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Das Sterben in unseren Herzen

OneshotFamilie, Tragödie / P12 / Gen
Ben Mason Hal Mason Matthew "Matt" Mason Thomas "Tom" Mason
07.01.2015
07.01.2015
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Das Sterben in unseren Herzen

„Ich habe Nein gesagt.“
Ben ballt die Hände und presst die Zähne aufeinander. Manchmal kann sein Bruder ein dämlicher Dickkopf sein. Unbeeindruckt von Bens wütendem Blick verschränkt Hal die Arme vor der Brust. Ben dreht sich zu seinem Vater herum.
„Dad, bitte!“
Doch Tom schüttelt den Kopf. Er tritt auf Ben zu und legt ihm eine Hand auf die Schulter.
„Ich muss deinem Bruder zustimmen, Ben. Trotz der Stachel ist deine Verletzung noch nicht verheilt. Ruh dich aus, bevor du dich in die nächste Schlacht stürzt.“
Ben lässt den Kopf hängen. Ob er es sich eingestehen will oder nicht, sein Vater hat recht. Er nickt. Tom gibt ihm einen Kuss auf den Scheitel, was Ben aufblicken lässt.
„Und ganz nebenbei hast du einen sehr wichtigen Job, um den du dich kümmern musst. Du musst auf Matt aufpassen.“
„Er kann gut auf sich selbst aufpassen.“
„Mag sein. Dennoch fühle ich mich sicherer, wenn ich weiß, dass du ein Auge auf ihn hast.“
„Bei Matt braucht man mindestens sechs Augen“, murmelt Ben.
Tom erlaubt sich ein Lächeln. „Hal und ich sind bald zurück.“
Er drückt Bens Schulter, bevor er sich umwendet und auf den Ausgang zugeht, Hal folgt ihm nur wenige Schritte dahinter.
„Wartet!“, ruft Ben. Augenblicklich halten die beiden inne. „Versprecht mir, dass ihr auch auf euch aufpasst.“
Dank Bens herabhängenden Schultern, seinem traurigen Blick und der generell bedrückenden Stimmung in dem heruntergekommenen Raum wirkt Ben wie ein Häufchen Elend. Hal schwingt sich sein Gewehr über die Schulter, geht zu seinem Bruder und zieht ihn in eine Umarmung.
„Das werden wir.“
Ben erwidert die Umarmung und sinkt gegen Hal. Umarmungen wie diese sind zwischen ihnen selten geworden. Einerseits sind sie Brüder, beide auf dem Weg zum Mannesalter. So etwas wie Umarmungen gibt es da nicht. Das machen nur Mädchen. Andererseits gibt es in diesem Krieg kaum Zeit für Sentimentalität. Umso wertvoller empfindet Ben Momente wie diese. Doch auch sie müssen enden. Hal löst sich von ihm und verschwindet mit seinem Vater aus dem Zimmer. Mit ihnen verlässt die Wärme den trostlosen Ort.
Ben lässt seinen Blick von der Tür über die notdürftig eingerichteten Schlafplätze auf dem Boden zum nächstgelegenen Fenster schweifen. Es sieht wie der kleine Trupp an Kämpfern das Gebäude verlässt und beginnt durch die Straßen der Stadt zu streifen, auf der Suche nach Mechs und Skittern, die ihr hart erkämpftes Lager bedrohen. Das Haus macht zwar nicht viel her, es ist heruntergekommen und überall liegt Dreck, doch es gibt Strom und fließenden Wasser und etwas Besseres als das lässt sich in tausend Meilen nicht finden. Oder zumindest nicht in dieser Stadt.
Ben kann das Gefühl nicht abschütteln, dass etwas furchtbar falsch läuft. Er sollte auch dort unten bei den Männern und Frauen sein. Bei seinem Dad und Hal. Verletzung hin oder her, es ist seine Aufgabe die zweite Mass zu schützen und das kann er schlecht von diesem Zimmer tun. Eine wilde Entschlossenheit ergreift von ihm Besitz. Er eilt durch die belebten Gänge und Treppen in das Untergeschoss des Hauses. Er hat den Ausgang fast erreicht, als er den Klang seines Namens vernimmt.
„Ben?“
Er wendet sich um und entdeckt Matt. Innerlich flucht Ben. Er hatte gehofft, dass Matt bei Onkel Scott ist oder bei Anne, doch offenbar hat er kein Glück.
„Wo willst du hin?“
„Ich will mich nur kurz draußen umsehen.“
„Du willst Dad folgen. Stimmts?“
Ben setzt sein bestes Sonntagslächeln auf, doch Matt scheint sich davon nicht überzeugen zu lassen. Sein Bruder ist eindeutig zu clever für sein Alter. Wobei er schon lange keine vier Jahre alt ist, geschweige denn acht. Im Krieg muss man schnell erwachsen werden. Seufzend knickt Ben ein.
„Dad wird mich brauchen. Ich gehe ihm nur kurz helfen und dann bin ich sofort wieder da.“
„Aber du bist verletzt. Dad hatte gesagt …“
„Vergiss, was er gesagt hatte. Sie werden mich brauchen.“
Matts Stirn kräuselt sich und er öffnet den Mund, doch Ben hat keine Zeit für weitere Diskussionen. Er legt die Arme um seinen Bruder und zieht ihn an sich.
„Ich bin gleich zurück.“
Bevor Matt ein weiteres Wort sagen kann, dreht sich Ben um und setzt seinen Weg zum Ausgang fort. Allerdings nicht ohne sich ein Gewehr und zwei Magazine zu schnappen.

Selbst aus der Ferne kann Ben die Schüsse und Schreie des Trupps hören. Offensichtlich hatten sie eher Feindkontakt gehabt, als sie gehofft hatten. Sie sind viel zu nah an ihrem Lager. Mit dem Gewehr im Anschlag läuft er auf den Kampf zu. Er presst sich gegen eine Hauswand und lugt um die Ecke herum auf die vor ihm liegende Straßenkreuzung.
Trümmer und Schutt bedecken die Straße. Hier und da lodern kleine Feuer, qualmende Überbleibsel der Explosionen, welche die Sicht auf das Kampfgeschehen trüben. Dennoch kann er die schiere Übermacht von Skittern und Mechs sehen, die sich stetig auf den kleinen Trupp zubewegt, der zwischen den Trümmerteilen Schutz gesucht hatte. Lange wird ihre Verteidigungslinie nicht halten. Trotz der ausweglos erscheinenden Situation gibt die zweite Mass nicht auf. Allein in diesem Moment legt sich Hal mit einem der Mechs an und feuert sein Magazin auf den Metallriesen ab. Von Schüssen zerlöchert fällt er rücklings zu Boden. Lange kann Hal den kleinen Sieg nicht feiern, denn augenblicklich nimmt der nächste Mech seine Position ein. Hal ist derart auf den Roboter fokussiert, dass er den Skitter nicht bemerkt, der sich ihm von hinten nähert. Ben hingegen entgeht er nicht. Getrieben von Angst lässt Ben jegliche Vorsicht fallen und sprintet aus seiner Deckung auf den Skitter zu. Als er nah genug ist, um ihn nicht zu verfehlen, sendet er Kugel um Kugel in die Richtung des Aliens, welches unter jedem Einschuss zusammenzuckt, bis es tot zu Boden fällt. Ben würdigt ihm keines weiteren Blickes und hechtet hinter einen großen Betonklotz. Kurz darauf surren Mechkugel über seinen Kopf hinweg. Instinktiv zieht Ben den Kopf ein, doch die Projektile schlagen in weiter Entfernung zu ihm im Boden ein. Erleichtert atmet Ben aus. Eine Hand packt ihn an der Schulter und wirbelt ihn herum.
„Was zur Hölle machst du hier?“
Hal sieht alles andere als glücklich aus, dennoch schwingt in seiner Stimme neben Wut auch Sorge mit. Ben reißt sich los.
„Ich will helfen. Offensichtlich war das bitternötig.“
„Danke dafür, aber du hättest auf Dad hören sollen.“
„Ist doch egal. Jetzt bin ich hier und kann genauso gut kämpfen.“
Mit diesen Worten wendet er sich wieder dem Schlachtfeld zu. Inzwischen hatte sich das Blatt gewendet und es sieht tatsächlich so aus, als würden sie diese Schlacht gewinnen. Es sind nur noch fünf Skitter und zwei Mechs übrig, deren Kampfkraft mit jedem fallenden Schuss sinkt. Ben nutzt seine Chance und beeilt sich Boden gutzumachen. Ein Auto bietet ihm die perfekte Deckung. Von dort aus hebt er sein Gewehr und zielt auf den nächststehenden Skitter, der soeben von einer Hauswand auf Parker zuspringt. Er schafft es allerdings gerade einmal einen Schuss abzufeuern, als er Hals Stimme vernimmt.
„Ben! Hinter dir!“

Wenn er könnte, würde Hal seinem dämlichen kleinen Bruder eine verpassen. Er hätte niemals gedacht, dass es einen größeren Dickkopf als Matt gibt, doch hier ist er, vor nicht einmal einem Tag verwundet und mit einem Gewehr bewaffnet. Idiot!
Hal schluckt seinen Zorn herunter und konzentriert sich wieder auf das Gefecht. Allerdings hat es nicht lange seine Aufmerksamkeit, denn eine Bewegung in seinem Augenwinkel lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Wie aus dem Nichts taucht ein Skitter neben seinem Bruder auf.
„Ben! Hinter dir!“, ruft er und hebt sein Gewehr, doch es ist zu spät.
Kaum ein Herzschlag vergeht und der Skitter hat Ben erreicht. Ben, der seinen Ruf gehört hatte, wendet sich um, hat jedoch keine Zeit mehr sich zu wehren. Der Skitter gibt ihm einen kräftigen Stoß, der das Gewehr in die eine und Ben in die andere Richtung fliegen lässt. Er kracht in einen Betonklotz und fällt reglos zu Boden. Der Skitter setzt an, um ihm hinterherzuspringen, doch Hal weiß dies zu verhindern. Bevor der Skitter eines seiner Beine heben kann, bricht er unter Hals Kugelhagel zusammen. Sofort eilt Hal auf Ben zu. Jener hat sich noch immer nicht gerührt und Hal befürchtet das Schlimmste. Staub wirbelt auf, als er neben seinem Bruder auf die Knie fällt. Er liegt auf dem Bauch und seine Augen sind geschlossen. Er sieht beinahe aus, als wäre er tot. Hal schiebt den Gedanken beiseite und legt Ben eine Hand auf die Schulter.
„Ben? Hörst du mich?“
Ein Wimmern ertönt. Es ist nicht gerade das, worauf Hal gehofft hatte, doch es ist besser als Nichts.
„Wo tut es weh?“
„Überall.“
„Das ist nicht gerade konkret.“ Hal verstärkt seinen Griff um Bens Schulter. „Ich drehe dich jetzt auf den Rücken.“
So vorsichtig wie möglich dreht er Ben zu sich herum, dennoch stößt Ben einen lauten Schrei des Schmerzes aus.
„Es ist gut. Es ist vorbei. Du hast es geschafft.“
Eine Träne sickert zwischen Bens Augenlidern hervor und bahnt sich seinen Weg durch den Staub, den Schweiß und das Blut auf Bens Wange. Hal hält inne. Blut? Er wendet seinen Blick von Bens Gesicht ab und sieht sich um. Nebst einem Blutfleck an der Stelle, auf welcher Ben gelegen hatte und mehrerer rostiger Eisenstangen, die aus dem Betonklotz ragen, gegen den Ben geschleudert wurde. Die Löcher, die Hal in Bens Bauch entdeckt verraten ihm den Rest der Geschehnisse.
„Nein, nein, nein, nein“, flucht er leise und presst seine Hände auf die Wunden, doch sie sind zu zahlreich und zu groß, um etwas gegen den Blutverlust ausrichten zu können.
„Was?“ Ben runzelt seine Stirn. Er folgt Hals Blick und sieht auf seinen Bauch. „Oh. Nicht gut.“
Hal schluchzt laut. „Es wird alles gut. Anne flickt dich wieder zusammen und dann bist du bald wieder auf den Beinen.“
Ben lässt seinen Kopf auf den Boden sinken. „Es ist okay, Hal.“
„Nichts ist okay. Du hättest nicht hier sein sollen. Wieso musstest du dich Dads Anweisung widersetzen? Wenn du da geblieben wärst, dann würdest du jetzt nicht verbluten!“
Hal kann die Tränen nicht mehr aufhalten. Zu wahr sind seine Worte, zu schmerzvoll. Eine Hand legt sich auf seine. Sie ist eiskalt. Ein Schauer durchfährt Hal. Es ist wie die Hand des Todes.
„Es tut mir leid.“
Die Worte sind kaum zu verstehen, doch Hal kann nicht zulassen, dass auch nur eines von ihnen in seinen Verstand dringt. Es klingt wie ein Abschied. Er hebt den Kopf gen Himmel und betet zum ersten Mal in seinem Leben um ein Wunder. Ein gequältes Husten lässt seinen Kopf zu Bens Gesicht schnippen. Sein Atem hat sich in einen röchelnden Kampf um Luft verwandelt und ein kleines Blutrinnsal hat sich in Bens Mund gebildet und läuft langsam über seine Wange. Plötzlich zuckt Ben zusammen und ringt um Luft.
„Scheiße! Nein!“ Hal legt seine Hände auf Bens Wangen. „Sieh mich an Ben. Du musst atmen. Bitte! Atme!“
Bens Augen zucken zu ihm. Sie sind geweitet, voller Angst und Trauer.
„Ich liebe … dich“, presst Ben hervor. „Bruder.“
Das letzte Wort ist so leise, dass es Hal beinahe nicht versteht. Bevor er es erwidern kann, beruhigt sich Bens Atmung, bis sie gänzlich verstummt. Ben schließt die Augen. Energisch schüttelt Hal den Kopf. Das darf nicht passieren.
„Ben?“, flüstert er. „Ben!“
Er tätschelt Bens Wange, doch das bewirkt nur, dass sein Kopf haltlos zur Seite kippt. Hal packt die Schultern seines Bruders und beginnt ihn zu schütteln.
„Komm schon. Mach die Augen auf.“
Doch sein Bruder gewährt ihm diesen Wunsch nicht. Hals Herz zieht sich zusammen und laute Schluchzer schütteln seinen gesamten Körper. Er fährt mit seinen Ärmeln über Bens Gesicht, um die grässlichen Spuren des Blutes abzuwischen. Ben würde es nicht freuen, wenn er sich so sehen würde.
„Mach schon, Ben. Lass mich nicht im Stich. Du kannst nicht einfach so sterben. Was wird aus Dad? Und was wird aus Matt? Du brichst dem Kleinen das Herz. Du brichst mir das Herz!“
Er zieht Ben in eine Umarmung und legt sein Kinn auf Bens Kopf. Heiße Tränen ergießen sich über seine Wangen und tropfen in Bens Haar.
„Es tut mir leid. Es tut mir so leid.“
Er übersät Bens Haar mit Küssen, bis er keine Kraft mehr hat sich zu bewegen. Selbst seine Tränen versiegen, beinahe zeitgleich mit dem Tod des letzten Skitters. Aus allen Ecken erklingen Jubelrufe, doch Hal kann die Freude nicht teilen. Das Einzige, das in seiner Welt existiert, ist Schmerz.

Hal hat jegliches Zeitgefühl verloren. Wen interessiert es überhaupt. Ben ist tot und egal wie viele Stunden vergehen, nichts wird ihn zurückbringen können.
„Hal? Wo bist du?“
Eine Stimme in seinem Kopf sagt ihm, dass er seinem Vater antworten sollte, doch er bringt keinen Ton über seine Lippen. Stattdessen wartet er auf das Unvermeidliche.
„Ach! Hier bist du. Ist alles in Ordnung? Ich habe dich die letzte Hälfte des Kampfes nicht mehr gesehen.“
Er hat es noch nicht gesehen. Noch lebt sein Vater in einer Welt der Unbeschwertheit. In einer Welt, in der Ben noch lebt. Doch die Realität wird ihm bald einholen. Hal wirft einen Blick über seine Schulter und sieht wie sein Vater über die Trümmerteile auf ihn zuklettert. Bald wird er unten ankommen und dann wird er ihn sehen. Erneut steigen Tränen in Hal auf. Sein Vater hatte gerade erst den Tod seiner Mutter überwunden. Was passiert, wenn er Bens Tod nicht verkraftet? Er darf ihn nicht verlieren? Wer tröstet sonst Matt? Er selbst wird es nicht können.
Sein Vater hat das Ende seiner Kletterei erreicht und richtet sich auf. Ein breites Grinsen erhellt sein Gesicht, doch als sein Blick auf Hal fällt, erstarrt es zu einer grauenvollen Maske.
„Ich konnte es nicht verhindert“, flüstert Hal. „Ich hätte ihn beschützen müssen. Und jetzt ist er tot.“
Erneut bricht Hal in lautes Schluchzen aus. Er presst seinen Bruder fester gegen seine Brust, als könnte er ihm damit die entweichende Wärme wiedergeben. Hinter ihm ertönt ein Klappern, das Geräusch eines Gewehres, das zu Boden fällt. Es nähern sich Schritte, bis er seinen Vater spürt, der auf Bens anderer Seite auf die Knie geht. Tom streckt seine Hände nach Ben aus und fährt ihm durch die Haare. Wie oft hatte er dies getan, nachdem Ben eingeschlafen war? Doch dieses Mal schläft Ben nicht. Er ist tot. Sein Sohn. Sein Ben. Er hatte ihn nicht beschützen können. Er nimmt Ben aus Hals Armen und sieht auf sein regloses Gesicht hinab.
„Wieso?“, fragt er mit zitternder Stimme.
„Er ist uns gefolgt. Er wollte uns helfen. Dieser Idiot.“
Behutsam streicht Tom mit seinen Fingerspitzen über Bens Wange. Die Trauer in seinem Herzen lässt ihn kaum atmen. Mit einem lauten Schrei lässt er den Kopf auf die Brust seines Sohnes fallen.
Irgendwann versiegen die Tränen. Irgendwann schwindet der Schmerz. Irgendwann denkt er nicht mit jeder Sekunde an seinen Sohn. Doch niemals wird das Loch, das Ben hinterlassen hatte, gefüllt werden können. Als Ben starb, starb auch ein Teil von Tom Masons Herz.
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