Since One Year – Seit einem Jahr

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Abby Maitland Captain Becker Jess Parker
01.01.2015
01.01.2015
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Heey :))

Heute bin ich genau ein Jahr lag hier bei Fanfinktion.de angemeldet und habe es keinen Tag bereut. Ich habe hier supertolle neue Leute kennengelernt und hoffe diese auch in meinem zweiten Jahr auf FF.de und auch im Jahre 2015 beibehalten zu können.

Dieser kleine OneShot ist irgendwie auch ein bisschen für meine liebe LuckyStern die ich auch persönlich kenne und durch die ich auch auf diese tolle Serie gestoßen bin. Danke dafür und auch für alles andere, ich hoffe wir bleiben auch im Jahr 2015 so gut befreundet. Ein Hoch auf Uns und auf, dass uns die Muse niemals verlassen wird!;))



Nun ja, jetzt wünsche ich euch erstmal viel Spaß mit meinem Einjährigen JubiläumsOneShot :**

P.S: Das ~ARC~ ist keine Ortsangabe, sondern ein Trennungsstrich zwischen einzelnen Scenen. Habe ich mir auch von der Lieben LuckyStern ausgeliehen:*

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Since One Year – Seit einem Jahr



BEEP!   BEEP!   BEEP!

Der Anomaliedetektor schlug laut Alarm und trotz der Müdigkeit waren alle im ARC Anwesenden schlagartig hellwach, als sie das bekannte Geräusch hörten.

Sofort kam Jess angerast und tippte mit ihren schwarz lackierten Fingernägeln auf der Tastatur des Computers herum und zeigte nach einigen Augenblicken, wo sich die Anomalie befand.

Mitten im Bahnhof Kings Cross. Genauer gesagt: Auf der Plattform zwischen Gleis Neun und Zehn.

„Jess, wo ist Sie?“ fragte Connor sie keuchend und stützte sich mit einer Hand auf Abbys Schulter ab. Er musste am weitesten Rennen, da er sich zur Zeit des Alarmes in der Cafeteria des ARCs befunden hatte.

„Kings Cross Station, Plattform zwischen Gleis Neun und Zehn.“ antwortete Jess wie aus der Pistole geschossen und zwinkerte ihm zu.

„Na dann hoffen wir mal, dass sie alle ihren Zug nach Hogwarts nicht verpassen. Aber bitte hinterlassen sie eine Nachricht, sie glauben gar nicht, was das für ein Aufwand wäre, nach ihnen suchen zu lassen. Und falls sie doch vorhaben, zurück zu kehren: versuchen sie wenigstens keine bösen Zauberer mitzubringen. Die Kosten für den Rucktransport wollen sie gar nicht wissen.“ tönte auch schon James Lesters Stimme, gewürzt mit einer Menge Sarkasmus und einem Hauch Amüsement. Typisch Lester eben. Aber Jess wusste, dass der Subtext eigentlich war, dass das Team gut auf sich aufpassen sollte, nur eben auf Lesterisch.

Lesterisch. Jess musste bei diesem Wort grinsen.

„Jess?“

Eine Hand wischte vor ihrem Blickfeld herum und brachte sie wieder ins Hier und Jetzt.

„Oh tut mir leid Becker… ich war..“

„..In Gedanken.“ vervollständigte der SWAT-Mann ihren Satz und grinste sie an. „Ich habe dich nur gefragt, wie wir am besten fahren sollten.“  

Jess‘ Wangen färbten sich leicht roséfabend. „ Ich..ähh“ stammelte sie verlegen und ärgerte sich selbst, dass sie sich und ihre Gefühle nicht unter Kontrolle hatte. Nach Fassung suchend atmete Jess einmal tief durch und sah ihm fest in die braunen Augen und versuchte nicht darin zu versinken.

„Ich schicke euch die Route auf eure Handys, ihr müsst jetzt los.“

Natürlich war es nur bei einem Versuch geblieben, nicht in den braunen Augen Beckers zu versinken.

„Geht klar, Jess. Bis dann.“ riss der Ex-Soldat die IT-Expertin aus ihren Träumereien.

„Bis Dann. Sei Vorsichtig!“ rief Jess ihm noch und sah noch zur Tür, obwohl das Team schon längst durch diese verschwunden war.

Zurück blieb ein Gefühl der Angst und Nervosität, wie immer, wenn sich das Team auf den Weg zu einer Anomalie machte.

Vor allem aber machte sie sich Sorgen um Becker.

Sie seufzte. Seit einem Jahr nun schon.

Vor einem Jahr hatten sich die beiden kennen gelernt und nahezu demselben Zeitpunkt war sie verliebt in den Ex-Soldaten.

Anfangs waren es nur kleine Schwärmereien, von welchen sie ausging, dass sie so schnell, wie sie gekommen waren, auch wieder verschwinden würden. Doch dem war nicht so.

Aus den anfänglichen Schwärmereien hatten sich mit der Zeit tiefere Gefühle hervorgetan. Sehr Tiefe.

Jess hatte sich Hals über Kopf in Captain Hilary Becker verliebt.

~ARC~

Das Team, bestehend aus Connor, Abby, Captain Becker und Matt, fuhren gefolgt von einer SWAT-Einheit schnurstracks in Richtung Bahnhof Kings Cross. Von Jess bekamen sie genauste Anweisungen, wie sie zu fahren hatten, da es Samstags Abends in London mehr als voll auf den Straßen ist, besonders an diesem Abend.

Während die anderen schon mal die Autos ausräumten, funkte Abby Jess an.

„Jess?“

„Anwesend.“

„Wir sind jetzt vor dem Bahnhof und gehen in spätestens drei Minuten rein. Hast du die Überwachungsbilder?“

„Ich lade sie gerade……..Ahh jetzt sind sie da.“

„Und ?? Was siehst du?“



„Jess?“

„OHH Gott Abby macht schnell, da sind ganz viele Menschen.“ tönte es verzweifelt und gleichzeitig panisch aus dem Lautsprecher.

„Keine Sorge, die werden gerade alle Evakuiert, gleich sind sie in Sicherheit. Was ist es?“

„Ein Glück! Laut meinen Recherchen ein Triceratops. Kreidezeit.“

„Danke Jess. Wir gehen jetzt rein. Funkkontakt halten.“

Abby sprang aus dem Wagen und lief zu ihren bereits wartenden Teamkollegen. Eilig berichtete die Blonde, was sie von Jess erfahren hatte.

Becker warf den anderen Soldaten einen Blick zu und wandte sich nun an den Rest des Teams.

„Der Plan lautet wie Folgt: Team 1 geht rein und macht die Anomalie zu. Team 2, das sind wir, suchen die Triceratopse und versorgen gegebenenfalls Verletzte. Da wir leider nicht wissen, wie viele Saurier bislang in unserer Dimension sind, kann ich euch nur einen wachsamen Blick und genaues Hören auf Jess‘ Anweisungen ans Herz legen. Ist das allen klar?“ Becker sah jeden prüfend an, bei Matt lag sein Blick einige Sekunden länger, solange bis er in Form eines Nickens zustimmte.

„Gut, dann los!“ rief Becker und die zwei Teams stürmten den nun menschenleeren Bahnhof.

„Jess wir gehen rein!“ rief Abby noch in ihr Mikrophon und stürmte den anderen hinterher.

~ARC~

Aufmerksam überwachte Jess die Kameras des Bahnhofs und atmete erleichtert auf, als Team 1 die Anomalie geschlossen hatte.

Doch nun begann der weitaus schwierigere Teil der Mission: das Aufspüren und Zurückbringen der Triceratopse.

Zum Glück hatte sie durch die Funkverbindung die Möglichkeit, ihre Kollegen vorzuwarnen, wenn sich einer der Triceratopse unerwartet näherte.

Auf diese Weise hatte das Team schon 4 Triceratopse mit Hilfe der EMDs getroffen und sie schon wieder in ihre Heimat zurück verfrachtet.

Mittlerweile war auch klar, dass es nur noch einen einzigen Triceratops zu jagen galt, da Jess sie alle schon mindestens einmal in den Kameras gesehen hatte und somit auch gezählt hatte.

Doch dieser eine Saurier blieb unauffindbar.

Die Konzentration des Teams hatte mittlerweile auch stark nachgelassen, immerhin war es schon nach 23 Uhr.

Aus Jess‘ Konzentration hatte nachgelassen und somit merkte sie erst viel zu spät, dass sich der fünfte Triceratops in Beckers unmittelbarer Nähe befand.

Trotz ihrer Warnungen konnte Becker nicht mehr schnell genug reagieren.

Das ausgewachsene Triceratopsmännchen stach mit einem seiner Hörner in Beckers Arm und riss ihn somit von den Füßen. Aus seinem Arm quollen Massen an Blut und Jess liefen schon die ersten Tränen aus den Augen.

Doch richtige Sturzbäche flossen erst aus ihren Augen, als der 12 Tonner beim weiter gehen noch halb auf den gesunden Arm drauftrat.

Die Kameras hatten zwar keinen Ton und doch konnte sich Jess Beckers Schmerzensschrei nur zu gut vorstellen.

~ARC~

„Connor hast du das gehört?“ fragte Abby hysterisch und leuchtete ihrem Freund mit der Lampe ihres EMDs ins Gesicht.

„Was?“

Schonwieder ertönte ein Schrei, diesmal wesentlich lauter, als der vorherige.

„Los komm!“ schrie Abby, rannte los und zerrte Connor am Arm mit sich.

Nach einigen Abbiegungen sahen sie ihn liegen.

„BECKER“ schrie Abby und lies sich neben ihn auf die Knie fallen und sprach ihn an, doch er reagierte nicht.

„Scheiße Connor ruf den Notarzt. Er reagiert nicht, hat eine sehr tiefe Stichwunde, hohen Blutverlust und sein Arm sieht vollkommen zertrümmert aus. Beeil dich!“ schniefte Abby und atmete erleichtert auf, als sie seinen Puls fühlen konnte.

Mittlerweile waren auch die anderen Teammitglieder gekommen und berichteten schnell von der Überwältigung des letzten Triceratops und des Rücktransports durch die Anomalie.

Doch auch das und die schnelle Ankunft der Rettungssanitäter konnte die Angst um Beckers Leben nicht besänftigen.

~ARC~

„Jess es war NICHT deine Schuld.“

„Wir waren alle übermüdet, da kann so etwas passieren.“

Seit Stunden nun schon versuchten Abby und Connor Jess gut zuzureden und sie davon zu überzeugen, sich ein bisschen Schlaf zu gönnen, doch daran war für sie nicht zu denken.

Viel zu sehr plagten sie die Schuldgefühle und die Angst um ihren heimlichen Schwarm.

Matt war bereits nach Hause gegangen. Er habe noch etwas zu besprechen und zu klären hatte er gesagt und Jess hätte ihm dafür am liebsten eine reingehauen, aber Abby hatte sie in letzter Sekunden davon abbringen können, da sie ihr gesagt hatte, das Gewalt und Aggressivität jetzt auch keine Lösung seien.

Doch auch Abby und Connor fanden das Verhalten ihres Teamchefs sehr unangebracht und respektlos, sagten jedoch auch Respekt vor Jess nichts. Sie hätte sich nur noch mehr darüber aufgeregt.

Nach einigen weiteren Stunden, in denen Abby und Connor abwechselnd ein bisschen geschlafen hatten und Jess einfach nur dagesessen und die Tür des Arztes angestarrt hatte, öffnete sich ebendiese weiße Tür und ein mittdreißigjähriger Mann, welcher sich sogleich als Dr Rim vorstellte, kam heraus.

Kurz berichtete er den Dreien den Ablauf der langen OP und beruhigte sie am Schluss, dass Captain Becker mit einigen Knochenbrüchen und einem Schock davon gekommen wäre.

Allerdings sagte er auch, dass Becker jetzt schlafen würde und erst morgen Nachmittag wieder Empfangsbereit sei.

Vor dem Krankenhaus bat Abby Connor schon mal vorzugehen und sah Jess aufmunternd an.

„Jess seit wann?“

„Ich .. ähh.. was..?“ stammelte die Brünette und versuchte Abby nicht anzusehen.

„Du weißt ganz genau, was ich meine Jessica Parker. Versuch gar nicht erst es zu leugnen, ich weiß es doch eh schon.“

„Die Frage ist eher seit wann nicht.“ murmelte Jess und lies den Kopf hängen.

„Och Jess..“ meinte Abby und nahm die IT Expertin in die Arme und drückte sie.

„Was soll ich denn machen?“

„Du gehst ihn morgen einfach besuchen und dann wird das was, okay?“ lächelte die ausgeflippte Blondine. „Aber alleine hörst du?“

Jess nickte vorsichtig, sah Abby aber immer noch ein wenig unsicher an.

„Du schaffst das, ich hab auch schon eine Idee…“ grinste Abby plötzlich verschmitzt und beugte sich vor, sodass nur Jess sie verstehen konnte.

~ARC~

Um 16:30 lief Jess auf den Empfangsschalter des Krankenhauses zu und fragte sich dort zu Beckers Zimmer durch.

Mit klopfendem Herzen schritt sie durch den Gang und blieb vor der Tür des Ex-Soldaten stehen.

Schließlich fasste sie sich ein Herz und öffnete mit der einen Hand die Tür. In der anderen Hand hielt die eine Dose voller selbst gemachter Kekse, welche Abbys Idee waren.

Sowohl Jess, als auch Abby wussten, dass Becker Zitronenkekse liebte und genau das war auch die Sorte, die sich in Jess‘ Dose befand.

Zitronenkekse in Dinoform.

Im Türrahmen stieß sie fast mit Lester zusammen, der sich anscheinend gerade verabschiedet hatte und nun gehen wollte.

Nachdem sie Lester gegrüßt hatte und an ihm vorbei gegangen war, konnte sie nun das Zimmer betreten.

Becker lag mit einigen Schürfwunden im Gesicht, einem Verband um den einen und einem Gips um den kompletten anderen Arm im weißen Krankenhausbett und grinste Jess an.

„H-Hey.“ stotterte sie und bekam weiche Knie, als sich sein Lächeln in ein Strahlen verwandelte.

Jess stürmte auf ihn zu und drückte ihn fest an sich und vergaß dabei, dass er ja verletzt war.

„Autsch.“ zischte er und zog scharf die Luft ein.

Jess schossen die ganzen Bilder von gestern durch den Kopf und Tränen sammelten sich in ihren Augen und bahnten sich langsam ihren Weg über Jess‘ Wangen nach unten.

„Hey Jess.. Nicht weinen. So schlimm war es doch gar nicht.“ versicherte ihr Becker und sah sie aus seinen braunen Augen an, doch das brachte Jess noch mehr zum weinen.

„Es ist alles meine Schuld. Hätte ich besser aufgepasst, dann wäre das niemals passiert und du würdest jetzt gesund zu Hause auf dem Sofa liegen.“ schniefte Jess.

„Das hätte jedem passieren können, keiner macht dir einen Vorwurf. Am allerwenigsten Ich. Und Lester auch nicht.“ lächelte er und nahm vorsichtig ihre Hand und streichelte sie sanft.

„Ich habe dir Kekse gebacken. Zitronenkekse in Dinoform, ich hoffe du magst sie….“ flüsterte die sonst so extrovertierte Brünette und drückte Becker die Dose mit der Aufschrift: Captain Hilary Becker in die Hand.

„Du kennst meinen Vornamen?“

„Ja, also…“ Jess wurde rot. „Ich habe es recherchiert.“ gestand sie dann.

„Soso..“

Jess erhob sich wieder von dem Stuhl, auf den sie sich kurz vorher gesetzt hatte.

„Gehst du schon?“

„Ja, also..ich..“ stotterte sie sich zusammen, doch Becker schnitt ihr das Wort ab.

„Ich dachte wir essen deine Coolen Dino-Kekse jetzt.“ schlug Becker vor und schob sich einen der Kekse, einen T-Rex, in den Mund. „Sehr Lecker.“ grinste er und hielt ihr ebenfalls einen T-Rex hin.

Jess lächelte und lies sich wieder auf dem Besucherstuhl nieder und wollte den Keks entgegen nehmen, doch Becker hielt ihn ihr direkt vor den Mund.

„Komm schon.“ er grinste. „Oder fällt es dir so leichter..?“ er steckte sich den Keks zur Hälfte in den Mund und zog Jess zu sich.

Jess wurde knallrot und versuchte sich zu wehren, doch ihre Fassade begann zu bröckeln. ZU lange hatte sie auf einen solchen Moment gewartet, als dass sie jetzt nein sagen könnte. Und somit hörte sie auf, dich zu wehren und umschloss den Keks mit ihren Lippen und berührte somit auch zwangsläufig Hilary Beckers weiche Lippen.

Er hatte recht, der Keks schmeckte wirklich sehr gut, doch darauf hatte Jess den ganzen Nachmittag, an dem sie sich gegenseitig mit Keksen gefüttert hatten, nicht wirklich geachtet. Viel eher hatte sie auf Beckers weiche Lippen geachtet und hatte noch jedes Mal weiche Knie bekommen.

Als es schon spät Abends war und Jess wirklich fast einschlief, so übermüdet war sie, bat Becker sie noch ein letztes Mal an diesem Abend um ihre Aufmerksamkeit.

„Hast du Lust, wenn ich wieder draußen bin, mit mir essen zu gehen?“ fragte er sie Charmant und lächelte ein Lächeln, das sie fast dahinschmelzen lies.

Doch Jess fackelte nicht lang, beugte sich vor und drückte ihre Lippen gegen seine und fing nach einigen Sekunden an diese auch zu bewegen. Als Becker begann, ihren Kuss zu erwidern, hatten beide verstanden, was die Antwort war.


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