getötet wurde. Chani war damals gerade mal 56, als es auf Tuchanka einige Reibereien gab und ihr Vater bei der folgenden Auseinandersetzung sein Leben liess. Jetzt verstand ich auch ihre stürmische Art und wieso sie sich so problemlos auf Gegner stürzen konnte. So furchtlos und überrollend wie es eben nur Kroganer taten und doch hatte sie die Schönheit einer Asari. Sehr sogar, denn ich fand ihr Muster sehr sexy und doch mochte ich das von Aria noch eine Spur mehr. Zudem erinnerte mich das deutlich an Matriarchin Aethyta, den Vater von Liara. Halb Asari, halb Kroganer und dann war da noch diese Asari Verkäuferin aus Mass Effect 2 und 3, die ebenfalls Mutter eines Kindes mit Kroganer Gen werden würde. Nur schade stirbt der Vater noch vor der Geburt seiner Tochter. Ich fragte mich, ob ich da vielleicht etwas dagegen unternehmen könnte oder war diese Einmischung zu riskant? Egal, jetzt musste ich mir diesbezüglich noch keine tieferen Gedanken machen, denn bis dahin war es noch eine ganze Weile hin. Noch viel Zeit. In diesem Moment erwähnte Chani ihre Schwester und in ihren Augen sah man Traurigkeit, sowie Schmerz. „Sie hiess Mira. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“ meinte die Blaue und ich verstand ihren Verlust, denn auch ich hatte schon eine wichtige Person in meinem Leben verloren. Meine damalige beste Freundin. „Schon okay. Du musst nichts sagen, wenn du es nicht willst. Ich weiss wie du dich in etwa fühlst und doch darf man nie aufgeben. Muss weitermachen und seinen eigenen Weg finden und bestreiten. Klingt hart, ist aber so.“ lächelte ich sanft und verschränkte die Finger. „Dann hast du auch jemanden, der dir wichtig ist, verloren?“ fragte Chani und ich nickte. Ich erzählte ihr meine Geschichte und sie hörte es sich geduldig bis zum Schluss an. Alles in allem eine angenehme Atmosphäre und für Chani erstaunlich ruhig. Erst als ich das Thema wechselte und auf den Punkt Isao kam, ging die hibbelige Art von ihr los. Es erinnerte mich sogar leicht an eine kindliche Schwärmerei und die Asari hatte sich klar erkennbar in ihn verliebt. Das sagten auch schon ihre Worte über ihn aus. „Ich mag es, wenn er so in seine Gedanken versunken ist und über ein Problem nachdenkt….Wenn er dabei auf seiner Zunge herum kaut, finde ich das immer niedlich und dann….dann würde ich ihn am liebsten küssen….Er lässt auch nicht locker, bis er eine Lösung für ein Problem gefunden hat, was ich sehr beeindruckend finde." kam es beim erzählen sehr verträumt von ihr und sie liess mich damit schmunzeln. In der Zeit kraulte sie am Köpfchen des Babyäffchen’s und lächelte strahlend. Eine äusserst seltene oder ungewöhnliche Situation und doch fand ich diese Seite der Asari genauso wichtige wie alles andere ihr. Es machte sie zu dem was sie ist und Liebe erfüllte einem mit so viel Glück und Lebenskraft. Leider aber auch mit Trauer, Zweifel, Wut und Sorgen, wenn es zum Beispiel nur eine einseitige Liebe ist und das war es, denn das hatte Isao erst gerade vor wenigen Stunden klar geäussert. Er wollte nur Jane und Chani ist lediglich eine gute Freundin für ihn. Würde die Asari damit leben können oder würde es früher oder später doch in Komplikationen enden? Das konnte nur Chani beantworten, doch das war eine Sache zwischen ihr und Isao, weswegen ich es nur am Rande ansprach. Ich fragte sie was sie machen würde, sollte Isao sich auf eine rein freundschaftliche Ebene zu ihr einlassen, jedoch nicht mehr. Sie meinte schulterzuckend das sie ihn schon bekomme. Früher oder später, doch Chani wirkte bei dieser Aussage etwas unsicher. Als ich sie auf Jane ansprach, gab sie mir gar keine Antwort und ich beliess es dabei. Um nicht weiter auf das Thema einzugehen oder Chani falsche Hoffnungen zu machen, fragte ich sie was komplett anderes. „Hast du Lust darauf, das Kleine jetzt zu füttern?“ sie strahlte mich regelrecht an und ich hatte meine Antwort. Da ich ihm vor wenigen Stunden nur einen Teil seiner Milch gab und den Rest vor dem Schlafen gehen machen wollte, war das sicherlich gerade eine willkommene Abwechslung für die Asari, vor allem nach dem Gespräch und den Dingen, die sie mir eben erzählt hatte. Ich bereitete alles vor und liess Chani dann freie Hand. Man merkte ihr die Freude sichtlich an. Knapp eine halbe Stunde später ging ich jedoch ins Bett, legte das Baby in seine Kiste und deckte es zu. Chani war zwar etwas traurig, ging aber mit einem Lächeln auf den Lippen in ihr Quartier. Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende zu und nachdem ich mich umgezogen und die Zähne geputzt hatte, ging ich schliesslich müde und zufrieden ins Bett.
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