Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Trooper

GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16
08.01.2015
08.01.2015
1
13.000
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
08.01.2015 13.000
 
TROOPER



Feldzug der Wilden Horde
Planet Traxx

Starker Regen gepaart mit einem kräftigen Unwetter, welches schon seit mehreren Tagen anhielt ohne auch nur eine Spur nachlassen zu wollen, peitschte wild auf das Lager des 5. Horde Invader Core - kurz genannt 5.HIC - ein, und geißelte Zelt und Ausrüstung bis zum Äußersten. Und auch die Truppenmoral hatte etwas gelitten, seit der Regen begonnen hatte.
Das 5.HIC hatte den Auftrag erhalten, die gesamte nördliche Bergregion, die man hier Ar nannte, unter Kontrolle zu bringen und diese natürlich auch zu behalten. Ein schweres unterfangen, da dieser Planet welcher unter dem Namen Traxx bekannt war, feindseliger für Mann und Maschine nicht sein konnte. Traxx war eine Mischwelt aus Dschungel, Berge und noch mehr Dschungel, in dem es sehr oft regnete oder sogar Nebel gab, der sich stellenweise so zusammen zog, das die Sicht auf wenige Meter verringert wurde, und sich an den Ausrüstungen sogar Tautropfen bildeten.
Die Temperatur war auch nicht viel umgänglicher, denn sie lag oftmals bei Plus 40 Grad oder sank rapide auf Plus 3 Grad ab - was meist nachts geschah. In den Bergregionen konnten sogar Minusgrade bis - 15 Grad erreicht werden, und eine Schneeschicht gab es noch oben drauf.
Was wollte die Horde also von solch einem ungastlichen Felsblock ? Waren es die Einheimischen Bewohner, welche man als perfekte Arbeiter oder Sklaven auf Märkten verkaufen oder in eigene Fabriken stecken wollte, oder gab es etwas anderes, das eine Eroberung und den Materialeinsatz rechtfertigen könnte ? Keiner der Trooper wusste etwas darüber, nur das diese Welt alsbald zur Wilden Horde gehören sollte.
Seit Wochen abkommandiert, zu Fuß in Richtung Ar Gebirge in Marsch gesetzt, wartete man noch immer auf die Information, weshalb sie überhaupt hier waren. Die Trooper waren nicht alle Maschinen, die inzwischen als Massenware in Fabriken gebaut wurden. Viele, sogar fast 80 Prozent der Truppe hier bestand aus lebenden Soldaten, die man in Rüstungen gepfercht hatte, die nahezu identisch waren mit der Schutzhülle der maschinellen Trooper. Und diese waren nun wirklich nicht für Komfort ausgelegt - gerade unter diesen extremen Bedingungen. Nachts frierte die Truppe so sehr, das man befürchtete, mehr Verluste durch Kälte und Krankheiten hinnehmen zu müssen, als durch Kämpfe gegen das ansässige Volk - die Kul -, während sich an heißen und schwülen Tagen viele Soldaten bis zum Zusammenbruch in den Rüstungen ab schwitzten und es zudem auch noch verboten war, während der Dienstzeit die Helme abzunehmen. Zudem mussten sie noch schweres Gerät und ihre Ausrüstung mitschleppen.
Transportfahrzeuge gab es noch keine - jedenfalls hatte man ihnen gesagt, sie würden nachgeschickt werden. Aber diese Information war schon längst veraltet, und so blieb dem 5.HIC nichts anderes übrig, als sich zu Fuß durch den Klüsterdschungel zu kämpfen.
Der Commander, ein menschlicher Krieger von stattlicher Figur, kannte kein Erbarmen mit den kümmerlichen Soldaten. Sein Stolz galt allein den Maschinellen Trooper, welche ohne Anstrengungen die festgelegte Tagesroute schaffen konnten, während die anderen Soldaten ständig von den Fieldcommanders angetrieben werden mussten. Welch ein Elend, sich wie Jemand fühlen zu müssen, der unfreiwillig für die Horde arbeitete. Man wurde geschubst und angebrüllt - man solle gefälligst mehr Achtung und Elan der Horde gegenüber bringen und keine Schwäche zeigen. Überall konnten die Kul lauern, und wenn die sehen würden, wie die Horde hier mühsam, ja fast gebrechlich durch den Dschungel kroch, klang das gerade nach einer Einladung für einen Überfall.
Dennoch waren die Soldaten froh, zur Horde zu gehören, anstatt gegen sie kämpfen zu müssen. Die Verpflegung war zwar Mist, aber der Einfluss den man als Hordetrooper hatte, war enorm. Man konnte sich quasi alles erlauben was schlecht für andere war, die Horde stärken und Angst verbreiten würde. Im Grunde konnte man der Teufel persönlich sein, wenn man nicht gerade selber einem Feldzug beiwohnte, in dem man von fiesen Vorgesetzten gepeinigt dazu verdammt war, alles von A nach B zu schleppen, um D zu erobern - wenn man nicht zuvor schon bei C von den Strapazen jämmerlich verreckt war.
" Kommt zur Horde ! ", hatte man gesagt. " Kommt zur Horde und genießt die Freiheit ! ", hatte man auch gesagt.
Man genoss höchstens die Freiheit, für irgendeinen wichtigen Oberboss andere Völker zu erobern, und dabei nur das tun zu dürfen, was man befohlen bekam.
Morik war einer dieser " Freien Trooper ", welcher hier andauernd von einer Troopereinheit geschubst und angetrieben wurde - er möge die Zeltbahn doch gefälligst aufrechter schleppen und ja im Gleichschritt bleiben.
** Ha ! Gleichschritt ! **, dachte Morik. Über Wurzeln, Löcher und durch Lianen und Buschwerk, welches nur spärlich weggesäbelt wurde, weil ein verrückter Commander der Meinung war, das zwei Trooper völlig ausreichten den Weg frei zu machen.
** Welch Ironie des Schicksals, das gerade ich hier gelandet bin. So ein Mist. Und gerade bei mir marschiert einer der leicht bepackten Feldherren - Mist verdammter ... ! **, knurrte Morik in Gedanken.
So marschierte der Trupp noch eine geschlagene Stunde bis man endlich den nächsten Wegpunkt erreicht und das Nachtlager aufgeschlagen hatte, in dem man nun im Siff von Sturm und Regen versuchte, einigermaßen trocken zu bleiben.


Morik hatte schlecht geschlafen. Im Grunde hatte er gar nicht geschlafen, denn erst früh am Morgen war er in den Schlaf gefallen, als der Sturm endlich mal etwas nach ließ und der Regen nur noch leicht gegen die Zeltwand prasselte. Doch viel Zeit war Morik nicht gegönnt um sich zu erholen, da der Commander beschlossen hatte, heute etwas früher als geplant aufzubrechen, da vom Wettermeldegerät ein weiterer Sturm gemeldet wurde. Vermutlich aber war es immer noch der selbe Sturm.
Morik hatte das Gefühl gerade erst eingeschlafen zu sein, als eine unangenehme Tonwelle seine Ohren angriff, und ihn in die harte Realität seines Hierseins zurück holte.
" AUF DIE BEINE IHR FAULES PACK ! NEHMT EUCH EIN BEISPIEL AN EUREN MASCHINELLEN FREUNDEN - DIE SIND IMMER AUF ZACK ! LOS JETZT; MARSCH MARSCH ! ", brüllte Manthor, der Commander des 5.HIC und Geißel allen gesunden Verstandes und noch vorhandener Nerven. Wenn man es so wollte, war Manthor ein irrer Verrückter, der nicht nur im Kampf gern durchdrehte - was sein Sprachorgan nur zu gern und auch zu oft bewies.
" Gin, steh auf, Manthor brüllt schon wieder rum ! ", gähnte Morik, welcher seinen Nebenmann und besten Kumpel müde wachrüttelte.
" W-was ? Ist es schon Zeit für den Aufbruch ?, fragte Gin ebenfalls müde und noch nicht ganz bei Sinnen, war er doch zur Nachtwache eingeteilt gewesen, und hatte sich auf wenigstens zwei Stunden Schlaf gefreut, welche nun auf lächerliche 20 Minuten gekürzt wurden. Morik fluchte etwas und Gin knurrte mürrisch als er sich nochmals strecken wollte.
" Beeil dich Gin. Zieh deine Rüstung an und dann geschwind vortreten, sonst bekommst du nen persönlichen Morgengruß von unserem irren Führer ! "
" Ja ja, ich mach ja schon ! ", antwortete Gin, welcher plötzlich hell wach war und vermutlich alle Rekorde im in die Rüstung springen brach.
Nur fünf Minuten später standen alle Trooper und Troopersoldaten in drei Reihen am Sammelplatz und warteten nun gemeinsam auf das tägliche Gebrüll Manthors, den alle Soldaten unter sich nur den Verrückten oder Irren nannten, wenn gerade kein vorgesetzter oder maschineller Trooper in der Nähe war, der etwas hätte verraten können. Dann würden sicher einige Zungen für immer schweigen.
" Bin mal gespannt womit der uns jetzt wieder nervt ! ", sagte Gin leise zu Morik, doch ein Trooper hatte ihn wohl trotzdem gehört.
" He, sei still, Soldat ! Oder willst du vortreten ? Wenn du was zu sagen hast, dann tritt hervor und teil es allen mit, ansonsten schweig und die Augen gerade aus ! ", brummte ihn der Trooper an, und zu Gins Pech war Manthor auch schon aus dem Zelt hervorgetreten, und hatte die Zurechtweisung des Troopers mitbekommen, sah genervt zu Gin hinüber, aber beließ es bei einem tödlichen Blick und kümmerte sich nicht weiter darum.
** Verdammt, das war mehr als verdammt knapp ! **, dachte Gin und fing an zu schwitzen.
" RUHE HIER VERDAMMT NOCHMAL ! ", brüllte Manthor plötzlich und traf beim "...nochmal ", des letzten Wortes schon das hohe C in der Tonleiter, so das nicht mehr viel fehlte um keinen Ton mehr hervorzubringen, was sicher sehr vielen Soldaten gut getan hätte. Dennoch saß der Schrei wie ein Stromstoß in den Knochen der Soldaten und alle waren hell wach und standen so stramm und still als wären sie aus Marmor gehauen und hier aufgestellt worden.
Manthor blickte sich kurz zufrieden um.
" Neue Befehle für uns. Späher haben ein Dorf hier in der Nähe ausgemacht, und tja, dreimal dürft ihr raten, wer den Spaß hat, das Kulnest auszuräuchern ! ", sprach der Irre etwas ruhiger, doch alle wussten was jetzt folgen musste.
" WIR DAS 5.HIC - SIE ! ", riefen alle im Chor und verstummten sofort wieder.
" Sehr gut Männer. Heute wird es endlich mal wieder heiß hergehen. Im Dorf soll es sogar einige leichte Transportmittel geben, was uns den Marsch ins Zielgebiet - dem Ar Gebirge - deutlich erleichtern wird, vor allem euch Soldaten ! In 10 Minuten brechen wir auf. Solange habt ihr Zeit das Lager restlos aufzulösen, eure Sachen zu verstauen und in zwei Reihen wieder hier angetreten zu sein. HABT IHR DAS VERSTANDÄÄÄN ? ", kreischte Manthor förmlich und traf wieder das Hohe C, welches ihn schon fast lächerlich machte, nur lachte Niemand, denn keiner würde es wagen, wollte er noch weiterleben - oder zumindest nicht als Krüppel hinterher kriechen müssen.
Wie von einer Wespe gestochen löste sich die Versammlung auf und alle versuchten schnellstens das Lager abzubauen.
Wie immer brauchte der gesamte Trupp fast doppelt solange wie es die Zeitvorgabe erlaubte. Die letzten 7 Minuten hatte Manthor allerdings etwas abseits im Dschungel gestanden und seinen Zorn über die Unfähigkeit in der freien Natur quasi ausgekotzt, kam dann etwas schnaufend zur marschbereiten Truppe und befahl dann leise, kaum hörbar, den Abmarsch, nahm seine Feldflasche und trank etwas von dem enthaltenen Inhalt, etwas, was man unter dem Namen Meuchelblut kannte. Niemand sonst würde von dem Teufelszeug trinken, denn alle die es kannten, wussten das es flüssiger Tod war. Und so manch einer der Soldaten hoffte, das der Irre einestages so durchdrehen würde, das er die Flasche auf einen Zug leeren würde, um dann jämmerlich vor seiner Truppe zu verrecken.
Mühsam setzte sich das 5.HIC nun in Bewegung und stolperte wieder durch den dichten Dschungel, doch dieses mal motivierter als sonst, da das Ziel ein Dorf der Feinde war.


Nach gut drei Stunden Fußmarsch näherten sich die Trooper dem Dorf der Kul. Ein kleines Gefechtslager wurde errichtet um die Ausrüstung sicher zu lagern, und ein kleiner Teil der Truppe blieb dort zurück, um auf diese aufzupassen. Der Rest schlich vorsichtig durch die dichten Pflanzengewächse zum Dorf hinüber.
Ein vorausgeschickter Späher meldete nur eine leichte Verteidigung, weshalb Manthor sich für einen schnellen Frontalangriff entschied, und die morgendliche Stille, die noch im Dorf herrschte, mit seinem wilden Kriegsgebrüll zerriss, und selbst die eigenen Truppen wie von Wespen gestochen panisch zusammenzuckten und darauf plötzlich lauthals losstürmten.
** Wieso zum Teufel hatte ich das Pech, wiedermal genau neben Manthor stehen zu dürfen ? **, dachte Morik und rannte los. Trotz Helm piepste sein linkes Ohr von dem Gebrüll.
Im Dorf ertönten Alarmrufe. Eine Salve Laser klaffte neben Morik in den Buschwald, warf Erde und Grünzeug in die Luft, was Morik aber nicht weiter störte, da er komplett eingepackt in der Rüstung vor solchen Dingen bestens abgeschirmt war. Das einzig Gute an der Rüstung.
Die ersten Trooper schossen schon zurück, zündeten einen der Wachtürme mit mehreren Lasersalven wie eine Holzfackel an, bis die leichte Konstruktion kurz darauf umstürzte und auf eine Hütte krachte und diese schnell entflammte. Die darin versteckten Bewohner wurden schnell samt Hütte in ein Flammenmeer verwandelt und rannten kriechend umher um nach einem Ausgang zu suchen - sie fanden ihn nicht und verbrannten.
" GIN - HIERHER ! ", rief Morik zu seinem Freund, der sich gerade mühsam aus einer Schlingpflanze befreite, in die er unglücklicher weise direkt hineingelaufen war. Ein kräftiger Ruck und er war frei.
" Bin schon da ! Los, lass uns ins Dorf stürmen, bevor für uns keiner mehr übrig ist, hehe ! " " Ja, schnell. Es sind nur wenige Soldaten hier, die misten sind wohl nur gewöhnliche Bauern. "
Wieder preschten einige Lasersalven an den Beiden vorbei und eine traf Gin an der Schulter, doch mehr als ein schwarzer Fleck blieb nicht von dem Geschoss zurück. Ein wenig konnte diese Rüstung tatsächlich aushalten ehe sie nachgeben würde.
Moriks gute Augen fanden den Schützen sofort. Er legte seinen Stab an und feuerte mit maximaler Power, traf genau zwischen Brust und Bauch, durchschoss sein Opfer, welches lautlos nach hinten kippte und reglos liegen blieb.
" Treffer ! " " Gut gemacht, Morik. Ein Meisterschuss ! Du hättest das Zeug zum Scharfschützen ! ", gratulierte Gin seinem Kumpel. Morik hob die Schultern, auch wenn man es anhand der Rüstung kaum sah.
" Wahrscheinlich würde man mich eher zum Späher degradieren. Hüte dich davor, meine guten Augen zu erwähnen, sonst muss ich mir das Zelt demnächst tatsächlich mit einem dieser Spähtrooper teilen - oder noch schlimmer ! ", meinte Morik, und lukte m eine der Hütten, an die sie heran gelaufen waren. Er konnte keine Gefahr erkennen.
" Du meinst, sie könnten dich in ein Loch stecken, mit diesen komischen Monstern die Stielaugen und Segelohren haben ? ", fragte Gin. Morik lachte. " Ja, genau. Ich traf mal einen dieser üblen Gesellen. Sein Name war Mantenna - oder so ähnlich. Er hatte das Glück, bei einem Kämpfer namens Keldor unterstellt zu werden. " " Keldor ? Von dem hab ich gehört. Er soll ein Schüler Hordaks sein und ihm direkt unterstellt in der Fright Zone dienen. Ein unheimlicher Ort. "
So schnell der Kampf begonnen hatte, so schnell war er offenbar auch schon zu ende. Gin und Morik verließen ihre Deckung und begaben sich zu den anderen Trooper. Enttäuscht über dieses lächerliche Scharmützel ließ Manthor die Truppe am Dorfplatz antreten. Es gab dieses mal leider keine Überlebenden zum foltern, was Manthor einerseits begrüßtem, aber dennoch bedauerte. Dafür gab es auch keine Verluste unter den Trooper. Dennoch war der Irre unzufrieden mit der Leistung, pöbelte einige Minuten in den verschiedensten Tonlagen und Lautstärken rum, ließ dann das was noch übrig war vom Dorf niederbrennen und mit den gestohlenen Transporttieren - hierzulande Gantuus genannt, die Ausrüstung vom Lagerplatz verstauen und den Marsch in Richtung Ar Gebirge fortsetzen.


Geschlagene 6 Stunden Fußmarsch musste die Truppe nun zurücklegen und für die Meisten war das eher eine Folter als ein Gefechtsmarsch. Für Manthor gab es jedoch keinen Grund direkt zur Mittagszeit schon einen Lagerplatz zu errichten, da die Soldaten ja nun weniger Kraft beim Marschieren aufwenden mussten, da die Gantuus ja alles an Ausrüstung schleppten, was sie nur tragen konnten. Jeder Soldat hatte also nur noch seine eigene Ausrüstung, Stab, Feldflasche und das Überlebensset zudem auch eine kleine Zeltbahn gehörte. Dennoch war man froh, als endlich eine zweistündige Rast eingelegt wurde.
" Morik, diese verdammte feuchte Dschungelhitze bringt mich irgendwann noch um ! ", sagte Gin, als er am nahegelegenen Fluss seine Feldflasche füllte.
" Tja, dieser Planet ist auch nichts weiter als ein Grab für arme Soldaten wie du und ich. Tagsüber heiß - nachts kalt, und dazwischen oder direkt dabei noch Sturm, Regen oder Nebel. Wenn es nicht regnet, schwitzt man sich nass, dafür kann man etwas sehen. Und wenn beides nicht vorkommt, dann ist es kalt und nebelig, und man sieht nichts. Und wenn wir erst in den Bergen sind, dann friert es uns den Rüstungshintern weg, weil es da zum Glück auch noch schneit. Traxx ist die Hölle ! ", erwiderte Morik und lehnte an einem Baum. " Und wir zwei mittendrin, und den Teufel persönlich als Heerführer, hahaha ! "
" Wenn man vom Teufel spricht, da brüllt er auch schon wieder ! ", seufzte Morik, füllte ebenfalls noch schnell seine Feldflasche nach und begab sich dann mit Gin zurück zum Lager.
Manthor hatte wieder seine fünf Minuten. Einer der Soldaten hatte etwas verloren und musste nun vor allen anderen eine mächtige - vor allem laute - Standpauke hinnehmen. Und als der Irre sah, das Gin und Morik selbst noch nicht angetreten, sondern wohl am Fluss gewesen waren, durften die Beiden sich bei ihrer Ankunft im Lager gleich dazugesellen.
" IHR UNFÄHIGEN TROOPER ! So was gibt es in der Horde - UND DAS KANN ich nicht länger dulden ! Ab sofort, wird jeder, JEDER DER ETWAS VERLIERT ODER sich ohne Befehl vom Lager entFERNNN-T, vor allen anderen hingerichtet, oder im Falle eines maschinellen Troopers demontiert werden. HABEN DAS ALLE VERSTANDÄÄÄÄN ? ", brüllte Manthor wieder in reichlich abwechselnden Ton und Lautstärken das einem übel wurde, wenn man direkt vor ihm stand.
" JA SIR ! ", brüllte das 5.HIC im Chor und salutierte dabei.
Manthor war zufrieden. Er grinste und gab den Befehl weiter zu machen und begab sich in sein Zelt, nahm dann einen kräftigen Schluck Meuchelblut und kotzte sich wieder für sich selbst aus.
** Na besten dank auch ! **, dachte Morik genervt. Einen besseren Ort für einen Hordesoldaten gab es nun wohl wirklich nicht mehr.
Plötzlich ein Pfeifen. Zuerst wusste keiner woher oder was es war, und auch Manthor stürmte augenblicklich mit finsterer Mine aus dem Zelt hervor und seine Augen suchten bereits nach dem Spaßvogel, der hier pfeifend gute Laune verbreiteten wollte, merkte aber schnell das es keiner der Truppe war.
" IN DECKUNG IHR EINFALLSPINSEL ! ", rief Manthor und schon krachte eine Geschoss mitten ins Lager und ließ Erde und Gestrüb regnen.
" Achtung - Kul Überfall ! ", rief einer der Trooper. In aller Eile bewaffnete man sich und suchte nach guter Deckung. Einige Kulsoldaten kamen aus dem Gebüsch hervor, feuerten wild auf die Zelte oder griffen direkt die Trooper an. Einige waren mit scharfen Klingen und spitzen Speeren bewaffnet, welche sogar die Rüstungen der Trooper durchschlagen konnten.
" Feuert aus allen Rohren - HIIJAAAAAA ! ", brüllte Kantris, ein etwas eigenmächtiger Soldat, der dennoch immer alles machte was man ihm sagte, nur um schnell an eine Führungsposition zu kommen, und feuerte dabei mit Zwei Stäben im rasanten Tempo blind in den Dschungel - bekämpfte er doch bloß Baum, Pflanze und Gebüsch, doch davon bekam er gar nichts mit.
Drei Kulkämpfer mit Schwertern liefen nun auf den Verrückten zu,welcher ebenfalls eine Klinge hatte, welche er elegant zog und den ersten Kul sofort den Bauch aufschlitzte, als dieser nah genug herangekommen war. Den Zweiten musste Manthor schnell abwehren, und fast hätte es ihm einen Arm gekostet, und der Dritte war auch schon da, schmeckte aber sogleich das Profil seines Stiefels mit echtem Kabuleder aus der Provence irgendeines Wiesenplaneten voller merkwürdiger Wesen die immer " Määäh Määhh " machten, während er mit dem Zweiten ein kurzes Gefecht hinlegte, den Kul dann aber in zwei Teile trennte und ebenso elegant und auch hochnäsig die Klinge wieder wegsteckte, so als wäre nichts gewesen.
Wieder kamen einige Geschosse von weiter Weg zum Lager. Eines riss gleich drei Trooper weg, davon einer ein Soldat namens Blobb - einer um den es nicht schade war, dachte Gin, der es mit ansehen durfte, da dieser eh nur nach Kot roch.
" HAHA, Morik, den Stinker hats erwischt ! ", lachte Gin darauf hin. " Um so besser. Der Kerl war einfach zu faul seine Notdurft im Dschungel zu verrichten ! ", erwiderte Morik grinsend und erledigte schnell zwei weitere Kul.
Erde und Gestrüb spritzten wieder hoch und verteilten sich, während Blätter und Äste von den Baumkronen regneten.
" Wir müssen diese verdammte Artillerie irgendwie platt machen ! ", rief Lat, ein weiterer Soldat.
" Wir drei erledigen das. LOS, anhand der Einschlagswinkel muss diese etwa 500 Meter in westlicher Richtung stehen ! ", meinte Morik und Gin und Lat nickten zustimmend.
Gin und Lat hielten vorerst ihre Positionen, während Morik sich das OK vom Irren geben ließ, zusammen mit zwei weiteren Trooper die beiden dann abholte und etwas abseits in den Dschungel führte. Ungern ließ man seine Kameraden zurück, aber die Artillerie war wichtig, wollte man später unbeschwert weitermarschieren, ohne das einem irgendwelche Geschosse zwischen den Büschen nachjagten.


Während das 5.HIC sich mit aller Macht dem Kul Überfall zur Wehr setzte, schlichen Morik, Gin, Lat und die beiden Trooper die noch zusätzlich unterstellt wurden, quer durch den Dschungel in die Richtung, wo man die feindliche Geschützstellung vermutete. Sie kamen erstaunlich schnell voran, da es hier offensichtlich so etwas wie einen Trampelpfad gab und sie deshalb nur wenige Minuten brauchten um tatsächlich bis zum Lager des Feindes vorzustoßen. Jetzt kauerte der kleine Infiltrationstrupp in einem dichten Buschwerk und beobachtete das Geschehen.
Regenwolken zogen auf und verdunkelten innerhalb weniger Minuten den Himmel. Morik hielt es für besser, abzuwarten bis es regnen würde, weil sich dann sicherlich einige der Kul in ihre Hütten zurückziehen oder sich andere Unterstellmöglichkeiten suchen würden.
Platzregen setzte kurz darauf ein und man hatte förmlich das Gefühl durch die Luft schwimmen zu können. Bereits nach kurzer Zeit waren die ersten Gruben und Senken mit reichlich Wasser gefüllt und der Boden hatte sich in eine matschige Landschaft verwandelt, als Morik den Ansturm befehlte.
Die beiden Trooper würden die Hütten unter Feuer nehmen, um die Kul abzulenken. Gin würde sich einige Meter weiter dem Dorftor nähern und die dortigen Wachposten beschäftigen, während Lat zusammen mit Morik das gigantische Mörsergeschütz vernichten würde.
Die Kul hatten nicht damit gerechnet hier im Dorf überfallen zu werden, da der Gegner mitten im Dschungel steckte. Deshalb gab es auch nur wenige bewaffnete Krieger die zurückfeuern konnten.
Gin hatte ebenfalls leichtes Spiel. Den ersten Torwächter schoss er mühelos über den Haufen, während der Zweite verdattert aus dem Fenster schaute und zu begreifen versuchte, was geschah und was er dort sah. Das letzte Bild in seinem Leben was sah, war ein roter Energiestrahler der auf ihn zuhielt und sein Gesicht zerfetzte. ** Das waren die ersten Zwei ! **, dachte Gin und feuerte nun auf die Palisaden, da dort noch weitere Kul in Stellung gingen und versuchten, den Trooper mit Pfeil und Bogen auszuschalten.
Die beiden anderen Troopereinheiten hatten weniger Glück. Zwar schafften sie es fünf Kul zu eliminieren, wurden sie dann jedoch selbst hinterrücks überfallen und von Speeren durchbohrt. Danach rollten ihre Köpfe und zwei starke Kulkrieger brüllten ihren Sieg heraus.
Morik und Lat mussten sich im Laufschritt unter Laserfeuer, das von einem versteckten Geschütz kam, zum Mörser durchschlagen. Der verdammte Regen war nicht nur ein Segen gewesen, denn er verhinderte auch, das sie das Geschütz genau erkennen und gezielt zerstören konnten. Also blieb ihnen nur ausweichen, in Deckung bleiben und durchzuhalten.
Dann erreichten sie tatsächlich unverletzt den Mörser, schalteten die drei Soldaten aus, die das Gerät bedienten und übernahmen selbst die Kontrolle. Sie änderten den Abschusswinkel und die Ladekapazität wurde auf Maximum geschaltet. Lat belud dann den Mörser mit 12 Sprengkapseln und Morik stellte den Zünder auf eine Minute ein.
Jetzt mussten sie den Spießrutenlauf wiederholen, denn kaum ein paar Meter zurück, kamen sie dem Geschütz wieder vors Visier und erneut folgte ein Laserhagel. Mehr springend und krabbelnd liefen sie kurz darauf zurück in den Dschungel, während die Lasersalven immer näher kamen und sicher bald treffen würden. Dann hörte Morik einen Schrei und blickte sich kurz um, und sah wie Lat in einer Feuerfontäne schwer getroffen zu Boden ging. ** Mist, den hats erwischt. Hölle und Pest - wir werden hier noch alle verrecken ! **, knurrte Morik in Gedanken, und lief endlich der Geschützreichweite davon und verschanzte sich zwischen einigen Büschen um zu beobachten, wie der Mörser sich schließlich selbst vernichten würde.
Der Boden bebte, als der Mörser die Maximalladung von 12 Kapseln geradewegs in den Himmel feuerte, und kurz darauf bebte der Boden erneut, als die Kapseln wieder zu Boden fielen, den Mörser und einige umher stehende Hütten sprengten, und das Dorf trotz Regen kurzfristig in ein Flammenmeer verwandelten. " Ja, das hat gesessen, ihr Dschungelhunde ! ", grinste Morik und lief dann in die Nähe von Gin, und gab ihm per Zeichen den Rückzugsbefehl.
Gemeinsam liefen sie dann mit gutem Gewissen das 5.HIC vor schweren Verlusten bewahrt zu haben, zurück zum Lager.


Leicht dezimiert marschierte das 5.HIC wenig später weiter in Richtung Ar Gebirge. Einige der Gantuus hatte es erwischt, und so musste einiges an Ausrüstung, welche die Sprengkapseln überstanden hatte, wieder auf die Trooper umgesattelt werden. Dennoch war Morik zufrieden. Der Irre Heerführer war es wohl ebenfalls gewesen, hatte er Morik doch zum Captain 2.Grades befördert und ihm zudem eine persönliche Leibgarde unterstellt. Zehn Mann kommandierte Morik jetzt unter seinen Stiefeln, und er hatte zudem darauf bestanden, das Gin einer dieser Zehn sein sollte. Er war als Stellvertreter für Morik gedacht. Unzufrieden hatte Manthor grunzend zugestimmt, mahnte Morik aber, das er es nicht übertreiben sollte, was seinen neuen Rang betraf. Danach ließ Manthor zusammenpacken was noch gebrauchsfähig war und den Marsch fortsetzen.
Stundenlang marschierten sie durch den Dschungel, und der Marsch wurde allmählich mühseliger, da der Dschungel bereits an den ersten Ausläufern der Berge leicht steiler wurde. Zudem kamen am Abend auch noch die ersten Nebelschwaden auf, und die Sicht verschlechterte sich innerhalb der nächsten zwei Stunden so stark, das ein weiteres Vorankommen nahezu unmöglich war. Und so schlug man erneut ein Lager auf und die Soldaten stellten sich auf eine kalte und feuchte Nacht ein. 73 Mann des 5.HIC lebten noch. 100 Mann waren es gewesen, und es waren nur wenige Tage und Stunden gewesen, die sie mit den Kul im Gefecht gestanden hatten. Morik dachte sich, das, wenn es so weitergehen würde, sie den nächsten Monat sicher nicht überleben würden. Außerdem würde es sicher noch ein paar Tage dauern, ehe sie die höheren Bergbereiche erreichen würden.
** Was zur Höllen wollen wir dort oben in dem Schneechaos eigentlich ? Wozu sind wir überhaupt auf dieser Felskugel und kämpfen gegen Kul Buschmänner und andere Söldner, die die Kul mit der nötigen Technik versorgen, damit wir Hordetrooper hier nicht ohne Verluste einen Feldzug abhalten würden. Horde Prime würde sicher kaum wegen eines Haufens Grünzeug in die Schlacht ziehen, also muss es hier etwas geben, was von großer Wichtigkeit für die Horde ist. Es nervt mich, nicht zu wissen, warum ich hier verdammt nochmal mein Leben aufs Spiel setze ! **, dachte Morik nach, während er im Zelt lag und in die Dunkelheit starrte. Eine Weile grübelte er noch, dann schlief er jedoch ein.
Mitten in der Nacht wurde er dann wieder unsanft geweckt, als einige der Gantuus plötzlich durchdrehten, Reißaus nahmen, und unglücklicherweise den Weg durch Moriks und Gins Zelt nahm.
" Verfluchter Dreck - was ist hier los ? ", fragte Morik und sah sich suchend nach einer Erklärung um.
Laserfeuer war zu vernehmen und deren Blitze durchzuckten die nächtlichen Nebelschwaden. Nahezu blind feuerten die ersten Trooper zurück in den umliegenden Dschungel. Ein Überfall.
" Nicht schon wieder diese Brut ! ", knurrte Gin und rappelte sich auf, nachdem er sich mühsam unter den Zelttrümmern hervor gekämpft hatte.
" VERDAMMTE KULBRUT ! ", brüllte einer der Trooper und feuerte mit einem schweren Stab in den Dschungel und erleuchtete den Nebel rötlich, als das Geschoss einen halben Baum weg brannte und der Schreie nach auch einige Kul erwischte.
" Die Kul waren uns gefolgt und ließen die Gantuus los - oder zumindest einige von ihnen, und griffen dann selbst an. ", informierte einer der Trooper seinen neuen Captain. Morik nickte.
" Also gut. Drei Mann nehmen dort zwischen den Bäumen Stellung und nehmen die Westseite des Dschungels vor dem Lager unter Dauerfeuer. Der Rest kommt mit mir. Wir machen einen Ausfall an der Südseite und greifen dann die Kul an der Ostseite von der Flanke her an. Das wird eine hübsche Überraschung für die Bastarde ! ", ordnete Morik.
" JAWOHL, SIR ! ", salutierten die Trooper lautstark im Chor und dann ging es auch schon los. Die drei Soldaten hatten sich mit einem Schnellfeuer-Werferstab bewaffnet, eine etwas klobige Geschützstellung, und mähten nun Buschwerk und Gestrüb an der Westfront des Lagers mit einem Hagel aus roter Laserenergie nieder.
Morik stürmte derweil mit dem Rest der Leibgarde aus dem Lager. Manthor hatte nicht mitbekommen, was sie besprochen hatten, und glaubte an eine feige Flucht, als er die Soldaten rennen sah, doch musste dann eingestehen, das der Fluchtversuch, welcher sich als Ausfall entpuppte, lediglich dazu diente, das Hauptfeuer der Kul verstummen zu lassen, weil der angebliche Flüchtlingstrupp den vollkommen überraschten Kulkriegern in die Flanke lief und einen nach den anderen aufrieben. Die Kul waren gewiss keine Krieger mit großer strategischer Planung. Gern kamen sie in Gruppen und stürmten einfach drauf los, aber achteten dann weder auf Rückendeckung oder Flankenschutz - wichtig war ihnen nur das Ziel schnellstens auszuschalten. ** Dumme Buschmänner ! **, dachte Gin grinsend. ** Gegen uns seid ihr machtlos ! **
Die Kul merkten schnell das sie hier nichts mehr ausrichten würden, und der Kriegertrupp zog sich zurück.
Den Sieg in die Nacht jubelnd kehrte Morik mit seiner Truppe - ohne Verlustmeldung - wieder zum Lagerplatz zurück und wurde knurrend sogleich vom Verrückten in Empfang genommen.
" Wäää, warum zum Teufel hab ich dich nicht gleich zum Captain ernannt ? Das Nächste mal aber will ich gefälligst vorher informiert werden, wenn du etwas planst. Aber es war gute Arbeit. Du hast den Angriff erfolgreich abwehren können und sollst belohnt werden ! "
Morik konnte es kaum glauben. Der Irre sprach zur Abwechslung mal ohne Singsangtöne und in normaler Lautstärke. Und noch größer wurde seine Freude, als man seinen alten Stab durch einen moderneren ersetzte. Einem Stab den sonst nur die maschinellen Trooper trugen. Er war länglicher und aus rotem Material gefertigt, und an dessen Spitze befand sich so etwas wie ein kleiner Drachen oder eine Art Fledermaus - vermutlich eine Mischung.
** Super. Endlich mehr Feuerkraft und zugleich auch eine gute Nahkampfwaffe, sollte mir einer dieser Kulkrieger etwas zu nahe kommen ! **
" Vielen dank, mein Lord ! ", sagte Morik und salutierte.
" Wegtreten, Soldat ! ", befahl Manthor und begab sich dann wieder in sein Zelt, lachte zufrieden und nahm wieder einige Schluck aus seiner Feldflasche mit diesem Gift namens Meuchelblut, und kotzte sich ein paar Minuten später wieder so richtig aus, als man ihm die Verlustmeldung der Gantuus und einiger Gegenstände sowie einiger Trooper überbrachte.
** Wie immer. Gift saufen, schlechte Nachrichten erhalten, auskotzen und motzen ! Dann kann der nächste Morgen ja kommen ! **, dachte Morik, und begab sich zu dem, was mal sein und Gins Zelt gewesen war.
Beide kratzten sich am Kopf, als sich darüber nachdachten, wie sie das wieder zurecht flicken sollten.


Der nächste Tag begann zur Abwechslung mal mit einem wolkenlosen Himmel, dafür stieg die Temperatur auch auf über vierzig Grad, und mit der dazugehörigen Luftfeuchtigkeit war das ein beinahe tödliches Wetter für den Marsch. Während die maschinellen Trooper sich vollkommen normal fortbewegten, schlurften die lebenden Soldaten eher und ächzten und stöhnten was das Zeug hielt. Sie tranken öfters aus ihren Feldflaschen, und wenn hier in der Nähe keine Wasserquelle zu finden wäre, dann würde etwa die Hälfte des verbliebenen 5.HIC's am Fuße der Berge im Dschungel verdursten.
Manthor ging vorweg mit dem Kommandotrooper KT-001, den er einfach Kat-One nannte, und grummelte unzufrieden über die Soldaten, die den ganzen Zeitplan gefährdeten.
" Ein Glück das Hordak angeordnet hatte, keine Freiwilligen oder einfache Soldaten dem Trooperstaab zuzuteilen. Bald würde es nur noch maschinelle Trooper geben, mit neuen verstärkten Rüstungen - passend zu den verbesserten Waffen. Verdammte unfähige Bande, meinst du nicht auch, Kat-One ? ", fragte Manthor seinen stillen Begleiter, welcher sich kurz umsah und mit einem, man könnte es einen maschinellen Grunzlaut nennen, nickend antwortete. Der Irre grinste zufrieden und ließ dann ein paar der Trooper für mehr Geschwindigkeit sorgen.
Nach einer Weile lichtete sich der Dschungel etwas, und die zwei vorausgeschickten Späher kamen geschwind zurück und machten Meldung.
Manthor beriet sich kurz mit ihnen, dann ließ er die Ausrüstungen ablegen und die Mannschaft antreten und marschierte vor ihnen auf und ab.
" Hört mir zu, Trooper. Vor uns befindet sich ein größeres Lager der Kul Söldner, die uns hier das Ganze erheblich erschweren, weil Buschmänner ja nicht einfach so Laserkanonen herstellen können - ihr wisst ja was ich meine ? GUT !
Nun denn, WIR werden das LAAAAGER dem ERDBODEN gleich machen und jeden Söldner, wer es auch sein mag, hier im Dschungel das Licht ausknipsen. Da sie nicht mit uns rechnen, werden wir mit aller Feuerkraft die uns noch geblieben ist, einen Frontalangriff starten und alles niedermähen was sich uns in den Weg stellt. "
" Aber Sir, wir sind gerade mal noch 64 Mann seit dem letzten Überfall vergangene Nacht. Wie sollen wir ein mit deutlich mehr Söldnern und besserer Ausrüstung vollgestopftes Lager erfolgreich angreifen ? ", fragte einer der Soldaten, was dem Irren ein hässliches Grinsen quer über sein noch viel hässlicheres Gesicht ziehen ließ.
" Warts nur ab, du jämmerlicher Trooper ! Verstärkung wurde bereits von mir über Funk angefordert, und wird hier in Kürze eintreffen und uns kurzfristig unterstützen. Den Rest machen wir dann alleine ! "
" Aye, Sir ! ", erwiderte der Trooper und salutierte hastig. Manthor knurrte.
" ALSO MÄNNER, SCHNAPPT EUCH ALLES WAS IHR BRAUCHT UM EIN LÄNGERES GEFECHT ZU ÜBERLEBEN ! IN 15 MINUTEN GREIFEN WIR AN ! ", brüllte der Irre plötzlich lauthals los, so das den Soldaten der Schall unter den Helmen um die Ohren flog.
Manthor nahm nach dieser Organanstrengung einen großen Schluck aus seiner Feldflasche, schüttelte sich und ging ein Stück zwischen die Büsche um sich dort erneut auszukotzen.


Fünfzehn Minuten später marschierten die restlichen 64 Mann des 5.HIC auf das Söldnerlager zu. Die Sicht lichtete sich schnell, so das man einen guten Überblick bekam. Viele seltsame Kreaturen waren dort zu sehen, schwerbewaffnet mit Lasergewehren und anderen Waffen. Auch einige Kul waren dort zu erkennen, beluden Gantuus mit allerlei Ausrüstung. Jetzt würde sich entscheiden, ob hier noch jemand das Ar Gebirge direkt zu Gesicht bekam, oder ob das 5.HIC hier komplett draufgehen würde. Morik führte eine eigene kleine Gruppe und hatte den Befehl erhalten, die linke Flanke zu sichern.
" Gin, dieses mal haben wir auch mal Glück. Wir sind es zur Abwechslung mal nicht, die in den dicksten Feindhaufen rein stürmen dürfen, sondern nur eine Deckungseinheit am Rande des feindlichen Lagers. Beste Überlebenschancen, würde ich mal so sagen ! "
" Du hast recht, Morik. Am besten nehmen wir uns zuerst die zwei Wachtürme dort vor und greifen dann den Gantuukonvoi an. Und wenn das erledigt ist nehmen wir alles unter Feuer was wir auf uns aufmerksam gemacht haben und hoffen, das diese Überlebenschancen Aussage ebenfalls überlebt ! ", antwortete Gin und hob den Daumen.
Morik grinste. " Gute Idee, Gin. Also Männer, ihr habt es gehört. Ihr Fünf nehmt euch den rechten Turm vor, der Rest feuert auf den linken. Vorwärts ! "
Weiter anschleichen konnten sich die Truppen Manthors nicht, da keine weiteren Büsche und Pflanzen mehr nahe des Lagers vorhanden waren.
Das störte Manthor nicht weiter. Alle würden jetzt auf sein Signal warten, bevor man angreifen würde, und er ließ sich Zeit. Geschlagene 10 Minuten wartete man jetzt schon, und die Gefahr entdeckt zu werden, stieg von Minute zu Minute bedrohlich an. Die Verstärkung ließ auf sich warten.
Plötzlich aber sahen die Kul und einige der Söldner erschrocken auf zum Himmel, und erblickten drei Flugmaschinen, die offensichtlich nicht zu ihnen gehörten. Eilig wurden Waffen und Geschütze gefechtsbereit gemacht.
** Tolle Überraschung - ein Luftangriff ! **, dachte Morik. Kurz, aber sicher effektiv genug um die Überlebenschancen deutlich zu erhöhen.
Schon donnerten die ersten Bomben und Lasersalven der Hordegleiter in das Lager, rissen einige Hütten und Palisaden nieder, während die Kul und die Söldner vergeblich mit allem in den Himmel feuerten, was ihnen zur Verfügung stand.
Jetzt gab auch Manthor sein erwartetes Signal an die Truppe und alles stürmte feuernd im Laufschritt los auf die verdutzt dreinblickenden Feinde. Noch eine Welle Bomben durchpflügte das Lager, dann zogen die Maschinen sich wieder zurück und nur das 5.HIC konnte jetzt noch Unheil stiften.
Einige Lasergeschosse und je ein schwerer Geschossbolzen pflückten die beiden Turmkanzeln auseinander, welche Moriks Gruppe als erstes Ziel im Visier hatte.
Danach nahm man sie wie besprochen die Gantuus vor, doch die Kulkrieger verteidigten ihre kostbare Fracht mit allem was sie hatten. Sie warfen sogar Sprengkapseln, Nebelkapseln und andere explosive oder rauchende Dinge, die den Trooper Sicht und auch Kampfkraft rauben sollte. Zum Teil sogar mit Erfolg.
" Verdammt - alles zugenebelt, ich kann kein Ziel erfassen ! ", rief einer der Trooper.
" Feuert alle blind in die Richtung der Gantuus ! Was soll da schon schiefgehen ? ", meinte Gin, und die Rohre der Stäbe fingen förmlich an zu glühen. Dauerfeuer erhitzte die Stäbe sehr schnell, da man noch keine verbesserten Kühlgeräte eingebaut hatte. Aber es würde schon irgendwie funktionieren, so dachte auch Morik, der aber kurz darauf mit Ladehemmungen zu kämpfen hatte, anstatt mit dem Feind. Und als der Nebel sich Sekunden später wieder verzog, fluchte Morik Wilde Horde Schimpfwörter, weil alle Salven einige Meter vor dem Lager nur den Boden zerkratert, aber nicht einen einzigen Gantuu oder Kul erwischt hatten. ** Na das fängt ja ganz gut an ! **
Dafür ratterten jetzt reihenweise Laserbündel der Kul und Söldner in die Truppe. Drei Mann erwischte es sofort, ein weiterer Trooper wurde beschädigt und ein weiterer verletzt. Somit war schon etwa die Hälfte seiner Truppe ausgeschaltet, ohne das sie selbst großartig was erreicht hatten, außer die zwei Türme auszuschalten. Diese waren unglücklicherweise jedoch nicht besetzt gewesen, weil die Wachmänner hinausgestürmt waren, um die Fluggleiter anzugreifen.
Welch eine glorreiche Schande für einen Hordecaptain.


Gin feuerte einen schweren Laserbolzen zurück und riss eine Lücke in die feindlichen Verteidiger. Das gab der Truppe kurz die nötige Zeit um bis zu den Palisaden vorzurücken. Dort hatten sie wenigstens etwas bessere Deckung. Die zwei verletzten Soldaten ließ man zurück, und nur der maschinelle Trooper konnte noch weiter kämpfen, da der fehlende Arm ihm nichts ausmachte, auch wenn er dadurch etwas eingeschränkt war. Er konnte zumindest Deckungsfeuer geben, traf dabei zwei Söldner, ehe er selbst von mehreren Lasersalven zusammengeschmolzen wurde. ** Das wars ! Fünf Mann weniger in meiner Gruppe und der Rest kriecht hinter Palisaden rum. Jetzt reicht es ! **, dachte Morik, und gab Befehl zum Ausfall.
Schnell hechteten zwei der Trooper neben die Palisade, feuerten aus ihren Stäben was die Batterien an Saft hergeben mochten, streckten drei Kul nieder, und sprengen zurück in Deckung, als das Feuer erwidert wurde. Gin selbst fräste sich derweil mit einem Laserschneider durch die Palisade, um einen zweiten Angriffskorridor zu schaffen.
Inzwischen prügelte sich Manthor mit seiner Truppe durch das Haupttor des Lagers. Die Wachtürme dort hatte man fein säuberlich zusammengefaltet, so das nur noch vereinzelnd von den Palisaden feindliches Laserfeuer sowie einige Pfeile niederregneten.Das Feindfeuer verstummte aber ebenfalls, als Manthor eine volle Breitseite zurückfeuern ließ, welche Tod und Verderben über die Wachleute schickte. Feuer brach aus und legte einen Teil der Gefechtszone in dunkle Rauchschwaden.
Manthor befahl zusätzlich Rauchkapseln zu werfen, damit man weiter ins Lager vordringen könnte. Die Kul aber waren schlauer geworden. Nach wenigen Augenblicken würde sich der Nebel wieder verzogen haben, und dann würden sie die Trooper von hinten angreifen, zerstören oder töten.
Die Truppe vom Kat-One hatte man inzwischen schon total aufgerieben. Keiner hatte gewusst oder damit gerechnet, das die Söldner bereits schwere Fahrzeuge auf Traxx stationiert hatten. Plötzlich hatte sich Kat-One einen schweren Gefechtspanzer gegenüber gestanden, und ließ sofort das Feuer auf diesen eröffnen. Aber gegen die Energiebolzen des Panzers konnten die Trooper nichts entgegensetzen. Fünf mal hatte der Panzer in die Gruppe gefeuert und so 17 Trooper auseinandergenommen. Jetzt waren nach Zählungen des Söldnerkommanders nur noch zwei Gruppen da. Eine kleine seitlich bei den Palisaden und die Haupttruppe des Anführers am Torbereich. Der Panzer rollte mit seinen schweren Ketten zum Tor hinüber, das Geschütz wie eine tödliche Klaue nach vor hin, suchend nach neuen zerbrechlichen Opfern.


" Verdammt, Morik. Sieh mal da hinüber zu der großen Hütte. Sag mir wenn ich mich irre, aber fährt dort nicht ein Panzer entlang ? ", fragte Gin seinen Freund und Captain, welcher darauf hin für eine kurze Zeit still und regungslos die Fahrt des Panzers verfolgte. ** Mist, ich kenne diese Teile. So ein Fahrzeug wäre nur äußerst schwer zu knacken, und mit dem was dem 5.HIC hier an Ausrüstung in die Hand gedrückt wurde, können wir uns auch gleich selbst begraben ! **, dachte Morik und suchte bereits nach einer Lösung, während er näher zu Gin hinüber krabbelte.
" HAHA, wieder zwei erwischt - Bastarde Und, was machen wir jetzt mit dem Panzer ? ", fragte Gin.
" Keine Ahnung. Mit unseren Stabwaffen und Schulterbolzenwerfern ist da sicher nichts zu machen. Wir müssen ganz na ran und dem Ding die Motorkühlung verstopfen. Robust, aber wenn die verstopft ist, macht es nach wenigen Sekunden Bumm - und dann wars das gewesen ! Das ist die einzige Lösung die mir einfällt. "
" Schön und gut. Aber wie kommt man an so einen Panzer nah genug ran, und was sollen wir benutzen um die Kühlung zu verstopfen ? "
" Gute Frage, Gin. Damit wäre die Idee also schon mal erledigt. Besser ist es wohl, wenn wir schon mal zu der Hütte dort rüber laufen und nachsehen, ob dort andere Geschütze der Söldner stehen, die eventuell den Panzer knacken könnten. Oder was meinst du ? "
Gin riss seinen Freund herum und schrie: " IN DECKUNG MEINE ICH ! "
Mit ohrenbetäubenden Krach und einer heftigen Erschütterung rauschte ein Energiebolzen dicht neben dem Platz rein, an dem Morik zuvor noch gelegen hatte.
" Was zur Hölle war das denn ? ", fragte Morik erschrocken, und schüttelte etwas Erde von der Rüstung.
Seine Frage wurde damit beantwortet, das ein weiterer Bolzen bei ihnen einschlug, Gin, Morik und einige Trooper, welche sich hier noch mit verschanzt hatten, weggeschleudert wurden. Eine Palisadenwand zerbröselte über ihnen und begrub Morik und Trooper und Holzpfählen und Seilen.
** Uff, guter Schutz um abzuhauen. Schnell weg hier - verdammt ! **, dachte Gin, und krabbelte unter den Trümmern hervor, erhob sich dann und lief zu der aufgeschichteten Hügelbarrikade hinüber um dort eine bessere Deckung zu suchen. Dabei konnte er sehen, das ein großes zweibeiniges Gefährt mit einer unter der Kanzel hängenden Strahlenkanone auf die Palisadenreste zu stampfte.
** Noch eine Panzereinheit - dazu noch ein Two-Pod der Instigatorklasse. Bloß Abstand halten, sonst grillt mich der Elektroschutz der Beine. **, knurrte Gin, und warf sich hinter die Hügelbarrikade.
Morik hatte inzwischen auch bemerkt, was da auf ihn zu stampfte, gab Gin ein Zeichen, worauf dieser zu dem T.P.I. rüberfeuerte, dann aber eilig wegrannte, und kurz darauf hinter sich der Erdwall mit einen Zischen in alle Richtungen verteilte, als ein weiterer Bolzen das Strahlenrohr der Kanone verlassen hatte. Morik nutzte die Ablenkung, schmiss einige Taschen voller Sprengkapseln mit Annäherungsdetektoren in die Laufbahn des T.P.I., und rannte dann um sein verdammtes Leben, während der Pilot grinsend die Verfolgung aufnahm, nachdem die Bewegungssensoren Morik erfasst hatten, und sich das Zielkreuz langsam in die Mitte seines Rückens setzte.
Plötzlich befand Morik sich in einer Zwickmühle. Hinter ihm der tödliche Zweibeiner, und vor ihm rollte plötzlich der Panzer um die Ecke, und visierte ihn auch an.
** Verdammter Gantuuzahn ! **, fluchte er und sprang im letzten Augenblick zur Seite in eine Hütte hinein, als der Panzer feuerte. Der Laserbolzen krachte in das rechte Bein des T.P.I. und ließ ihn nach vorn kippen, direkt auf die von Morik hingeworfenen Sprengkapseln drauf, und es rummste noch einmal mit solcher Wucht, das Morik selbst in der Hütte umgeworfen wurde.
" VERDAMMT VERDAMMT VERDAMMT ! "


Mühsam auf die Beine gekommen, musste Morik schon wieder einen Hechtsprung hinlegen - dieses mal aber aus dem Fenster der Hütte, da der Panzerfahrer mit seinem Gefährt geradewegs in die Hütte hinein gerauscht kam, um den Trooper platt zu walzen. Das war die Chance. Schnell sprang er hinter den Panzer als dieser durch die Hütte durch war und kletterte hinauf auf den Motor, und bewegte sich vorsichtig auf die Turmkanzel zu. Der Panzer hielt plötzlich an und eine Luke öffnete sich. Der Fahrer, ein Söldner, kam hervor und sah sich grunzend um. Er sah keine Trooperreste in der zerstörten Hütte liegen und grummelte irgendwelche Worte vor sich hin, und wollte gerade wieder im Panzer verschwinden, da packte Morik ihm am Kopf und zog ihn wieder heraus. Dann hielt er ihm am Kragen und schüttelte ihn unsanft durch.
" DU VERDAMMTER SÖLDNER - WEGEN DIR WÄRE ICH FAST DRAUFGEGANGEN ! ", brüllte Morik ihn an.
Danach schmiss er den erschrocken blickenden Söldner in die Trümmerreste des Hauses, und würde nun selbst in den Panzer einsteigen, um so den restlichen Trooper eine größere Überlebenschance zu gewähren. Zuvor aber band er noch schnell eine kleine Hordeflagge an eine der Antennen, damit er nicht unter Freundfeuer geriet.
Gin hatte schon mitbekommen was da vor sich ging, und winkte einige Trooper herbei und gab Morik ein Zeichen. Dieser hob den Daumen zur Bestätigung. Dann marschierten sie rechts und links neben dem Panzer her, und es war für alle eine Freude zu sehen, wie jetzt die Kul und die Söldner den mächtigen Laserbolzen ausweichen mussten, und zudem noch von den Trooper unter Dauerfeuer gelegt wurden.
Schon platzten die nächsten zwei Hütten voller Kulbewohner in einer Feuerwolke auseinander und ließen einen Rauchpilz aufsteigen. Eine schwere Geschützstellung musste ebenfalls der Gewalt des Panzers weichen.
Manthor sah diese Aktion, und sichtlich erfreut über die Beute wollte er sich dem alles niedermähenden Pulk anschließen, doch da trat ihm ein gut zwei Meter großer Hüne entgegen, der eine mächtige Stahlkeule in den Händen hielt - und gerade noch so halten konnte. Sie musste daher sehr schwer sein, bei der Größe so dachte Manthor geschätzte 150 Kilo, nahm schnell noch einen Schluck aus seiner Feldflasche in der sich wie immer das Meuchelblut befand, zog dann seine Klinge und stellte sich dem Söldnerboss mutig entgegen.
" Hier kommst du nicht vorbei, Hordesoldat ! ", brummte der Große.
" DICH mach ich doch mit links KALT ! ", grinste der Irre Führer des 5.HIC und sprach wieder in zwei Tonlagen, welche dieses mal an einen verrückten Mörder erinnerten.
" Versuch es nur, Hordler. Meiner Keule kann dein winziges Schwert nichts entgegensetzten. Ich werde es zerschmettern - genau so wie ich dich danach zerschmettern werde, und dann lasse ich deinen Körper in alle vier Himmelsrichtungen verteilen - als Warnung an deine Freunde, hehehe. ", erwiderte der Hüne und stampfte auf Manthor zu.
** Na warte nur, du dicker Fleischberg. Wenn du mit deiner schweren Keule ausholst, werde ich geschickt ausweichen und dabei deinen Bauch aufschlitzen - hähähähähä ! **, dachte Manthor grinsend und spannte seine Muskeln an.
Schon schwang der Hüne mit einem knurrenden Ächzen seine große Keule und holte wie von Manthor geplant aus. Der Irre spürte förmlich wie sich die Luft um ihn zusammenzog, und er sah die Keule näherkommen und machte sich bereit, doch erkannte er nicht die dünnen Kristallspitzen, welche der Söldnerboss per Knopfdruck ausgefahren hatte, und nun wie Klauen tödlich nach Manthor griffen, als er versuchte unter der Keule wegzutauchen um dann mit einem schnellen Sprung nach vorne sein Schwert im Leib des Hünen zu versenken.
Ein kurzer überraschender Aufschrei Manthors, der aber sofort wieder verstummte, als der von den Kristallspitzen getroffene und zerrissene Schädel der verrückten Hordeführers mit einem heftigen Knacken auf den Boden hämmerte.
" Wie ? Das war schon alles, was ein Hordesoldat zu bieten hat ? Lächerlich ! ", grunzte der Söldner unzufrieden und wischte sich die Blutspritzer von seinem Gesicht und vom Oberkörper, und trat dann direkt neben den besiegten Manthor um seine Warnung an diesen wahr zu machen, zog ein großes Messer und wollte ihn gerade in mehrere Teile zerlegen, als seine Sicht plötzlich trübe wurde, und die Hautstellen die zuvor mit Blut bedeckt waren, anfingen fürchterlich zu brennen.


Inzwischen hatte Morik das halbe Lager mit dem gekaperten Panzer zusammengeschossen. 17 Trooper waren jetzt noch einsatzfähig, von einer einst 100 Mann starken Truppe. Die Verluste hatten sie im Grunde auch nur den Söldnern zu verdanken, die die Kul mit allem versorgten, was man benötigte um gegen die Horde antreten zu können.
Zwei T.P.I.s hatten sich bei einen größeren Hütte postiert und feuerten nun auf den Panzer, der zur Horde über gewechselt war. Wieder erwischte es fünf Trooper, bevor Morik gezielt einem der Zweibeiner die Kanzel aufsprengen konnte. Auch sein Panzer wurde dann getroffen. Der Schuss zerfetzte die rechte Kette und die Fahrt nahm ein abruptes Ende. Nochmals erwiderte Morik das Feuer, verfehlte jedoch den zweiten Läufer, traf dafür aber in das Gebäude dahinter.
Nun ein leichtes Ziel, kletterte Morik aus dem Geschützturm und sprang so weit er konnte, um nicht mit dem Panzer in einer Feuerwolke zerfetzt zu werden, wenn der T.P.I. ihn zerblastern würde, doch kam es anders als erwartet. Sein Sprung wurde stark erweitert, als die Munitionshütte, in die er zuvor gefeuert hatte, mit einem heftigen, dumpfen und falsch klingenden Feuerball zerplatzte, den T.P.I. und fast das gesamte Überbleibsel des Lagers mit einer heftigen Druckwelle durchkämmte, die alles was noch stand oder lief förmlich niedermähte.
Danach folgte eine Stille, die beinahe genau so erdrückend war, wie die Druckwelle zuvor.


" Das war mit Abstand der lauteste Knall den ich je hörte ! ", stammelte Gin, der leicht lädiert auf einem Felsen saß und sich mit einer Stabwaffe stützte.
" Immerhin ist jetzt Ruhe ! ", erwiderte Morik, der sich gerade einen längeren, fingerdicken Holzsplitter, aus dem Oberschenkel operierte. Nur 12 Trooper hatten die Schlacht überlebt. Und von diesen 12 konnte grade noch die Hälfte aufrecht stehen, der Rest war entweder schwer verletzt oder beschädigt.
" Und was machen wir jetzt ? ", fragte einer der Trooper, und kickte einen Kulschädel davon.
Morik dachte nach. Ihr Auftrag hatte eigentlich ein anderes Ziel im Sinn gehabt, als hier von Weltraumsöldnern und primitiven Eingeborenen zerlegt zu werden.
" Nun, wir sollten die restlichen paar Kilometer zum Ar Gebirge fortsetzen. Wenn wir jetzt aufbrechen, könnten wir mit den Verletzten in drei Tagen den Zielpunkt erreichen. ", meinte Morik dann entschlossen und wischte sich den dreckigen Schweiß von der Stirn.
" Und unsere beschädigten maschinellen Kameraden lassen wir hier. Es reicht wenn wir unsere lebendigen Kameraden schon mitschleppen müssen. Die Anderen können sich hier verschanzen, und falls noch ein Kul oder ein paar Söldner hier auftauchen sollten, können sie diese herzlichst in Empfang nehmen ! ", sagte Morik, und ohne lange zu überlegen sahen sich die Trooper an, nickten kurz, und machten sich mit ihren Schaufeln ans Werk, eine kleinen Grubenbunker auszuheben. Dann legten sie einige Stahlbalken und Palisadenreste darüber, achteten aber darauf, das alles möglichst nach zufälliger Trümmeransammlung aussah. Zum Schluss verfrachtete man die drei beschädigten maschinellen Trooper in den Bunker, bewaffnet mit Laserstab und einem schweren Bolzenwerfer. Der Rest salutierte und machte sich dann auf den Weg.
Mühsam schleppte sich nun Moriks kleiner Trupp vom zerstörten Lager weg in den Dschungel am Berghang weiter Richtung höhere Bergregionen. Sie wussten immer noch nicht genau, warum sie eigentlich diesen Feldzug abhielten, und warum man sie nicht gleich direkt auf den Bergen abgesetzt hatte. Sie spekulierten das es daran lag, das dieser irre Führer wohl etwas zu beweisen hatte und den ganzen Weg zu Fuß quer durch den Klüsterdschungel nehmen wollte. Zumindest hatte er bewiesen, das er ganz auf Horde Art sterben konnte - und selbst im Tode noch seinen Feind niederstrecken konnte.
Das 5.HIC gab es nun nicht mehr. Jetzt gab es nur noch das MRT - Moriks Reste Trupp, und wer konnte schon sagen, wie viele von diesem MRT den restlichen Marschweg durch den Dschungel und zu den Bergen hinauf noch überleben würde.


Fast den ganzen restlichen Tag hatte der Trupp sich in sengender, schwüler und feuchter Hitze durch den Dschungel gekämpft, wurde er doch allmählich immer lichter, als man sich den ersten Felsnadel näherte. Aus dem weichen, mit Ranken und Gestrüb übersäten Boden wurde nun ein fester, felsiger Untergrund, und es wurde kälter, je höher sie aufstiegen. Das letzte Gantuu was sie noch besaßen, würde nicht mehr lange mithalten können, da Kälte äußerst tödlich für diese Tiere war, und hier oben bei Nacht weitaus tiefere Temperaturen herrschten als des Nachts im Dschungel. Morik entschloss sich nur noch die nötigste Verpflegung und Ausrüstung mitzunehmen. Die lebenden Trooper zogen ihre Kälteschutzkleidung unter ihre Rüstungen, und dann marschierte jeder mit Zelt und Nahrung bepackt, und die maschinellen Trooper mit der restlichen Ausrüstung, einen Bergpfad empor, der sich mitten aus dem Gebirge vor ihnen aufgetan hatte. Zwei Tage würden sie sicher brauchen, um den Zielpunkt am Mount Gragg, einem erloschenen Vulkan, zu erreichen. Morik hoffte auf gutes Wetter und wenig Schnee.
Seine Hoffnung wurde dann aber am späten Abend zerbrochen, und eine heftige Schneefront näherte sich von der Bergspitze dem Tal und ließ Schneeflocken in Massen auf den Trupp niederregnen, begleitet von beißenden Winden, die bald Eiszapfen an den Rüstungen entstehen lassen würden, wenn sie jetzt weitermarschieren würden.
So schlug man vorerst ein Lager auf um die Nacht erst einmal abzuwarten.


Inzwischen traf ein kleiner Trupp Söldner auf das zerstörte Lager. Der Anführer fluchte laut und ließ seine Gruppe ausschwärmen, um nach Überlebenden und Ausrüstung zu suchen, die eventuell das Gefecht überstanden haben könnte. Doch der große Krater, der wohl durch die Munitionshütte entstanden war, überzeugte ihn von der völligen Zerstörung und Vernichtung alle im Lager befindlichen Mitteln.
Man fand den Söldnerboss, der stolze Anführer der Truppe und Besitzer des Lagers. Halb zerfressen von eine Säure, die als Meuchelblut identifiziert wurde, als man neben dem Hordeanführer die Feldflasche fand und die Flüssigkeit auf Verdacht analysierte. Gestorben durch das Blut des Feindes, nachdem dieser zuvor gestorben war. Welch Schande für einen Söldner.
Plötzlich Laserfeuer und eine Explosion.
" ACHTUNG - HORDESOLDATEN SIND HIER VERSCHANZT ! ", brüllte einer der Söldner.
" Verdammt. Das muss ein Hinterhalt sein. Los, verteidigt euch und nehmt das Hordenest da auseinander ! ", befahl der Chef und grinste.
Einer der Kämpfer kam nun mit einer Schultervorrichtung für Raketen angelaufen und begab sich in Zielstellung. Wieder rauschten einige Laser aus dem provisorischen Hordebunker hervor und trafen einige der Söldner. Doch das war es auch schon gewesen, was die drei Hordetrooper noch ausrichten sollten. Schon rauschte die Rakete in den Bunker und hob die gesamte Grube ringsum gleich mit aus. Es folgte erneut eine Stille auf den Lärm hier im Lager.
Man untersuchte die Reste der Hordetrooper und man fand weitere Spuren, die aus dem Lager wegführten. Jemand hatte überlebt, und es mussten Hordesoldaten gewesen sein.
Der Chef ließ seine Truppe antreten und befahl der Spur zu folgen. Und sie kamen schnell voran, den sie hatten Fahrzeuge - Fahrzeuge mit tödlichen Waffen. Und man würde jede einzelne Waffe nutzen um sich an der Horde zu rächen.


" Verdammte Kälte ! Wenn der Wind noch schärfer wird, frieren wir hier noch zu Eisklumpen zusammen. ", klapperte einer der Soldaten, schlürfte dann etwas von der ekelhaften erhitzten Truppenverpflegung und starrte in das kleine Feuer, welches nur spärlich Wärme abgab, obwohl die Zelte schon sehr kleinräumig und nah beieinander, bzw. zu einem größeren aufgeschlagen wurden.
Als Wachposten dienten dieses mal die maschinellen Trooper, da diese die Einzigen waren, die bei solchen Bedingungen noch die Augen offen halten konnten.
" Was machen wir wenn weitere Söldner oder Kul uns verfolgen ? Lange werden wir nicht durchhalten, sollte eine größere Gruppe hinter uns herjagen ! ", fragte Gin.
Morik starrte ins Feuer und kaute auf etwas herum, das mal lebendig gewesen sein konnte, aber eher nach Chemie schmeckte und ziemlich zäh war. " Wir werden den Pass morgen mit allen restlichen Sprengkapseln verminen. Wenn uns jemand folgen sollte, wird es denjenigen aufhalten und uns zugleich warnen. Und was die Kul betrifft, vor denen brauchen wir uns sicher nicht fürchten. Die verlassen ihren Dschungel nicht gern, und schon gar nicht wenn hier oben solche Temperaturen herrschen. "
" Dann können uns also nur diese verdammten Söldner verfolgen. Zu welcher Fraktion auch immer die gehören ! ", antwortete einer der Soldaten.
" Wir sollten schlafen. Morgen müssen wir so weit wie möglich ohne Pause voran kommen. Länger als für einige Tage werden unsere Vorräte nämlich nicht reichen, und hier gibt es vermutlich nichts aus Felsen, Schnee und Eis ! "
" Inordnung Morik. Schlafen sollte bei diesem Sturm wohl irgendwie möglich sein ! " ** Himmelfahrtskommando ! Ja, so hätte man das 5.HIC nennen sollen ! **, dachte Gin, und murmelte sich grummelnd im Schlafsack ein und versuchte für einen Moment abzuschalten, auch wenn er keine Maschine war. Den Stab, auch wenn er eiskalt war, griffbereit in seinem Schlafsack untergebracht, um im Notfall sofort den Feind niederstrecken zu können.


" He, General, hier ist ein Pass. Und die Hordetrooper sind hier vorbeigekommen. Man kann noch einige Spuren erkennen ! ", sagte der Fährtenleser und blickte zusammen mit dem Söldnerchef den eisigen Berggipfeln entgegen.
" Also gut, Männer. Sommerausrüstung hier lassen und auf den Transportern verstauen und Winterausrüstung anlegen. Kein unnötiges Gepäck, denn jetzt gehts bergauf ! Wir nehmen sofort die Verfolgung auf ! Gaspirr ? "
" Ja General ? "
" Nimm dir ein paar Männer und einen Spurenleser und geh voraus. Finde die Trooper und suche auch nach einer Möglichkeit für ein Zwischenlager. "
" Jawohl, General ! ", sprach der seltsame Söldner, den man nicht wirklich erkennen konnte, da er sich in einem gasförmigen Zustand befand. Nur die Ausrüstung ließ vermuten das jemand vor einem stand, oder wenn er sich bewegte, und sich Lichtwellen wie ein Flimmern um ihn herum brachen, so als würde man bei heißen Temperaturen eine Wüstenlandschaft beobachten, oder eine Straße, über der die Luft flimmerte.
Gaspirr war der beste Krieger seines Stammes. Waffen konnten ihm nichts anhaben, da alles durch ihn hindurch glitt, so als wäre er nicht existent. Selbst Feuer konnte ihm nichts anhaben. Leider war er auch der Einzige seiner Art, welcher die Ehre besaß, seinem Stamm auf dieser Weise dienlich zu sein.
Als die Söldner mit dem Umrüsten endlich fertig waren und mit ihren Fahrzeugen die Verfolgung wieder aufnahmen, war Gaspirr mit seinen Leuten schon längst einige Kilometer weiter voraus und stapften bereits in den ersten Schneefeldern rum. Der nächste Morgen graute bereits.
Eile war geboten. Morik räumte mit seinen Leuten die Zelte zusammen, während die maschinellen Trooper alle verbliebenen Sprengkapseln sorgfältig mit einigem Abstand auf dem Weg vergruben und die Zünder so einstellten, das sie erst detonieren würden, wenn sich eine größere Gruppe zwischen ihnen befinden würde. Auch würden sie explodieren wenn man versuchte sie zu entschärfen.
Ein paar hundert Meter weiter postierte man das letzte schwere Bolzenwerfergeschütz zwischen einigen kahlen Sträuchern die hier noch wuchsen, um für eine weitere Überraschung zu sorgen.
** Sollen sie nur kommen, diese Mistkerle ! **, hatte Gin gedacht und rieb sich die Hände. Dann marschierten sie weiter. Die Verletzten Soldaten waren inzwischen auch wieder in der Lage selbstständig recht flott weiterzumarschieren, weshalb die Gruppe erheblich schneller voran kam als zuvor. Bis zum Abend könnten sie den Gipfel erreicht haben, wenn alle im schnellen Schritt den Aufstieg schaffen, und das Wetter so bleiben würde. Klarer Himmel, kaum Wind, und die Temperaturen waren auf gute 12 Grad unter Null gestiegen.


Als Moriks Restetrupp schon eine Weile marschiert war, vernahmen sie das ferne Grollen des Geschützes, welches als Falle postiert worden war. Einige male hatte es gefeuert, dann aber verstummte es.
" Verdammt, die kommen tatsächlich hinterher. Und wieso sind die Kapseln nicht hochgegangen ? ", sagte Gin etwas lauter als er es vorhatte. Es klang fast panisch.
" Vermutlich eine kleine Spähgruppe. Wenn der Rest folgt werden die schon in die Sprengfalle laufen. Das Geschütz hat dafür den Spähtrupp zerpflückt oder zumindest angeschlagen und wurde dann vermutlich ausgeschaltet. Wir werden ja hören ob es nochmals feuert oder nicht. Wenn es zerstört wurde, werden sie glauben das der Weg nun frei wäre - bis auf die Kapsel, hehe ! ", erwiderte Morik, und sah durch einen Feldstecher um den Weg besser einzusehen.
Gin nickte und überlegte kurz. " Wir haben noch vier Stäbe über. Vielleicht könnten wir mit denen noch eine Falle bauen ? ", fragte Gin.
Einer der Trooper meldete sich zu Wort. " Das wäre eine gute Idee. Wir könnten Draht benutzen und mit Auslösern an den Stäben befestigen. Diese verankern wir an zwei Seiten zwischen den Felsen, so das ein Kreuzfeuer gelegt wird. "
" Gute Idee. Machen wir eine kurze Pause, und ihr Trooper da, ihr bastelt inzwischen schon mal die Stabfalle zusammen. "
" Jawohl Sir ! "
Schon kurze Zeit später wartete bereits eine weitere Falle auf den nachfolgenden Söldnertrupp. Inder tat hatte das Geschütz den Spähtrupp bis auf Gaspirr eliminiert. Der saß jetzt auf einem größeren Steinbrocken und wartete darauf, das sein General hier eintreffen würde. Das Geschütz hatte er mit Leichtigkeit vernichtet, jedoch hatte er es nicht mehr geschafft seinen Spurenleser und den Späher rechtzeitig aus der Schussbahn zu nehmen.
Morik ließ inzwischen den Marsch wieder fortsetzen, und da der Bereich hier etwas flacher war, begab sich die Gruppe in einen schnellen Laufschritt, um weitere Zeit gut zu machen. Es kam auf jede Gantuuverdammte Minute an die sie gewinnen konnten. Minuten die über Leben und Tod entschieden.
Wieder ein fernes Grollen. Dieses mal waren es die Kapseln gewesen, die allesamt detoniert waren als ein Teil der Söldnertruppe bereits darüber hinweg marschiert war.
Zwei Fahrzeuge und 13 Mann hatte es erwischt. Der General war verletzt und brüllte Racheflüche den Pass hinauf, als der Feldarzt die Wunden versorgte, die durch einige Splitter verursacht wurden. Auch hatte er dabei ein Auge verloren, was den General nur noch wütender machte. Sofort schickte er einen weiteren Spähtrupp voraus, nur um wenig später wieder zwei Überlebende aufzusammeln, die dem Kreuzfeuer der Stabfalle entgangen waren. Weitere fünf Mann waren hier verloren gegangen.
Morik schwitzte. Er wusste nur nicht, ob es der Schweiß vom Laufschritt, oder ob es die Gewissheit im Nacken war, das nun keine weiteren Fallen mehr auf die Söldner warteten, und sie ihnen jederzeit in den Rücken fallen könnten. Sie waren offenbar schneller, und die Zeit wurde immer knapper. Daher traf Morik eine Entscheidung.


" Hört zu, Leute ! Wir schaffen es niemals bis zum Zielpunkt bevor die Söldner uns eingeholt haben, und daher müssen wir uns ihnen jetzt stellen. Keiner von denen rechnet damit, das wir uns einer möglichen Übermacht entgegenstellen. Und das ist unser Vorteil ! "
" Und wir haben Glück, Morik ! ", sagte Gin und zeigte auf eine kleine Anhöhe, doch erkannte Morik nicht, was Gin eigentlich meinte.
" Was meinst du mit Glück ? "
" Ha ! Das deine scharfen Adleraugen das nicht entdecken ist mir ein Rätsel. Dort oben liegt ein altes Fluggerät - siehst du nicht die Cockpitkanzel ? Es sieht fast wie ein militärischer Flieger aus. "
" Du hast recht. Los, alle Mann hinauf zur Anhöhe und fangt an das Teil auszugraben. Vielleicht finden wir noch brauchbare Dinge wie Waffen oder Sprengbare Mittel. "
" Sofort Sir ! " " Jawohl Sir ! "
Nach einer Weile waren die wichtigsten Teile ausgegraben und Gin hatte alles Brauchbare zusammengetragen, und das Glück schien ihnen wohlgesonnen zu sein.
" Also, wir haben zwei Raketen, einen schweren Bordlaser und einen Energiekonverter aus dem Antriebssystem. Aus dem Ding mach ich ne fette Bombe und die vergraben wir dann ein paar Meter weiter unten. Was machen wir mit dem Rest ? ", fragte Gin.
Morik überlegte kurz, und ihm kam eine blendende Idee.
" Baut den Flügel ab der noch ganz geblieben ist und bringt die Raketen wieder an. Zielt mit ihnen auf die Felswand dort drüben. Wenn alles funktioniert wie ich mir das vorstelle, können wir einen Teil unserer Verfolger unter eisigem Geröll begraben. Gin, du und ein weiterer Trooper, geht dort hinter den kleinen Felsnadeln zusammen mit dem Bordgeschütz in Stellung. Ihr vier geht auf der anderen Seite an den Felswänden in Stellung. Sucht euch Nischen oder Felsen als Deckung. Und ihr drei bleibt bei mir. Wir graben uns mitten hier im Weg ein und feuern dann direkt auf die Front der Söldnertruppe. Dann haben wir sie förmlich von vier Seiten zugleich. Hinter ihnen die Felslawine, links das Bordgeschütz, rechts die Trooper an der anderen Felswand, und wir vier von vorne. "
" Guter Plan, Captain. ", sprach einer der maschinellen Trooper und salutierte, nahm dann seine drei Mitstreiter und verschanzte sich mit ihnen an der nah gelegenen Felswand.
** Ich hoffe nur das das alles so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe ! **, dachte Morik, und fing an sein Schützenloch in den Schnee zu buddeln, und er dachte dabei, das dies vermutlich sein eigenes Grab war, das er schaufelte.


Es war bereits Nachmittags, als die ersten Fahrzeuge der Söldner zu hören waren und die ersten Fußtruppen den Pass hinauf marschiert kamen. Jetzt würde es sich zeigen, ob Moriks Plan aufgehen würde. Sie hatten nur diese eine Chance der Übermacht entgegen zu treten. Einige Minuten wartete man noch ab - dann ging es los. Die Raketen wurden mittels Fernzündung aktiviert und abgefeuert. Sie flogen geradewegs über die verdutzt blickenden Köpfe der vorderen Söldnertruppe hinweg auf die Felswand zu, jedoch nur eine explodierte beim Einschlag, und nur ein kleiner Teil wurde so von einer Felslawine ausgeschaltet. Jetzt sprengte Gin den Energiekonverter, den er zu einer Bombe umfunktioniert hatte, und riss elf Söldner ins Verderben. Somit waren etwa 23 Mann und zwei Fahrzeuge ausgeschaltet. Dann eröffnete Gin das Feuer mit dem Geschütz und traf noch eines der Fahrzeuge, welches in einer rotglühenden Plasmawolke zusammen schmolz. Morik und die anderen Trooper feuerten nun aus allen Rohren und ein Söldner nach dem anderen wurde über den Haufen geschossen. Bereits Eindrittel der Gruppe wurde schnell ausgeschaltet, und nur noch zwei Transporter und und ein Kampfraider blieben übrig, als die Söldner endlich das Feuer erwiderten.
Der Raider hatte eine schwere doppelte Maschinengun auf dem Dach und wuchtete damit Gin und seine Geschützstellung so zu, das sie das Feuer einstellen und in ihrer Deckung bleiben mussten. Zudem liefen jetzt einige schwerbewaffnete Kämpfer vor und gingen mit ihren dicken Geschützen in Stellung, feuerten dann mehrere Energiebolzen ab, sowie einige Miniraketen auf Moriks Stellung und auf die Trooper die bei den Felsen Stellung bezogen hatten.
Starke Erschütterungen und viel Rauch, sowie schwarz verfärbter Schnee fetzte umher, als die Geschosse einschlugen, und die Söldner sich für den ersten Angriff der Horde mit gleicher Medizin bedankte.
** MISTVERDAMMTERGANTUU ! **, knurrte Morik in Gedanken und feuerte zurück, traf einen der Minirakentenschützen, welcher nun feuerbereit wie er war zur Seite kippte und in die eigenen Reihen schoss, zwei Laserwerfer mit seiner Rakete weg sprengte und fünf weiteren Söldnern das Leben weg pustete.
Gin wagte es und nahm das Bordgeschütz, um diesen verfluchten Raider endlich in seine Bestandteile zu zerlegen, feuerte, verfehlte jedoch knapp sein Ziel. Nur Fels riss auf und etwas Schnee wurde verdampft. Der Raider buchtete Gins Stellung erneut ein, und der Hordler konnte förmlich hören, wie die Felsnadeln langsam immer kleiner wurden und bald keine Deckung mehr bieten würden.
Morik beobachtete, wie einige der Kämpfer schnell versuchten, einen der Transportwagen hinter einigen Felsen zu verschanzen - vermutlich weil es sich um den Munitionstransporter handelte. Über Helmfunk teilte er allen Trooper mit, auf Kommando ein Sperrfeuer zu legen, damit Gin das Gefährt mit seinem Geschütz vernichten könnte.
Gin sah auf die Anzeige der Kanone und wusste nun, das jetzt jeder Schuss sitzen musste. Dreimal konnte er jetzt noch feuern, dann wäre der Emitterkristall erschöpft und würde Stunden brauchen wieder mit genügend Energie geladen, einsatzbereit zu sein. Also biss er die Zähne zusammen, stand direkt nach Moriks Kommando auf, als das Sperrfeuer begann und die Söldner kurz in Deckung gingen, zielte mit bestmöglicher Genauigkeit auf den Transporter und feuerte.


Gin hatte getroffen. Eine heftige Explosion riss nicht nur den Raider mit, sondern auch einen Teil der Felsen, hinter denen man den Transporter verbergen wollte. Wieder gab es Opfer unter den Söldnern zu beklagen, und Moriks Truppe war noch voll einsatzbereit. Morik war zuversichtlich, das wenn es so weitergehen würde in ein paar Minuten kein Söldner mehr auf den Beinen stehen würde. Noch zweimal feuerte Morik nun gezielte Salven hinunter in den Pass und erledigte ein paar weitere Söldner. Bereits der halbe Trupp wurde von Moriks deutlich unterlegenen Restetrupp ausradiert, und der Söldnerboss fluchte und schubste einige seiner Krieger um und brüllte dann etwas zu einem seltsam aussehenden Kämpfer, zeigte mit einem Finger dabei auf Gins Stellung und begab sich dann hinter einem Felsen wieder in Deckung.
Wen mochte er da grade offen ins Gefechtsfeld geschickt haben ? Über Helmfunk wies Morik alle Trooper an, diesen Fremden zu beseitigen, der ungeschützt auf sie zumarschierte.
Alle feuerten daraufhin auf den seltsamen, flimmernden Krieger, der geradewegs ohne in Deckung zu springen, mitten durch die Lasersalven spazierte und in einer Rauchfahne verschwand, als die Geschosse trafen.
Morik konnte noch sehen wie er umfiel, ahnte er jedoch nicht, das es nur die Ausrüstung war die Gaspirr getragen hatte, bis die Salven sie von seinem Körper lösten.
Die Söldner schossen zurück, trafen aber aufgrund des schlechten Winkels keinen der Trooper, die aber konnten wiederum die Köpfe der Söldner erkennen, bevor diese komplett über ihre Felsdeckungen spähten, früher feuern und so weitere Söldner eliminieren.
" VERDAMMT ! Seht ihr auch was ich sehe ? ", fragte Morik.
" Der Kämpfer da, er steht offenbar noch immer auf seinen Beinen, man sieht ihn aber kaum. Wie hat er das nur überlebt ? ", erwiderte einer der Trooper.
" Keine Ahnung, Trooper. Feuert alle nochmal auf ihn ! ", befahl Morik und eine zweite Salve rauschte Gaspirr um die Ohren, jedoch wieder ohne Wirkung.
" Gin, er bewegt sich auf deine Stellung zu. Benutze das Geschütz um ihn weg zu brennen ! ", rief Morik seinem Kumpel zu.
" Negativ, Captain. Keine Energie mehr ! " " Verdammt ! "
Jetzt war Gaspirr schon fast bei Gin. Gins Trooper erhob sich und warf sich dem geisterhaften Wesen entgegen, wurde von Gaspirr dann aber mit einem nahezu lautlosen Schallimpulsstrahl zerstört. Jetzt war Gin alleine, und der Fremde stand vor ihm.
" Wer zum Teufel bist du ? "
" HAHAHA ! Mein Name ist Gaspirr. Ich bin vom Volk der Elementarier. Eure Waffen können mir nicht das Geringste anhaben, denn ich bin wie die Luft, durch die ihre Geschosse gleiten. Und du, du wirst jetzt sterben - mit deinen Freunden ! "
" NIEMALS ! ", schrie Gin, und schlug mit seinem Stab nach Gaspirr, aber er ging durch ihn hindurch als wäre dort niemand gewesen - nur Luft.
" Siehst du ? Du bist machtlos gegen mich. Hier gibt es nichts was mich aufhalten könnte. Und jetzt stirb - TROOPER ! "
Erneut schoss Gaspirr mit den lautlosen Schallimpulsstrahl und traf Gin mit voller Wucht. Noch bevor dieser vor Schmerz schreien konnte, war er bereits einige Meter weiter leblos in den Schnee gepresst wurden.
" Das waren schon mal zwei. Jetzt die Vier an der Felswand, und dann kann mein General sich ihren Anführer schnappen, hähähä ! ", sagte Gaspirr lachend zu sich selbst, und marschierte dann Richtung Felswände, wo sich die vier Trooper verschanzt hatten. Alle feuerten verzweifelt auf Gaspirr, doch es nutzte nichts. Sie trafen nur Schnee und Fels.
** Er hat Gin auf dem Gewissen ! Das wird er mir noch büßen ! Ich werde dich rächen, mein Freund - verlass dich drauf ! **, dachte Morik zornig, und überlegte, wie man einem Elementarier wie er sich nannte, aufhalten könnte. Immerhin wusste er dank des Helmfunks den Gin frei hörbar aktiviert hatte, um wen es sich handelte. Luft. Wie kann man Luft oder Gas besiegen, wenn alles was sie hatten hindurchgehen würde als wenn da nichts wäre ?
Jetzt hatte Gaspirr die anderen Trooper erreicht und es dauerte nur ein paar Sekunden, dann hatte er auch diese eliminiert.
Jetzt waren nur noch Morik und die drei maschinellen Trooper über, die sich hier im Schnee vergraben hatten.
** Hitze ! **, dachte Morik. ** Extreme Hitze, und er würde sich ausdehnen bis er platzen oder sich auflösen würde. Aber woher nehmen ? **
Eine Möglichkeit gab es noch. " He, Trooper ! Auf mein Kommando rennen wir alle zum Wrack da hoch und schließen den zweiten Energiekonverter wieder mit dem Triebwerk zusammen. Wenn der Elementarier uns dann folgt, brennen wir ihn mit dem Triebwerk weg ! " " Jawohl, Captain Morik ! "
Wie von wilden Wespen gestochen schossen plötzlich die vier letzten Hordler aus einem Schneehaufen hervor und liefen auf eine Felsformation zu. Verfolgt von Lasersalven, die alle hinter ihnen den Schnee aufwühlten, und verfolgt von Gaspirr, welcher sich noch u die restlich drei Trooper kümmern wollte, ehe der Söldnergeneral dann mit dem Anführer der Hordekrieger abrechnen würde.


" Schneller, die Kabel verbinden - LOS DOCH ! ", rief Morik dem Trooper zu, der so schnell hantierte, das er einige male das Kabel neu greifen musste. Dann endlich hatte er den Konverter vom Flügel wieder am Antrieb angeschlossen, und einer der Trooper meldete sich freiwillig, um mit seiner Energiequelle den Konverter anzukurbeln, damit dieser das Triebwerk aktivieren zu könnte, sobald der Elementarier sich nähern würde. Demonstrativ stieg Morik auf das Dach der Flugmaschine und rief dann: " Gaspirr ? Wenn du es auch nur wagst noch näher hier her zu kommen, dann werden wir dich vernichten ! "
Dann verschwand Morik in der Kanzel.
" HAHAHA ! Trooper, wie willst du mich vernichten ? Ihr habt nicht die nötige Ausrüstung um mich bekämpfen und besiegen zu können. ", antwortete er und kam näher.
** Du irrst dich. Und wie du dich irrst ! Ja, komm nur näher, Gaspirr ! **
Siegessicher ging Gaspirr noch einige Schritte näher heran, aber etwas irritierte ihn dann doch, da der Fels recht merkwürdig, beinahe Künstlich aussah. Er ging noch näher heran, und dann erkannte er, das es sich nicht um eine Felsöffnung handelte, sondern um ein Triebwerk einer alten Flugmaschine, in dessen Öffnung er nun genau hineinsah.
Jetzt aktivierte der Trooper den Konverter und sein mechanischer Freund brannte daraufhin durch als er seine Energie opferte, und das Triebwerk heulte kratzend auf, kam in die Gänge und spie dann eine ultraheiße Fontäne aus Ionengas aus und traf Gaspirr mit voller Wucht.
Morik konnte sehen wie der Elementarier in dem Ionenstrahl aufschrie und dann verpuffte. Die Freude war groß.
" Das wars, Männer. Der Elementarier ist erledigt. Bleiben nur noch die restlichen Söldner ! "
Der Triebwerk verstummte nach wenigen Sekunden wieder, als die Energiesysteme erschöpft aufgaben. Nun waren nur noch Morik und zwei Trooper übrig, als sich 35 Söldner mit ihrem verflucht heftig verärgertem Boss dem Wrack näherten.
" ERGEBT EUCH, TROOPER ! DANN LASS ICH EUCH AM LEBEN ! ", knurrte der General.
Morik blieb im Grunde auch keine andere Wahl. Wenn sie sich jetzt ergeben würden, würde er zumindest nahe genug an den Söldnerchef herankommen um diesen töten zu können. Also befahl er seinen Trooper ihre Waffen fallen zu lassen und vorzutreten.
" Na gut, Söldner. Du hast gewonnen ! "
" Sehr gut, Troopercaptain. Ihr seid jetzt meine Geiseln. Für euch drei bekomme ich einen guten Preis bei einigen gewissen Leuten, die schon einmal mit der Horde zu tun hatten. Wirklich ein angenehmer Gedanke ! "
" Genieße deinen Sieg. Dennoch hätten wir es fast bis zum Gipfel geschafft, und fast hätte mein kleiner Trupp deinen überlegenden Trupp ausradiert ! "
Der General lachte. " Ja, aber nur fast ! Das es euch gelungen ist, Gaspirr zu töten grenzt allerdings an ein Wunder. Aber ihr könnt froh sein, das ihr den Gipfel nicht erreicht habt, hahaha ! "
" Und warum ? Was könnte es dort oben wohl geben ? ", fragte Morik, und der Söldner grinste, fing dann an lauthals zu lachen.
" Nun, dort gibt es ein Portal. Schwer bewacht von tausenden von Söldnern und Piraten, gut geschützt im inneren des Berges. Niemand kam bisher dort hin, weil alle Fluggeräte oder Raketen durch einen Emitter abgelenkt werden, wenn sie sich dem Portal nähern. Sie können einfach kein Ziel finden. Wir aber bringen euch gern zu eurem Ziel, und dann gehen wir gemeinsam durch das Portal zu unserer Hauptbasis auf dem Planeten Koshh ! "
** So, da hat sich das Söldnerpack also versteckt. Koshh, eine weit entfernte, aber der Horde nicht unbekannte Welt. Verdammt. Für diese Information wäre ich problemlos in Hordaks Leibgarde befördert worden. **


Zwei Stunden später traf der Söldnertrupp mit den drei gefangenen Trooper am Gipfel ein, und Morik dachte nur, das wäre ein übles Reiseziel gewesen, bis hierher gerade mal mit zwei Händen voll Trooper an der Seite. Dicke Geschütze, schwere Mauern aus Stahl und Granit, Panzer und automatische Kampfdrohnen, sowie jede menge Söldner und Piraten hätten sie hier erwartet. Das Tor öffnete sich als sie sich näherten und man brachte die Trooper zu einem der größeren Festungsgebäude.
Inmitten dieses, so wie Morik es erkannte, erloschenen Vulkans, stand auf einem Turmbau der Emitter, von dem der General gesprochen hatte. Seltsame Geräusche wehte ein leichter Windzug herüber, und Morik konnte plötzlich noch etwas anderes hören - ein Piepen. Es schien anscheinend aus seiner Rüstung zu kommen. Auch die anderen Trooper blickten sich verwirrt an.
** Ein Sender ! **, dachte Morik.
** Deshalb hat man uns hier rauf laufen lassen. Verdammte Horde ! Hätte ich das gewusst, wäre ich auch lieber ein Söldner oder Pirat geworden ! **
Morik blickte zum Kraterrand empor in den Himmel, und da sah er sie. Eine handvoll Raketen schossen auf den Krater zu, und dieses mal würde der Emitter sie nicht von ihrem Ziel ablenken können, da sich ihre Ziele direkt im Krater befanden.
Trooper !


Hordak, Anführer der Wilden Horde, saß zusammen mit Keldor in Fright Zone an einem Tisch und beriet mit ihm, wie man der Söldnerplage, die seit längeren die Invasionspläne störte, Herr werden könnte. Schon monatelang suchte man vergebens den Ursprung der Piraterie, doch man fand keinen Hinweis.
Jetzt stürmte Grizzlor herein und brachte neue - gute Nachrichten.
" Sprich Grizzlor ! Was hast du uns mitzuteilen ? ", fragte Hordak begierig.
" Mission Traxx erfolgreich, Herr ! Manthors Truppe wurde wie erwartet aufgerieben und besiegt. Überlebende wurden zum Krater geführt, den wir oftmals vergeblich angegriffen hatten. Da alle mit Sendern ausgestattet waren welche sich automatisch aktivierten, als sie in der Nähe der Ablenkungsmaschine waren, konnten unsere Schiffe Raketen abfeuern und die Festung zerstören. "
" HOAHOAHOA ! Sehr gut, Grizzlor ! ", lachte Hordak zufrieden.
" Ich habe noch weitere Informationen, mein Lord ! "
" Noch mehr gute Nachrichten ? Lass hören ! "
" Den Funk und die Gespräche hatten wir ständig auf einer zweiten Dauerfrequenz abhören lassen. Wir erfuhren von einem Portal innerhalb des Vulkans, welches nach Koshh führt - dem geheimen Hauptversteck der Söldner ! "
Hordak sprang auf.
" KOSHH ? ICH KENNEN DIESES PLANETEN NUR ZU GUT ! ", brüllte er und schwang eine Faust, denn einst saß er dort monatelang als Gefangener in einer der sichersten Zellen des bekannten Universums, und Horde Prime persönlich musste mit seiner Streitmacht anrücken und ihn befreien.
Für diese Kosten müsste Hordak demnächst persönlich einen Feldzug abhalten, um die Verluste auszugleichen.
" Koshh ist unser nächstes Ziel. Wir werden diesen Planeten noch einmal räumen, und dann, dann nehmen wir uns das Volk von Etheria vor - ganz wie geplant ! ", ordnete Hordak an.
" Ich werde diesen Feldzug nach Koshh persönlich leiten, mein Lehrmeister ! ", sagte Keldor und nahm seinen Widderstab, verneigte sich und ging zusammen mit Grizzlor hinaus zum Raumhafen, um alle nötigen Mittel anzufordern, die dazu nötig wären. Zum anderen würden dabei auch die restlichen noch lebendigen Troopersoldaten als Erste Welle hingeschickt werden, nur um die Verteidigungsstärke zu testen.
Die Produktion der neuen maschinellen Trooper hatte unlängst begonnen, und würde der Horde nochmals an Macht und Stärke bereichern.


ENDE
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast