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Black Coffee and Insomnia

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Harry Osborn Peter Parker / Spiderman
03.01.2015
03.01.2015
1
5.074
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5 Reviews
Dieses Kapitel
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03.01.2015 5.074
 
Hallo liebe Leser! ^o^

Yes, das neue Jahr beginnt mit einem weiteren OneShot von mir & meinem neuen Lieblingspairing...
Die FF ist unabhängig von "His Big Eyes", aber bezüglich der chronologischen Logik spielt "Black Coffee and Insomnia" danach, und könnte sie theoretisch als Fortsetzung gelesen werden.

Falls ihr Rechtschreibfehler findet - ich war noch von Silvester verkatert, als ich den OneShot Korrektur gelesen hab' :'D
By the way - Happy New Year y'all and let's make 2015 an awesome one!


Pairing: Parksborn (Peter/Harry)
Genre: Drama, Romance, Angst, Hurt & Comfort
Anmerkungen: Drugs & alcohol; no Green Goblin; Swear words;


Viel Vergnügen beim Lesen!


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Black Coffee and Insomnia




Vier Stunden. Nach vier Stunden wagte er es tatsächlich noch aufzutauchen.
Wütend starrte Harry auf das Display des Smartphones in seiner Hand, auf dem der Nachrichtenverlauf zwischen Peter und ihm aufleuchtete. Das künstlich herbeigeführte Hochgefühl, das der Alkohol in seinem Blut in Kombination mit dem wummernden Beat ausgelöst hatte, war schlagartig verschwunden. Dabei war die Party um ihn herum noch in vollem Gange: Zuckende Leiber im Rhythmus der Musik, alkoholisiertes und drogenberauschtes Lachen, flackernde bunte Lichter in den abgedunkelten Räumen. Alle waren sichtlich in bester Stimmung und gewillt, diese Nacht in vollen Zügen zu genießen – nur er selbst, der Gastgeber, fühlte sich äußerst ernüchtert. Seine Trinkfreunde, die neben ihm auf einer der Couchs herum lümmelten und sich ein weiteres Tablett Tequilashots organisiert hatten, blickten Harry neugierig über die Schulter.
„Ohh, dein Liebhaber bequemt sich doch noch hierher? Um drei Uhr nachts?“
Harry erhob sich ein wenig schwankend, während man ihm glucksend hinterher rief: „Buchstäblich die einzige Person, die es wagt, Harry Osborn warten zu lassen!“
Es stimmte. Trotzdem war seine Antwort ein ausgestreckter Mittelfinger über die Schulter.
Anstatt sich einen Weg durch die Menge in Richtung Eingangstür zu bahnen, kämpfte Harry sich zu den Treppen durch und begab sich eine Etage nach oben zu seinem Schlafzimmer. Er war sich ziemlich sicher, dass Peter –wie so oft– darauf verzichten würde, das Haus auf vernünftige Weise zu betreten, sondern sich stattdessen durchs Fenster hereinschlich. Manchmal war das vielleicht ganz romantisch, aber in dieser Nacht hatte Harry nicht genug Geduld für diese Kindereien. Dementsprechend gereizt war er auch, als er Peter tatsächlich mit betretener Miene auf dem Fenstersims seines Schlafzimmers sitzen sah, die rote Maske noch in der Hand.
„Harry, es tut mir echt leid“, begann er sofort und fuhr sich erschöpft durch den abstehenden braunen Haarschopf.
Der Blonde verschränkte die Arme vor der Brust, als Peter mit hängendem Kopf zu ihm herüber getrottet kam.
„Was war los? Musste Spider-Man wieder einmal die Welt retten?“ Es klang bissiger, als Harry eigentlich beabsichtigt hatte, doch der ruinierte Abend hatte eine schmerzliche Wunde in ihm aufgerissen.
Er wusste, Peter konnte nichts dafür, er wollte nur helfen und dazu beitragen, dass den Unschuldigen in dieser herzlosen Stadt ein wenig Sicherheit gegeben wurde. Das war durchaus edel, obwohl Harry selbst vermutlich nicht sein Leben für undankbare Fremde riskiert hätte...Aber Peter hatte dieses Leben gewählt, also akzeptierte Harry seine Entscheidung auch.
Weitaus schwieriger zu akzeptieren war die Distanz, die Pete absichtlich hielt. Vielleicht, weil sich der Geschäftsmann in Harry nicht wohl in der Position fühlte, ungewiss auf jemanden warten zu müssen, und überhaupt Komplikationen im Allgemeinen hasste.
„Es tut mir leid“, sagte Peter wieder, hilflos.
„Was hast du heute Nacht gemacht?“
„Ich wollte herkommen, ehrlich...“ Er raufte sich verzweifelt die Haare. „Aber die Wahrheit ist, dass ich stundenlang zuhause an die Wand gestarrt habe und mich einfach nicht dazu durchringen konnte, es zu tun. Und in meinem Kopf, da...hatte ich all diese Bilder davon, was dir alles zustoßen könnte, sobald irgendeiner meiner verdammten Feinde von dir erfährt.“
Harry verdrehte die Augen, denn sie hatten dieses Thema schon so oft diskutiert und bewegten sich jedes Mal in endlosen Kreisen, ohne eine Lösung für die unbefriedigende Situation zu finden.
„Du bist halt nicht irgendjemand, Harry“, stieß Peter hervor. „Weder für mich noch für die Welt. Falls einer von Spider-Mans Gegnern meine Verbindung zum CEO von Oscorp herausfindet...Fuck, ich hab einfach Angst um dich.“
Er zog eine gepeinigte Grimasse, die Harry einen Stich versetzte, doch als er den Braunhaarigen am Handgelenk berührte, wirkte dieser nur noch gequälter.

„Ich weiß, dass du mich bloß schützen willst“, murmelte Harry, doch Peter ahnte, dass der Blonde die Gefahr nicht als unmittelbar betrachtete. Er würde die panische Furcht in Peter, Harry aus eigenem Verschulden zu verlieren, niemals nachvollziehen können, und genau das war das Problem. Je vehementer er Harry von sich stieß, um ihn nicht in Spider-Mans Kampf mit hineinzuziehen, desto mehr litt der Blonde – und das war wirklich das Letzte, was Peter ertragen konnte.
Es war ein Teufelskreis. Den es um Harrys Sicherheit willen zu durchbrechen galt.
Peter nahm all seinen Mut zusammen und wand seine Hand aus dem tröstenden Griff des anderen Mannes. Er erlaubte es sich, ihm einen Moment lang in die lockenden blauen Augen zu sehen und seinen Blick über das geliebte Antlitz wandern zu lassen.
Seine Stimme zitterte, aber dennoch zwang er sich es auszusprechen: „Harry, vielleicht ist es besser, wenn ich mich von nun an von dir fernhalte. Ich will so nicht weitermachen.“
Bestürzung – die Peter schier das Herz brach –  verdunkelte die schönen Augen, als Harry entsetzt zu einer Erwiderung ansetzte.
„Du kannst nicht ernsthaft glauben, dass das die Lösung ist, Pete!“, rief er, während sich der Schock scheinbar in Wut umwandelte, „Denkst du, du kannst einfach vor allem davonrennen? Auch vor mir?“
Als Peter bloß schwieg, krallte der Blond seine schlanken Hände in Peters Kragen und knurrte herausfordernd: „Schön. Na gut, dann sieh mir in die Augen, und sag mir, dass du mich jetzt, in genau diesem Augenblick, nicht willst.“ Harrys Lippen näherten sich seinem Ohr, streiften seinen Mundwinkel, sodass sich Peters ganzer Körper anspannte vor unterdrücktem Verlangen. „Komm schon, sag mir, dass du mich nicht am liebsten hier und jetzt nehmen würdest.“
Natürlich war diese Lüge unmöglich...Zu gierig musste Peters Blick gerade über Harry gleiten, zu bewusst war sich dieser seiner Wirkung auf Peter. Und Himmel, er erschien Peter heute Nacht begehrenswerter denn je mit seinen etwas ungeordneten Haaren, den geöffneten vollen Lippen, der sensiblen Haut über dem Schlüsselbein, die das ein Stück weit aufgeknöpfte Hemd preisgab.
Aber inmitten dieser Reizüberflutung, filterte Peter auch noch etwas anderen heraus: Harry hatte sich nicht so sehr unter Kontrolle wie sonst, war aufgebracht und aufgewühlter, sein Blick war ein bisschen zu ruhelos, der Atem unregelmäßig.
„Du hast Koks genommen“, stellte er bemüht ruhig fest, obwohl er hätte aufschreien können vor Hilflosigkeit. Wenn Harry sich gedankenlos in Suchtmittelkonsum stürzte, musste etwas gewaltig schief laufen...
„Stimmt, vor ungefähr zwei Stunden, als mir klar wurde, dass du heute vermutlich nicht mehr auftauchen würdest“, gab der Blonde in bitterem Tonfall zurück.
Der herzzerreißende Vorwurf, der in diesen Worten steckte, brachte für Peter das Fass zum überlaufen und zwang ihn förmlich dazu, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Er wusste, das letzte Mal, als Harry aus Frust auf Drogen zurückgegriffen hatte, war während seiner Zeit im Internat gewesen. Aber damals war er allein gewesen, einsam, nur umgeben von nervenkitzelsüchtigen, leichtsinnigen Internatsschülern aus reichem Hause...Dass Harry sich jetzt offenbar, durch ihn, in einer ähnlich miserablen Situation sah, bereute Peter mehr als alles andere.
Das ständige Auf und Ab in ihrer Beziehung, das er Harry zumutete, hatte eindeutig keinen gesunden Einfluss auf dessen Seelenheil...Und es war keine Rechtfertigung, dass all das nur geschah, weil Peter ihn verzweifelt zu schützen versuchte.
„Harry, ich bin nicht gut für dich“, presste er, nach den richtigen Worten ringend, hervor. „Schau doch, zu welchen Dummheiten ich dich treibe.“
Er räusperte sich krampfhaft, um sich von dem Impuls abzulenken, das Naheliegendste zu tun: Harry zur Seite zu nehmen, um mit ihm gemeinsam die unangenehmen Nachwirkungen des Kokains in seinem Kreislauf abzuwarten, und danach die Party dort unten bedächtig aufzulösen. Es kostete ihn ungeheure Anstrengung zu widerstehen.
„Wenn ich nicht wäre, könntest du glücklich sein. Ich wünschte, ich könnte mich ändern, aber ich kann's nicht. Und echt, um nicht weiter zu leiden, solltest du mich vergessen...“
Er konnte nicht fassen, dass er das sagte, während sich eigentlich alles in ihm danach sehnte, die körperliche und auch die unsichtbare Distanz zwischen ihnen zu überwinden.
Sei nicht so egoistisch, rief ihn seine Stimme der Vernunft zur Ordnung, Denk daran, zu was der Herzschmerz ihn treibt...Denk daran, was wäre, wenn ihm etwas zustoßen würde.
Und weil ihn allein die Vorstellung die Kehle zuschnürte, schaffte er es mit Mühe und Not, sich ein paar Schritte von Harry zu entfernen. Er musste den Blick abwenden, denn die blanke Fassungslosigkeit im Gesicht des Blonden ließ ihn in der Überzeugung schwanken, ob er wirklich das Richtige tat.
Pete...“, begann Harry kopfschüttelnd, wobei er sich, unverkennbar mitgenommen, über die Augen rieb, doch Peter unterbrach ihn aus Angst, es sich doch noch anders zu überlegen. Er fühlte sich widerlich, jetzt einfach so abzuhauen, aber...
„Nein, bitte, ich hab schon genug angerichtet. Ich werd dich eine Weile nicht sehen, also...warte nicht, okay?“ Mit einem mühseligen Schritt nach dem anderen entfernte er sich von der so vertrauten Gestalt, die regungslos vor Verwirrung auf der anderen Seite des Raumes zurückblieb.
Dann, mit fest aufeinander gepressten Lippen, drehte Peter sich um und schwang sich aus dem geöffneten Fenster, hinaus in die kühle, alles verschluckende Nacht.


Völlig von Harry zu lassen, war ein unmögliches Unterfangen.
Anstatt sich auf seinen Collegeabschluss und Nebenjob zu konzentrieren, wurde Peters Alltag nun von zweifelnden Gedanken an den Blonden beherrscht – und des Nachts vermochte er sich als Spider-Man kaum mit voller Aufmerksamkeit der Verbrecherjagd zu widmen.
In den ersten Tagen versuchte Harry, ihn per Telefon zu erreichen, doch mit geballter Willenskraft schaffte Peter es, Anrufe und Nachrichten zu ignorieren. Er hatte gedacht, dass er sich besser fühlen würde, wenn er Harry auf sicheren Abstand und aus Spider-Mans gefährlichem Leben heraus hielt, doch es war die Hölle. Ganz gleich, wie oft er sich daran erinnerte, das einzig Kluge zu tun, der Schmerz in seiner Brust ließ sich damit nur schwerlich lindern.
Nach einer Woche gab er das Vorhaben des konsequenten Kontaktabbruches auf, und gestand sich selbst einen winzigen Trost zu: Wenigstens aus der Ferne beobachtete er, wie Harry Osborns Leben nun ohne ihn verlief.
Sein Herz pochte wie wild, als er nach Tagen voller Unruhe die Häuserwand von Harrys Penthouse erkletterte und durch die Fensterfront des riesigen Wohnzimmers lugte. Es war noch unmenschlich früh und die Sonne war gerade erst am Aufgehen, doch zu Peters Überraschung war Harry bereits wach. Nach vorne gebeugt und den Kopf auf die Hände gestützt, saß er auf der Sofakante und schien über seiner Kaffeetasse zu brüten. Eine Weile rührte er sich nicht, sodass Peter immer unbehaglicher zumute wurde, dann endlich, hob er den Kopf. Während Harry nach der Tasse griff,  vermochte Peter einen Blick auf ein ungesund blasses Gesicht, müde Augen und dunkle Augenringe zu werfen. Mit wachsender Sorge verfolgte er mit, wie der Blonde sich schier dabei schüttelte, mit schnellen Zügen den Kaffee schwarz und ungesüßt herunter zu würgen. Seit wann trank er seinen Kaffee unverdünnt?
Als er sich daraufhin erhob und kraftlos ins Nebenzimmer schritt, folgte Peter ihm ohne zu zögern von außen an der Mauer. Voller Gewissensbisse und Ungeduld wartete er, bis Harry geduscht hatte und aus dem Bad kam, um sich anzukleiden. Kam es ihm nur so vor, oder war der junge Mann in der letzten Woche dünner geworden? Peter war sich nicht sicher, ob ihm seine überschärften Spinnensinne einen Streich spielten.
Dass Harry sich einen der feinsten Anzüge heraussuchte, sprach dafür, dass er heute ein wichtiges Meeting hatte. Peter wusste, er hatte seine Nase nicht mehr in Harrys Angelegenheiten zu stecken, da er selbst doch auf Distanz bestanden hatte, aber er konnte nicht anders. Es war beschämend, aber er schaffte es nicht einmal, den Blick von dem Körper des Blonden abzuwenden, während dieser in den Anzug schlüpfte.
Auch als Harry schließlich mit schwarzer Retro-Sonnenbrille das Haus verließ und sich von seinem Chauffeur zu seinem Geschäftstermin fahren ließ, heftete Peter sich unauffällig an seine Fersen – mit dem Wagen mitzuhalten, stellte nicht wirklich ein Problem dar, wenn man Spider-Man war.
Harry hatte Gefühle schon immer gut verbergen können, doch Peter kannte ihn besser als jeder andere, deshalb sprangen ihm all die kleinen Veränderungen wie Warnschilder sofort ins Gesicht: Während Harrys Businesspartner ihn kühl und aalglatt wie immer erlebten, wirkten seine Gesten auf Peter fahriger als sonst, seine Blicke abgelenkt und seine Haltung geknickter. Wie immer verhielt er sich professionell, und doch wurde Peter auf einmal deutlicher denn je bewusst, wie jung der Blonde mit seinen einundzwanzig Jahren im Geschäftsleben stand.
Harry war absolut nicht in Ordnung.
Und Peter begann erneut zu zweifeln, ob er nicht doch überstürzt gehandelt hatte, ob er nicht alles wieder rückgängig machen konnte, wenn er jetzt zu Harry marschierte, ihn mit ein paar Netzgriffen aus dem Meeting entführte und auf irgendeinem Dach in Manhattan um Verzeihung bat...
Andererseits war es für Harrys Wohl langfristig besser, wenn er jetzt ein paar Tage lang an Liebeskummer litt, dafür aber eine sichere Zukunft als erfolgreicher und begehrter Mann vor sich hatte.
Obwohl Peter darüber nicht weiter nachdenken wollte – zu unwohl wurde ihm bei dem Gedanken, Harry in ein paar Monaten an der Seite eines anderen Mannes – oder einer Frau? – sehen zu müssen.
Besser als in Gefahr, rief er sich in Erinnerung.
Also hielt Peter sich schweren Herzens zurück und redete sich ein, dass Harry in ein paar Wochen über ihn hinweg und ohne ihn besser dran sein würde.

Harry lag wach im Dunkeln des Wohnzimmers.
Das Schlafzimmer betrat er nur noch ungern, weil ihn jedes Mal Erinnerungen an zahllose ungezügelte Nächte mit Peter zu übermannen drohten. Er hatte gehofft, in den vielen anderen Zimmern einfacher zur Ruhe zu kommen, doch das Chaos in seinem Kopf ließ sich von einem bloßen Standortwechsel nicht beeindrucken. Tagsüber hatte er das noch recht gut unter Kontrolle, jedenfalls dachte er nicht im Traum daran, sich vor seinen Angestellten und Geschäftspartnern etwas anmerken zu lassen...Aber sobald er allein mit seinen Gedanken war, befand er sich in einer Endlosschlaufe, aus der es kein Entkommen gab und die ihm den Schlaf raubte.
Harry stellte sich oft vor, wie er Peter zum Teufel jagen würde, sollte er es wagen, ihm wieder unter die Augen zu treten – aber wenn er realistisch war, würde seine Reaktion bei einem tatsächlichen Wiedersehen wahrscheinlich ganz anders ausfallen.
Ein Blick auf die Anzeige der Digitaluhr zeigte ihm, dass er in wenigen Stunden ohnehin wieder würde aufstehen müssen. Die traurige Wahrheit war, dass er sich trotz Schlaftabletten glücklich schätzte in den Nächten, in denen er mehr als drei Stunden Schlaf bekam.
Alles nur wegen Peter.
Er war gekränkt, ja. Doch um ehrlich zu sein, tat es vor allem weh, jemanden, den er im Kindesalter schon einmal verloren und vor kurzem erst wiedergewonnen hatte, von einem Moment auf den anderen freiwillig aus seinem Leben verschwinden zu sehen.
Harrys neue morgendliche Routine bestand aus zwei Aspirin, schwarzem Kaffee und bei wichtigen Terminen, die seine geballte Aufmerksamkeit verlangten, auch drastischeren Aufputschmitteln. Harry erlaubte es sich nicht, aufgrund privater Probleme auf beruflicher Ebene zu versagen – er führte immerhin einen verdammten Konzern, wenn auch unfreiwillig.
Oft ertappte sich Harry dabei, wie er den Blick über New Yorks Skyline schweifen ließ, in der Hoffnung, etwas Rot-Blaues aufblitzen zu sehen, oder in den Zeitungen nach Spider-Mans Aktivitäten Ausschau hielt. Doch Peter gab ihm kein einziges Zeichen, sodass ihm nichts anderes übrigblieb, als sich Ablenkung zu verschaffen, um irgendwie weitermachen zu können. Und diese fand er nun mal nicht auf natürlichem Wege, sondern am Ehesten unter unverbindlichen Gesichtern an lauten, ungehemmten Orten, an denen das Vergnügen über Risiko gestellt wurde. Also begann er sich in der Partyszene der High Society herumzutreiben, in der er als einflussreiche Person nur allzu willkommen geheißen wurde. Harry war nicht wirklich scharf darauf, wegen Alkohol- oder Drogenexzessen in den Schlagzeilen zu landen, aber Rauschmittel und Zügellosigkeit waren Gang und Gebe in seiner Branche. Und da er ohnehin keinen Schlaf fand, konnte er sich die Zeit auch wenigstens mit seichter Zerstreuung und künstlichen Glücksgefühlen vertreiben. Wenngleich er schnell merkte, dass kein Trip der Welt Peters albernes Lachen ersetzen konnte. Trotzdem – die Alternative, wie ein Teenager, dem zum ersten Mal das Herz gebrochen worden war, apathisch in einem leeren Apartment zu sitzen, befand Harry als unter seiner Würde.
Auch der heutige Tag war auf dem besten Wege, in eine Katastrophe auszuarten. Während der Ansprache, die Harry vor seinen Mitarbeiten bezüglich eines neues Projektstarts hielt, dachte er eigentlich nur die ganze Zeit über an die wummernden Kopfschmerzen in seinem Schädel. Auch seine Stimme wollte nicht recht in den autoritären Tonfall finden, was suboptimal war, da Überzeugungskraft zu den wichtigsten Waffen eines Firmenchefs zählte.
Als er seine kurze Rede schließlich beendete, war Harry sich sicher, dass er sich bestimmt zu oft über die Augen gefahren und nervöse Handbewegungen gemacht hatte.
Seine Sekretärin servierte ihm einen doppelten Espresso, der ihn, in Verbindung mit weiteren Aspirintabletten, irgendwie durch den Tag manövrierte. Halbherzig versenkte sich Harry in seine Arbeit, um keine Zeit zum Nachdenken zu haben, und als ihn abends schließlich eine seiner Bekanntschaften – irgendein aufstrebender Karriere-Stern eines IT-Konzerns – anrief und zu einer Afterparty einlud, sagte er erleichtert zu.

Die laute Technomusik, die ihn empfing, als er sich zur verabredeten Zeit von seinem Chauffeur an der noblen Location absetzen ließ, war nicht gerade heilsam für das Pochen in seinen Schläfen, aber die Erfahrung hatte ihm gezeigt, dass das richtige Maß an Spirituosen einiges bewirken konnte. Als VIP-Gast wurde er umgehend von einer Art Begrüßungskomittee in Empfang genommen und zu dem Gastgeber-Tisch geleitet, an den sich eine eigene Cocktail-Bar anschloss. Harry zog eine Augenbraue hoch, als er von den Anwesenden in bereits reichlich alkoholgeschwängerter Stimmung begrüßt wurde. Neben ein paar bekannten Gesichtern, saßen auch einige Personen in der Runde, denen man einen weniger guten Ruf nachsagte und in deren Netzwerke er sich definitiv nicht verstricken wollte.
Auf der polierten Oberfläche des Tisches machte Harry die charakteristischen weißen Pulverstreifen aus, die bereits vorsorglich portioniert worden waren.
Ergeben seufzend, ließ er sich auf der gepolsterten Sitzbank nieder und nahm seinen ersten Drink entgegen. Es würde eine lange Nacht werden.

Der Rausch ließ die Grenzen zwischen Wichtigkeit und Irrelevanz verschwimmen und hüllte seine Gedanken in eine angenehme Dämmrigkeit, die seine Sehnsucht nach Peter dämpfte. Allerdings hatte er, nachdem Stimulanzien in der Runde alle Hemmung beseitigt hatten, auch einige Mühe den Nuancen seines Sitznachbarn zu entgehen. Der Typ schien hingerissen von Harrys Position als Oscorps Firmenchef, während sich Harry nicht einmal an dessen Namen erinnern konnte. Zu Harrys Verteidigung, hatte er gerade mit der nachlassenden Wirkung des Snows und dem damit verbundenen Stimmungstiefpunkt zu kämpfen, deshalb hatte er eher wenig Interesse an seiner Umgebung. Stattdessen verfiel Harry einmal mehr ins Grübeln darüber, wie es Peter wohl ohne ihm erging...Er versuchte, sich dessen wütende Schimpftirade auszumalen, wenn er Harry in diesem Moment hier sähe. Stellte sich vor, wie Pete ihn – impulsiv wie immer – einfach aus dem Club schleifen und vielleicht an die nächstbeste Häuserwand Manhattans drängen würde, um ihn zu küssen.
Irgendwann hielt er es nicht mehr in dem vor Zigarettenrauch stickigen Raum aus, und verabschiedete sich, noch immer etwas benommen, von den Anwesenden. Im Hinausgehen rief Harry seinen Fahrer an, um ihn an die nächste Hauptstraße, etwa sieben Minuten von hier, zu bestellen – der kurze Fußmarsch würde Harry Gelegenheit bieten, wieder einen etwas klareren Kopf zu bekommen und verhindern, dass er im schlimmsten Fall die Inneneinrichtung des Wagens ruinierte.
Die frische Luft half gegen das beklemmende Gefühl in seiner Brust, also zwang er sich nicht zur Eile, sondern durchquerte das Viertel betont langsam. Im Gegensatz zu den vielen teuren Nachtclubs und VIP-Casinos, gehörten die letzten zwei Kreuzungen auf Harrys Weg nicht mehr zu der gehobeneren Gegend. Hier begann eher der Teil New Yorks, der vor allem mit Drogenkriminalität zu kämpfen hatte, soweit Harry wusste, und normalerweise hätte er sich sicher nicht allein hier herumgetrieben. Aber sein Chauffeur wartete nur zwei Straßen weiter, und seit den letzten Wochen war Harry gegenüber seinem eigenen Wohlergehen ohnehin ziemlich ignorant, ohne groß auf Wagnisse zu achten.
Warum sollte gerade jetzt was passieren?, schnaubte sein innerer Realist unbeeindruckt.
Vielleicht lag es an dem ausklingenden Drogenrausch, dass Harry die fremden Gestalten erst bemerkte, als sie ihn bereits eingekreist hatten.
Es waren fünf. Und mehr als einer von ihnen schien mit einem metallenen Gegenstand bewaffnet.
Oh fuck.
„Hey, reiches Söhnchen“, zischte ein Kerl mit Kapuzenjacke und versperrte Harry den Weg, als dieser gespielt ruhig seinen Mantelkragen hochklappte und die Gruppe zu passieren versuchte. „Wir haben gesehen, du kommst aus einem dieser Snobläden, da trägst du doch sicher ein bisschen überschüssige Kohle mit dir herum...“
Mit einiger Verspätung kroch die Furcht in Harrys Glieder, doch er ging nicht auf die unverhohlene Aufforderung des Mannes ein. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, in seiner Tasche nach seinem Handy zu tasten, um den Polizeiruf zu betätigen.
Bevor er auch nur die Tastensperre entsichert hatte, traf ihn ein Schlag von hinten, der ihn augenblicklich in die Knie zwang. Panisch versuchte er sich wieder aufzurichten, aber auf einmal hagelte es Tritte von allen Seiten, shit, die Kerle waren in der Überzahl, und Harrys zierlicher Körper bot wenig Widerstand. Hinzu kam die Orientierungslosigkeit durch die Rauschmittel in seinem Blutkreislauf...
Harry wollte um Hilfe schreien, doch um diese Uhrzeit war niemand in der Nähe, dessen Aufmerksamkeit er auf sich hätte lenken können. Er war allein und seinen Angreifern völlig ausgeliefert. Durch den lähmenden Wall aus Angst und dem Schmerz, den die Schläge ihm zufügten, tauchte für einen Moment Peters Bild in seinem Kopf auf, als er eine weitere Stimme in dem Lärm hörte.
Werden sie mich umbringen, weil ich ihre Gesichter gesehen hab?, dachte er, während er zusammengekrümmt auf dem kalten Pflaster lag. Scheiße, Pete wird mir nie verzeihen, wenn ja...
Er schmeckte Blut.
Und das Letzte, was in seinem getrübten Sichtfeld auftauchte, bevor er bewusstlos wurde, war ein rot-blauer Blitz.


„Oh, Gott sei dank. Fuck, Harry. Gott sei dank.
Peter hätte heulen mögen vor Erleichterung, als Harry endlich – endlich!– nach stundenlangem bangen Warten, mühsam die Augen aufschlug. Und obwohl er wusste, dass Harrys aufgeplatzte Lippe ziemlich schmerzen und sein Schädel erbärmlich dröhnen musste, konnte Peter nicht anders, als sich über den Verletzten zu beugen und ihm einen reuevollen Kuss auf den Mund zu drücken. Und noch einen. Und ein dutzend weitere auf Wange, Augenbraue, Stirn und Nase.
Um sich zurückzuhalten, saß die bodenlose Angst um Harry noch viel zu tief in Peters Knochen.
„Wow, okay“, brachte der Blonde heiser hervor, als Peter schließlich innehielt. „Umm, hey.“
„Hey“, flüsterte Peter mit einem Kloß im Hals zurück. „Weißt du, zwanzig Minuten länger, und ich hätte dich ins Krankenhaus verfrachtet. Ich bin so froh, dass du wach bist.“
Harry runzelte die Stirn, versuchte offenbar, die Ereignisse der Nacht zu rekonstruieren und alle Puzzleteile zusammenzusetzen.
„Ich dachte, ich würde sterben vor Sorge“, sprudelte es aus Peter heraus, „Oder na ja, ich dachte schon, du würdest sterben.“
„Du hast mich gerettet“, dämmerte es Harry, offenbar wieder Herr seiner Erinnerung. „Vor diesen Straßenräubern.“ Er stützte sich behutsam auf seine Ellenbogen und richtete sich auf der Wohnzimmercoach auf, um sich flüchtig umzusehen. „Und nach Hause gebracht.“
Peter nickte stumm.
„Woher wusstest du, dass ich in Gefahr bin?“ Man sah ihm deutlich an, wie aufgewühlt er über die dramatischen Ereignisse der Nacht war.
„Ganz langsam, Harry“, unterbrach Peter ihn. „Du musst dich erst mal schonen. Wie fühlst du dich?“
„Ein wenig wie ausgekotzt“, schnaubte Harry, während er seine Gliedmaßen streckte und prüfend ein paar Gelenke abtastete. „Aber scheint nichts gebrochen zu sein.“
„Du hattest ein Schweineglück. Außer einem Haufen blauer Flecken an allen möglichen Stellen, Schrammen und einer riesigen Beule am Hinterkopf – ich hab sie mit Eis gekühlt, aber ist wohl unvermeidbar – hast du keinen Schaden genommen.“
„Du hast mich umgezogen und untersucht?“, erwiderte Harry überrascht, und schien erst jetzt zu bemerken, dass er lediglich in seinen Morgenmantel gehüllt war. „Okay, ja, hast du.“
Er räusperte sich und griff nach dem Glas Wasser, das Peter umsichtig auf dem Glastisch neben ihm abgestellt hatte. Harry verzog das Gesicht ein wenig, als das kalte Glas die kleine Platzwunde an seiner Lippe berührte, leerte es jedoch in wenigen Zügen. Dann sah er Peter mit ehrlicher Dankbarkeit in seinen blauen Augen an und sagte schlicht: „Danke, Pete.“
„Nein, du musst dich nicht bedanken.“ Peter schluckte betreten. „Ich schätze, ich bin Schuld daran, dass du überhaupt erst in dieser Situation gelandet bist.“
„Das werde ich nicht abstreiten“, grunzte Harry. „Aber da du auch die Schuld dafür trägst, dass ich verdammt noch mal mit dem Leben davon gekommen bin, interessiert mich erst recht, wie Spider-Man so schnell zur Stelle sein konnte.“
Es war beeindruckend, wie Harry in dem Zustand noch gesundes Misstrauen an den Tag legen konnte.
Peter wich befangen seinem Blick aus, entschied sich jedoch trotzdem für die Wahrheit. „Mhm, man könnte sagen, ich hab dich ein bisschen im Auge behalten. Besonders seitdem du dich so intensiv auf Partys herumgetrieben hast.“ Er beschloss, vorerst darauf zu verzichten, Harry wegen des ausgiebigen Drogenkonsums Vorwürfe zu machen, fügte aber kleinlaut hinzu: „Und vielleicht wollte ich auch abchecken, ob sich irgendjemand anderes an dich heranmacht.“
„Du warst eifersüchtig“, stellte Harry trocken fest. „Und hast mich gestalkt.“
Peter fuhr sich unbehaglich durch den Haarschopf. Wenn Harry wüsste, wie viele rastlose besorgte Nächte ihm Harrys Herumstreifen durch die Nachtszene beschert hatte...Wie oft er schmerzlich beobachtet hatte, wie sich der Blonde mit Schlaflosigkeit herumplagte, und eine Pille nach der anderen einwarf...
„Okay, ja...“, gab Peter zu. „Ich weiß, dass ich so ziemlich alles falsch gemacht habe. Ich dachte, ich könnte dich beschützen, indem ich mich von dir fernhalte – nur um herauszufinden, dass ich dich auf diese Weise überhaupt nicht beschützen kann.“
Und dass er so lange gebraucht hatte, um das zu begreifen, hätte Harry das Leben kosten können.
Die letzten Wochen, in denen er Harry bloß stumm dabei hatte zusehen müssen, wie ihm die Trennung zusetzte, wie er sich selbst vernachlässigte, kamen ihm so verschwendet vor.
Ja, es stimmte, Harry war in Gefahr, weil er dadurch ins Visier von Spider-Mans Feinden gelangen konnte, aber es hatte auch seine Vorteile, einen Superhelden direkt an seiner Seite zu haben.
Was für ein Loser wäre Peter, wenn er Nacht für Nacht Fremde retten, aber die Menschen, die ihm selbst wichtig waren, nicht vor Unheil bewahren konnte?
„Nicht einmal vor diesen erbärmlichen Kleinkriminellen. Oh Mann, ich war wirklich so kurz davor, die Kerle umzubringen...Aber ich konnte keine Zeit mit ihnen verschwenden, weil ich nicht wusste, wie schlimm es um dich stand. Also hab ich sie bloß übel zugerichtet und die Polizei informiert.“
Noch immer packte ihn enormer Zorn, wenn er an die Hackfressen dieser Verbrecher dachte...Doch er zwang sich dazu, tief durchzuatmen und sich auf die Gegenwart zu konzentrieren.
Nervös kaute Peter auf seiner Unterlippe herum, bevor er sich schließlich traute, seinen nächsten Vorschlag laut auszusprechen.
„Also, umm, könnten wir vielleicht vergessen, dass ich mich in den letzten drei Wochen wie der größte Volltrottel auf Erden aufgeführt hab und uns darauf einigen, dass ich dich von nun an auf Schritt und Tritt begleite?“
Harry lachte ungläubig auf. Sein Blick schweifte in die Ferne, während er scheinbar über eine Antwort nachdachte. „Weißt du Pete“, sagte er schließlich resigniert, „Ich hab dich nie darum gebeten, mit mir zusammen  zu ziehen oder so...Nur, es wäre einfach ganz schön, wenigstens regelmäßig Zeit mit dir verbringen zu können, ohne mich jederzeit dafür wappnen zu müssen, dass du Reißaus nimmst.“
Aus seinem skeptischen Blick ließ sich schließen, dass er Peter seine Worte nicht abgekauft hatte.
Also griff dieser nach Harrys schlanken Fingern, zwang den Blonden, ihm in die Augen zu sehen, und wiederholte voller Überzeugung: „Diesmal bleibe ich.“
„Du bleibst?“ Harrys Zweifel gerieten offenbar ins Schwanken. Es erleichterte Peter ungemein, dass dessen Vertrauen in ihn noch nicht gänzlich verloren gegangen war.
„Ich bleibe.“
„Kein Katz-und-Maus-Spiel mehr?“
Peter grinste schief und neckte: „Es sei denn, das macht dich an.“
Die Methode, Harry mit seinem Peter-typischen Charme um den Finger zu wickeln, schlug scheinbar an. Der Blonde schmunzelte, dann schob er eine Hand in Peters Nacken und raunte lockend: „Weißt du, was mich anmachen würde? Dieses äußerst ertragreiche Gespräch an dieser Stelle zu unterbrechen und jetzt, nach drei verfluchten Wochen, mit dir in mein Schlafzimmer zu gehen.“ Er zog auf provozierende Weise eine Augenbraue hoch. „Und das liegt sicher nicht an der Gehirnerschütterung.“
Peters Selbstbeherrschung musste wirklich lausig sein, dass er den Blonden nicht lieber dazu überredete, sich auszuruhen –  aber Harry war wirklich gut darin, seinen Willen durchzusetzen, und sein etwas mitgenommener Zustand schmälerte seine Verführungskunst kein bisschen.
Deshalb endete es tatsächlich damit, dass Peter den Blonden hochhob und zwischen feurigen Küssen in das riesige Bett trug.

Peter bemühte sich, so sanft und vorsichtig wie möglich mit Harry umzuspringen, doch allein der Anblick der weißen Hüften auf den seinen und die Hitze, die sie dort entfachten, ließ seine Zurückhaltung bröckeln.
In all den stillen Nächten hatte er Harrys unterdrücktes Stöhnen vermisst, seine Gänsehaut unter Peters Fingerspitzen, seine Zunge – und auch die Wärme, die ihre beiden Körper teilten, wenn sie unter der Bettdecke einfach nur nebeneinander lagen.
Auch jetzt konzentrierte Peter sich auf die Behaglichkeit, die ihm Harrys Gegenwart schenkte, während er langsam durch das dunkelblonde Haar strich.
Er küsste eine der bläulichen Prellungen auf Harrys Flanke. Peter würde dafür sorgen, dass etwas derartiges niemals wieder geschah, auch, wenn er Harry dafür vor sich selbst beschützen musste.
„Hey, kein Drogenmist mehr, ja?“, murmelte er.
„Wenn du mich nicht versetzt“, spöttelte Harry, dann schien ihm plötzlich etwas einzufallen und er fuhr sich mitleidig lachend mit einer Hand über das Gesicht. „Ohh, shit, ich glaube, mein Chauffeur wartet immer noch auf mich...“
Peter genoss es, wie sich das Schlafzimmer mit ihrem wissenden Gelächter füllte, und weil der Moment so unbeschwert war, fasste er einen Entschluss.
„Harry“, sagte er mit theatralisch feierlichem Unterton. „Lass uns zusammenziehen.“



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Merkt man, wie sehr ich es liebe, über Harrys & Peters Neckereien zu schreiben? :'D
Ich hab in meinem Kopfkino soo viel Stoff über ihre Konversationen - Ich mein, Pete ist so ein Derp und Harry so ein Hipster...

Ok anyway, seit meinem letzten OneShot ist die Anzahl an Parksborn-Fans auf >3 gestiegen, glaub ich :'D Aaaber wir werden schon noch mehr...
Ich freu mich über jede Art von Feedback! <3


LG
Deadly Doll
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