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Athos nebenbei

DrabbleAbenteuer, Freundschaft / P12
Athos
10.01.2015
11.01.2015
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10.01.2015 281
 
Athos Diener schlich in dessen Zimmer, die Mühe war umsonst, sein Herr schlief nicht. "Was hast du?", fragte er den Diener. "Verzeiht, ein Musketier steht unten. Herr de Tréville habe nach Athos, Porthos und Aramis befohlen."
   Der Musketier der hier keiner näheren Benennung bedarf, war als er es vernommen hatte, direkt zur Wohnung seines Regimentskameraden geeilt, um es zu übermitteln. Porthos und Aramis waren zu jener Zeit im Vorzimmer von Hernn de Tréville gewesen und somit ohne Umschweife dessen Order in sein Zimmer gefolgt, wo sie zweifelsohne gerade mächtig zusammen gestaucht wurden.
  "Nun, dann will ich meine Kameraden nicht allein ihrem Unrecht aussetzen." Athos setze sich auf, nicht ohne dabei vor Schmerz zusammenzuzucken, aber er biss die Zähne zusammen, sein Ehrgefühl ließ ihm nichts anderes.
  "Bring meine Kleider!" Der Diener, der seinen Herren verehrte, wie es wenig andere taten, gleichzeitig aber ein distanziert freundschaftliches Verhältnis zu ihm pflegte, das von anderer Seite ebenso erwidert wurde, sprang davon, um die blaue, lederne Uniform seines Herren herbei zu schaffen.
   Unter unerträglich en Scherzen kleidete Athos sich an, nur beim Umlegen des Degengurtes bedurfte es der Hilfe des Dieners. Dann stieg er in die Stiefel, nahm unten den Hut vom Haken und verließ das Haus. Er hatte es nicht weit zur Garnison.
Aufrechten Ganges, stolz wie eh und jeh, aber doch blass und erschöpft, was er sich nicht anmerken zu lassen erlaubte, schritt er durch die Straßen. Immer noch von unvorstellbaren Schmerzen in der Schulter geplagt. Der Arzt, den seine Freunde ihm bestellt hatten, hatte absolute Bettruhe verordnet.
    Aber wenn der Hauptmann befahl, hatte man zu erscheinen.
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