Ich will dich nicht töten

von Jessy Yam
KurzgeschichteDrama, Familie / P16
Maid Marian Sir Guy of Gisborne
01.01.2015
14.03.2016
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3. Ich will dich nicht vergessen

So mein erstes Kapitel :) Ich hoffe es gefällt euch.
Es ist aus der Sicht von Guy geschrieben.

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Ich stand da. Ich konnte es selber gar nicht glauben. Vor ein paar Sekunden stand sie noch lebendig vor mir. Sie hatte mir gesagt, dass sie mich nicht lieben würde. Das sie Robin lieben würde. Wie konnte sie mir das nur antun? Ich hab sie doch geliebt. Und sie mich. Nein! Sie hat mich nicht geliebt! Sie hat mich nie geliebt!
Ich stand zitternd da und hatte sie in meinen Armen. Sie schaute mich an. Direkt in meine Augen als würde sie in meine schwarze Seele schauen. Als könnte sie meine inneren Dämonen sehen. Sie atmete noch. Unregelmäßig. Aber sie atmete noch. Ein Funken Hoffnung kam in mir auf. Vielleicht könnte sie überleben. Aber wollte ich das? Sie hatte mir das Herz gebrochen. Sie hatte mich gedemütigt. Sie hatte mich verachtet. Und ich? Ich liebte sie immer noch.
Ich ließ sie fallen. Mein Schwert steckte in ihren Bauch. Sie lag auf den, von der Sonne aufgewärmten, Sand. Ich sah das Blut. Das Blut was aus ihr rausfloss. Ein See bildete sich auf den Boden um ihren Bauch. Ihr weißes Kleid färbte sich Rot. An meinen Händen klebte Blut. Ihr Blut.
Ich holte schlagartig Luft. Ich war in meinen Bett in Lockley. Es war nur ein Traum gewesen. Nur ein Traum. Jetzt war es nur ein Traum gewesen. Doch damals war es Realität. Ich hatte sie mir meinen eigenen Schwert umgebracht. Ich hatte sie eiskalt erstochen. Ich war so wütend gewesen. Und doch liebte ich sie. Ich liebte sie immer noch. Und jede Nacht suchten mich diese Dämonen heim.
Ich stand auf. Ich musste raus in die Nacht. Die kühle Luft an meinem Gesicht spüren. Der Himmel war mit Wolken bedeckt. Dicken, grauen Wolken. Nicht einmal das Licht des Mondes drang durch die Decke. Ich schaute in den Himmel. Es fing langsam an mit nieseln. Kleine Regentropfen trafen mein Gesicht. „Es tut mir so leid. Ich wollte das nicht. Aber ich schwöre dir. Ich werde dich nicht vergessen“, ich sagte es in die Dunkelheit der Nacht. Mehr für mich als für jemanden anderes. Ich hoffte egal wo sie auch sei, dass es ihr gut ging. „Ich will dich nicht vergessen. Wo auch immer du sein magst, Marian.“
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