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Hunt you down eat you alive

von -bamboo
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Bilbo Beutlin Dis Fili Ori Smaug Thorin Eichenschild
04.01.2015
08.06.2015
13
37.619
20
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Dieses Kapitel
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29.01.2015 2.796
 
"Hold your horses now
Sleep until the sun goes down"



Der Geruch von toten Körpern, ob blutleer oder nicht, war immer schrecklich.
Bilbo wachte auf und hatte den Gestank von Leichen in der empfindlichen Nase. Er konnte nicht anders, er musste würgen und rollte sich auf die Seite, zog die Decke über seinen hämmernden Kopf und stöhnte.
Er hasste diese Vampire.
Erst taten sie so, als wären sie freundlich, dann griffen sie ihn an, saugten ihn beinahe zu Tode und ließen ihn dann noch mit ihren anderen Opfern in dem Raum. Sie wussten doch ganz genau, wie sehr tote Körper stinken können!

Er wusste nicht, wie lange er wach lag und unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche litt. Erst als die Tür zu dem Raum aufgerissen wurde, wurde er aus seinem dösigen Zustand gerissen und er realisierte, dass wirklich einige Zeit verstrichen war, seit er wieder aufgewacht war.
„Ah, Bilbo, dein Blut wird scheinbar wirklich schneller reproduziert als das von Menschen.“, brummte eine tiefe Stimme, die nur Thorin gehören konnte. Bilbo stöhnte, als seine Kopfschmerzen aufgrund der plötzlichen Lautstärke schlimmer wurden.
„Verpiss dich.“, knurrte er schwach und versuchte, all seine Wut in diese zwei Worte hineinzulegen.
„Dir geht es besser als unseren anderen beiden Menschlein hier, gut gut.“, meinte Thorin und legte etwas auf Bilbos Decke.
Der Werwolf knurrte und versuchte, die Decke über seinen Kopf zu ziehen, doch Thorin hielt sie fest und zog sie bis zu Bilbos Bauchnabel weg.

„Es ist erstaunlich, wie haarlos du bist. Man sagt ja eigentlich, dass Werwölfe sehr...haarig seien.“, grollte Thorin und ließ einen kühlen Finger über Bilbos schmale Brust fahren.
Er blinzelte träge und würde sich eigentlich gegen die Berührung wehren, doch irgendetwas war da an Thorin, was ihn davon abhielt.
Ihm fiel auf, was für wunderschöne Augen dieser Mann hatte.

„Ich hasse dich.“, grollte Bilbo, der verzweifelt versuchte, gegen diesen Drang, Thorin zu berühren ankämpfte.
„Das glaube ich aber nicht.“, raunte Thorin und zwinkerte ihm zu. Bilbo bäumte sich im Bett auf und versuchte, diesen lästigen Finger von Thorin auf seiner Brust abzuschütteln.
„Du bist so unglaublich...-“, fauchte Bilbo, unterbrach sich aber mittendrin und blickte Thorin verwirrt an. Ihm war der Fluch entfallen, den er Thorin gerade entgegen werfen wollte.
„Ich bin was?“, fragte der Vampir und zog eine Augenbraue hoch.
Bilbo hustete und sackte zurück ins Kissen, schaute an die Decke und stöhnte, als seine Gedanken nur noch eine wirbelnde Masse waren, von denen nichts mehr Sinn ergab.
„Ein verdammtes Arschloch.“, krächzte Bilbo und schloss seine Augen.
„Ich bezweifle, dass du das ursprünglich sagen wolltest.“, meinte Thorin trocken.

„Hast du Wasser?“, murmelte Bilbo, der während Thorins Kommentar dazu übergegangen war, sich seine Schläfen zu massieren.
„Tabletten?“, bot Thorin ihm noch an und er nickte leicht. Als der Vampir den Raum verließ, um ihm Wasser zu besorgen, richtete Bilbo sich abrupt auf und atmete gleichmäßig ein und aus, um den heftigen Schwindel zu beseitigen.
Er musterte den Haufen, den Thorin auf sein Bett geworfen hatte.
Das Bett, welches bedeckt mit seinem Blut war, wie er bemerkte, als er sich die Klamotten genauer anschaute, die Thorin ihm zugeworfen hatte.

Schnell sprang er auf und hielt sich kurz am Bett fest, um Halt zu finden, bevor er sich trotz des Schwindels und der Übelkeit schnell anzog und die anderen Betten begutachtete.
Ori lag leichenblass auf einem der Betten. Der Arme, er atmete noch regelmäßig, doch er schien einen massiven Blutverlust aufzuweisen.
Er würde Dwalin nie verzeihen, dass er seinen Freund als Opfer auserkoren hatte.
Doch so sehr er seinen Ori auch liebte, er wollte im Moment nur weg von hier, da war ihm sogar sein bester Freund egal.
Das mochte jetzt zwar harsch klingen, aber Bilbo fühlte sich nicht mehr wohl unter den Vampiren. Nicht nur, weil sie (beziehungsweise einer von ihnen) ihn angesprungen und ausgesaugt hatten, nein, auch weil sie ihn damit betrogen hatten.

„Wir würden dir aber nie so etwas antun, Kleiner. Das versichere ich dir.“

Sein Herz zog sich zusammen und er richtete seinen Blick auf den Boden.
Thorin hatte sein Versprechen gebrochen.

Er stolperte zu dem Fenster und riss es auf, ließ die kühle Luft in den Raum dringen. Er atmete die winterliche Luft ein und blinzelte zufrieden. Wenigstens draußen roch es angenehm.
Mit Schwung sprang er auf die Fensterbank und schaute hinab auf den Boden. Zwei Stockwerke über dem Boden befand er sich. Seufzend zuckte er mit den Schultern und sprang.
Der Schnee federte seinen Aufprall ab und für einen Moment brach er in dem Schnee zusammen und atmete abgehackt.

Dann stand er schwankend auf und rannte barfuß durch den Schnee, weg von dem Haus und seinen betrügerischen Vampiren.
Er rannte und rannte. Dabei stolperte er mehrere Male und fiel in den nassen Schnee, doch er störte sich nicht daran. Nicht einmal, als das riesige Hemd, das Thorin ihm gegeben hatte, feucht war und an seiner Haut hängen blieb und ihm eisig kalt wurde, hörte er auf zu rennen.

Erst als seine Füße so kalt waren, dass er sie nicht mehr spürte, hielt er an und fiel auf seine Knie.
Sein hektischer Atem bildete sich in Wölkchen vor seinem Mund und er beobachtete mit müden Augen, wie diese Wölkchen nach oben stiegen und sich in Luft auflösten.
Er war irgendwo in einer Heide. Schneebedeckt sah sie in dem Mondschein der düsteren Nacht irgendwie schon romantisch aus.
Erschöpft von dem langen Rennen ließ er seine Augen über die Landschaft schweifen, bevor er sich zitternd zusammenrollte und seine Augen auf den Schnee vor seiner Nase richtete.

Thorin hatte ihn betrogen.
Sein Versprechen gebrochen.

Und jetzt entschuldigte er sich nicht einmal dafür, dass er den Werwolf ohne Grund angefallen hatte.

Oder hatte Thorin sein Versprechen nie wirklich ehrlich gemeint und hatte es vom Anfang an nur auf Bilbos Blut abgesehen?
Der Gedanke ließ das spärliche Blut in Bilbos Adern erstarren und er spürte die Wut eines Wolfes in seinem Bauch aufwallen.

„Dieser miese Bastard!“, knurrte Bilbo, dessen Schwäche durch den Blutverlust so plötzlich vergessen war. Der Wolf in ihm machte ihn stark.
Und oh, der Wolf war wütend.
Unbeschreiblich wütend.

Er stand wieder auf.
Auch wenn es ihm so kurz vorgekommen war, er hatte lang genug auf dem Boden gelegen, um von oben bis unten klitschnass zu sein, da seine Klamotten die Feuchtigkeit des Schnees aufgesaugt hatten.
Kurz zitterte, bevor er mit neu gewonnener Kraft durch den Schnee stapfte und eine Richtung einschlug, von der er wusste, dass sie ihn an sein Ziel führen würde.

- - -


Eine Woche später, um dieselbe Uhrzeit und einer ähnlich klaren, kalten Nacht saß Bilbo in mehrere warme Decken eingewickelt in einem geheizten Zimmer und starrte mit verquollenen Augen in eine dampfende Tasse Tee hinein.
Er hatte bei Drogo und Primula Unterschlupf gesucht. Sie waren in irgendeiner Art und Weise mit seinen Eltern verwandt gewesen, nur wusste Bilbo nicht mehr, wer mit wem sie verwandt und befreundet waren. Der Freundeskreis seiner Eltern war groß gewesen und auch seine Familie hatte unzählige Verwurzelungen, die sein fiebriger Kopf nicht mehr aufzählen konnte.
Auf jeden Fall standen ihm Drogo und seine Frau Primula und der kleine Frodo immer noch am Nächsten und sie hatten ihn aufgenommen, als er durchnässt und bleich vor ihrer Türe stand.

Sie waren keine Werwölfe und auch keine Vampire.
Sie waren normale Menschen, und genau deshalb fühlte sich Bilbo so sicher unter ihnen.
Sie wussten auch, dass es Werwölfe und Vampire gab. Und sie akzeptierten ihn und verstanden seinen Hass gegen Vampire, besonders nachdem, was er ihnen von Thorin erzählt hatte.

Glücklicherweise wohnte auch noch einer seiner besten Freunde und Lektor gegenüber von Drogo, nämlich Bard, ein ziemlich attraktiver Werwolf mit einem festen Freund namens Thranduil, ebenfalls ein Werwolf.
Die beiden Werwölfe hatten Bilbos Andersartigkeit als Werwolf akzeptiert und ihn gerne in ihr Rudel aufgenommen. Zusammen mit ihnen hatte er nicht nur seine ersten Bücher fertiggestellt, sondern gegen feindliche Wölfe gekämpft und sie mit Mühe und Not besiegt.

Nachdem er Bard erzählt hatte, dass einer der Vampire ihn angefallen und beinahe ausgesaugt hätte und er nun Zuflucht bei seinen Freunden suchte, hatte der Mann ihm versprochen, dass er ihn beschützen würde, sollte erneut etwas passieren.
Bilbo hatte dankbar gelächelt und dem stets so kühl wirkenden Thranduil ein schwaches Lächeln zugeworfen. Der blonde Werwolf hatte ihn mitleidig angeschaut, jedoch seinen Zustand nicht weiter kommentiert, weshalb Bilbo ihm sehr dankbar war. Thranduil hatte die Angewohnheit, alles in den ungeeignetsten Momenten zu kommentieren.
Und Thranduil schien jedem Menschen in die Seele schauen zu können und wirklich jedes noch so kleines Geheimnis in Sekundenschnelle herausfinden zu können. Schon des öfteren hatte er Fremde, die Bard oder Bilbo angepöbelt hatten, mit wenigen Kommentaren und dem Heben seiner eindrucksvollen Augenbrauen vertreiben können.

Der erste Tag bei Drogo war entspannt gewesen, Bilbo hatte ihn die meiste Zeit über verschlafen und wenn er wach war, hatte sich Primula rührend um ihn gekümmert und er hatte ein wenig mit dem jungen Frodo gespielt.
Doch ab dem zweiten Tag hatte er begonnen, sich schlecht zu fühlen und leichtes Fieber zu bekommen.

Und jetzt, nach einer Woche, war sein Fieber unangenehm gestiegen, er war stark verschnupft und er fühlte sich einfach nur schlecht.
Wahrscheinlich war er durch den Blutmangel anfälliger geworden für Krankheiten, denn eigentlich waren Werwölfe sehr abgehärtet gegen jede Art von Krankheit. Und Bilbo konnte sich auch nicht daran erinnern, jemals in seinem Leben krank gewesen zu sein.
Er wusste nicht, was Thorins Spucke mit ihm angestellt hatte, denn er hatte sich noch nie auf eine so lange Zeit so schlecht gefühlt. Und selbst Primula meinte, dass ein Mensch normalerweise nicht so lange ein solch hohes Fieber beibehält, nicht wenn es durch eine simple Unterkühlung und ein wenig Blutmangel ausgelöst worden war.
Primula hatte Medizin studiert, bevor sie Mutter geworden war. Sie musste wissen, was mit Bilbo los war.
Doch selbst sie konnte ihm nicht helfen.

Und so saß er hier nun, blass, die Knie an die Brust gezogen und den Tee in der zitternden Hand.
Frodo saß vor seinem Sessel auf dem Boden und spielte mit kleinen Holztieren, die sein Vater ihm geschnitzt hatte.
Bilbo beobachtete ihn dabei und ein schmales Lächeln umspielte seine rauen Lippen. Frodo war schon ein süßer kleiner Junge, jedoch war er sehr schüchtern und redete sehr selten mit ihm. Trotzdem spielte er gerne mit ihm.

Primula kam aus der Küche heraus, als es an der Tür klingelte, und als sie an Bilbo vorbei kam, tastete sie kurz seine Stirn nach seiner Temperatur ab.
Sie war nicht gesunken, das wusste Bilbo. Er spürte die Hitze seines Körpers selber, und auch das war nicht gerade angenehm. Draußen war es kalt und es war ein sehr verschneiter Winter, doch Bilbo fühlte sich so, als würde er bei vierzig Grad Celsius in der prallen Sonne stehen.
Er stöhnte und trank einen Schluck seines Tees.

Primula meinte, dass der Verlust seines Blutes schon längst wiederhergestellt worden war. Und doch fühlte Bilbo sich so, als würde Thorin immer noch an ihm saugen.

Was ihn zurzeit aber am meisten störte, war die Tatsache, dass er nichts riechen konnte.
Seine Nase war zu und er konnte einfach nichts riechen!
So gerne würde er schon im Vorhinein wissen, wer dort an Primulas Tür stand, denn normalerweise würde er es jetzt schon riechen.
Aber nein, dieser Schnupfen musste ihm seinen wichtigsten und ausgeprägtesten Sinn nehmen. Ohne diesen Sinn war er so gut wie nutzlos.

„Bilbo, Schatz, da ist jemand für dich an der Tür gewesen, soll ich ihn zu dir bringen?“, fragte Primula ihn, als sie in das Wohnzimmer trat. Bilbos Alarmglocken schrillten und er stellte seinen Tee weg, schüttelte vehement seinen Kopf.
Doch da wurde Primula schon zur Seite gestoßen und zwei große und nur allzu bekannte Vampire stürmten in den Raum.
Der arme, verstörte Frodo sprang auf und wich mit geweiteten, blauen Augen zurück.

Bilbo, Schatz, du siehst ja schlimm aus!“, rief Thorin hämisch, wobei er am Anfang Primula nachäffte. Seine hellen Augen funkelten wütend, während er den blassen Bilbo musterte.
Dwalin seufzte und verschränkte seine Arme vor der breiten Brust.
Bilder von Ori tauchten in seinem Kopf auf, und er knurrte schwach. Er konnte es immer noch nicht glauben, dass Dwalin ausgerechnet Ori zum Trinken nutzte.

„Warum bist du abgehauen, kleiner Kämpfer?“, grollte Thorin, der in einer einzigen, fließenden Bewegung vor Bilbos Sessel gesprungen war und sich jetzt mit den Händen auf den Lehnen abstützte, sein Gesicht so dicht vor Bilbos Gesicht, dass er den Atem auf seiner verschwitzten Haut spüren konnte.
„Weil du dein Versprechen gebrochen hast.“, erklärte Bilbo ihm mit der schwachen Stimme, die ihn schon seit Tagen verfolgte.

„Ich habe was?“, schnaubte Thorin. Eine Strähne von Thorins längeren Haare fiel in Bilbos Gesicht und der Werwolf versuchte, sie wegzuwischen. Doch Thorin packte sein Handgelenk und drückte es zurück auf seinen Schoß. Bilbo wimmerte leise.
„Du hast dein Versprochen gebrochen. Du hast gesagt, du würdest mir nie so etwas antun, wie zum Beispiel von mir zu trinken.“, murrte er, jeden Widerstand aufgebend.
Der Vampir schwieg und in seinen Augen blitzte etwas Reue auf.
Oh...“, hauchte Thorin und wich langsam zurück.

„Bilbo, ich...“, begann Thorin, doch Bilbo unterbrach ihn.
„Du glaubst doch nicht etwa, dass ich dir so einfach verzeihen werde, wenn du dich jetzt entschuldigst?“, fauchte er, seine Stimme rau und schwach, doch immerhin klang er wütend und nicht mehr so wehleidig wie schon die restlichen Tage.
„Bilbo...“
„Du hast mich beinahe ausgesaugt, mich beinahe getötet, hättest du dich nicht irgendwie gefangen!“, grollte er und stemmte sich langsam hoch, seine Beine zitterten bedrohlich, doch er zog es durch.

„Bilbo!“, bellte nun Dwalin dazwischen.
Er wurde dadurch abgelenkt und vergaß, sich auf seine Beine zu konzentrieren.
Sie gaben nach und er fiel genau in Thorins Arme.
„Bilbo!“, rief nun auch Primula besorgt nach ihm und wäre bestimmt an seine Seite gehuscht, wenn Dwalin sich nicht zwischen sie und den Werwolf gestellt hätte.

„Du glaubst mir nicht, wenn ich dir sage, dass es mir leid tut?“, murmelte Thorin, der ihn sanft wieder auf die Beine zog. Bilbo schüttelte nur seinen Kopf und schloss seine Augen.
„Würdest du wieder zu uns kommen, wenn ich dir verspreche, dass ich mich kontrolliere und dich nicht erneut anfallen werde?“, fragte Thorin ihn leise und strich über seine heiße Stirn.

Etwas in Bilbos Brust zog sich zusammen und ein flaues, warmes Gefühl entsprang in seinem Magen und übertrug sich auf seinen ganzen Körper.
Es klang so einladend, wieder in dem stillen, warmen Haus der Vampire zu leben. Das Haus mit der eigenen Bibliothek, der angenehm großen Küche (die perfekt zum Backen geeignet war), den nach Vampir stinkenden Räumen...
Selbst wenn er im Endeffekt von einem Vampir ausgesaugt worden war, hatte er die Zeit in diesem Haus genossen und er hatte in der vergangenen Woche gar nicht bemerkt, wie sehr er dieses Haus mit seinen dämlichen Vampire vermisst hatte.
Außerdem war da natürlich Thorin, der undurchschaubare und attraktive Vampir, der ihn angefallen hatte. Bilbo wollte die harte Schale dieses Vampirs noch mehr knacken als zuvor schon und alles über ihn erfahren.

„Du hältst dein Versprechen?“, nuschelte Bilbo und öffnete seine rehbraunen Augen und suchte Thorins blaue Augen.
„Dieses Mal halte ich es. Versprochen.“, versicherte Thorin ihm und ließ ihn langsam los.
Schwankend blieb Bilbo stehen.

Dann war das also erst einmal geregelt.
Er würde wieder in das so riesige, friedliche Haus gehen, welches ihn vor den bösen Werwölfen schützen würde.

- - -


Die erste Nacht in dem Haus der Vampire wiederum war schrecklich.
Er wand sich unter Fieberträumen und schwitzte viel zu sehr. Er stöhnte und jammerte und knurrte unter Schmerzen.
Und als er dann aus einem der fiebrigen Albträume aufschreckte, starrten ihm blaue Augen aus der Dunkelheit entgegen.
Er ging in die Schockstarre und starrte diese blauen Augen gehetzt an, bevor er sich beruhigte und zurück in das feuchte, zerwühlte Bett fiel.

„Ich glaube nicht, dass ich es so toll finde, wenn du mich beim Schlafen beobachtest.“, stöhnte er mit entsetzlich rauer Stimme.
In seinem Kopf drehte sich alles und er fühlte sich nicht besonders wohl, und trotzdem fing er an, mit dem Vampir in seinem Raum zu reden.

„Ich bin jetzt dein persönlicher Stalker.“, schnaubte Thorin belustigt, doch da war Bilbo schon wieder eingeschlafen, dieses Mal etwas ruhiger und friedlicher als zuvor.
Und dabei wurde er den dem Vampir beobachtet, der ihn doch noch vor so kurzer Zeit angefallen und gebissen hatte.
Irgendwie vertraute Bilbo ihm zu sehr.

Immerhin vertraute er ihm so sehr, dass er ihn im Zimmer behielt.
Und ihn womöglich auch im Bett behalten würde, wenn Thorin sich denn im Laufe der Nacht dort hinsetzen wird.

Nein, das klang auch wieder falsch.
Viel zu falsch.


"Through the woods we ran
Deep into the mountain sound"

Mountain Sound, Of Monsters And Men



Ich finde einfach Bard/Thranduil toll, und dieses Ship wird jetzt wahrscheinlich in jede meiner Geschichten einfließen =)
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