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Goodbye Bye

KurzgeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Dong Bang Shin Ki / JYJ NU'EST
07.01.2015
16.01.2015
2
3.037
 
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07.01.2015 1.756
 
Diese Geschichte ist nur zu Papier gebracht, weil ich meiner Freundin Grace Butterfly so meinen schlimmen Traum näherbringen wollte.

Ich kuschelte mich an seinen heißen, starken Körper um besser schlafen zu können. Dieser Körper, der mich schon seit einer Ewigkeit so vertraut war… Und der mich mein gesamtes Leben lang noch begleiten wird. Für Immer. Dieser eine Körper. Dieser eine Mann. Ich hatte ihn geheiratet und eine Tochter von ihm bekommen. Also gab es kein Zurück mehr… oder?

Ich drehte mich von ihm Weg. Vielleicht brauchte ich doch erst Mal etwas Abstand? Ich konnte das nicht. Ich konnte doch nicht mein gesamtes Leben mit ihm verbringen. Bei dem Gedanken kamen mir die Tränen. Ich war doch noch so jung. Ich wollte doch noch was erleben bevor ich mich festlegte. Aber es war bereits geschehen.

Auf einmal hatte ich ein beklemmendes Gefühl. Aron neben mir schlief und atmete ganz ruhig. Unsere Tochter Dami lag ebenfalls in ihrem Kinderbett was in unserem Zimmer stand. Ich schlug die Decke zurück und setzte mich auf die Bettkante. Mit den Fäusten rieb ich mir über die Augen, wie damals als ich noch ganz klein war. Eins war für mich klar, ich musste jetzt los, ich konnte hier nicht mehr lange bleiben, ohne dass ich verrückt werden würde.

So stand ich auf, schnappte mir schnell eine Tasche und packte eilig ein Paar wichtige Dinge zusammen. Gerade als ich dabei war noch einmal nach unserer kleinen Dami zu schauen, wachte Aron auf. „Hey, Schatz, was machst du denn? Leg dich doch wieder hin, es ist schon ziemlich spät“. Doch ich wusste, dass ich weg musste.

„I-Ich kann nicht. Ich muss hier weg…“, ich brach mitten im Satz ab, weil Dami sich bewegte und ich Arons entsetztes Gesicht sah. „Was? Wo willst du denn jetzt noch hin??“, fragte er. „Ich muss weg. Aron ich kann das nicht mehr. Es tut mir so leid. Ich liebe dich aber trotzdem.“ Er stand auf und kam auf mich zu. „Wieso willst du mich denn jetzt verlassen?“, ihm standen die Tränen in den Augen. „Und was wird aus Dami? Willst du sie mitnehmen?“

„Hey, wenn du Geld brauchst sag einfach Bescheid, ich werde euch beiden was bringen… Ach was rede ich denn? Nach der Scheidung geht doch eh alles übers Amt.“ Ich musste kurz auflachen. Dann drehte ich mich um und lief schnell los. Aron, nur mit seinen Boxershorts bekleidet rannte mir hinterher und hielt mich am Arm fest als ich gerade die Wohnungstür geöffnet hatte.

„Wenn du jetzt gehst… Ich habe dir so oft deine Fehler und Fehltritte verziehen. Das ist vorbei. Wenn du mich jetzt alleine lässt, dann brauchst du NIE wieder zu kommen. Ich will dann nichts mehr von dir wissen.“ „Es tut mir leid“, sagte ich und zog meine Schuhe an. Aron stand in der Tür und weinte leise. Man hörte es vielleicht nicht aber man sah es sofort an seinen roten geschwollenen Augen. Ich stand langsam auf und machte einen Schritt auf ihn zu.

Er wich sofort zurück als er sah, dass ich meine Arme nach ihm ausstreckte. Auch mir standen inzwischen die Tränen in den Augen. „Fass mich bloß nicht an!“, fauchte er mir entgegen. Vor Schreck blieb ich wie erstarrt stehen. „Du wolltest gehen.“, sagte er mir und tritt gegen meine Tasche. „A-Aron“ doch ich hatte keine Chance. Er schlug die Tür direkt vor meiner Nase zu.

Zuerst wusste ich nicht was passiert war, doch jetzt kam alles wieder. Und ich verstand, dass ich so eben den größten Fehler meines Lebens begangen hatte. Ich hatte Aron ein für alle Mal verlassen. Ich wollte das nicht, ich wollte alles zurückdrehen und klopfte gegen die Tür. Dahinter hörte ich ein leises schluchzen, was mir verriet, dass Aron dort war. „Was willst du denn noch?!“ Ich konnte nichts sagen, außer noch einmal „Es tut mir leid“. „Das habe ich inzwischen auch verstanden! Aber ich glaube dir Miststück kein Wort mehr.“

Arons Worte trafen genau in mein Herz und lies es in 1000 Stücke zersplittern. Ich hörte wie sich Schritte von der Tür entfernten. „Aron! Aron! Geh nicht weg!“, schrie ich und hämmerte gegen die Tür. Als er wieder zur Tür kam, ließ er etwas schweres Metallisch klingendes Fallen. „Aron, was war das?“, fragte ich. „Nichts und jetzt verschwinde endlich, kleine Hure!“, fuhr er mich an und entfernte sich ein weiteres Mal.

Und mir war klar dieses Mal würde er nicht zurück zur Tür kommen und ich würde auch nie wieder dort rein kommen, geschweige denn mein Kind sehen. Ich fing an bitterlich zu weinen. Auf einmal ging die Tür von unseren Nachbarn auf. In der Wohnung lebte Celine, das ist Arons Schwester, und ihr Freund Jonghyun mit deren Sohn Sungkyu. Jonghyun stand in der Tür und als er mich Häufchen Elend sah, kam er zu mir. Er war mein bester Freund und auch Arons und so hoffte ich, er könnte vermitteln. Ich war jedoch nicht in der Lage etwas zu sagen, da ich sprichwörtlich in einem Meer der Tränen ertrank und das Gefühl hatte ersticken zu müssen.

Jonghyun zog mich hoch und brachte mich in Celines Zimmer. Sie saß auf dem Bett und schaute mich erschrocken an. Doch sie fragte nicht was los war, wofür ich ihr sehr dankbar war sondern drückte mich einfach an sich und brachte mir Taschentücher.

Währenddessen hörte ich im Flur wieder Geräusche. „Aron mach doch endlich die Tür auf!“, bettelte Jonghyun ihn an, auf seinem Gesicht blankes Entsetzen.  Ich stellte mich still hinter ihn um Arons Antwort abzuwarten. Dann kam eine leise Stimme durch die Tür. „Ich kann… nicht. Hier ist so viel… Blut.“ Ich wusste sofort was geschehen war und auch Celine schien wie erstarrt vor Schreck. „Genau deshalb ja Aron, mach doch bitte endlich auf!“, redete Jonghyun weiter auf ihn ein.

„Hol bitte einen Krankenwagen! Schnell!“, wendete er sich an Celine. Sie zog mich mit hinter ihr her, während Jonghyun versuchte beruhigend auf Aron einzureden. Da kam mir die Idee. „Der Durchbruch!“, sagte ich so plötzlich, und voller Hoffnung, dass sie erst nicht verstand. Aber in der Sekunde darauf viel es ihr ein. Wir hatten vor langer Zeit den Teil einer Wand zwischen unseren Wohnungen eingerissen und nur wenn man in eine verwinkelte Ecke krabbelte kam man da durch. Wir hatten diesen Durchbruch gemacht, weil wir so schnell zum anderen kommen konnten oder im Notfall auch durch die andere Wohnung in unsere eigene zu kommen. Und nun war dieser Notfall gekommen.

„Na los!“, sagte sie zu mir und schubste mich Richtung Badezimmer. Sofort lief ich los. Ich krabbelte durch das Loch und fand mich in unserer Wohnung wieder. Ich hörte aus dem Flur Arons Stimme und sein Schluchzen. Er redete noch mit Jonghyun. In der Küche sah ich ein wenig Blut, und von dort aus eine Spur aus Blutstropfen bis vor die Wohnungstür. Im Schlafzimmer hörte ich Dami weinen.

Ich schlich mich möglichst leise ins Schlafzimmer um sie zu beruhigen. Und tatsächlich, sobald sie mich sah, wurde sie stiller. Ich bedeutete ihr auch ja still zu bleiben und schlich mich wieder raus. Ich wusste, es war jetzt die Zeit gekommen zu Aron zu gehen. Ich atmete tief durch und ging langsam in seine Richtung.

Als er mich erblickte, fuhr er mich sofort wieder an. „Was machst du denn hier?! Verpiss dich ganz schnell aus meiner Wohnung.“. Als ich jedoch nicht weiter ging, fügte er hinzu: „Und das Kind kannst du auch mitnehmen.“ Ich schüttelte darauf nur den Kopf und ging noch zwei Schritte auf ihn zu. Da hob er das Messer neben sich hoch und setzte es erneut an seinem linken Arm an. Er hatte dort bereits 2 Fingerlange und auch tiefe Schnitte. Und auch am rechten Arm blutete er heftig. Erst jetzt wurde mir bewusst was ich alles angerichtet hatte. Ich ging auf die Knie und krabbelte auf ihn zu. Er schnitt. Tief und erbarmungslos. „NEEEIIN!“, schrieb ich und stürzte mich auf ihn. Das Messer ließ er fallen um seine Arme um mich zu schließen. Ebenso wie ich meine fest um ihn schloss, Doch auch einmal wurde seine Umarmung sehr schlaff und sein Kopf knallte auf meine Schulter.

„Freya, der Krankenwagen ist da, mach die Tür auf!“, rief Jonghyun von draußen herein. „Schick sie durch den Durchbruch. Ich kann die Tür nicht öffnen, Aron liegt davor und… und…“ Doch da hörte ich schon ein Poltern und die Männer in den Krankenhaus-Uniformen kamen herein. „Gehen sie bitte weg von ihm“, sagte der eine seelenruhig zu mir und legte seine Hand auf meine Schulter.

Ich brachte es nur schwer übers Herz ihn loszulassen, aber schließlich wollte ich, dass es ihm gut geht. Also ließ ich ihn los und kroch ein paar Meter weiter. Ich sah, wie zwei der Männer Aron auf eine aufklappbare Trage hievten und ihm ein Beatmungsgerät an den Mund und die Nase hielten. Ich sah das ganze Blut und mir wurde schlecht. Ich schaffte es nicht mehr bis zum Klo und übergab mich anschließend einfach im Badzimmer.

Als ich wieder aus dem Bad kam, hatte einer der Männer die Tür aufgemacht und beide trugen Aron gerade aus der Wohnung. Celine stand mit dem Rücken zu mir, fest an Jonghyun gedrückt. Ich lehnte mich gegen die Wand und starrte einfach die gegenüber von mir an. Dann kam Jonghyun zu mir. „Willst du heute bei uns drüben schlafen?“ Ich überlegte einen Moment. Dann kam Celine aus dem Schlafzimmer, mit Dami auf dem Arm. Ich willigte ein, sobald ich Dami in meinen Armen hielt. „Appa“, schluchzte sie. Auch sie hatte mitbekommen was passiert ist. Ich beschloss, ihr das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, falls Aron sterben oder mich wirklich nie wieder zurück nehmen würde. Ich würde trotzdem alles für sie tun und nie zulassen, dass sie jemals in eine solche Lage geraten würde.

Ich kam mit zu Celine und Jonghyun rüber. Während Celine mir das Bett bereit machte, brachte Jonghyun Dami zu Sungkyu. Die beiden würden sich für heute ein Bettchen teilen. Ich machte mich währenddessen bettfertig. Als ich mein Oberteil auszog, merkte ich dass ich einen Knutschfleck von Aron hatte. Er hatte ihn mir wohl verpasst, als wir an diesem Abend miteinander geschlafen hatten. Ich würde es gut in Erinnerung behalten. Ich zog mich fertig um und ging ins Wohnzimmer. Celine umarmte mich noch einmal „Es wird alles gut, mach dir keine Sorgen“, sagte sie und ging ebenfalls.

Ich legte mich auf Sofa und versuchte zu schlafen. Ich war hundemüde. Aber ich konnte nicht schlafen. Immer wieder spielte sich diese Szenen von heute vor meinem Auge ab.

To be continued…
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