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Aran nin namárië

GeschichteAllgemein / P12
02.01.2015
21.03.2015
2
4.474
 
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02.01.2015 1.970
 
Hallo ihr Lieben :)
Ich hoffe euch wird diese Geschichte gefallen. Die Figuren darin sind von mir frei erfunden und auch die Idee stammt von mir. Wenn ihr euch irgendetwas nicht besonders gut vorstellen könnt z.b Kleid ect. dann fragt doch einfach nach. Ich wollte eigentlich auch einen Link mit dem Kleid einfügen hab es aber dann doch gelassen wie ihr merken werdet. Warum? Nun ganz einfach. Manche finden es nicht schön weil sie es sich selbst vorstellen wollen. Und andere wiederum finden es gut. Also hab ich beschlossen der Link bleibt draußen. ABER: Wie gesagt dann fragt mich doch einfach ob ihr eine nähere Beschreibung bekommt. Oder gleich den Link wie ihr es wünscht.
Ich würde mich über Reviews freuen und wie gesagt ich hoffe das euch die FF gefällt.

Liebe Grüße
Riley

PS: Wenn ihr wissen wollt was der Titel bedeutet  (vielleicht wisst ihr es ja schon) dann wartet entweder bis ihr es im Laufe der Geschichte herausfindet oder fragt mich. :D
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Die Dunkelheit streckte ihre Schwingen über den Wald und der Vollmond leuchtete am Himmel wie eine große runde Laterne. Es war eine sternenklare Nacht die in Zeiten des Krieges nicht sehr oft zu sehen war. Die Bäume ragten hoch empor und standen dicht zusammen, um den Bewohnern Schutz zu bieten. Im Licht des Mondes schlichen finstere Kreaturen zwischen den Stämmen der dicken Eichen. Es waren um die Hundert. Leise wanderten sie durch den Wald und blickten mordlustig umher. Die Eindringlinge waren einfach gekleidet. Alle trugen schwarze Umhänge die bis zum Boden reichten. Die Kapuzen tief in das Gesicht gezogen. Jeder hatte ein Langschwert bei sich und trug pechschwarze Handschuhe. Nichts war von der Haut zu sehen, doch unter diesen schweren Kapuzenumhängen trugen sie eine zerfetzte Waldläufer-Rüstung. Diese kläglichen Seelen hatten schon vor langer Zeit den richtigen Weg verloren. Früher waren sie die Leibgarde der Königsfamilie. Doch jetzt sind sie die Feinde aller Kinder. Ob Elfen, Menschen, Zwerge, Zauberer oder Magier. Alle fürchteten diese Mörder. Kinder wurden getötet und diejenigen  sich nicht wehren konnten wurden verstümmelt und starben meist durch Selbstmitleid oder Selbstmord. Es gibt nur Wenige die es mit diesen Geschöpfen aufnahmen. Doch es gab noch welche. Und daran glaubten die Untertanen jeder Völker.
Die Eindringlinge waren aber nicht umsonst in diesem Gebiet. Sie waren nicht umsonst in der Gegend der Waldelfen, die sie wie jeden Anderen auch verachteten wenn nicht sogar noch mehr. Diese schwarzen Schatten verfolgten einen alten Mann mit Stab der einen Menschen und einen Zwerg als Begleiter bei sich hatte. Nichts ahnend gingen sie auf dem Weg der Elfen entlang. Einem Weg den man leicht übersehen konnte. Der Alte, der die kleine Gruppe führte, war dem Aussehen zu Urteilen ein Zauberer. Er trug einen dunkelblauen Umhang und ein graues Gewand. Seine Haare waren ebenfalls ergraut und gingen ihm bis zur Mitte des Rückens. Sein Bart endete etwas über den Knien. Fest in der Hand hielt er einen braunen Stab der mit schönem und geschwungem Geschnörkel verziert war.
Der Mensch war ein junger Mann der eine schwarze Hose und ein einfaches weißes Hemd trug. Seine Stiefel waren Knöchel hoch und braun. Er hatte haselnussbraunes Haar das bis zu seinen Schultern reichte. An dem Gürtel seiner Hose hing ein Langchwert mit silbernen Griff.
Der Zwerg war halb so groß wie der Mann und hatte eine feuerrote Mähne auf dem Kopf und im Gesicht. Er trug eine weinrote Tunika die mit goldenen Stickereien verziert wurde. Die Haare hatte er zu einem Zopf geflochten, während sein Prachtexemplar von einem Bart in mehrere kleine Zöpfchen mit silbernen  Perlen unterteilt wurde. Mit der Hand umklammert führte er eine große Streitaxt.

Entlang des Weges führte nun ein kleiner Bach, dessen Wasser weiß schimmerte. Das frische Nass war so klar, das man die Steine auf dem Grund hätte zählen können. Auf der anderen Seite war der Wald noch dichter als er sowieso schon war. Man konnte nichts erkennen außer hohe dunkle Bäume. Vor den drei Reisenden schien der Waldweg kein Ende zu nehmen und die Nacht war kalt. Das Ziel dieser Männer war nur ihnen bekannt,  zumindest dachten sie das. Denn da waren ja noch diese gottlosen Seelen. Sie schlichen den Dreien hinterher wie Wölfe einem Schaf in der Hungersnot. An einer Gewissen Stelle, als die Baumdecke den Himmel preis gab, hielt der Alte an und drehte sich einmal im Kreis. Der Zwerg sah sich murrend um. Minen und Berge waren ihm doch lieber als Wald, Bäume und das endlose Grün. Der Mann hockte sich hin, legte seinen Kopf auf den Waldboden und horchte in die Stille. Vermeindliche Stille! Er richtete sich wieder auf und schüttelte den Kopf. Nein, das war bestimmt nur der Wind, der durch die Blätter säuselte. Die Gruppe sah sich gegenseitig kurz an und wollte weiter reisen, damit sie noch vor dem Morgenrot bei ihrem Ziel ankamen. Auf einer kleinen Lichtung angekommen, verdunkelte sich der Himmel mit einem Schlag und der riesige silberne Mond wurde in ein dunkles blutrot getaucht.
Viele wussten was das bedeutete, aber nur wenige überlebten so etwas. Der Zauberer, der Mann und der Zwerg stellten sich Rücken an Rücken und hielten ihre Waffen bereit. Aber was tat man wenn es drei mit dutzenden aufnehmen mussten. Nun kamen die Kapuzenleute aus dem Schutz des Waldes. Die Drei waren umzingelt und dem Untergang geweiht. Die Schatten kamen näher und näher. Da stürmte der Zwerg auf sie zu und schlug einem mit der Axt den Kopf ab. Der Mann zog sein Schwert und parierte den Schlag auf seine Schulter, während der Zauberer seinen Stab auf den Waldboden schlug und von diesem eine Druckwelle ausging. Der Druck riss zwei von den Namenlosen die Füße weg und bekamen kurzen Prozess mit dem Zwerg der wild umher schrie und seine Streitaxt kreisen ließ. Plötzlich stolperte der er und fiel zu Boden. Einer dieser Mörder stand vor ihm und im Hintergrund schien der blutige Mond mit aller Kraft gegen das Rot kämpfend. Der schwarze Mann holte aus und wollte dem kleinen Gesellen den Garaus machen als aus dem Nichts ein Pfeil heran sauste und in der Brust des Verräters steckte. Verwirrt blickten die Reisenden umher und entdeckten einen Mann mit langen Haaren und einem Bogen in der Hand, der auf einem Baum saß und von diesem nun leichtfüßig herab sprang. Doch er war nicht allein. Als der Fremde auf dem Boden landete und seinen Bogen erneut spannte, raschelte es Ringsherum auf der Lichtung und man konnte das Fliegen der Pfeile hören. Das surren der Sehnen ließ den Reisenden wieder neuen Mut zukommen und stürzten sich erneut in den Kampf. Die Elfen waren erfahrene Kämpfer doch deutlich in der Unterzahl. DieSchatten waren stark und hatten die Patrouille schließlich erneut umzingelt. Das sollte ihr Ende sein. Aber das war es nicht. Die Elfen hatten noch ein Ass im Ärmel, von dem sie  selbst nichts wussten. Eine zierliche Gestalt kam aus dem Wald geritten. Das Pferd war ein großer pechschwarzer Friese dessen Fell bläulich schimmerte. In der welligen langen Mähne waren grüne Blätter eingeflochten. Die Blätter hatten silberne Adern und glitzerte im Licht des roten Mondes. Der Hengst trug einen dunkelbraunen Sattel aus Leder und eine Trense mit der selben Farbe. Im Sattel saß eine Elfe. Sie hatte eine dunkelbraune Hose an und trug ein dunkelgrünes Kleid darüber. Das Kleid war knielang und wurde durch eine silberne rankenartige Verzierung verschönert. Es hatte keine Träger und war am Oberkörper sehr betont geschnitten, ehe es locker herunterfiel. Sie trug braune Schnürstiefel die bis kurz unter die Knie gingen. Um ihren Hals hing eine Kette mit einem grünen Diamanten. Die Elfe wurde durch einen tannengrünen Samtumhang mit Kapuze, der ihrem Pferd bis zur Mitte des Schweifes ging, warm gehalten. Wie alle Elfen war sie blass. Ihre langen rotbraunen Haare reichten bis zum Sattel ihres Pferdes. Zwei Strähnen hatte sie geflochten, nach hinten gesteckt und dort ein paar Zentimeter weiter geflochten. Der Zopf endete in einer schönen Korkenzieherlocke. Auch vor ihren Elfenohren hingen zwei Locken herunter Ihr Gesicht war makellos und eben. Ihre strahlenden moosgrünen Augen stachen in die Dunkelheit und wurden von langen dichten schwarzen Wimpern umrahmt. Der Mund und die Nase waren wohlgeformt und passten perfekt zu ihrem Aussehen. Ihr Körper war kurvig und akrobatisch, jedoch keinen Falls kräftig. Sie war eher kleiner als die anderen ihrer Sippe.
Die junge Frau sah sich das Spektakel an was zwischen Schatten und Licht geschah. Alle Anwesenden hatten inne gehalten als sie die Lichtung betrat. Doch nun stürzten die Männer und Frauen wieder aufeinander los und nun stürmten ein paar Schatten auch auf die neu dazu gekommene Elfe heran. Diese jedoch ließ sich nicht beeindrucken und blieb ruhig stehen. Stattdessen zischte ein Pfeil haarscharf an ihrem Hengst vorbei und fand sein Ziel in einem der Kapuzenmänner. Auch der andere wurde von zwei Elfenfrauen in die Zange genommen. Die Reiterin drehte ihren Kopf zur Seite und entdeckte dort den Elf, der den Zwerg mit der selben Methode gerettet hatte. Sie nickte ihm leicht zu und bekam als Antwort ein kleines Lächeln. Doch da erklang ein erstickter Schrei und ein gefolgtes Röcheln.  Einer der Verräter hatte die zwei Gefährten des Zauberers mit einer Armbrust schwer verletzt, was die Frau zum eingreifen brachte. Sie hielt ihren Arm etwas von sich gestreckt und ließ eine blau-weiße Kugel in ihrer Hand entstehen. Der Hengst stieg, als diese hell aufleuchtete. Die Kapuzenleute kreischten und verschwanden einer nach dem anderen im Wald. Das Pferd wieherte und als seine Vorderhufe wieder den Boden berührte, kam die selbe Druckwelle wie die des Zauberers. Dann herrschte  Schweigen im Wald.
Nach dieser Zeit der Stille flüsterte die Elfe etwas: "Ilya túrë finfírwë." "Nyme dë áltirë ás sin.", antwortete der Elf und half der Frau aus dem Sattel. Der Mantel rutsche hinter ihr auf den Boden und schleifte über das nasse Gras, während die Elfe zu den Verletzten ging. "Étrum álberës?", fragte sie den Alten der beruhigende Worte zu dem Zwerg und dem Menschen sprach. Der Zauberer antwortete jedoch nicht sondern sah sie nur verwirrt an. "Sie fragte euch ob ihr zum König wolltet.", klärte ein Elf in den vorderen Reihen den Alten auf. Dieser nickte: "J...Ja genau. Ich muss mit dem König sprechen. Es ist sehr wichtig." "Dann kommt. Eure Freunde werden versorgt und wieder zu Kräften kommen. Énwen ohaín!", befahl der Elf der anscheinend der Hauptmann war. Die Waldelfen hatten alle grüne Tuniken und braune Hosen an. Über den Tuniken trugen sie silber-goldene Rüstungen. Die Stiefel waren entweder braun, schwarz oder olivgrün. Die Haare hatten sie so ähnlich wie die Elfe frisiert. Die Haarfarbe war unterschiedlich. Manche hatten blondes Haar manche hatten braunes, oder aber auch schwarzes. Keiner jedoch hatte rotbraunes wie die kleine Elfe. Nicht nur das fiel dem Alten auf, sondern auch das der Hauptmann mit den braunem fast chwarzem Haar, die Kleine nur ungern aus den Augen ließ und ihr nicht von der Seite wich. Nun aber hievten die Elfen den Menschen und den Zwerg auf das Pferd und gingen schnellen Schrittes den Weg weiter entlang. Der Zauberer humpelte ihnen etwas mühsam nach. Die Sonne würde bald aufgehen und die Morgenröte zeichnete sich bereits leicht auf den blauen Himmel. Wenige Sterne strahlten noch aus dem dunklen Blau. Auch der Mond, der nun seine normale Farbe zurück hatte, erlosch langsam und sacht. "Táre ufárea! Immer wieder kommen sie und töten!", beschwerte sich der Hauptmann. Die Elfe legte ihm eine Hand auf die Schulter: "Rege dich nicht auf. Der König weiß Bescheid. Die Schatten werden kühner. Es ist noch nicht genug. Nicht für sie." Nach diesen Worten stieg sie hinter den beiden Verletzten auf und galoppierte in die Morgendämmerung.
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Ilya túrë finfírwë - Alle Macht geht dahin
Nyme dë áltirë ás sin - Eure ist stärker als ihre
Énwen ohaín - Wir brechen auf
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