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Kal ho naa ho - die Zeit danach

von forsnow
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / Gen
Kal Ho Naa Ho
03.01.2015
19.05.2015
10
14.970
2
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03.01.2015 452
 
Aman.
Ich stehe hier an unserer Brücke in der Abendsonne und sehe hinaus auf das Wasser. Es ist still und ruhig, so still wie mein Herz.
Es ist keine zwei Stunden her, da bist du von uns gegangen. Mir ist, als müsste ich mich nur umdrehen und du würdest vor mir stehen, so wie damals. Weißt du noch? Du bist aus dem Krankenhaus geflohen und kamst hierher, auf diese Brücke. Du musstest mich sehen, mit mir sprechen. Du warst verschwitzt und krank, und du hast monatelang geschwiegen, für mich. Du hast mir gesagt, dass du mich liebst. Du hast mich von Anfang an geliebt. Aber du hast es verborgen. Für mich. Für mich und für Rohit.
Dieser Moment hier auf der Brücke war einer der wenigen Momente, die wir zusammen hatten, als alles offen vor uns lag. Alles, was wir hatten, und alles, was wir verlieren würden, weil das Schicksal keine Zukunft für uns vorgesehen hatte. Ich werde ihn nie vergessen.
Ich schließe die Augen und sehe dich in diesem Krankenhausbett. Ich sehe dein Lächeln, dein Scherzen, obwohl du wusstest, was dir bevorsteht. Es war ein Fehler, dass du es mir nicht gesagt hast. Wir hatten nur noch so wenig Zeit.

Ich weiß nicht, was ich fühle. Ich kann es nicht beschreiben. Es ist ein dumpfes Gefühl, als wäre ich betäubt, und ich habe schreckliche Angst vor dem Moment, in dem diese Taubheit vorbeigeht. Alles, was ich weiß, ist, dass du mein Herz mit dir genommen hast, als du gegangen bist. Du hast mir beigebracht zu leben, zu lachen und zu lieben. Aber du hast mir nicht gesagt, wie ich weiterleben kann ohne dich. Du hast mich hier allein zurückgelassen, mit einem kranken Herzen. Ich sehe dein Lächeln vor mir. Dein Lachen. Es reißt mir das Herz heraus, dass ich es nie wieder hören werde. Ich habe dich geliebt. Ich habe dich mit ganzer Seele, von ganzem Herzen geliebt. Ich habe dich geliebt mit allem, was ich bin und was ich jemals sein werde. Es ist einfach so passiert.
Lass mich nicht allein, darum habe ich dich damals gebeten. Aber du konntest mir diesen Wunsch nicht erfüllen, egal, wie sehr du gekämpft hättest. Dein Herz war zu schwach.
Es ist wahr, wir haben Gott um einen Engel gebeten, und wir haben diesen Engel bekommen. Er hat unser Haus, unsere Herzen mit Liebe erfüllt. Aber nun ist er gegangen. Viel zu früh.
Warum musste uns das passieren?
Ich atme tief ein und fühle meinen Körper erbeben. Ich kann nicht weinen. Tränen sind nicht genug. Sie sind nicht genug für deinen Verlust, nicht genug für das, was du mir gegeben hast.
Ich weiß, dass ich wieder glücklich sein werde, eines Tages.
Eines Tages.
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