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,,Und dann hab ich mich halt in die Lebensretterin meines besten Freundes verliebt."

GeschichteAllgemein / P18
Bangtan Boys
04.01.2015
30.03.2015
14
17.708
4
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04.01.2015 1.028
 
Felicia

Angespannt legte ich meine Blut verschmierte Hand auf das Gesicht eines Jungen der auf meinem Schoss zu verbluten drohte. ,,Jetzt ruft doch endlich einen Arzt!“, ich schrie die Menschenmenge an die uns interessiert beobachtete. Ich zog mir kurz meinen Pulli über den Kopf und drückte ihn auf die Blut klaffende Wunden auf Brustkorbhöhe. ,,Hey! Hey! Hörst du mich?“, ich schrie panisch den Jungen an. Immer wieder blinzelte dieser und gab schmerzerfülltes Gewimmer von sich. Was sollte ich jetzt tun? ,,Was ist passiert?“, ein anderer Junge der ein wenig älter als er schien fiel vor ihm hin. ,,Jemand hat ihn angerempelt und er ist zusammen gesackt. Kennst du ihn?“, mit großen und feuchten Augen sah ihn an. ,,Ja wir sind mit noch ein paar Freunden hier“, der junge wählte ein Nummer und hielt sich sein Handy ans Ohr als er mit mir redete. Endlich rief jemand einen Krankenwagen. Mein Rucksack lag nicht weit entfernt von mir, schnell ergriff ich ihn, rollte ihn zusammen und legte den Kopf des wimmernden Jungen darauf. Schnell kniete ich an seiner Seite, zog sein Shirt hoch und platzierte den Pulli erneut auf der Wunde. Er gab krampfend ein Keuchen von sich. ,, Ich weiß das ist grade echt schwer, aber versucht nicht zu krampfen. Dein Freund ruft einen Krankenwagen. Hey! Hey! Mach deine Augen wieder auf!“, die Augenlider des Jungen sanken kurz. Nachdem ich ihn angeschrien hatte öffnete er sie wieder. ,,Guck mich an. Erkunde mit deinen Augen jeden einzelnen meiner Gesichtszüge. Nicht die Augen schließen. Versprich mir dass du mir nicht wegstirbst“, ich konnte einfach nicht mehr. Mir lief eine Träne über die Wange, dass Adrenalin in meinen Adern pumpte so sehr das ich es in jedem Zentimeter meiner Körpers spürte. ,,Der Krankenwagen ist gleich da Hyung. Halt durch“, der Junge kniete wieder neben mir und griff nach der Hand des Keuchenden Jungen. Ich sah aus dem Augenwinkel wie er mich betrachtete und kurzerhand seinen Hoodie aus zog und ihn mir über die Schultern legte. Erst jetzt bemerkte ich dass mich nur noch ein schwarzer spitzen BH bekleidete. Mit großen Augen senkte ich kurz dankend den Kopf. Kurze Zeit später kam der Krankenwagen, andere Freunde des Jungen kamen dazu und ich saß starr vor Schock auf einer Eisenbank ein bisschen abseits des Geschehens. ,,Bist du das Mädchen dass ihm geholfen hat?“, drei Jungs standen vor mir. Mit gesenktem Kopf nickte ich. ,,Dankeschön. Ich würde gerne mehr sagen, aber ich weiß nicht was“, vor mir stand ein Junge mit einem makellosen Aussehen. ,,Ist schon okay. Darf ich den Hoodie noch eine Weile behalten? Ich werde ihn zurück geben, nur mein Pullover ist mit eurem Freund auf dem Weg ins Krankenhaus“, ich zog die schwarze große Kapuzenjacke enger um meinen zitternden Körper. Sein Besitzer der die ganze Zeit nur geschockt und eingeschüchtert hinter dem wunderschönen Jungen stand trat einen Schritt vor und lächelte mich freundlich an:,, Ich denke es ist sogar selbstverständlich dass du ihn ganz behalten kannst.“ Kopfschüttelnd zog ich einen Mundwinkel hoch und nahm einen Stift aus meinem dreckigen Rucksack. Sanft ergriff ich den Arm des Jungen und kritzelte meine Handynummer und meinen Namen hin. ,,Meldet euch auch wenn es was neues von eurem Freund gibt. Ich werde jetzt meine Aussage machen und nach Hause fahren“, in diesem Moment kamen zwei Jungs zu ihnen. Der größere von ihnen weinte schrecklich und krallte sich an dem etwas kleinerem fest. ,,Tae sie ist das Mädchen“, als der wunderschöne mit diesen Worten auf mich deutete hörte der Junge auf zu weinen. Mit großen Augen tapste er auf mich zu, schlang die Arme um mich und weinte noch mehr. ,,D-Danke dass d-du ihm geh-holfen hast“, mein ganzer Hals war schon nass und ich hoffte innig dass er es ausschließlich von seinen Tränen war. Der Junge war so viel größer als ich dass er einen krummen Rücken machte um mir ins Ohr zu stammeln wie dankbar er mir war. Als mein Blick auf die anderen Jungs viel lächelten diese nur verzweifelt, die nächsten Tage mit diesem Jungen zu verbringen würde wahrscheinlich nicht leicht sein. Ich streichelte dem weinenden Jungen sanft über den Rücken und mit der anderen immer wieder über seinen Hinterkopf:,, Ich muss los, meldet euch bei mir.“ Ich löste mich von dem Jungen und ging weg.
Zuhause angekommen stand ich im Flur und rührte mich mindestens 10 Minuten nicht von der Stelle. Die ganze Zeit hatte ich das Bild von dem schmerzerfüllten Gesichtsausdruck des Jungen im meinem Kopf. Wer war die Person die ihn angerempelt hat? Wie hatte sie ihn verletzt? Mehrere Theorien schwirrten mir im Kopf rum bevor ich ihn einmal kräftig schüttelte. Noch immer mitgenommen legte ich meine Klamotten ab, ging ins Badezimmer und stieg vorsichtig unter die Dusche. Während ich mir meine Haare einschäumte hörte ich aus dem Wohnzimmer mein Handy klingeln. Genervt gab ich ein schnauben von mir. Diesen Tag wollte ich eigentlich nur meine Ruhe haben. Erst rief meine Mutter morgens immer wieder an und beschwerte sich dass ich nie daheim war. Sie verstand wohl nicht das dass ganz normal ist wenn das Kind eine eigene Wohnung hat. Dann der Vorfall in der Stadt mit dem Jungen und jetzt rief wieder jemand ununterbrochen an. Verkrampft schrubbte ich über die Blutflecken die auf meinem Körper verteilt waren, als mein Handy erneut klingelte. Ich stellte das Wasser ab und wickelte mich in das schneeweiße weiche Handtuch, warum hörte dieses scheiß Handy nicht auf zu klingeln?! Schnell ging ich ins Wohnzimmer und ergriff das Handy:,,Was ist?!“ ,,Oh, hab ich vielleicht einen falschen Moment erwischt?“, ich erkannte die Stimme des Jungen und sah zum Hoodie der immer noch im Fluhr auf dem Boden lag. ,,Nein, ist okay. Entschuldige bitte. Was ist los?“, ich strich mir mit meiner freien Hand über meine Gesicht. ,,Jung Kook, also der verletzte Junge. Er stammelt die ganze Zeit dass er dich sehen möchte. Kommst du vorbei?“, im Hintergrund hörte ich einige der anderen Jungs reden. ,,Ich weiß nicht ob ich es heute noch schaffe. Ich... ich versuche es zu schaffen, aber ich kann nichts versprechen. Schick mir bitte die Adresse des Krankenhauses und die Zimmernummer“, ich ging in die Küche und wollte endlich etwas essen.
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