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Schatten über Amalur

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / MaleSlash
07.01.2015
07.01.2015
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686
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07.01.2015 686
 
A/N: Dies ist eine erfundene Geschichte, die in der Welt von Kingdoms of Amalur spielt. Ich versuche die Originalorte zu übernehmen, werde aber alle Charaktere und Geschehnisse erfinden. Ich besitze keine Rechte und das ganze Zeugs…

Irlan schloss die Augen und genoss die Sohnenstrahlen auf seinem Gesicht. Er mochte die Wärme, hatte sie vermisst. Er war die letzten drei Wochen durch die Wälder von Dalentarth marschiert und dort herrschten Kälte und Feuchtigkeit vor. Ein leichter Wind wehte über die Felder und Wiesen der Wolds und brachte das hohe Gras zum tanzen.
Er öffnete die Augen wieder und folgte weiterhin der Spur. Er befand sich inzwischen schon drei Meilen südöstlich von Ayten und noch immer nicht hatte er den Dieb entdeckt, den zu finden sein Auftrag war.
Eine alte Frau, die Irlan in der Gaststube von Ayten getroffen hatte, hatte ihn gebeten, den Mörder ihrer Tochter und deren Ehemann zur Strecke zu bringen. Irlan war sowieso zurzeit knapp bei Kasse und er hatte der hoffnungsvollen Alten die Bitte nicht ausschlagen können. Manchmal war er ja ein gutmütiger Mensch und außerdem tat ihm ein bisschen Abwechslung nach den Geschehnissen in Dalentarth gut.
Die Spuren wurden tiefer und waren nun weiter auseinander. Anscheinend hatte der Dieb etwas entdeckt und war darauf zugerannt oder er war vor etwas geflohen, aber hier waren keine Spuren eines Verfolgers zu finden. Also ging Irlan von seiner ersten Vermutung aus. Wenn er sich beeilte, konnte er vielleicht noch jemanden retten, der sich dann als dankbar erweisen würde. Vielleicht mit klingender Münze.
Irland begann zu laufen, durchquerte ein Feld und rannte über einen Hügel und dann legte er sich sofort auf den Bauch und inspizierte die Lage. Er erblickte eine Straße, auf der ein Mann, offensichtlich der Dieb, einer Frau ein Messer an die Kehle hielt. Ein zweiter Mann suchte verzweifelt nach etwas in seinen Reisetaschen. Er weinte und die Frau auch. Und der Dieb grinste hämisch. Schließlich holte der Reisende einen Beutel aus seiner Geldtasche und hielt ihn dem Dieb hin. Dessen Grinsen wurde nur noch breiter und mit einem wilden Ruck öffnete er der schreienden Frau die Kehle. Blut spritzte und das Weib brach gurgelnd zusammen. Der Reisende stürzte sich auf den Dieb, aber dieser rammte dem wütenden Mann das Messer ein paar Mal in die Brust. Der Mann fiel zu Boden und blieb dort liegen. Der Dieb hatte offensichtlich reine Lust am Töten.
Irlan fluchte und sprang auf und sprintete los. Er zückte seinen Bogen und ging hinter einem Busch in Deckung, zog einen gefiederten Pfeil aus dem Köcher, legte an, zielte und jagte ihn dem Dieb durchs Knie. Dieser schrie auf und fiel hin, fluchte. Irland ging zu ihm, sein Schwert gezogen.
„Hey, warte!“, schrie der Dieb verzweifelt. „Ich habe Geld… ich mache alles, nur bitte verschone mein Leben!“ Irlan mochte sein Flehen. Es beflügelte ihn. Dennoch fand er es erbärmlich, wie der Dieb so viele Menschen umgebracht hatte, und dann, als er selbst in der Situation war, nicht mit seinem letzten bisschen Würde sterben konnte. Ohne ein Wort zu verlieren rammte er dem Dieb sein Schwert durch den Hals und säuberte es danach an dessen Kleidung. Er durchsuchte die Taschen des Toten nach dem Geldbeutel der Tochter der Alten und stand dann wieder auf.
Sein Blick fiel auf den herrenlosen Geldbeutel am Boden. Den würde keiner mehr brauchen. Irlan hob ihn hoch und grinste. Er war schwer. Danach hob er die Leichen auf den hölzernen Karren der zwei toten Reisenden und zündete ihn an. So hatte sie wenigstens etwas, das an ein Begräbnis herankam.
Zurück in der Gaststube in Ayten nahm die Alte den Geldbeutel ihrer Tochter mit ungläubigen Augen entgegen. Fast so, als hätte sie erwartet nie mehr etwas in den Händen zu halten, das sie an ihre Tochter erinnerte. Sie drückte sich den Lederfetzen an die Brust und weinte leise. Dann blickte die Sitzende dankbar zu Irlan auf. Es rührte ihn. Beinahe hätte er die Belohnung zurückgegeben, einfach weil es sich falsch anfühlte, sie anzunehmen. Aber er brauchte sie wirklich dringend und deswegen behielt Irlan sie. Am nächsten Morgen war er schon längst nach Osten weitergereist.
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