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"Aus uns wird nichts"

KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character) Takao Kazunari
03.01.2015
03.01.2015
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Sanft spüre ich das Kitzeln des Grases auf meiner Haut, welches vom Wind leicht bewegt wird. Die grüne Wiese, auf welcher ich entspannt liege, ist angenehm weich und die warmen Sonnenstrahlen scheinen auf mich herab. Es ist einfach ein wunderbarer Tag, wenn man davon absieht, dass mich mein Schwarm abserviert hat.
Die Welt um mich herum ausblendend, höre ich laut mein zur zeitiges Lieblingslied: "Bullet" von Hollywood Undead. In Endlosschleife dröhnt mir das Selbstmordlied in die Ohren. Seine zu fröhliche Melodie und der abschreckende Text passen perfekt zu meiner jetzigen Situation. Mir geht es blendend, wenn man diesen Arsch vergisst.
Ich runzel das Gesicht als mir wieder seine Worte einfallen: "Aus uns wird nichts." Das hat mein Herz gebrochen. Aber ich lasse mich nicht von dem Gesagten herunterziehen. Fast alle meine Freunde meinen, dass ich eh einen besseren verdient hätte. Leider fallen mir sofort die Worte von einem Freund von mir ein: "Ihr wärt das perfekte Paar." Das ich nicht lache. Sofort schalte ich das Lied weiter und die zunächst ruhigen Klänge von "Day Of The Dead" strömen mir ins Ohr, doch nach einigen Sekunden ändert sich der Sound und geht ins düstere. Ich balle meine Hand zur Faust.
"Dieser verfickte Arsch", knurre ich leise und kneife meine Augen verärgert fester zu.
Plötzlich höre ich etwas, was eindeutig nicht von der Musik stammen kann. Ich öffne mein rechtes Auge und werde sogleich von der Sonne geblendet, weshalb ich das Auge abermals schließe. Ich halte meine Hand als Sichtschutz vor das Gesicht und schaue erneut zu dem Störenfried.
Irritiert blicke ich ihn das schmollende Gesicht von Takao. Ich mache einen Ohrenstöpsel meiner Kopfhörer aus dem Ohr und frage ihn, weiterhin liegend, etwas gehässig: "Was ist?"
"Du fragst mich: was ist? Das könnte ich dich auch fragen. Ich laufe unschuldig an dir vorbei und du bezeichnest mich als 'verfickten Arsch'", erzählt mir der Schwarzhaarige seine Lebensgeschichte. Genervt rolle ich mit den Augen und korrigiere ihn: "Dich meinte ich nicht."
Sofort bereue ich das Gesagte, weil ich somit Takao´s Neugier weckte.
"Wenn dann?", fragt er gleich nach und ich erhebe mich etwas aus meiner liegenden Position, dazu richte ich mich mit den Armen auf und stütze mich mit meinen Ellenbogen ab.
"Das geht dich nichts an", sage ich bissig und wende mein Gesicht von ihm ab. Es ist mir unangenehm mit ihm darüber zu reden, immerhin bin ich auch ein kleines bisschen in ihn verliebt, was man aber jetzt nicht glauben würde, aber ich bin etwas aufgekratzt.  
"Doch, es geht mich etwas an, wenn es meiner Freundin schlecht geht", ohne groß nachzudenken spricht er das aus und schlagartig weiten sich seine Augen, als er über seinen gesagten Satz nochmal nachdenkt und er fängt sofort mit seinen Händen anzuwedeln und meint: "so habe ich das nicht gemeint. Du bist ja eine Freundin von mir, als meine Freundin und-", mitten im Satz stoppe ich ihn: "Schon gut, ich weiß, was du meinst." Ich wäre normalerweise dadurch rot geworden, aber der Typ, dem ein Teil meines Herzens gehört, hat mich eindeutig zerstört. Langsam bilden sich Tränen in meinen Augenwinkeln und ich mache die Musik endgültig aus, als das Lied von Alana Grande: "Love The Way You Lie" läuft. Dem Dunkelhaarigen fällt anscheinend meinen Kampf gegen die Tränen auf und er nimmt mich in den Arm.
"Ta-", flüstere ich, doch komme nicht weiter etwas zu sagen, weil der Damm bricht und ich in seinen Armen beginne zu weinen. Schluchzend krieche ich näher an ihn und kralle mich in seine Uniform. Ich spüre wie die Tränen sich ihren Weg über meine Wangen bahnen und ich verstecke mein Gesicht in seiner Halsbeuge. Vorsichtig streichelt der Basketballer mit der einen Hand über den Kopf und mit der anderen über den Rücken.
"Alles wird wieder gut", spricht er mit ernster Stimme zu mir, wie ich sie nur selten höre. Das bringt mich noch mehr zum weinen. "Takao", winsele ich und bemerke, wie er seine Arme fest um mich legt. Beruhigend zischt er und spricht die gleichen Worte von eben immer wieder.
Mit einer Zeit werden die Tränen weniger, bis sie endgültig auf meiner geröteten Wangen versiegen und nur noch brennende Spuren hinterlassen.
"Danke, das du da bist", äußere ich mit fester Stimme und löse mich wieder von ihm, doch mit dem Gesicht abgewendet.
"Willst du es mir sagen?", erkundigt er sich und ich schüttele nur mit dem Kopf. Doch ich entscheide mich anders: "Hat es Midorima dir nicht erzählt?"
"Was denn?", fragt er verwundert und ich blicke nun mit entschlossenen Augen in seine. "Das ich ihn meine Liebe gestanden habe", berichte ich ihm kurz und knapp und sehe wie er einen Moment die Fassung verliert, doch einen Augenblick später ein falsches Lächeln aufsetzt. "Und was hat er gesagt?", fragt er nach, doch schaut mich nicht an. "Er sagte nur: Aus uns wird nichts", hauche ich mit dem Blick zum Boden gerichtet. "Das war zu erwarten", kommentiert Takao das Verhalten seines besten Freundes. "Ach ja?", knurre ich und schaue ihn etwas wütend an, doch er kichert nur über meine Reaktion, was ich nur mit einem fassungslosen Kopfschütteln kommentiere. "Er respektiert meine Gefühle zu dir", teilt er mir mit und mir entgleiten alle Gesichtszüge. Sprachlos schaue ich in seine schwarzen Augen, die mich liebevoll betrachten. Erst zu spät bemerke ich, wie er seine Lippen auf meine gelegt hatte. Doch als ich wieder zur Fassung komme, war der Kuss bereits beendet. "Es tut mir leid, ich weiß, dass du ihn mehr magst als-", doch weiter kommt er nicht, da nun ich ihn in einen raschen Kuss schließe. Zuerst weicht er leicht zurück, doch es ist anscheinend zu verlockend gewesen, weshalb er kurze Zeit später diesen erwidert. Sanft beginne ich meine Lippen auf seine zu bewegen, worauf er gleich einsteigt. Als könnte er von mir nicht genug bekommen, zieht er mich auf seinen Schoß und vertieft den Kuss, indem er seine rechte Hand in meinen Nacken wandern lässt und mich näher zu ihm zieht. Der Kuss wird immer leidenschaftlicher, doch alles endet einmal, weshalb ich ihn mit einer Hand auf seinen muskulösen Brustkorb vorsichtig von mir schiebe. Schmollend blickt er mich an und ich kommentiere sein Verhalten mit einem leisen Kichern.
"Als bist du-", fragt er wegen meiner Reaktion nach, doch wird abermals von mir unterbrochen, als ich meine Stirn an seine lege. "Ja, ich liebe dich, Bakao", spreche ich mit liebevoller und fester Stimme zu ihm, damit er mich ernst nimmt. Sofort drückt er seine weichen Lippen auf meine, die ab sofort meine Droge sind. Ich kann nicht genug von ihnen bekommen, weshalb ich begierig den Kuss erwidere. Trotzdem unterbrechen wir ihn, da Takao mit etwas ins Ohr raunt: "Ich liebe dich auch." Okay, das ist mein anderer Stoff. Wieder vereinen wir unsere Münder miteinander und er vertieft den Kuss, indem er mir über die Unterlippe streicht, worauf ich den Mund einen Spalt öffne und er mit seine Zunge entgegenstreckt. Sanft stupst er meine an und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Verführerisch spielen unsere miteinander und mein Kopf ist wie leergefegt. All der Schmerz und die Trauer sind verstrichen. Einzig und alleine das Kribbeln und die Schmetterlinge in der Magengegend erfüllen meinen Körper und geben meinem Gehirn den Rest.
Nach einer gefühlten Ewigkeit lösen wir uns voneinander und ich kuschel mich weiter an meinen neuen Freund. Ich konnte nicht glücklicher sein. Vergessen sind die einstigen Gefühle für Midorima, denn jetzt habe ich Takao. Eigentlich sollte ich dem Grünhaarigen dankbar sein, denn nur durch ihn habe ich gemerkt, was ich wirklich für den Basketballer in meinen Armen empfinde und zwar, dass meine Liebe zu Takao realer und stärker ist, als zu ihm. Der Dunkelhaarige ist meine wahre Liebe. Vielleicht werden Shintaro und ich irgendwann normale Freunde.
"Danke, Shin-chan", spreche ich ihn meinen Gedanken aus und drücke den Schwarzhaarigen näher an mich.



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Ich bin wieder einmal nach Mitternacht kreativ geworden und das ist das Ergebnis :D
Ich hoffe, dass die FF euch gefällt.
Kommentare sind gerne gesehen ^^

LG Annie <3
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