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Hunt you down eat you alive

von -bamboo
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Bilbo Beutlin Dis Fili Ori Smaug Thorin Eichenschild
04.01.2015
08.06.2015
13
37.619
20
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43 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
06.01.2015 2.750
 
"Are you, are you
Coming to the tree"


Es waren drei Tage vergangen, seit er den Vampir durch Gandalf kennengelernt hatte. Sie schrieben hin und wieder, denn weder Bilbo, noch Thorin wollten den Kontakt zueinander verlieren.
Auch wenn Thorin ein viel beschäftigter Mann war, fand er immer etwas Zeit, um Bilbo eine Nachricht zu schreiben. Meistens brachte er ihn damit zum Lachen, denn wenn sie schrieben, dann waren es heitere Themen und meistens nicht ganz ernst gemeinte Kommentare in Richtung Wolf oder Vampir.
Wenn sie mal nicht schrieben, ging Bilbo seinem normalen Tagesablauf nach, denn auch er musste arbeiten. Mal schrieb er an seinem Roman, ein anderes Mal legte er Termine für das Betreuen von Kindern fest, denn er war neben Autor auch noch ein kurzfristiger Babysitter. Er liebte Kinder, und Kinder liebten ihn.

Seine Eltern hatten ihm so viel Geld vererbt, dass er keinen wirklich aktiven Beruf brauchte. Er schrieb Bücher, hatte einen guten Verlag an seiner Seite und die Eltern, deren Kinder er betreute, bezahlten ihn gerne, da er anscheinend wirklich einen guten Job ausübte.
Keiner von ihnen wusste, dass er ein Werwolf war.

Er steckte seinen Laptop in seinen Rucksack. Morgen früh würde er direkt in die Bibliothek gehen, deshalb packte er den Laptop ein, damit er ihn morgen früh nicht vergessen würde.
Gähnend stolperte er in sein Bett und stellte sich einen Wecker für morgen früh um halb zehn.
Dann schlief er auch schon ein, das Schreiben für seinen Roman hatte ihn wirklich ausgelaugt.

Er wachte durch Hitze auf.
Stöhnend drehte er sich wieder um und strampelte seine Decke weg. Doch die Hitze blieb. Entsetzt riss er seine Augen auf, als er den strengen Geruch von Rauch und Feuer wahrnahm.
Seine Wohnung brannte!

Panisch sprang er auf.
Das Fenster in seiner Küche zersprang durch die Hitze und das Klirren des Glases ging in dem Brüllen des Feuers unter, welches die frische Luft freudig begrüßte.
Wimmernd hustete er und griff nach seinem Handy, das neben seinem Bett lag. Er wählte nicht die Nummer der Feuerwehr, nein, er wählte Thorins Nummer. Wahrscheinlich hatte seine Vermieterin schon die Feuerwehr gerufen, und er reagierte aus Schock und Instinkt, dachte gar nicht erst an die Feuerwehr.

„Bilbo?“, rief Thorin alarmiert, als er den Anruf annahm. Bilbo hatte ihn noch nie angerufen, und wenn er es machen würde, dann nicht um diese Uhrzeit. Der Vampir wusste, dass irgendetwas falsch lief.
„Thorin, meine Wohnung brennt...“, winselte er. In solchen lebensbedrohlichen Situationen wollte der Wolf immer die Kontrolle übernehmen, Bilbo drängte ihn gerade aber noch zurück.
„Wie bitte?“, fragte der Vampir ungläubig, doch er hörte das Brüllen des Feuers schon im Hintergrund. Er wusste, dass Bilbo ihn nicht anlog.
„Hilf mir...“, krächzte er, bevor er das Handy fallen ließ und sein Wolf hervorbrach.

Während er noch benommen auf dem Boden lag, rief Thorin mehrere Male seinen Namen. Er legte nicht auf. Bilbo nutzte diese Gelegenheit und jammerte leise ins Mikrofon. Thorin fluchte und legte dann auf.
Bilbo rappelte sich auf und kniff seine Augen zusammen. Der Rauch stach in seinen Augen und erschwerte ihm die Sicht. Mit gesenkten Kopf trabte er in sein Wohnzimmer und winselte, als er das Feuer in all seinen Ausmaßen erblickte. Es fraß sich gerade durch seine Couch und zerstörte seinen Flur und alle seine geliebten Jacken und Schuhe. Seine Küche, die hauptsächlich aus Holz bestand, war völlig von dem Feuer umgeben und Bilbo schüttelte entsetzt seinen Kopf.

Er musste sich retten. Doch davor musste er seine Arbeit retten. Panisch schaute er sich nach dem Rucksack um, in dem sich sein Laptop und mit dem Laptop sein gesamter Roman befand.
Er erinnerte sich daran, den Rucksack auf seinen Esszimmertisch abgelegt zu haben. Und der Esszimmertisch befand sich in seiner Küche, die schon längst verloren war.
Sein Laptop war verbrannt.
Er hatte die ganze zweimonatige Arbeit verloren.

Doch jetzt, wo der Laptop nicht mehr zu retten war, musste Bilbo sich retten, denn die Decke über ihm knarrte bedrohlich. Sie würde viel zu bald einstürzen und Bilbo unter sich begraben.
Der Flur und damit auch die Treppe nach unten waren vom Feuer verschlungen, also musste er einen anderen Weg finden.
Das Fenster, welches zur Straßenseite zeigte und in seinem Wohnzimmer lag, gab der Hitze der Flammen nach und explodierte. Das Feuer brüllte erneut auf und streckte sich dem Fenster entgegen, durch das frische Luft, also neue Nahrung für das Feuer, strömte.
Bilbo überlegte nicht lange und rannte darauf zu, sprang durch den Fensterrahmen und flog im hohen Bogen durch die kalte Luft.
Mit einem schwachen Winseln krachte er auf den schneebedeckten Bürgersteig. Der Schnee federte seinen Sturz etwas ab, nichtsdestotrotz schmerzte es und jede Luft wurde bei dem Aufprall aus seiner Lunge gepresst.

Reglos blieb er liegen und versuchte, sich vom Schock zu erholen und ruhig zu atmen. Die kalte Nachtluft reizte seine gereizten Lungen noch mehr und er hustete. Ein hustender Wolf zog immer Aufmerksamkeit auf sich, und Bilbo wunderte sich nicht, als ein Mensch (Mann, vom Geruch her) auf ihn zutrat.
Was ihn wunderte, warum er noch um diese Uhrzeit unterwegs war.

„Bilbo Beutlin, der vollblütige Werwolf. Schön, dich kennenzulernen.“, grollte einer der Männer mit samtig tiefer Stimme. Bilbo schloss seine Augen und seufzte auf. Werwölfe. Natürlich.
Werwölfe, die ihn nicht akzeptierten und ihn am liebsten tot sehen würden.
Er hörte zwei verwandelte Werwölfe, die neben den Mann traten.
Mehr konnte er nicht riechen, also hatte er drei männliche Werwölfe, die gegen ihn waren. Frustriert stöhnte er und öffnete seine Augen.

Die beiden verwandelten Wölfe waren riesig und muskulös. Der eine Wolf hatte schneeweißes Fell und bleiche Augen, der andere Wolf war hellgrau mit blauen Augen, die Bilbo angewidert fixierten.
Der nicht verwandelte Mann war groß, hatte zottelige, rotbraune Haare und golden glühende Augen. Er war wütend.
„Ich bin Smaug, und die beiden hübschen Wölfe hier sind meine Freunde Azog und Bolg.“, grollte Smaug und zeigte erst auf den weißen, dann auf den grauen Wolf. Die beiden Wölfe knurrten zustimmend und schnappten leicht nach Bilbo.
Unbeeindruckt schaute der Jungwolf zu den drei Werwölfen auf.

Erst, als Smaug sich herunterbeugte und ihm schnell ein Halsband umlegte, fing Bilbo an, sich unwohl zu fühlen. Leise winselte er und wehrte sich gegen den Druck des engen Halsbandes.
Smaug packte noch eine Leine an das viel zu eng umgeschnallte Halsband und riss Bilbos Kopf mit der Leine hoch.
„Schau nur, wie schön deine Wohnung brennt, Beutlin. Stell dir vor, du hättest es nicht rechtzeitig geschafft, zu entkommen. Wie sich die Flammen durch dein Fell gefressen hätten und wie schön deine Haut verbrannt wäre...“, schnurrte Smaug in sein Ohr. Bilbo schnappte hektisch nach Luft, denn das Halsband in Verbindung mit der grob nach oben gezogenen Leine drückte ihm seine Kehle zu und er bekam kaum noch Luft.

Smaug riss ihn noch einmal mit einem kräftigen Ruck an der Leine hoch, dann ließ er die Leine ohne Vorwarnung los und Bilbos Vorderpfoten landeten wieder auf dem Boden.
Nervös hechelte er, seine Ohren waren eng an den Kopf gedrückt und die dunkelbraunen Augen waren panisch aufgerissen.
„Siehst du jetzt ein, dass die richtigen Werwölfe stärker sind als die kleinen, geborenen Werwölfe? Unser Wolf ist schon völlig ausgewachsen, wenn wir verwandelt werden. Dein Wolf ist nicht einmal ansatzweise ausgewachsen. Du bist klein und schwach, die perfekte Beute für jeden großen Werwolf. Nicht wahr, Azog?“, grollte Smaug, sein Gesicht zu einer hasserfüllten Fratze verzogen. Der riesige, weiße Wolf, der neben Smaug stand, grollte zustimmend und fletschte seine Zähne.

„Bolg, halte ihn fest. Ich nehme ihn mir jetzt vor.“, frohlockte Smaug. Diese Stimmungsschwankungen von dem Mann waren erstaunlich.
Der rothaarige Mann reichte dem hellgrauen Werwolf die Leine, die der Wolf mit dem Maul packte und so festhielt.
Dann zog sich Smaug langsam aus, Schicht für Schicht seiner Klamotten landeten ordentlich gefaltet auf dem schneebedeckten Grund. Bilbo schloss seine Augen und konzentrierte sich auf das Brüllen des Feuers, das Knarzen des nachgebenden Holzes. Er konzentrierte sich auf alles, nur nicht auf die drei Werwölfe vor sich.
Erst als ein gewaltiges Knurren an seinem Ohr ertönte und heißer Atem über sein Fell strich, öffnete Bilbo seine Augen wieder und sprang instinktiv zurück, als er den Wolf erblickte, der sich über ihm auftürmte. Dieser Wolf war fast dreimal so groß wie er!

Die Leine riss ihn nicht zurück, als er erschrocken zurückwich. Also hielt ihn niemand mehr fest.
Fluchtinstinkte bauten sich in ihm auf, doch er wusste, dass die drei Wölfe mit ihren längeren Beinen um so einiges schneller waren als er. Er könnte nicht vor ihnen wegrennen. Sie würden ihn einholen und dann zerfleischen.
Er baute sich auf. Also würde er sich verteidigen, so lange er es noch konnte.

Knurrend umkreisten er und der riesige Wolf mit dem roten Fell, der wohl Smaug war, sich.
Smaug griff zuerst an. Er rammte Bilbo um und schnappte nach ihm, doch Bilbo war klein und flink, er hatte sich wieder schnell gefangen und duckte sich unter Smaugs Angriff weg.
Dafür schnappte er nach Smaugs Hinterbein und biss so kräftig zu, wie er nur konnte. Wütend jaulte der Wolf auf und schnappte nach Bilbo, doch er hatte sich wieder gelöst und umkreiste Smaug vorsichtig.

Smaugs Attacke kam schnell. Der kleinere Wolf war nicht vorbereitet und konnte nicht ausweichen.
Seine Zähne gruben sich in Bilbos Rücken und so sehr Bilbo auch jaulte und sich wand, er konnte dem gefährlichen Biss nicht entkommen.
Smaug drückte Bilbo mit seinem ganzen Gewicht in den Schnee. Anfangs stemmte sich Bilbo noch dagegen, doch irgendwann wurde es zu viel und er brach zusammen.
Der gegnerische Wolf war sich in dem Moment zu sicher, dass er Bilbo fest im Griff hatte. Er ließ etwas lockerer und diese Gelegenheit nutzte Bilbo, um sich zu befreien.
Schnell wand er sich heraus und sprang Smaug direkt an die Kehle.

Jedoch war dieser Angriff vorhersehbar gewesen und Smaug wirbelte herum und stieß Bilbo von sich.
Heißer Schmerz strömte durch seinen Rippenbereich, als er gegen eine nahestehende Laterne krachte. Winselnd blieb er liegen und hoffte einfach, dass Smaug ihn in Ruhe lassen würde. Was er natürlich nicht tun wird, denn er will Bilbo und die Linie der geborenen Werwölfe vernichten.

Das Grollen des immer näher kommenden Wolfes vermischte sich plötzlich mit dem Geräusch von Autos, die viel zu schnell für Bilbos Geschmack auf die Bühlstraße gefahren kamen.
Die Sirenen, die dann ertönten, taten in Bilbos empfindlichen Ohren weh. Doch er wusste, dass mit diesen Autos seine Rettung kam. Jede Anspannung verließ seinen Körper und er blieb ruhig an Ort und Stelle liegen.
Polizei und Feuerwehr waren gekommen, um ihn zu retten.
Smaug grollte und als Bilbo seine Augen öffnete, sah er noch, wie Smaug seine Klamotten packte und Seite an Seite mit Azog und Bolg im Schneegestöber verschwand.

Vorsichtig stand er auf und knurrte, als seine Rippen mit schrecklichen Schmerzen antworteten.
„Bilbo?“, rief eine bekannte, tiefe Stimme nicht weit von ihm entfernt nach ihm. Bilbo drehte seine Ohren nach vorne und fing an, erfreut zu hecheln. Thorin war hier!
Er humpelte zu der Stelle, wo er die Stimme vernommen hatte. Dort stand Thorin neben einem glatzköpfigen Vampir, mit dem er sich leise unterhielt. Er bellte leise, um auf sich aufmerksam zu machen und wedelte freundlich mit dem Schwanz, als sich beide Vampire zu ihm umdrehten.
Der Vampir, den er nicht kannte, knurrte leise und fletschte seine Zähne, und Thorin nahm eine abwehrende Haltung an.
Erst als er Bilbo genauer gemustert hatte, entspannte er sich und ging vorsichtig auf Bilbo zu.

„Hallo, Wölfchen.“, brummte Thorin und kniete sich vor Bilbo, streckte seine Hand aus und strich vorsichtig über den Kopf von ihm.
„Du bist ja schon ziemlich klein.“, neckte Thorin und Bilbo verdrehte nur seine Augen. Selbst in dieser Situation, mit einem verletzten Werwolf vor ihm und einem brennenden Haus im Hintergrund, musste Thorin noch scherzhafte Kommentare abgeben.
„Ist das der Werwolf, von dem du mir erzählt hast?“, fragte der riesige, glatzköpfige Vampir in der Polizeiuniform, der langsam neben Thorin trat.
Bilbo legte seinen Kopf schief und rümpfte seine Nase bei dem Geruch des Vampirs, grüßte den Fremden aber mit einem freundlichen Schwanzwedeln.
Er wusste nicht, was mit ihm passiert war, aber seit er Thorin kennengelernt hatte, war er um einiges toleranter, was Vampire anging.
Und wenn er darüber nachdachte, waren Vampire auch gar nicht so schlimm. Sie waren sogar recht freundlich, wenn sie erst einmal über die Vorurteile und Klischees hinweggesehen haben, die sie für Werwölfe haben.

„Ja, das ist Bilbo, ein ausgesprochen kleiner Werwolf, wenn ich das mal so sagen darf.“, meinte Thorin und strich über Bilbos feines Fell im Nacken, wo er dann auch das Halsband ertastete. Fragend schaute er Bilbo an, doch Bilbo seufzte nur und schloss seine Augen, als Thorins kühle Finger nach dem Verschluss des Halsbandes suchten. Er fand es und öffnete es vorsichtig.
„Wie wäre es, wenn du dich zurückverwandelst und du dann erst einmal mit zu unserem Haus kommst, wo wir dich dann untersuchen?“, fragte Thorin und kraulte Bilbo hinter seinem Ohr.
Bilbo schüttelte seinen Kopf und wich Thorins Fingern aus.
„Du willst dich nicht zurückverwandeln?“
Bilbo nickte und winselte, da Thorin seine Rippen berührte hatte, als er ihn ohne Probleme hochhob und wie eine Katze im Arm hielt.

„Dann nehmen wir dich einfach so mit.“, grollte der fremde Vampir und starrte den Wolf auf Thorins Armen ausdruckslos an.
„Dwalin, wirst du wohl den armen Bilbo nicht zu Tode starren? Er hat heute mehr durchgemacht als du in den letzten hundert Jahren!“, neckte Thorin den fremden Vampir namens Dwalin.
Bilbo stupste Thorins Kinn belustigt an.

Er wurde nach hinten in das Polizeiauto verfrachtet, während Thorin und Dwalin vorne saßen und sich leise unterhielten.
Er hatte sich zusammengerollt und die Schnauze zwischen seine Vorderpfoten gesteckt. Müdigkeit holte ihn langsam ein und das leise Gemurmel der Vampire plus das monotone Surren des Motors wirkte einschläfernd.
Zufrieden atmete er tief ein. Der Geruch der Vampire störte ein wenig, doch am meisten störte ihn sein eigener Geruch. Er roch nach Blut, Rauch und fremden Werwölfen.
Und wenn er sich selber schon so sehr an seinem Geruch störte, wollte er gar nicht wissen, wie sehr sich die Vampire daran störten.

Als sich wieder Arme um seinen Torso schlangen, erwachte er aus seinem dösenden Zustand und gähnte erst einmal ausgiebig.
„Müder, kleiner Wolf.“, brummte Thorin und heimste sich einen schwachen Schlag von einer Vorderpfote ein.
„Du kannst schlafen gehen, wenn du dich zurückverwandelt hast und wir deine Wunden untersucht haben.“

Hatte Thorin ihm nicht einmal geschrieben, dass er mit seiner Familie zusammenwohnte und dass alle seiner Familienmitglieder Vampire waren? Und die wollten seine Wunden untersuchen?
Er schauderte.

„Thorin? Hast du Bilbo retten können?“, rief eine weibliche Stimme durch die gewaltige Eingangshalle, als Thorin und Dwalin die Tür zuschlugen.
„Ja, Dís. Er braucht medizinische Versorgung, am besten besorgst du den Erste-Hilfe Kasten sofort, während ich mich um ihn kümmere.“, rief Thorin zurück und setzte Bilbo ab.
Der kleine Wolf rutschte auf dem glatten Boden aus und landete auf seinem Hinterteil. Thorin lachte leise und schaute Bilbo mit belustigt funkelnden Augen an, während Dwalin irgendetwas von 'Deshalb haben wir hier keine Haustiere' brummte.

„Bilbo, wärst du so lieb und verwandelst dich zurück?“, bat Thorin ihn, nachdem er sich auf dem Boden gefangen hatte und einen mehr oder weniger festen Stand hatte.
Bilbo seufzte und schloss seine Augen. Wenn der Vampir so darauf bestand.
Ein kurzes Kribbeln fuhr über seine Haut, und als er seine Augen wieder öffnete, saß er nackt vor zwei Vampiren, die ihn fasziniert anschauten. Eine Verwandlung war für andere Wesen entweder ein verstörender oder ein faszinierender Anblick, und scheinbar fanden Thorin und Dwalin die Verwandlung faszinierend.
Schwach lächelte Bilbo.
Sein Hals und sein gesamter Rücken schmerzte, inklusive seiner Rippen. Wimmernd schloss er seine Augen und sackte zusammen.

Thorin trug ihn in ein Zimmer und zog ihm etwas an.
Bilbo wäre normalerweise beschämt gewesen, doch jetzt war er einfach nur müde und er hatte Schmerzen.
Er wollte eigentlich noch, dass seine Wunden untersucht werden, doch die Müdigkeit war zu stark und er konnte nicht mehr gegen sie ankämpfen.
Bevor er aber eindöste, griff er nach Thorins Handgelenk und lächelte ihn leicht an.

„Danke, Spitzzahn.“


"They strung up a man
They say who murdered three."
The Hanging Tree, James Newton Howard


Danke für all eure lieben Rückmeldungen, ich habe mich sehr gefreut, sie alle zu lesen :)
Da ich zurzeit eine Schreibblockade habe, was "One More Chance" angeht, habe ich mich an diese FF gesetzt und komme auch erstaunlich schnell voran.  Ich hoffe, euch gefällt das neue Kapitel :))
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