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Licht oder Schatten 1 - Kindheitsmagie

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle
02.01.2015
24.01.2015
6
21.385
9
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Dieses Kapitel
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24.01.2015 683
 
Epilog


I

Dumbledore durchschritt die Halle der Prophezeiungen. Er hatte Angst vor der Wahrheit, aber zugleich musste er es wissen. Die Kugeln, in denen jede Prophezeiung in der Mysteriumsabteilung (die er nur aufgrund seiner hervorragenden Kontakte überhaupt betreten durfte) gespeichert war, lagerten still auf den Regalwänden, die seinen Weg säumten. Dieser Weg führte ihn nur zu einem bestimmten Regal.

Die meisten von ihnen waren verdunkelt von grauem Nebel, lang schon vergessene Prophezeiungen, die entweder bereits in Erfüllung gegangen waren oder sich niemals bewahrheitet hatten. A … b … c. Andere schienen von innen heraus ein sanftes Glimmen zu verströmen, aber sie waren wenige und weit verstreut über die schier endlosen Reihen von Regalen. Das waren jene, deren Erfüllung noch ausstand, die vielleicht von eigenartigen Ereignissen in ferner Zukunft berichteten. Oder jene, die gerade jetzt aktiv waren und sich auf die heutige Zeit bezogen.

Dumbledore stockte beim Buchstaben „D“. Er wusste nicht, ob es eine Prophezeiung über ihn gab, die ihm eventuell auf seinem weiteren Weg helfen könnte. Es wäre vielleicht interessant … aber dann war der kurze Moment der Schwäche vorbei. Prophezeiungen, von denen man wusste, veränderten das eigene Handeln – wenngleich vielleicht unbewusst – so sehr, dass er unmöglich riskieren konnte, mit einer solchen selbsterfüllenden Prophezeiung konfrontiert zu werden. Abgesehen davon, und das war der Teil, den er sich niemals eingestehen wollte, fürchtete er sich. Nicht vor dem Tode, nicht vor dem, was andere ihm antun könnten. Es gab nichts, was andere tun könnten, dass er nicht durch seine Vergangenheit redlich verdient hatte.

Aber wenn er auf eine Prophezeiung stoßen würde, die ihm seinen eigenen Sturz in die Dunkelheit voraussagte, angetrieben von der Gier nach Macht, von der er wusste, dass sie noch irgendwo tief in ihm stecken musste, dann war es fraglich, ob er das ertragen könnte. E … f … g … h. Dumbledore drehte sich nicht um und er verlangsamte seinen Schritt auch bei keinem dieser Buchstaben mehr. Er hatte ein Ziel. Ein halbes Jahr war es her, dass das Schlimmste passiert war, was er sich hatte vorstellen können und beinahe ebenso lange, dass ihm eine Möglichkeit eingefallen war, wie er herausfinden konnte, ob sie auch nur im Ansatz noch eine Chance auf Erlösung durch Harry hatten.

Das Ministerium hatte ihn nicht allein hineingehen lassen wollen. Erst auf ein Machtwort Bagnolds hin waren die Unsäglichen des Ministeriums bereit gewesen, ihm einige wenige Minuten in diesen geheimsten Hallen des Gebäudes zu gewähren.

I … j … k … l. Voldemort blieb verschwunden, von ihm hatte man kein Sterbenswörtchen gehört. Fast niemand wusste von Dumbledores Versagen, er wollte nicht Hoffnung zerstören, wo mit sehr viel Glück doch noch welche sein könnte. Vielleicht, irgendwie, würde Harry ja doch überleben. Eigentlich hatte er sich nur Minerva anvertraut, genau wie schon damals, als er Harry weggebracht hatte an den Ort, der letztlich der Ausgangspunkt des Verderbens aller gewesen war.

„Albus, ich werde darauf verzichten, dir zu sagen, dass ich es dir gesagt habe, obwohl ich es dir wirklich gesagt habe. Aber glaubst du wirklich, dass Voldemort ihn getötet hat? Er hat es schon einmal nicht geschafft. Glaubst du, er weiß, weshalb? Oder dass er nicht Angst davor hat, dass es erneut nicht gelingen wird?“

M … n … o … p. Dumbledore blieb stehen und ging eine Schritte in die Reihe hinein, zwischen den gigantischen Regalen. Oben rechts in der Ecke befand sich eine kleine, mit weißem Nebel gefüllte Kugel, ein Name darauf, der der gesamten Zaubererwelt nur allzu gut vertraut war. Und sie glomm leicht im Dämmerlicht des Raumes.

Dumbledore lächelte und Tränen stiegen ihm in die Augen. Es gab als doch noch Hoffnung für die Zaubererwelt. Harry Potter hatte noch eine Chance. Wenn all diese Ereignisse nichts an der Möglichkeit geändert hatten, dass diese Prophezeiung noch ihre Erfüllung fand, dann war noch nichts verloren.

Die Frage war nur: Weshalb hatte Voldemort Harry verschont?


WICHTIGE Autorenanmerkung:

Hier geht´s zu Teil 2 der Geschichte, dort wird dann auch die Haupthandlung aufgenommen. Das hier war nurmehr ein großer Prolog. Ich hoffe, ihr hattet Spaß damit und habt auch Spaß mit dem Nachfolger:

http://www.fanfiktion.de/s/54c379d400018897156f2636/1/Dusk-or-Dawn-Teil-2-Willkommen-in-Durmstrang-
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