Eine Welt voller Farben

GeschichteRomanze, Tragödie / P16 Slash
06.01.2015
06.01.2015
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„Nein! Nein warum? WARUM?“ Schluchzend brach der junge Mann neben dem Bett zusammen und krallte sich in die blass grauen Bettbezüge. Erst heute Morgen hatte er das Bett frisch bezogen, während der kleine blonde Brite in der Küche das Frühstück zubereitet hatte und mit strahlenden grünen Augen zu ihm aufgesehen hatte, als er freudestrahlend und voller Energie in die Küche gekommen war. Die Sonne hatte so hell durch die Fenster gestrahlt und keine Wolke hatte den blauen Himmel verdeckt.
Leuchtendes Blau
Funkelndes Grün

Farben, die nun für immer aus der Welt gelöscht zu sein schienen. Nun, da der große Amerikaner von der Arbeit zurück gekommen war und statt einem freudestrahlenden Arthur nur eine verwüstete Wohnung und seine Leiche auf dem frisch bezogenen Bett vorgefunden hatte und das Blut des schmalen Engländers von dem feinen Stoff aufgesogen worden war und purpurrote Blüten darauf formten. Ja...rot und grau. Das waren die einzigen Farben, die Alfred Finley Jones in diesem Moment wahrnehmen konnte.
Aschfahles Grau
Blutrotes Rot

Und er schrie. An dem Tag, an dem seine Welt komplett an Farbe verlor.


In einer weit, weit entfernten Welt erwachte derweil der junge Mann Oliver Kirkland aus einem traumlosen und rastlosen Schlaf. Wie jeden Morgen fühlte er sich kaum ausgeruht und durch die fehlenden Träume fühlte es sich mal wieder so an, als würde er einfach wie ein Roboter angeschaltet werden.
Gähnend setzte er sich in seinem großen Doppelbett auf und streckte seine müden Glieder. Das helle Sonnenlicht viel durch die blassrosa Vorhänge und in das Farbenfrohe Zimmer Olivers und erhellte alles mit einem angenehmen Glanz. Alles in allem war Olivers Zimmer hauptsächlich in Rosa oder Pink gehalten. Selbst die Wände zierte ein Hellrosa und die beiden großen Kopfkissen hinter ihm waren in einem knalligen Pink.
In dem relativ großen Raum waren an der einen Wand, direkt gegenüber der Tür, die großen Fenster, durch die das Sonnenlicht viel und die so hoch wie die Wand waren, in denen sie eingelassen waren. Links waren einige Schranktüren, die den, in die Wand eingebauten, Kleiderschrank verbargen und mittig an der rechten Wand stand das große Bett in dem Oliver gerade saß und ragte in den Raum. Doch das farbenfrohste an seinem Zimmer waren ohne Zweifel die vielen Bilder an den Wänden, die alle verschiedene Cupcakes in den buntesten Farben zeigten.
Oliver war immer stolz auf diese Bilder gewesen, denn er hatte sie selbst gezeichnet. Generell war Oliver ein eher froher Mensch, auch wenn ihn eine innere Leere plagte. Er sagte sich immer, dass es wohl daran liegen musste, dass er schon so lange hier alleine wohnte doch heute war diese Leere noch viel schlimmer als sonst und er fühlte sich auch absolut nicht wohl. Die Freude, die er sonst immer verspürte, wollte einfach nicht in ihm hochkommen. Was brachten einem all diese wunderbaren Farben, wenn sie einen nicht erfreuen konnten?
Seufzend kletterte Oliver aus dem Bett und ging zu dem großen Kleiderschrank. Er holte sich ein rosafarbenes Hemd heraus. Für darüber entschied er sich heute für einen lilanen Pullunder. Die Fliege, die bei keinem seiner Outfits fehlen durfte, wählte er in einem knalligen türkis und die Hose in einem dazu passenden dezenten Sandbraun.
„So...“, murmelte er leise und richtete sich noch einmal die Fliege. Ein Blick in den Spiegel, rechts neben dem Bett, zeigte einen jungen Mann Anfang bis Mitte 20 mit blasser Haut, Sommersprossen und blassblondem Haar mit einem leichten rosa Stich und türkisfarbenen Augen. Alles wie immer. Nur das breite und fröhliche lächeln fehlte.
Seufzend verließ Oliver das Zimmer und ging in die Küche. Auch hier flutete das Sonnenlicht durch die großen Fenster herein und man konnte gut nach draußen in den Garten sehen.
Das Haus, in dem er wohnte, lag auf einem großen und weiten Feld aus Gras wo jeder Halm aussah, wie mit einem Pinsel gezeichnet. Der schmale Fluss, der sich neben dem Haus durch dieses, schon fast Gelbgrüne Gras schlängelte, wirkte ebenfalls wie auf einem Ölgemälde mit schwungvollen Linien und Kräftigen Farben. Doch der Himmel, war das schönste an diesem Anblick. Als hätte jemand mit einem großen Farbeimer alles in ein Cyanblaues Meer verwandelt und anschließend mit weißer Farbe bauschige Wolken hineingetupft um in die Mitte dieses Kunstwerkes eine helle, gelb-weiße Sonne zu zaubern, die das Gesamtwerk in all seiner Pracht  erleuchtete.
Es war wahrlich ein Farbenspiel der besonderen Art und man hätte dies alles durch die knalligen Farben als Überzeichnet darstellen können. Doch Oliver kannte es nicht anders. Sein Leben lang lebte er schon in dieser Welt voller Farben. Der Welt unter dem Kaninchenbau. Der Welt, die er sein zu Hause nannte.
Doch irgendwas war anders an diesem Sonnigen Morgen. Etwas, dass Oliver störte. Und sein Blick wanderte über die offene Küche hinweg zu dem großen Wandspiegel, der im Wohnzimmer hing. Er konnte nicht genau sagen, was es war. Doch er fühlte auf einmal den starken Drang zu dem Spiegel hinzugehen und als er schließlich davor stand, weitete er erschrocken die Augen.
Dort, in dem Spiegel, sah er nicht, wie erwartet, sein eigenes Spiegelbild. Nein. Er sah, wie durch eine Scheibe hindurch, in ein dunkles Zimmer, dass seinem eigenen sehr ähnlich sah. Nur das in diesem Zimmer jegliche Farbe fehlte und alles ziemlich verwüstet aussah. Doch es war etwas anderes, das ihm in dieser Szenerie eine Gänsehaut über den Rücken jagen ließ. Dort auf dem Bett lag der toter Körper eines jungen Mannes, der Oliver erschreckend ähnlich sah. Die Brust dieses Mannes war mit Stichwunden übersäht und neben dem Bett kniete ein zweiter, etwas jüngerer Mann. Er hatte ebenfalls Blondes Haar und seine Körperhaltung ließ keinen anderen Schluss zu als der, dass er weinte. Da er jedoch mit dem Rücken zu ihm gewandt war, konnte er es nicht 100 Prozentig sagen.  
„Oh mein Gott....“, stammelte Oliver. Irgendetwas schlimmes war dort geschehen. Und er wollte wissen, was es war. Und warum dieser Mann ihm so ähnlich sah. Vorsichtig kam er dem Spiegel näher. Vielleicht gab es irgendwelche Hinweise, die erklärten, was genau dort vorgefallen war. Doch der Ausschnitt des Bildes war nicht sonderlich groß. In der Hoffnung, etwas mehr von der Szene erfassen zu können, legte Oliver seine Hände gegen die Scheibe und wollte sein Gesicht gegen das Glas pressen. Doch just in diesem Augenblick, verschwand die Scheibe auf einmal und Oliver viel einfach Kopfüber in den Spiegel hinein und er schrie erschrocken auf. Und noch bevor er irgendetwas anderes Wahrnehmen konnte, schreckte er auch schon auf und saß plötzlich Kerzengerade im Bett.
Keuchend saß er da mit aufgerissenen Augen, schnellem Atem und wild pochendem Herzen. ,Ein Traum....Es war alles nur ein Traum! Und jetzt bin ich aufgewacht und bin wieder in meinem Zimmer!’, sagte er sich immer wieder und wieder. Bis er bemerkte, dass er gar nicht in seinem Zimmer war. Und als er die grauen Wände sah, realisierte er, dass er nicht aus einem Traum erwacht war. Dass dies alles Realität sein musste. Und er in der Welt hinter dem Spiegel gelandet war.
In dem Moment, in dem ihm das klar wurde, hörte er auch das laute Prasseln von Regen der gegen die Fenster klopfte und als er zu eben diesem sah, waren da auch nicht die weiten Graslandschaften. Offenbar befand sich diese Wohnung in einem sehr hohen Stockwerk. Denn bei dem Blick aus dem Fenster, konnte Oliver nichts anderes sehen als graue, quadratische Hochhäuser und weit unten erkannte man in der Dunkelheit der Nacht noch die hell erleuchteten Straßen und die vielen Autos die auf ihnen hin und her fuhren.
Ein Blick nach unten bestätigte Olivers Vermutung, dass er sich in dem, bis eben noch, toten Körper des jungen Mannes befand, denn die Blutflecken und die zerfetzte Kleidung waren noch da. Nur die Wunden selbst waren auf mysteriöse Art und Weise verschwunden.
„Arthur?“
Erschrocken zuckte er zusammen, als er die raue und bebende Stimme neben sich hörte und als er zur Seite sah, erkannte er dort den anderen Mann, den er bereits im Spiegel gesehen hatte. Nun, da er ihn auch von vorne sehen konnte, erkannte er, dass der Mann eine quadratische Brille trug und die Augen hinter dem Glas blau schimmerten vor lauter Tränen. Auch wenn es ein verblasstes blau war. Wie ausgewaschene Farbe. Und mit eben jenen Augen starrte der Mann ihn nun ungläubig und zugleich fassungslos an, was Oliver absolut verstehen konnte. Es war immerhin nicht normal, dass jemand der zu Tode gestochen wurde plötzlich wieder aufstand.
„Du.....lebst?“, stammelte der Mann nun und Oliver entschied sich dafür, dass es am besten war so zu tun, als wäre er die Person in dessen Körper er nun steckte. Andernfalls würde der Mann neben ihm wohl Fragen stellen, die er selbst nicht beantworten konnte und anscheinend war die Person, die er nun im wahrsten Sinne des Wortes verkörperte dem Mann sehr wichtig gewesen. Also antwortete er mit einem brüchigen „J....Ja....scheint so.“ und auf einmal sprang der junge Mann auf und viel ihm um den Hals. Erschrocken und wie zu Stein erstarrt blieb der neue Bewohner dieses Körpers sitzen, während der Mann ihn feste umarmte und unter Schluchzern immer wieder erklärte, wie froh er doch war. „Ähm....Entschuldigung ich....Wer bist du?“, murmelte Oliver schließlich leise und sofort verstummte der Mann und löste die Umarmung. All die Trauer war aus seinem Blick verschwunden und das blau seiner Augen war viel leuchtender als noch Sekunden zuvor. „Ich bin’s. Alfred!“, sagte er mit nun leicht skeptischem Blick und als Oliver ihn weiter fragend ansah fing er an zu lächeln und strich dem verwirrten durch das blonde Haar. „Ich verstehe. Amnesie nicht wahr?“ „Offenbar....denn ich weiß ja nicht mal mehr wie ich selbst heiße...“, antwortete Oliver. Immerhin wurde ihm gerade eine Ausrede auf dem Silbertablett serviert. Alfred musterte ihn einen kurzen Augenblick. Dann nickte er.
„Ich glaube das ist normal“, murmelte er langsam und wischte sich die letzten Tränen von der Wange. Oliver aber legte den Kopf schief.
„Ach?“
„Natürlich. Immerhin warst du vorhin tot und aus irgendwelchen Gründen lebst du jetzt wieder. Es würde mich nicht wundern, wenn du durch die Energie, die dazu nötig war, dein Gedächtnis verloren hast.“, erklärte er und Oliver nickte. Das klang plausibel. Zumindest wenn man wie Alfred davon ausging, dass er der war, der er eigentlich sein sollte.
„Also gut. Das ist gar kein Problem!“, sagte Alfred in einem entschlossenen Ton und half ihm aufzustehen, was gar nicht so einfach war, da seine Beine wo weich waren wie Wackelpudding. „Ich werde deinem Gedächtnis schon noch auf die Sprünge helfen. Aber zuerst einmal ziehst du dir am besten was anders an. Diese blutigen Sachen werden nur auffallen. Und dann bring ich dich zu einem Hotel. Hier können wir auf keinen Fall bleiben!“

„Dein Name ist Arthur Kirkland und du bist geboren in London, England. Wir haben uns in der Schule das erste mal getroffen und sind beste Freunde geworden. Das hat sich nach der Schule nicht geändert und so sind wir hier nach New York gekommen und sind  in eine WG gezogen. Nur wir zwei beide.“ Alfred lächelte und ließ sich auf eines der beiden Betten fallen. Das Hotelzimmer war nicht sonderlich groß. Es gab nur zwei getrennte Betten und einen kleinen Fernseher und die Inneneinrichtung sah schon ziemlich alt aus. Doch es reichte um hier zu schlafen und das war das wichtigste.
„Alles war perfekt“, fuhr er dann schließlich fort, als auch Oliver sich auf sein Bett niedergelassen hatte. „Ich bekam einen Job in einer hoch angesehenen Marketing Firma und ich verdiente genug Geld für uns beide. So konntest du in der Wohnung bleiben und ich habe das Geld verdient. Bis zu diesem Tag.“ Er brach ab und senkte den Blick. „Dem Tag des Unfalls?“, fragte Oliver leise und Alfred nickte. „Ja. Eines Tages bin ich nach Hause gekommen und die komplette Wohnung war verwüstet. Und du....du lagst mit aufgeschlitzter Brust auf dem Bett. Es handelte sich offenbar um einen Einbruch. Das haben die Polizisten zumindest gesagt. Durch meine relativ hohe Stellung in der Firma, hatten sich die Einbrecher wohl gedacht, dass es bei mir etwas zu holen gibt. Und du warst ihnen offenbar im Weg.“ Alfred sah wieder zu Oliver auf und lächelte milde. „Sie haben die Dreckskerle einen Tag nach dem Einbruch schon geschnappt. Das war eine Genugtuung....“ Er ließ sich zurück in die Kissen fallen und lächelte. Danach trat eine lange Stille ein, die einzig und allein von dem leisen gurgelnden Geräusch der Heizung unterbrochen wurde und Oliver ließ sich alles noch einmal durch den Kopf gehen.
“Waren wir...ein Paar?“, fragte er dann leise und durchbrach somit die Stille. Die Tatsache dass sich diese beiden Menschen ein Bett geteilt und für eine lange Zeit zusammen gewohnt  hatten ließ eigentlich keinen anderen Schluss zu. Doch Alfred schüttelte nur den Kopf. „Nein. Leider nicht.“, antwortete er und Oliver konnte eindeutig die Bitterkeit in seinen Worten hören. „Ich habe dir oft gesagt, dass ich dich liebe“, fuhr der Amerikaner dann fort und starrte zur Decke empor. „Aber du meintest immer, du seihst nicht bereit für eine Beziehung. Also haben wir es gelassen.“
Oliver nickte und ließ sich ebenfalls in die Kissen sinken. Das alles war doch mehr als merkwürdig. Denn dieser Körper schien sich ebenfalls von Alfred angezogen zu fühlen, da sein Herz jedes mal, wenn er dem Brillenträger in die Augen gesehen hatte, wild angefangen hatte zu schlagen. Warum also war es nie zu mehr gekommen? Hatte sich Arthur nicht getraut? War Oliver deswegen in diesem Körper gelandet nachdem er gestorben war? Um die Dinge wieder gerade zu biegen? Er seufzte und zog die Decke über den Kopf. Das alles war doch Merkwürdig und insgeheim hoffte Oliver einfach darauf, gleich in seinem Bett wieder wach zu werden.

„Arthur. Arthur wach auf“
Gähnend öffnete Oliver die Augen und sah mit verschlafenem Blick zu dem breit grinsenden Gesicht über ihm auf. Es dauerte eine Weile, bis er es endlich schaffte, dass Gesicht des Amerikaners scharf zu stellen.
„Was’n los?“, grummelte er müde und wollte gerade die Decke wieder über den Kopf ziehen, als Alfred sie ihm wegzog. „Komm schon Schlafmütze! Es ist schon 14 Uhr und ich wollte mit dir noch in die Stadt gehen um dir ein paar neue Klamotten zu kaufen. Du weist ja, das deine eigenen alle bei dem Überfall zerstört wurden.“
Oliver grummelte leise und setzte sich dann aber auf.
Das Frühstück verlief relativ schweigsam und so fand sich Oliver unversehens mitten auf den Straßen New Yorks wieder. Es war wirklich unglaublich wie farblos diese Stadt doch war. Alles war grau in grau und das einzige was ein bisschen Farbe brachte waren die hell leuchtenden Reklametafeln. Es war alles einfach so anders, als wie Oliver es kannte und die ernsten und deprimierten Gesichter der Menschen um ihn herum die alle nur gehetzt wirkten verwunderten ihn bei dieser tristen Umgebung kein bisschen.
Doch ganz schlimm wurde es, als sie den ersten Klattenladen betraten.
„Grau und Schwarz Töne sind diesen Herbst der allerletzte schrei!“, hatte ihnen die Verkäuferin erklärt und daraufhin war Oliver schnurstracks wieder aus dem Laden marschiert und protestierte dagegen diesen Laden je wieder zu betreten.
Als die beiden dann nach geschlagenen 3 Stunden aus dem 7. Geschäft geworfen wurde, weil sich Oliver lauthals einen Streit mit dem Ladeninhaber geliefert hatte über die Notwendigkeit von Farben in der Gesellschaft, seufzte Alfred und kratzte sich ratlos am Hinterkopf.
„Was ist denn nur los mit dir?“, fragte er, als Oliver schnaufend vor Wut neben ihm herstapfte und missmutig die Menschen anfunkelte, die es wagten die Farbe grau zu tragen.
„Seit wann ist es dir denn so wichtig, welche Farben du trägst?“
„Es IST wichtig Alfred. Ohne Farben werden die Menschen nur deprimiert! Sieh dich doch mal um!“
„Aber es hat dich bis jetzt doch nicht interessiert...“
„Jetzt aber schon!“
Er verschränkte die Arme vor der Brust und starrte finster geradeaus. „Aber muss es denn gleich so extrem sein?“, fragte Alfred vorsichtig und sah ihn Zweifelnd an. „Ich meine...wir haben jetzt alle Klamottenläden hier in der Umgebung abgegrast und wirklich jedes mal hattest du etwas, das dir nicht gefallen hat.“ „Ich bin halt konsequent“, stellte ich mit entschlossenem Blick klar und Alfred seufzte verzweifelt.

„Und? Bist du zufrieden?“
„Hm....ist ganz okay.“
„Gut! Dann kaufen wir das. Schnell, zieh dich um“
Oliver nickte und zog den Vorhang der Kabine wieder zu.
Es war mittlerweile schon 19 Uhr und Alfred hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, doch noch etwas zu finden, als sie diesen Laden betreten hatten und Oliver bei dem Anblick der knallbunten Fliegen direkt im Eingangsbereich das Herz aufgegangen war. Er trug nun ein weißes Hemd mit Moosgrünem Pullunder und einer knalligen gelben Fliege und bei dem wunderbaren Farbenspiel dieser beiden Kleidungsstücke freute sich Oliver tierisch. Das einzigste was ihn störte, waren diese langweiligen dunkelblauen Jeans. Doch es gab nun mal nichts anderes. Und bevor sie noch bis Mitternacht weitersuchen mussten, hatte er sich von Alfred kurzerhand dazu breitschlagen lassen, sie zu tragen.
Neben diesen Sachen kaufte Alfred ihm allerdings auch noch einen schwarzen Anzug. „Du wirst ihn brauchen“, hatte er ihm gesagt und Oliver stimmte nur unter der Bedingung zu, dass er sich selbst die Fliege dazu aussuchen durfte. Am ende entschied er sich für eine Neonrote.
„Das steht dir wirklich gut.“, stellte Alfred fest, nachdem Oliver diesen Anzug in ihrem Hotelzimmer auf sein Bitten hin angezogen hatte und er zupfte sich verlegen an der Fliege herum.
„So toll sieht das jetzt auch nicht aus“, nuschelte er, doch der Brillenträger bestand auf seine Meinung und so gab er schließlich nach. „Warum soll ich das überhaupt anziehen?“, fragte er stattdessen und Alfred beantwortete diese Frage mit einem amüsierten lächeln.
„Wir müssen doch feiern, dass du wieder unter den Lebenden weilst“, sagte er vergnügt und hielt ihm eine Hand hin. „Darf ich bitten?“
Erstaunt und leicht irritiert starrte Oliver erst Alfreds Hand und dann ihn an. Auch er trug einen Anzug. Allerdings mit einer dunkelblauen Krawatte und die Augen hinter seinen Brillengläsern funkelten in einem strahlenden blau. Er zögerte. Doch dann ergriff er mit leicht geröteten Wangen seine Hand und der blonde Amerikaner lächelte zufrieden. „Folgen sie mir“, sagte er mit einer leichten Verbäugung und gemeinsam verließen wir das Hotel.
Draußen war es mittlerweile schon lange dunkel geworden und das Licht der Straßenlaternen schimmerte auf dem rauen Asphalt. Es war ziemlich kalt. Doch als Alfred und Oliver in die schwarze Limousine einstiegen, die auf sie wartete, war diese Kälte schnell ade und als das Auto dann schließlich vor einem 5 Sterne Restaurant hielt, konnte Oliver nicht anders als zu staunen.
Alles, was er bisher von dieser Welt gesehen hatte, war furchtbar und grauenvoll gewesen. Doch dieses Restaurant war wirklich atemberaubend.
Der Eingang war rechts und links mit Säulen bestückt auf denen in Gold ein Rankenmuster gezeichnet worden war. Die Tür selbst war aus reinstem Gold und der rote Teppich der zu ihr führte wurde durch ein Vordach aus ebenso rotem Stoff geschützt.
Doch gerade, als Oliver glaubte, noch eleganter würde es nicht gehen, wurden sie von zwei Männern ins innere des Restaurant geleitet, die sie zu einem Raum brachten, in dem nur ein Tisch mit zwei Stühlen stand. Und dieser Raum, topte wirklich alles. Fast alles in diesem Raum, war mir rot-goldenem Satin ausgekleidet und ein Gold schimmernder Kronleuchter funkelte von der Decke herab.
„Alfred das....ist wunderschön“, stammelte Oliver und konnte seinen Augen nicht trauen. „Das muss ein Vermögen gekostet haben“ Alfred lachte und setzte sich an den Tisch, auf dem eine Kerze flackernd brannte. „Hat es auch. Aber für dich gibt es nur das beste.“ Er lächelte und sah zu, wie sich sein Gegenüber setzte. „Ich verdiene genug um mir das leisten zu können.“, erklärte er dann. „Und außerdem haben wir hier schon vor Monaten reserviert. Ich bin echt froh, dass wir das noch gemeinsam machen können, nachdem was passiert ist.“ Oliver nickte nur, denn er war nicht imstande auch nur noch ein Wort heraus zu bekommen. „Und nach dem Essen habe ich uns ein Zimmer in einem der besten Hotels dieser Stadt reserviert! Das wird dir echt gefallen“, fügte Alfred schließlich noch hinzu, was Olivers staunen nur noch steigerte und er einfach nicht wusste, was er dazu sagen sollte.
Alfred hatte ihm ja gesagt, dass er in Arthur verliebt gewesen war und das dieser ihn trotz allem abgewiesen haben soll. Und nun, wo er all das sah, konnte er das fast nicht glauben. Alfred gab sich doch solche mühe....dieser Arthur müsste schon ein Idiot gewesen sein, um das abzulehnen.

Wie zu erwarten von einem 5 Sterne Restaurant war das Essen war einfach unbeschreiblich. Ihnen wurden 3 Gänge serviert und nachdem Oliver einen Salat, einen Teller mit Garnelen und Muscheln und einen riesigen Eisbecher vernichtet hatte, war er echt pappensatt.
„Und, hat es dir geschmeckt?“, fragte Alfred grinsend, der immer noch an seinem eigenen Eisbecher dran war und ihn die ganze Zeit über beobachtet hatte. Oliver nickte und spürte nun auch, dass die 4 Gläser Wein ihren Tribut forderten.
„Ich...weiß gar nicht wie ich dir danken soll Alfred“, murmelte er leise und spürte eine angenehme Wärme in sich aufsteigen. „Das war echt der schönste Abend meines Lebens.“
Alfred lächelte zufrieden und aß sein Eis zuende. Dann stand er auf, legte einen ganzen Batzen Geld auf den Tisch und schnappte sich seine Jacke. „Dann lass ihn uns perfekt ausklingen~“, sagte er mit einem lächeln und Oliver folgte seinem Beispiel und die beiden verließen zusammen das Restaurant.
Auf dem gesamten Weg zum Hotel schwiegen sie beide und Oliver starrte gedankenversunken aus dem Fenster. Es war schon merkwürdig. Obwohl er die ganze Zeit über in einem anderen Körper steckte, fühlte er sich überhaupt nicht anders. Auch verspürte er keine Reue, dass er diesen Körper übernommen hatte, obwohl er ihm überhaupt gar nicht gehörte und auch nicht das er es Alfred nicht gesagt hatte. Es fühlte sich irgendwie so an, als wäre er nun Arthur. So als hätte Arthurs Seele von der seinen in irgendeiner weise besitz ergriffen. Er konnte es nur schwer in Worte fassen, doch es fühlte sich so an, als hätte er schon immer hier her gehört. In diese graue Welt aus Ecken und Kanten, die so anders war, als die andere Welt, die er seltsamerweise kein bisschen vermisste.
Als sie dann schließlich das Hotel erreichten und in das Zimmer gingen, dass Alfred reserviert hatte, waren ihre Sachen schon hergebracht worden. Oder das, was sie in dem anderen kleinen Hotelzimmer von ihrem Hab und Gut noch verstaut gehabt hatten. Dieses Zimmer hier, war deutlich größer und eleganter. Es war im obersten Stockwerk des großen Hotelgebäudes und die Aussicht durch die komplett vergläserte  Wand war atemberaubend. Es gab mehrere Zimmer, die ohne Türen ineinander übergingen und nur das Bad besaß eine. Der große Raumbereich besaß eine große, weiße Ledercouch und einen Ovalförmigen Glastisch die in der Mitte des Raumes auf einem großen Runden und weißen Teppich standen. Davor stand ein riesiger Fernseher und direkt an dem Wohnbereich angrenzend war eine offene Küche mit Minibar und riesigem Kühlschrank. Das etwas weiter hinten liegende Schlafzimmer hatte nur ein großes Doppelbett mit schneeweißen Bezügen und großen, sehr weich aussehenden Kissen.
„Wow...“, flüsterte Oliver begeistert, als er sich umsah und Alfred ihm die Jacke auszog, um sie mitsamt seiner eigenen an einen Haken neben der Tür zu hängen. „Das ist echt....unglaublich“
Der Brillenträger lächelte zufrieden, stellte sich hinter ihn, schlang die Arme um seinen Bauch und flüsterte ihm leise zu: „Wart ab bis du das Bad siehst. Das wird dich umhauen!“
Eine Gänsehaut jagte über den Rücken des kleineren und Alfred hatte nicht zu viel versprochen. Das Bad war wirklich der Hammer. Es war groß und besaß eine riesige Badewanne, die Locker als Pool hätte durchgehen können. Sie stand direkt an einer weiteren vergläserten Wand und man hatte so auch von hier aus diese Atemberaubende Aussicht über die Stadt.
„Na? Lust auf ein Bad?“, fragte Alfred belustigt, als er Olivers begeistertes Gesicht sah und das ließ sich der ältere nicht zweimal sagen. Noch ehe er es sich versehen konnte, saßen sie beide in der Wanne voll angenehm heißem Wasser und bewunderten die Skyline New Yorks.
„Das ist unglaublich schön“, murmelte Oliver, der Alfred gegenüber saß und mit großen Augen aus dem Fenster schaute. „Wohl wahr. Wunderschön~“, flüsterte Alfred mit einem lächeln und sah dabei allerdings nicht aus dem Fenster. Es dauerte einige Sekunden, bis Oliver bemerkte, dass Alfred ihn ansah, als er das sagte und mit einem Mal lief er so rot an, dass er seiner Fliege von eben locker Konkurrenz gemacht hätte.
„Warum sagst du das?”
„Weil es wahr ist.“
„Gar nicht wahr...“
„Du bist das schönste was ich je gesehen habe“
„SH...SHUT UP!“
Oliver spürte wie das Blut in seinen Ohren rauschte, als er Alfred direkt in diese strahlenden blauen Augen sah, die ohne Brille nur noch mehr zu funkeln schienen und er konnte seinen Blick einfach nicht von ihnen lösen.
„Darf ich dich küssen?“
Diese Frage traf Oliver unvorbereitet und er spürte wie sein Herz wie wild zu schlagen anfing und aus dem Affekt heraus, nickte er. Natürlich trugen sowohl der Alkohol als auch das heiße Wasser, das seine Sinne benebelte, dazu bei, dass er zustimmte. Doch auch die Gewissheit, dass Alfred all das hier nur für ihn organisiert hatte, ließ ihm keine andere Wahl.
Das Wasser plätscherte leise, als Alfred zu ihm rüber kam und Oliver bekam vor lauter Herzrasen kaum noch Luft. Er konnte die ganze Zeit einfach nur in diese wunderschönen Augen sehen. Noch nie hatte er eine solche Farbe gesehen. Nicht einmal in seiner Welt.
„Ich liebe dich“, hauchte Alfred leise und legte eine Hand vorsichtig auf seine gerötete Wange, während er ihm langsam näher kam. „Ich liebe dich so sehr.“ Und mit diesen Worten, legte er seine Lippen auf die Olivers und verwickelte ihn in einen sanften und doch leidenschaftlichen Kuss. Oliver, der seine Augen geschlossen hatte und den Kuss erwiderte, spürte, wie sein Herz beinahe Amok lief und sein Hirn sich einfach ausschaltete. Die Lippen des anderen waren so viel weicher als er erwartet hatte und als er eine Hand auf die Brust des Amerikaners legte, spürte er, wie auch sein Herz wild gegen seinen Brustkorb hämmerte.
Der Kuss war einfach unglaublich.
Alfreds Hände strichen sanft über seine Brust und seinen Rücken und als sie plötzlich runter zu seinen Hüften wanderten, keuchte Oliver plötzlich auf und der blauäugige nutzte seine Chance, um dem kleineren seine Zunge in den Mund zu schieben und ihn in einen leidenschaftlichen Zungenkampf zu verwickeln, den er natürlich gewann.
„Ah~ A...Alfred“, keuchte Oliver, als sie nach einer halben Ewigkeit den Kuss wieder lösten und Alfred anfing seinen Hals zu verwöhnen, indem er ihn mit Küssen übersäte. „Was hast du vor?“
Alfred kicherte leise. „Ich will mehr“, murmelte er leise und küsste nun seine Brust, was ihm erneut eine Gänsehaut einbrachte. „A...Aber...“, stammelte der grünäugige und keuchte erneut auf, als der jüngere ihn an den Oberschenkeln packte und hochzog, um ihn in eine angenehmere Position zu bringen, bei der sie sich näher sein konnten.
„Wenn du das nicht willst, sag bescheid. Dann werde ich sofort aufhören“, stellte Alfred klar und küsste ihn noch einmal kurz auf den Mund. „Ich werde dich zu nichts zwingen“ Doch Oliver schüttelte sofort den Kopf und verwickelte nun Alfred in einen kurzen und heftigen Zungenkuss. „Jetzt will ich auch mehr“, keuchte er, als sie sich wieder voneinander lösten und Alfred zögerte keinen Augenblick ihm seinen Wunsch zu erfüllen.

Es war gerade 1 Uhr morgens als Oliver auf die Uhr sah. Er lag in dem großen Doppelbett, direkt neben Alfred, der seine Arme um ihn geschlungen hatte und sich an ihn kuschelte. Der Amerikaner war kurz nachdem sie aus dem Bad gekommen waren in den Tiefschlaf gefallen doch Oliver konnte einfach nicht schlafen. Denn ihm war etwas klar geworden, als er mit Alfred geschlafen hatte. Er wusste nicht, woher er es auf einmal wusste. Und es tat weh, daran zu denken. Denn er wusste jetzt, warum er so gut in diesen Körper passte. Warum sich das alles so richtig anfühlte und woher diese Leere in seinem inneren kam, die er Tag für Tag verspürt hatte.
Er war Arthur.
Oder zumindest ein kleiner Teil von ihm. Er war unkomplett. Der Teil, den er weggesperrt hatte, vor langer, langer Zeit. In eine Welt, die vermutlich nur für ihn existent war und in der nur er allein gelebt hatte ohne es je zu merken. Einer überzeichneten Welt der Realität wo alles toll war und friedlich. Oliver war der Teil von Arthurs Seele, an den er den Glauben verloren hatte.
Der Teil, der all die prächtigen Farben dieser Welt gesehen hatte. Und durch dessen Verlust, Arthur blind für all die schönen Dinge geworden war. Das war auch der Grund, warum er Alfred nicht lieben konnte. Die Liebe, die so bunt wie der Regenbogen schimmerte. Er konnte sie einfach nicht mehr sehen.
„Armer Alfred...“, murmelte Oliver leise in die Dunkelheit hinein und er spürte, wie ihm eiskalte Tränen übers Gesicht liefen. „Er hatte....nie eine Chance. Das alles....dieser Abend.....hätte er ihn mit Arthur verbracht....hätte es nichts gebracht. Er war blind. So.....so Blind“ Oliver lächelte und schloss die Augen. „Aber ich werde das ändern Alfred. Du musst nur ein bisschen Geduld haben. Ich werde dafür Sorgen, dass er wieder sehen kann. All die schönen Farben“ Er lachte leise. „Warte auf mich“ Und er verfiel, wie jede Nacht, in einen tiefen Traumlosen Schlaf. Doch dieses mal, würde er nicht mehr daraus erwachen.

Als Arthur am nächsten Morgen die Augen aufschlug, fand er sich in einem großen Doppelbett wieder und fragte sich erst, wo er hier war. Doch dann kamen Erinnerungen in ihm hoch. Erinnerungen an letzte Nacht und an das Abendessen mit Alfred. Es fühlte sich irgendwie seltsam an. Als hätte er diese Erinnerungen nicht selbst erlebt, doch das war unmöglich. Vermutlich hatte er einfach nur ein Glas Wein zu viel getrunken.
„Ah du bist wach“
Arthur sah auf und sah Alfred, der mit einem Tablett mit Frühstück ins Zimmer kam und er lächelte. „Guten Morgen~“, begrüßte er ihn und er küsste ihn kurz auf den Mund, als er das Tablett auf seinen Schoß stellte.
„Ich habe heute eine Überraschung für dich!“, sagte Alfred breit grinsend, als Arthur sich gerade ein Stück Toast in den Mund schob. „Und es wird dir sicher gefallen!“ Arthur kicherte. „Wir werden sehen!“, sagte er neckisch und nahm sich das Glas mit Orangensaft.
Eine halbe Stunde später dann, hielt Alfred seinen Wagen auf einem Parkplatz und er stieg aus. Verwundert tat es ihm Arthur gleich und er war noch viel verwunderter, als Alfred ihn direkt auf das riesige Feld führte, wo weit und breit nur Wiese zu sehen war. Und mitten auf der Wiese war an zwei Stangen mehr schlecht als recht ein großes Weißes Lacken gespannt. Auf dem Boden, rund um das Lacken herum, standen jede Menge kleine Blecheimer und Arthur glaubte zu erkennen, das es sich dabei um Farbdosen handelte.
„Alfred....was ist das?“, fragte er skeptisch. Alfred aber lachte und reichte ihm ein weißes T-Shirt. Er selbst trug bereits eins. „Zieh das erst mal an. Dann werde ich es dir erklären.“ Arthur runzelte misstraurig die Stirn, tat aber trotzdem wie geheißen. Als er fertig war, drückte ihm Alfred auf einmal einen der Eimer in die Hand und grinste breit von einem Ohr bis zum anderen. „Keine Sorge. Die Farbe ist nicht giftig oder Umweltverträglich.“, sagte er lachend und noch bevor er ihn fragen konnte, was zum Geier er damit schon wieder meinte, traf ihn auch schon eine Fuhre roter Farbe mitten im Gesicht. Er fing laut an zu fluchen und sah komplett verdattert zu Alfred, der den kleinen Eimer immer noch in der Hand hielt und lachte. „Na warte du! Dir zeig ich’s!“, rief er laut, öffnete den Deckel der blauen Farbe und rannte Alfred hinterher.
Farbe spritze durch die Luft.

Purpurrot
Cyanblau
Schneeweiß
Gelbgrün
Sonnengelb
Türkis

All die Farben, die so wunderbar in der Sonne leuchteten.
Als sich die beiden dann schließlich lachend und erschöpft ins Gras fallen ließen, waren sowohl das Lacken, als auch ihre Hemden so Bunt wie es nur ging.
„Warum hast du das hier eigentlich organisiert?“, fragte Arthur schließlich, immer noch lachend und außer Atem und sah zum Himmel auf. Alfred lachte.
„Du hast dich doch beschwert, das es nichts buntes diesen Herbst gibt. Und da hab ich mir gedacht: Gut, dann machen wir es eben selbst!“
„Dummkopf! Das nächste mal lad mich einfach zu einer Runde Paintball ein, das kommt aufs selbe raus“
Sie beide lachten wieder und sahen sich gegenseitig in die Augen. „Ich bin so froh, dass ich dich hab“, flüsterte Alfred und Arthur lächelte ihm zu, während er ihm einfach nur in die Augen sehen konnte.

Leuchtendes Blau
Funkelndes Grün
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