Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Alles nur ein Traum?

von Tylerix
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18 / MaleSlash
Aria T'Loak Commander Shepard Der Citadel-Rat Jeff "Joker" Moreau Miranda Lawson OC (Own Character)
11.01.2015
19.11.2018
103
449.360
25
Alle Kapitel
187 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.01.2017 3.958
 
Als ich das nächste Mal wach wurde, befand ich mich an einem düsteren Ort. Verwirrt sah ich um mich, doch wusste ich beim besten Willen nicht wo ich war. Was war passiert und wieso war es auf einmal so dunkel? Noch finsterer als im turianischen Gebäude. „Du träumst." erklang eine männliche Stimme und die Verwirrung in mir wurde nur noch grösser. „Ich träume? Aber woher willst du das wissen?" „Immer noch die gleiche Neugierde." kam es knapp. Ich wollte ansetzen, doch der Fremde fuhr bereits fort. „Das hier ist die Unendlichkeit. Der Ort an dem sich die Toten aufhalten." „Die Toten? Soll das heissen ich bin..." „Nein, du schläfst nur." „Aber wieso bin ich dann hier?" „Wegen mir." seine Antworten waren verwirrend und doch kam mir diese Stimme vertraut vor. Aber woher nur? Ein leises Lachen erklang, als könnte derjenige meine Gedanken lesen. „Ich habe dich zu mir geholt, da eine schwere Entscheidung bevor steht." liess er mich endlich mehr wissen. „Und die wäre?" hakte ich nach. „Das musst du selber herausfinden." „Sehr witzig! Du holst mich zu dir und offenbarst mir ein baldiges Schicksal, aber was genau ich entscheiden soll, dass verschweigst du mir!" schmollte ich sichtlich. „Ein Eingriff ist mir untersagt.“ „Wenn das so ist, dann hast du dies aber bereits getan. Ich bin hier oder etwa nicht?" argumentierte ich geschickt. Neben mir erschien eine Gestalt. Sie war von einem hellen Licht umgeben, doch konnte ich nur wenig erkennen. In diesem Moment wusste ich aber woher ich diese Stimme kannte. Es war derjenige, der mich und Alexis ins Mass Effect Universum gezogen hatte und in mir kam ein weiterer Gedanke auf. „Sie ist nicht anwesend." offenbarte er meinen Gedankengang. „Woher?....Ich.....du kannst meine Gedanken lesen, nicht wahr?" setzte ich 1 und 1 zusammen. Ein langes Schweigen kehrte ein. Noch bevor ich nachhaken konnte, da ich endlich Antworten wollte, änderte sich von einem Augenblick zum anderen der Ort. Ich kam mir so leicht vor als würde ich schweben. Automatisch liess ich meinen Blick umher schweifen und stellte schockiert fest, dass ich wirklich schwebte. Unter mir war nichts, oder doch, jedoch viele Meter entfernt. Ein Gebäude, welches sehr robust und gross wirkte. Da war aber noch mehr und langsam wurde mir auch bewusst wo ich hier war. „Das ist….Virmire!" murmelte ich vor mich hin und sah mich um. „Was will er mir damit....Nihlus! Heisst das, Nihlus ist doch hier und plant eine Kroganerarme aufzustellen?" dachte ich und setzte meine Grübelei fort. „Aber wieso kam bisher keine Info vom Rat, so wie es eigentlich sein sollte?" bevor ich weiter grübeln konnte, sah ich einige Kroganer durch die Wege Richtung Komplex schreiten. Ich versuchte mich zu bewegen und wollte näher heran, vielleicht könnte ich dadurch mehr erfahren. Es stellte sich als ziemlich schwer heraus, doch schaffte ich es zumindest bis zum Dach des Gebäudes. Zu meinem Glück befand sich da ein Fenster durch welches ich blicken konnte. Im Raum unter mir waren einige Salarianer im Kittel und ich war der festen Überzeugung, das dies wohl Forscher waren. Indoktrinierte Forscher, denn anders konnte ich mir die Zusammenarbeit mit dem abtrünnigen Spectre nicht erklären. Nach einer Weile des Beobachtens flog ich schwerfällig weiter und machte eine schockierende Erkenntnis, währenddessen ich das Gebäude einmal umflog. „Wo sind die Jungs vom STG? Kirrahe und seine Leute?" mein Blick suchte alles ab, doch fand ich die Soldaten nirgends. Weder gefangen noch freilaufend. Ich erinnerte mich an die Zellen und suchte den Ort direkt auf. Der Weg dahin war nicht ganz leicht und als ich die Zellen nach langem endlich erreichte, fand ich nur Asari's darin vor. Und zu meiner Überraschung auch Turianer und Volus. „Merkwürdig. Kann es sein das Nihlus das salarianische STG nicht erwischt hat?…..Und was um Himmelswillen machen die Turianer und Volus hier?!“ dachte ich für mich und verliess den Bereich ebenso nachdenklich. Ich beschloss das Camp der STG aufzusuchen und schwebte über die Hindernisse. Keine Ahnung wie lange ich schon unterwegs war, doch da war absolut nichts das auf Kirrahe und Co. deutete. „Ist das hier die Vergangenheit? Ist das STG womöglich erst noch unterwegs?" murmelte ich erneut vor mich hin. „Das ist die Realität. Alles hier findet in diesem Moment statt." drosch die männliche Stimme auf mich ein, so als wäre sie nur in meinem Kopf. „Aber wo sind die Salarianer? Das STG? Und woher kommen die salarianischen Forscher? Und die Turianer und Volus? Die haben hier nichts zu suchen! Ist das ein dummer Witz? Willst du mich testen?“ schlussfolgerte ich. „Genau das gilt es herauszufinden." „Wie? Also kein Test….Dann…..dann brauche ich dringend mehr Fakten." keine Reaktion von ihm. „Hey, ich habe dich was gefragt!" immer noch nichts. Auf einmal verschwamm sogar alles vor mir. „Warte! Nein, ich muss mehr wissen! Schick mich bitte noch nicht zurück! Ausserdem will ich mehr über dich erfahren! Wer bist du und wieso ich? Hallo?" flossen meine Worte ins Leere.

Meine Augen öffneten sich und das Licht im Raum blendete, weswegen ich sie etwas zu kniff. „Was war es diesmal?" fragte Jo besorgt an mir. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich in ihren Armen lag. Bevor ich ihr aber antwortete, sah ich im Raum umher. Jane sass auf der Matte und blickte mich fragend an, schwieg aber. Isao im Gegensatz schien tief und fest zu schlafen. „Vic? War es so schlimm?" erklang es an meinem Ohr. „Wenn ich das nur wüsste." liess ich meinen Hinterkopf auf ihre Schulter sinken, denn wirklich schlau daraus wurde ich selber auch noch nicht. So viele Fragen und ungeklärte Gegebenheiten. „War es eine deiner Visionen?" „Ich denke schon, ja." „Visionen?" brach nun auch Jane die Stille. Ich seufzte tief. „Manchmal habe ich ungewöhnliche Träume und sehe dadurch Dinge. Dinge die waren, bereits vorhanden sind oder auch solche die erst noch kommen. Dieser war aber etwas anders als sonst.“ „Du siehst also in die Zukunft?" kam es eher skeptisch von der Rothaarigen. Ich nahm es ihr nicht übel, denn würde mir jemand anderes so etwas offenbaren, dann würde ich es wohl auch nicht glauben. „Gewissermassen, ja." „Und du glaubst ihr diesen Mist?" richtete sich die andere Shepard an Jo. „Mir ist vollkommen bewusst wie irre sich das anhört! Glaubst du wirklich ich finde es amüsant?" maulte ich, da Jane mich eben beleidigt hatte und Jo ebenso. Jo gab leichten Druck auf ihre Hände und mahnte mich damit wortlos. Bevor ich jedoch protestieren konnte, übernahm sie schnell das Wort. „Ich vertraue Vic und ich weiss das ihre Visionen nicht erfunden sind." begann sie und fuhr direkt weiter, da Jane bereits ansetzen wollte. „Es gab schon mehrere Zwischenfälle. Sie hat mir Dinge im voraus gesagt und nur kurze Zeit später trafen diese auch wirklich zu. Vielleicht etwas anders als in ihrer Ursprungsvision, doch sie sind definitiv nicht von der Hand zu weisen." Jane sah mir in die Augen, so als würde sie auf etwas ganz bestimmtes hinaus wollen. Ich dachte nach und da fiel es mir schlagartig ein. „Nein, nicht das was du gerade denkst." „Bist du dir da sicher?" „100%!" kurze Stille kehrte ein und wir blickten uns gegenseitig in die Augen. „Wärt ihr gefälligst so nett und würdet mich einweihen?" kam es beleidigt von Jo. „Jane spricht, wenn ich es richtig deute, zukünftige Ereignisse an. Dinge die nur Isao, Alexis und ich wissen können. Nicht wahr?" die Rothaarige nickte einmal sichtbar. „Nein, Jo weiss das ich ihr diesbezüglich keine Daten liefere. Erst kurz vor dem Ereignis oder wenn ich es für notwendig halte.“ liess ich Jane klar wissen. Als diese erneut verstehend nickte, versuchte ich meinen Traum zu erklären. Was ich sah und was darin vorkam. Natürlich liess ich gewisse Details aus Sicherheitsgründen aus, nicht das ich die Zeitlinie erneut zu sehr beeinflusste und sich dann alles wieder zum Schlechten wendete. Beide stellten hier und da Fragen und irgendwann machte sich auch Isao bemerkbar, der wohl wegen unserem Gespräch wach wurde. Er grummelte ein verschlafenes „Ist was passiert oder warum seid ihr alle auf?“ und richtete sich dann auf, streckte sich ausgiebig und schien sich damit die Rückenmuskulatur lockern zu wollen. Auch ich musste innerlich zugeben, dass diese Matten sehr hart waren und zusätzlich ziemlich unbequem, denn mir ging es schliesslich kein bisschen anders und mein Rücken machte sich ebenfalls schon seit einer Weile bemerkbar. Das Bett auf der Normandy war zwar auch zu hart für meine Standardverhältnisse, doch im Vergleich hierzu deutlich bequemer. Jane lächelte ihn sanft mit einem „Haben wir dich geweckt? Tut mir leid.“ an und rückte zugleich näher an ihn ran. „Es ist alles in Ordnung. Wir haben uns eben nur Unterhalten. Lange dürfte es auch nicht mehr dauern, bis wir endlich abgeholt werden können.“ meinte sie mit leichten Schmerzen, die sie wegen ihrer Schussverletzung hatte und wurde darauf von Isao in die Arme genommen. „Da hätte ich nichts dagegen. Ich müsste so langsam aber sicher pinkeln.“ auf diese Aussage mussten wir alle Schmunzeln. „Es dürften maximal noch 2 Stunden werden, dann sollte der Sturm sich soweit abgeschwächt haben, dass wir es riskieren können. Zumindest wenn nicht noch Geth da draussen lauern. Meine Füchsin hier meint aber, dass sie die Blitze nicht überstanden haben können.“ äusserte Jo, während sie meinen Kopf demonstrativ tätschelte und mich damit in Verlegenheit brachte, was mich auch direkt zum Schmollen brachte. Kurze Stille kehrte ein bis Jo diese nach einer Weile wieder brach. „Ich denken ich weiss jetzt, wie wir noch etwas Zeit totschlagen können. Wie wäre es, wenn wir uns von unseren peinlichsten Erlebnissen erzählen und da Isao der einzige Mann hier ist, darf er anfangen.“ eröffnete sie die Runde und alle Blicke ruhten neugierig auf ihm. Er sah uns skeptisch an und erst als Jane ihm einen Klaps gegen die Schulter gab, änderte sich seine Mimik. Der Commander aus der anderen Dimension setzte auch gleich nach und liess ihm damit gewissermassen auch keine Wahl. „Ich würde gerne noch ein wenig aus deiner Vergangenheit erfahren. Und dazu gehören nun mal auch die peinlichen Sachen. Also los, raus damit.“ Isao zögerte noch einen Moment, als er dann tief durchatmete und schliesslich doch noch zu stimmte. „Na gut. Dann werde ich euch aber von meinem zweit peinlichsten Erlebnis erzählen müssen. Das Peinlichste habt ihr kürzlich selbst miterlebt.“ nahm er prompt Farbe an und schüttelte nur Sekunden später den Kopf, was uns alle zum Schmunzeln brachte. Wimpernschläge danach begann er. „Es ist jetzt schon eine kleine Ewigkeit her, aber ich weiss es noch sehr genau. Ich bin mit einigen Freunden in den Urlaub nach Mallorca geflogen. Wir waren am Morgen des ersten Tages am Strand und während sie es sich gemütlich gemacht haben, bin ich die Küste entlang um ein wenig die Gegend auszukundschaften. Dabei bin ich auch an einen Bereich gekommen, an dem es einige Felsen gab, zwischen denen man prima vor den Blicken von anderen Personen geschützt war. Ich war gerade in Gedanken ganz woanders, als ich plötzlich vor einer Frau stand und nun ja.....Sie wollte sich leider in genau diesem Moment ihren Badeanzug überziehen und war deshalb völlig nackt. Ihre Reaktion muss ich wohl nicht beschreiben. Das meine Freunde sich über den Handabdruck in meinem Gesicht schief gelacht haben, als ich zu ihnen zurück kam, brauche ich wohl auch nicht zu erwähnen.“ offenbarte er und erhellte mit dieser Story die Stimmung von uns allen. Sogar so sehr, dass wir alle laut lachen mussten. Mit einem Handzeichen von Isao wurde es wieder etwas ruhiger und er setzte seine Geschichte fort. „Damit war es aber noch nicht vorbei. Noch am selben Tag am Abend, bin ich der Unbekannten erneut über den Weg gelaufen. Ich habe mich noch mehrmals bei ihr entschuldigt, bis sie es mir nicht mehr übel genommen hat und was dann kam, ist besonders für dich interessant Jane. Nachdem die Wogen geglättet waren, konnte ich mich mit ihr sehr gut unterhalten und was soll ich sagen. Ihr Name war Eva und sie wurde meine erste feste Freundin vor dir. Hört sich wie ein dummes Klischee an, ist aber wirklich so passiert.“ blickte er amüsiert zu Jane. „Das ist wirklich sehr interessant. Die Geschichte kommt mir aber irgendwie bekannt vor.“ grinste der Commander breit, bevor sie zu Jo und mir sah. „Ihr müsst wissen, dass Isao auf meinem Schiff mal zu mir in das Captainsquartier gekommen ist. Da war ich gerade dabei mir die Unterkleidung meiner Panzerung an zu ziehen und war auch fast nackt. Zu dem Zeitpunkt waren wir aber noch nicht in einer Beziehung. Irgendwie scheint er solche Situationen magisch anzuziehen. Die Ohrfeige habe ich ihm allerdings erspart. Stattdessen habe ich mich ein wenig anders für sein auftauchen gerächt.“ gab sie bekannt und löste das Rätsel, welches sich in uns anbahnte. Die Rothaarige grinste auf seine Reaktion, worauf Isao sich schliesslich zu ihr beugte und die Runde fortsetzte. „Schön das du deinen Spass hast. Jetzt bist du aber dran. Was ist dir in deinem Leben bisher am peinlichsten gewesen?“ die andere Shepard dachte flüchtig nach und begann in seinen Armen mit ihrem Ereignis. „Als wir bei Alexis waren habt ihr bestimmt mitbekommen, dass ich eine ziemlich ausgeprägte Spinnenphobie habe. Das hat während meiner Grundausbildung zu einem Zwischenfall geführt, über den meine Kameraden von damals noch heute lachen. Mein Team und ich, wir sollten in einer Übungsmission dem gegnerischen Team ein Paket abnehmen und somit verhindern, das es sein Ziel erreicht. Dafür hatten wir einen Hinterhalt an einer günstigen Stelle gelegt, an der unsere Gegner vorbeikommen mussten. Wir lagen also gut versteckt mit voller Ausrüstung im Gestrüpp und warteten bis das feindliche Team in Sichtweite kam. Kurz bevor wir die Falle zuschnappen lassen konnten, ist mir plötzlich eins dieser kleinen achtbeinigen Monster auf meinen Helm und über mein Visier direkt vor die Augen gekrabbelt. Kurz war ich wie gelähmt, bin dann aber in Panik geraten und habe die Übungsmission versaut.“ hielt sie kurz inne und sah zu uns. Nach einem kurzen Räuspern und einer empört hochgezogenen Augenbraue, prustete Isao laut los. Jane schmollte sichtlich vor sich hin, bis er sich wieder beruhigt hatte und sie entschuldigend anlächelte. „Sorry. Ich konnte gerade nicht verhindern es mir bildlich vorzustellen, wie du panisch durch die Gegend rennst und dabei schreist: Macht sie weg! Macht sie weg!“ kommentierte Isao amüsiert und verkniff sich bereits wieder ein Gelächter. Die Rothaarige presste ein „Blödian.“ hervor und musste selber Schmunzeln. Knapp eine Minute später hatte sie es sich gemütlich gemacht und blickte zu Jo und mir. „Wer von euch möchte als nächstes?“ Jo und ich sahen uns gegenseitig in die Augen, als ich dann schlussendlich die Runde übernahm. „Ich
hatte einige peinliche Erlebnisse und leider fallen mir perdu nicht alle ein, doch eines davon ist mir gerade gut in Erinnerung.“ sah ich zu den Beiden und fuhrt fort, nachdem alle genickt hatten. „Es war an einem Geschäftsanlass, genau genommen war es ein Grillplausch im Sommer, welcher vom Arbeitgeber gesponsert wurde. Alle die Lust und Zeit dafür hatten, waren anwesend und genossen einen entspannten Abend unter Arbeitskollegen.“ ich hielt kurz inne und setzte meine Story Sekunden später fort. „An sich nichts spezielles, wenn da nur nicht ich wäre.“ schmunzelte ich wissend und sah die fragenden Blicke der Anderen. „Ihr müsst wissen, dass ich gerne mal ein Tollpatsch bin und daher schnell für Gelächter sorge.“ grinste ich breit. „Nun aber zurück zum eigentlichen. Da es gegen Abend immer kühler wurde, beschloss ich kurzerhand meine Jacke aus dem Auto zu holen und fragte meine Kollegin nach dem Schlüssel. Ich ging zum Auto und öffnete den Kofferraum, doch da ahnte ich noch nicht, was ich mit dieser Aktion gleich auslösen würde.“ alle Blicke waren gespannt auf mich gerichtet und so löste ich den Rest auf. „Die Alarmanlage schrillte wie aus dem Nichts auf und ich stand starr davor, wusste nicht wieso die jetzt plötzlich los ging. Es verging ein Moment des Schreckens, bis ich begriff was da gerade geschehen war und kam dann in eine leicht panische Hektik, da ich nicht wusste wie ich dieses Ding jetzt wieder abschalten konnte. Dazu kommt noch, dass bereits weit nach 22 Uhr Nachts war und somit Nachtruhe, was bei diesem Krach nicht gerade wünschenswert war. Natürlich war der Anlass etwas abseits, doch gab es genug Nachbaren, die sich hätten beschweren können. Voller Panik suchte ich den Ausschaltknopf und versuchte mich erst am Kofferraum, in dem ich ihn wieder abschloss. Leider ohne Erfolg, wie ihr euch denken könnt. Der Alarm schrillte seelenruhig weiter und ich rief verzweifelt nach meiner Kollegin, die mich aber nicht hörte. Dumm für mich und ich musste von alleine auf die Lösung kommen.“ machte ich eine kurze Verschnaufpause und sah das Lächeln der Anwesenden. „Und wie hast du sie deaktiviert?“ fragte Jo. „Ganz einfach, ich habe es einfach mal an der Fahrertür versucht und prompt kehrte die langersehnte Ruhe ein. Zum Glück.“ lächelte ich verlegen. Alle mussten daraufhin lachen. „Das war aber noch nicht alles.“ gab ich bekannt, als sich die Lage etwas beruhigt hatte. „Als ich zu den Kollegen zurückkehrte, sahen mich einige grinsend an und ich wurde feuerrot, setzte mich umgehend an meinen Platz und hoffte das dies schnell wieder vergessen war.“ beendete ich meine Story und alle brachen in lautes Gelächter aus. „So, jetzt kennt ihr eines meiner peinlichsten Erlebnisse. Jetzt bist du an der Reihe, Jo.“ lenkte ich auf sie, kaum hatten sich alle beruhigt. „Und ich weiss auch schon haargenau was ich euch erzähle.“ schmunzelte mein Commander und ich blickte erwartungsvoll zu ihr hoch, machte es mir ebenfalls in ihren Armen gemütlich. „Mein Erlebnis spielte sich im ersten Ausbildungsjahr der Allianz ab. Als Neuling kommen da gerne einige Peinlichkeiten oder Missgeschicke vor, sei es durch sich selbst oder die anderen Rekruten.“ begann Jo und schmunzelte frech. „Ich war zwar nicht der Auslöser, wurde aber dann zum Mittelpunkt der Szene. Wir hatten gerade eine Kletterübung und mussten diverse Seile hochklettern, welche an einer senkrechten Wand befestigt waren und am Ende hiess es rüber klettern, herunterspringen und direkt weiter. Jonas Wood war vor mir und wie wir alle bereits wussten, nicht gerade der beste Kletterer.“ hielt sie kurz inne und fuhr kurze Zeit später fort. „Er war gerade mal in der Hälfte, als er sich irgendwie im Seil verhedderte und keinen Meter mehr weiter kam. Wir mussten natürlich lauthals loslachen, da es einfach nur urkomisch aussah wie er da so im Seil hing, als wäre er ein Fisch am Haken. Ich war schliesslich diejenige, die als erstes Mitleid mit ihm hatte und hochkletterte. Gut und schön, nur dummerweise zappelte er so sehr herum, dass ich mich selber auch im Seil verfing und wir dann zu Zweit an der Angel hingen. Da ging das Gelächter erst recht los. Auch der Ausbildner konnte sich ab da nicht mehr zurückhalten und prustete laut heraus. Ab diesem Zeitpunkt musste ich mir wochenlang dumme Sprüche anhören und das durch das komplette N1 hindurch. Sogar noch im N2 wurde ich vereinzelt damit aufgezogen.“ vollende sie ihre Geschichte und erneut mussten wir alle herzlich lachen. Da wir gerade viel Spass beim erzählen hatten, fuhren wir mit anderen lustigen Gegebenheiten fort und so verstrich die Zeit Stück für Stück. Währenddessen sahen Isao und ich hier und da mal auf unsere Omni’s und checkten dabei die Aussenlage. Knappe 30 Minuten später war es soweit und wir konnten es riskieren. Mit angezogener Rüstung und Waffe im Anschlag, ging es aus dem turianischen Gebäude heraus, wo wir als erstes die naheliegende Gegend auskundschafteten. Da nichts auffälliges auftauchte, funkte Jo die Normandy an, winkte gleichzeitig die anderen Beiden ganz heraus und wartete derweil auf Antwort. Überall lagen Geth-Teile, genau so wie ich es voraus gesagt hatte und die heimische Fauna war noch immer zusammengezogen. Isao trat zusammen mit Jane an einen der getarnten Geth und besah sich diesen etwas genauer. In der Zeit hörte ich Jo mit Joker sprechen und das bereits ein Shuttle auf dem Weg sei. Kaum hatte sie das Gespräch beendet, informierte sie auch die anderen Beiden. „Beeilt euch. Das Shuttle ist in 3 Minuten an der LZ.“ die 2 nickten und wir machten uns gemeinsam auf den Weg. Jo behielt in der Zeit die Gegend im Auge, während ich sie scannte. Jane humpelte leicht und war froh um Isao’s Hilfe, als wir schlussendlich nach guten 5 Minuten an der LZ ankamen. Beim Shuttle wurden wir von Ash und Kaidan empfangen und auch der restliche Weg war ohne weiteren Zwischenfall überstanden. Auf dem Rückflug zurück zur Normandy liess Jo sich über sämtliche Statusmeldungen informieren, während wir einfach nur da sassen und froh über die Rettung waren. Kaidan berichtete derweil vom Kampf in den Ruinen und wie schwer Tali dabei verletzt wurde. Die Quarianerin noch immer mit hohen Fieber in der Krankenstation lag, ihr Zustand weiterhin äusserst kritisch ist und Karin sogar eine Quarantäne Zone errichtet hatte. Dazu meldete er, dass bisher keine weiteren Geth Schiffe aufgekreuzt waren, weshalb wir alle erleichtert waren. Immerhin eine gute Nachricht. Der restliche Flug zur Normandy erfolgte ebenso ereignislos und dort angekommen wurden wir von den Anderen empfangen. Wrex und Garrus sahen angeschlagen aus, doch wenn man bedachte was noch wenige Stunden zuvor vorgefallen war, schienen die Beiden für diese Tatsache erstaunlich fit zu sein. Neben den 2 stürmte Chani vorbei und steuerte direkt auf Isao und Jane, die gerade das Shuttle verliessen. „Göttin, na endlich. Ich dachte schon, ihr kommt gar nicht mehr zurück. Ist bei euch alles....“ fing die Asari an und hielt abrupt inne, kaum sah sie die Verletzung von Jane. „Bist du schlimm verletzt?“ fragte sie nun besorgt, wurde aber von der Rothaarigen direkt wieder beruhigt. „Nein, ist nur ein Kratzer. Tut aber höllisch weh.“ Chani half schliesslich Isao und die 3 verschwanden kurze Zeit später im Fahrstuhl. In dieser Zeit besprach ich zusammen mit Jo unser weiteres Vorgehen und zog mir die durchschwitzte Rüstung nebenbei aus.

Einen halben Tag später. Die Normandy befand sich bereits auf Kurs nach Virmire, doch bis dahin blieb noch viel Zeit und dies nutzen wir alle sinnvoll. Jane kurierte ihre Wunde aus. Tali befand sich noch immer in Quarantäne und Karin hatte alle Hände voll mit ihr zu tun. Der Gesundheitszustand der Quarianerin verbesserte sich etwas und die Ärztin konnte leicht aufatmen, aber Tali war noch lange nicht über dem Berg, so wie wir Menschen es gerne betitelten. Isao sass wieder am Portal und tüftele daran, während ich neben ihm an der neuen KI arbeitete. Jo besprach gerade mit der Lazarus Anführerin die kurzfristig geplante Aufklärungsmission auf Virmire, da ich diesbezüglich eine Vision auf dem turianischen Planeten hatte, was der Commander aber so nicht erwähnte. Ich hoffte nur das sich Alexis in diesem Gespräch nicht verplapperte und ich Jo schliesslich doch noch von der Mission des Citadel-Rats berichten musste, welche normalerweise längst fällig war. Wer weiss, vielleicht nahm der Rat ja exakt in diesem Moment Kontakt mit dem Commander auf und die STG war doch noch, wie es sein sollte, auf Virmire angekommen. Auch egal, hauptsache ich musste mich nicht erneut einmischen und konnte damit unnötigen Risiken ausweichen. Den Verlauf weitestgehend so bestehen lassen wie er ablaufen sollte. Was Einmischungen anrichteten konnten, dass mussten wir alle bereits schmerzhaft miterleben. Tali war da das beste und jüngste Beispiel. Nicht gerade die schönste Erfahrung und die Erste war es nun mal leider auch nicht. Damit ich meine gemischten Gedanken ordnen konnte, konzentrierte ich mich ab jetzt vollkommen auf die KI und vergass alles andere um mich herum. Nur so konnte ich sicherstellen, dass mir keine Fehler unterliefen und etwas Ablenkung tat mir auch gut. Der Weg nach Virmire ging immerhin noch gute 4 Tage. Viel Zeit für allerlei.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast