Mechanical Heart

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
30.12.2014
30.12.2014
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30.12.2014 834
 
Konnichiwa~
Da bin ich wieder mit einer neuen Geschichte und hoffe es gefällt euch :D
Sie beginnt ab dem Moment, wo Clear in Aobas Armen liegt und ist etwas abgeändert. Ich weiß selber noch nicht, wie sie sich weiter entwickeln wird, ihr könnt mir in den Reviews also ruhig eure Meinung dazu sagen *~* auch wenn ich nicht versprechen kann sie umzusetzen, wenn sie sich z.B. komplett mit meinen Vorstellungen beißen, Gomenasai (◞‸◟)
Freuen tue ich mich über Reviews trotzdem immer sehr :D

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Lost Words


Es war wie ein Traum für ihn, seine Hände zitterten und er traute sich kaum, die blasse, zarte Haut zu berühren, als wäre sie zerbrechliches Glas, das jeden Moment zerbersten konnte.
„Clear...“, flüsterte er und berührte vorsichtig das kalte Metall, dass mittlerweile die Hälfte seines Gesichtes überzog.
Ein Roboter, der trotzdem so unglaublich menschlich war, so... hingebungsvoll.
Und es war Aobas Schuld, dass eben dieser nun verletzt war, sich für ihn geopfert hatte.
„Master...“, sagte Clear leise, seine Stimme gebrochen und lautlos, wie die eines sterbenden Menschen.
„Ich bin froh, dass ich sie beschützen konnte.“

Das stimmt. Es war vorbei. Sie konnten nun friedlich leben, doch was für einen Sinn hätte es, wenn er ohne ihn leben musste?

Der Regen fiel auf sie Beide herab und die Sterne funkelten am Himmelszelt. Die funkelnden Lichter waren kaum zu sehen, durch die schmale Öffnung, die die Dächer ihnen ließen, doch durch die Spiegelung des Wassers sah es aus, als würden sie mit den Tropfen auf sie niederprasseln und sie in ihrem Glanz baden lassen.

Clear saß neben ihm, den Schirm über sie gespannt, damit er und sein Master nicht nass wurden.
Die Gasmaske auf seinem Gesicht und das weiße Haar, sahen so unwirklich aus, wie eine Person, die zusammen mit den Sternen vom Himmel gekommen war, geheimnisvoll und auch... wunderschön.
Aoba bemerkte kaum, wie er ihn anstarrte, ehe dieser zu ihm rüber sah und den Kopf schieflegte. Auch wenn der Blauhaarige es nicht sehen konnte, aber es sah aus, als würde er lächeln.

„Ist irgendetwas, Master?“, fragte die von der Gasmaske verschleierte Stimme und sofort blickte Aoba zu Boden, als würde er durch Blei nach unten gezogen. Seine Wangen färbten sich rosa und sein Herz begann schneller zu schlagen, als würde es ihm etwas zurufen wollen.

Er konnte es sich nicht erklären. Was war dieses Gefühl, das seinen Körper durchströmte? Nur weil er diesen Mann ansah, der seinen Kopf leerfegte wie ein warmer Sommersturm?

„Es... ist nichts...“, log er und hörte selbst, wie unglaubhaft sich seine Stimme anhören musste.

„Heute ist es anders als sonst, finden sie nicht, Master?“, erzählte Clear plötzlich und richtete seinen Kopf nach oben, sah durch den glasigen Schirm nach oben.
„Es ist als wenn die Sterne weinen würden, während sie zu uns runter regnen.“

„I-Ich denke nicht wirklich... dass die Sterne einen Grund haben zu weinen“, gab Aoba zittrig zurück und sah ebenfalls nach oben. „Sie lächeln eher, denke ich. Immerhin sind sie uns durch den Regen viel näher, als könnten wir sie berühren.“

//Als könnte ich ihn berühren...//

„Ihre Gedanken sind wirklich wunderschön, Master~!“, sagte Clear aufgeregt und setzte sich näher zu ihm, war ihm so Nahe, das Aobas Magen wie ein Schwarm Schmetterlinge davonzufliegen schien und er sah beschämt zu Seite.

„Master...“, flüsterte Clear plötzlich ernster, was Aoba dazu brachte ihn wieder anzusehen, und diesmal war die Haltung des Größeren anders als vorher. Sein Atem stockte und er hielt die Luft an, auch wenn er nicht wusste, warum.

„Darf ich sie um einen Gefallen bitten, Master?“

„U-uhm... klar“, flüsterte er erstickt, sein klopfendes Herz schmerzte in seiner Brust, als wollte es davonlaufen.

„Schließen sie bitte ihre Augen, nur für einen Moment. Und öffnen sie sie erst, wenn ich es sage, um jeden Preis.“ Die Stimme war leise, aber trotzdem bestimmend, sodass Aoba ohne zu zögern seine Augen schloss. Jede Sekunde zog sich wie Stunden hin, in denen er wartete. Worauf? Das wusste er nicht.

Doch plötzlich spürte er die sanften Lippen, wie sie sich ganz zaghaft auf seine legten. Vorsichtig, schüchtern, während sie auf seine Reaktion warteten, ohne ihn zu drängen.

Aoba traten die Tränen in die Augen, als er Clear in den Armen hielt. Er durfte nicht sterben! Nicht wegen ihm!
„Master... ich... habe eine letzte Bitte“, flüsterte der Weißhaarige, und lächelt ruhig zu ihm hoch. „Darf ich... sie bei ihrem Namen nennen?“

„Ja.“

„Haha, gut. Aoba-san.“ Diese Worte stachen wie ein Dolch in das Herz des Kleineren und schlitzen es auf, durchtrennen jene lebenswichtige Stelle, als bräuchte er sie nie wieder, wenn Clear weg war und eine Tränen fingen an, über seine Wangen zu laufen.

„Clear... ich liebe dich.“

Mit einem letzten Kuss besiegelte er die Worte, die er ihm schon immer hatte sagen wollen, und spürte gleichzeitig, wie der letzte Atemzug aus dem kalten Körper unter ihm trat.
Seine Hände verkrampften sich in dem Arztkittel und seine Tränen bedeckten wie der unaufhörliche Regen das entstellte Gesicht, sodass sich der dunkle Sternenhimmel in ihm spiegelte.

„CLEEAAAAR!“

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