Make The Right Choice

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P12 Slash
Erika Karisawa Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
01.01.2015
01.01.2015
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The Beginning


Regen trommelte auf die Außenseite des Fensters. Draußen war es schon dunkel, lediglich durch vorbeifahrende Autos, die mit ihren Scheinwerfern bis hoch in das kleine Apartment leuchteten, wurde das Zimmer hin und wieder erhellt.
Seufzend lag er auf seinem Bett, den Arm über sein Gesicht gelegt und die Augen geschlossen. Genoss das immer wiederkehrende, beruhigende und zu gleich melancholisch stimmende prasseln des Wassers.

Die Weihnachtszeit konnte er nie ausstehen. Jeder hatte Jemanden, mit dem er feiern konnte, Familie, Freunde, ganz egal. Nur er blieb jedes Jahr in seinem Zimmer zurück, allein.

Sein Bruder war wie immer mit dem Dreh eines neuen Films beschäftigt gewesen, während der Rest seiner Familie... nun, ehrlich gesagt wusste er nicht, wo dieser war, es war ihm aber auch recht egal.
Freunde hatte er keine, außer vielleicht seinen Chef Tom, aber der wollte die Feiertage mit seiner Freundin und seiner Verwandtschaft verbringen.

Zumindest hatte er Weihnachten hinter sich bringen können, ohne trübsinnige Gedanken zu bekommen, im Großen und Ganzen zumindest. Erst jetzt, wo Silvester vor der Tür stand, ein weiteres Wir-haben-unsere-Familie-und-Freunde-so-lieb-Fest, drifteten seine Gedanken in die Isolation. Es stimmte ja. Niemand wollte ein Monster wie ihn seinen Freund nennen, oder mit ihm feiern. Ein einziger falscher Satz und der Tisch würde aus dem Fenster fliegen!
Das gäbe ein Drama.
Und genau deswegen hasste er Gewalt.

Sie machte unglaublich Einsam.

Plötzlich riss sein Klingelton ihn schrill aus seinen Gedanken und ließ ihn hochschrecken. Sofort machte er sich mit seiner Hand auf die Suche nach dem Übeltäter und schnappte es sich von dem Nachtisch.

Die Nummer die angezeigt wurde kannte er nur zu gut.Er wollte gar nicht wirklich wissen, was in der SMS stand, die er gleich aufmachen würde, da sich Nachrichten dieser Person meist auf ein ganz spezielles Thema bezogen.

Sich genervt seiner Neugier und seinem Schicksal ergebend, öffnete er den Chat dann doch und eine der blonden Augenbrauen wanderte augenblicklich nach oben.

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Irritiert guckte er auf den schwarzen Bildschirm, der, seit er die SMS geöffnet hatte, ebendiese Farbe angenommen hatte. Pechschwarz. War das Ding abgestürzt? Oder kaputt gegangen?

„...“ Er überlegte was das bedeute konnte, aber es brachte nichts, sein Kopf war in diesem Thema wie leergefegt.

Was sollte das denn sein? Hatte er sich irgendeine Art neuartigen Spam eingefangen?
Genervt warf er sein Handy gegen die nächstbeste Wand, jedoch schwach genug, dass es kein Loch in das Gemäuer riss, sondern lediglich auf den Boden prallte, und legte sich wieder hin. Solange es von Erika kam, bedeutete es nie etwas gutes, also wäre es wohl besser, es einfach zu vergessen.
Für ein paar Augenblicke starrte er noch ratlos die Decke an, ehe er sich umdrehte und die Augen schloss.

Vielleicht sah morgen ja schon ganz anders aus, und selbst wenn nicht, es dauerte nicht mehr lange, dann hatte er die Feiertage hinter sich gebracht und musste sich nicht mehr mit diesen Gedanken quälen.

Irgendwann würde vielleicht sogar er Jemanden finden, der ihn voll und ganz akzeptieren konnte. Natürlich sollte diese Person auch besonders sein, damit sie nicht irgendwann langweilig werden würde. Obwohl. Wenn man sich verliebt, kann man die andere Person dann jemals langweilig finden?

Seine Gedanken wurden von Zeit zu Zeit immer träger, ehe er schließlich darüber nachdenkend und dem beruhigenden Regen lauschend einschlief.



Am nächsten Morgen nahm er als erstes sein Handy in die Hand, um zu kontrollieren, ob es immer noch unbrauchbar war und er wurde damit auch nicht enttäuscht. Egal welche Taste er drückte, der Bildschirm blieb schwarz.

„Na Klasse“, fluchte er leise. Ohne sein Handy konnte er weder in den Dollars-Chat, noch Anrufe oder SMS bekommen. Es war sein Glück, dass nach den Weihnachtsfeiertagen in diesem Jahr das Wochenende folgte und er deshalb noch nicht arbeiten musste, sonst hätte ihm Tom diesmal wohl definitiv gekündigt.

Nachdem er aufgestanden, und sich geduscht hatte, warf er einen Blick in den Kühlschrank. Die gähnende Leere, die ihn aus diesem anhauchte war er gewöhnt, doch... Er musste heute wohl oder übel einkaufen.
Er nahm sich den letzten Vanille-Schoko Pudding heraus und setzte sich an den Tisch.

Ein paar Stunden später nahm er seine Schlüssel und sein Handy, vermutlich eher aus Gewohnheit, als das er es noch brauchen konnte, und ging raus. Der Regen hatte zu seinem Glück aufgehört, aber schneien tat es immer noch nicht, obwohl es längst Winter war, obwohl sogar Weihnachten schon vorbei war.

Das Wetter war wohl genauso ein Grinch wie er dieses Jahr.

Seufzend steckte er sich eine Zigarette an und machte sich auf den Weg zu dem Supermarkt. Es könnte an der schweren Luft liegen, die von dem Regen zurückgeblieben war, oder auch an dem ihm in die Nase steigenden Qualm seiner Kippe. Woran auch immer er die Schuld festnageln mochte, es änderte nichts an der Tatsache, dass er den ekelhaft süßen Geruch des Flohs erst bemerkte, als dieser schelmisch Grinsend genau vor ihm stand.

„Hallo Shizu-chan~! Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen!“

Ungläubig kam der Floh zu ihm rüber und betrachtete ihn von allen Seiten genau. „Ich hatte beinahe erwartet, du wärst tot.“
Glücklich schmunzelte er ihm von unten zu, die Augen zu kleinen Schlitzen verengt.
Wie kochende Lava brodelte es in Shizuo, seine Augenbrauen zuckten und er brach wütend seine Zigarette in zwei Teile, ehe er sie auf dem nassen Boden aus stampfte.

„IIIzaaayaaaa!“ Brüllend holte er nach dem Kleineren aus, welcher jedoch gerade schnell genug zurück wich.

„Wie ich sehe sind dir deine Aggressionsprobleme jedoch erhalten geblieben~“, seufzte der Pelzjackenträger theatralisch und wich direkt dem nächsten Schlag aus.

„Bleib bloß hier du kleine Pest!“

Mit geballter Kraft riss der Bodyguard den Getränkeautomaten neben sich aus dem Boden, das Glas splitterte und der Boden ächzte und bröckelte.

„Es ist egal wie sehr du mich hasst Shizu-chan, du wirst mich ja doch nicht kriegen~“

Einen Moment blieb Izaya noch stehen, beobachtete scheinbar die nächste Reaktion seines Monsters, bevor er zur Flucht ansetzen würde.
Das Adrenalin rauschte noch immer in Shizuos Körper, machte ihn blind und taub für seine Umgebung, ließ ihm das aufgewühlte Blut wie einen Fluss in den Ohren rauschen.

Doch plötzlich erstarb jegliches Geräusch um ihn herum und seine Sicht wurde schwarz, als würde er in einem Raum ohne Sonnenschein stehen.
Totenstille beherrschte den Raum, nur sein eigener Atem war leise zu hören.

„Welche Entscheidung wirst du treffen?“, fragte plötzlich eine Stimme, die sich anhörte wie seine eigene, und gleichzeitig auch nicht. Sie war... anders.
Noch immer von dieser plötzlichen Wandlung perplex, sah er still mit an, wie vor ihm, vor seinem scheinbar 'inneren Auge' drei Auswahlmöglichkeiten erschienen.

- Den Automaten nach ihm werfen und Izaya verfolgen.
- Izaya ohne Zweifel umbringen!
- Den Automaten fallen lassen und Izaya tief in die Augen schauen.


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So. Das erste Kapitel ist geschafft.
Die drei Auswahlmöglichkeiten möchte ich euch erklären:
Ihr könnt bei dieser Geschichte mitbestimmen!

JEDOCH: Möchte ich keine Reviews haben, die lediglich aus
> Ich möchte Nummer 1, tolle Geschichte schreib weiter <
bestehen.
Wenn ihr ein Review hinterlasst freue ich mich natürlich, aber bitte nicht so halbherzig hingerotzt, denn das macht mehr Kummer als Freude.
Abgesehen davon könnt ihr mir eure Wahl bei den 3 Auswahlmöglichkeiten auch gerne als Mail senden :D

Die Regeln sind ganz klar, die Mehrheit gewinnt :3
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