Was passierte dann?

von Kimms666
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Lex
30.12.2014
22.08.2016
27
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„Ich kann nicht verstehen, warum ich ausgerechnet mit dir unterwegs sein muss“, maulte Ebony nach kurzer Zeit rum.
„Was ist dein Problem? Vermisst du schon deinen Loverboy?“
Ebony war gar nicht nach Streit zu mute, zumindest keinem Verbalen, deswegen drehte sie sich blitzschnell um und trat Lex gegen die Brust, sodass er zurückschwang und gegen einen Baum knallte.
„Wäre von Vorteil für dich, wenn du ab jetzt die Klappe halten würdest und das tust, was ich dir sage“, drohte die kleinere.
Lex keuchte nur kurz auf und  schob ihren Fuß weg. Mit einem Schnauben stampfte er an ihr vorbei, weiter in den Wald hinein.
„Miststück“, murmelte er vor sich hin.
„Sag mal“, fing Lex kurze Zeit später an, „hast du damals in der Schule aufgepasst, als es um giftige und ungiftige Beeren und Pflanzen ging?“ Er war vor einem Busch mit schwarzen Beeren, die zwischen lilanen glockenartigen Blüten hingen.
„Das sind Tollkirschen. Die darfst du auf keinen Fall essen. Aber schau mal hier: Himbeeren. Die können wir mitnehmen.“
Ebony wollte gerade zu dem Himbeerbusch gehen, als Lex sie an der Schulter festhielt und den Finger auf die Lippen legte. „Schhhh“, machte er und zeigte auf einen Wombat, der keine 10 Meter von ihnen entfernt aus seiner Schlafhöhle kroch.
Lex zückte sein Messer und ging langsam auf das Beuteltier zu. Mit einem Satz sprang er auf es und drückte es zu Boden. Es begann zu quieken und fauchen und biss Lex in die Hand. Fluchend riss der junge Mann die Hand zurück und stach mit dem Messer auf das Tier ein. Mit einem letzten Quieken verstarb das Tier. Stolz hob Lex das Wombat mit seiner gesunden Hand hoch und präsentierte es Ebony. Sie zuckte mit den Schultern und meinte: „Sieht doch nach einem leckeren Abendessen aus. Ich kann mir schon ausmalen, was die Kleinen dazu sagen werden: >oh, warum hast du das arme Tier getötet< So, jetzt noch die Himbeeren und dann schauen wir uns noch kurz um und gehen dann wieder zurück zu den anderen.“
Während sie das sagte, kramte sie in ihrem Rucksack nach einem kleinen Stofftaschentuch und warf es Lex zu, damit er sich die Hand verbinden konnte.
Sie trafen als letztes wieder am Strand an. Es loderte bereits ein großes Lagerfeuer und die Wasserflaschen waren alle aufgefüllt.
Lex nahm sich eine der Flaschen und setzte sich etwas abseits der Gruppe, um das Wombat vorzubereiten. Mit dem Messer fing er an das Fell von dem Tier abzuziehen. Ruby setzte sich zu ihm.
„Hast du das erlegt?“
„Jep“, antwortete er kurz.
„Wow, dann gibt es ja ein Festmahl heute Abend.“ Sie lächelte ihn an.
„Brauchst du Hilfe?“
Lex schüttelte den Kopf und hielt bei seiner Arbeit kurz inne.
„Wie geht es dir?“, fragte er sie besorgt.
Ruby zuckte mit den Schultern und gab keine Antwort.
„Und wann meinst du, können wir das Prachtstück auf den Grill legen?“, kam plötzlich eine Stimme von hinten. Es war Slade, dessen Magen schon seit Tagen knurrte.
Lex hielt den Kadaver hoch. „Dauert noch eine Weile. Aber du kannst ja ein paar Himbeeren essen, bevor du es gar nicht mehr aushälst.“
„Alles okay bei euch zwei?“
„Ja klar“, erwiderte Ruby.

Eine halbe Stunde später brutzelte das Fleisch über dem Feuer, um dem alle saßen. Ebony hatte sich an Slade gekuschelt und blickte verträumt in die Flammen.
„Ok, wer will zuerst haben?“, fragte Jay in die Runde.
„Ich!“, schrien Sammy und Gel fast gleichzeitig. Jay schmunzelte und gab beiden ein Stück.
„Lasst's euch schmecken“, wünschte Amber ihnen einen guten Appetit.
Kurze Zeit später hatte jeder von der Gruppe ein Stückchen, bis keines mehr übrig war. Zum Nachtisch gab es Früchte, die von Jay und Slade gefunden worden waren.
„Es ist spät“, erklärte Salene und wandte sich den jüngeren zu. „Ihr zwei solltet jetzt schlafen gehen.“
„Wo?“, erwiderte Gel.
„Na hier, wo denn sonst?“
„Ich schlaf doch nicht unter freiem Himmel. Da werden meine Klamotten doch ganz dreckig und mein Gesicht ist dann morgen früh voller Sand. Ihh!“
„Du kannst ja auch in den Wald gehen, wo kein Sand ist, und dich da hinlegen. Vielleicht wirst du dann von einem Dingo aufgefressen“; schlug Lex vor.
„Dingo? Hier gibt’s Wölfe?“, Gel sprang voller Panik auf.
„Keine Sorge, du wirst schon nicht gefressen. Und hier gibt’s auch keine Wölfe – hoff ich zumindest“, versuchte Salene das Mädchen zu beruhigen.
Gel ließ sich neben Lex fallen und schaute ihn mit zuckersüßen Augen an.
„Du wirst du auf mich aufpassen, oder Leximaus?“
Amber verschluckte sich an ihrem Apfel und prustete los. „Leximaus, haha. Schöner Name Lex, und so passend.“
„Grmpf“, machte Lex und verschränkte die Arme.
„Ich pass auf dich auf“, bot Sammy an, doch Gel ignorierte ihn und schmiegte sich an Lex an. Dieser gähnte ausgiebig und streckte sich.
„Ich glaub, nicht nur die Kleinen sollten sich schlafen legen. Ich bin auch hundemüde. Gute Nacht“, sprach er, stand auf, holte sich eine der Decken und legte sich etwas abseits in den Sand. Gel sprang auf und hopste zu ihm hin und lies sich einfach neben ihm in den Sand fallen.
„Ich dachte, du wolltest nicht im Sand schlafen?“
„Wenn du da bist, macht mir das nichts.“
Lex lächelte und hob die Decke ein Stück hoch, dass Gel sich darunter legen konnte.

„Was findet sie nur an ihm?“, fragte Trudy in die Runde rein, die das Treiben beobachtet hatte.
„Sie ist noch in einem Alter, in dem man mehr auf das Aussehen achtet, als auf das Innere. Und Lex sieht nicht schlecht aus“, erklärte Amber.
„Da gibt’s aber deutlich besser Aussehende“, konterte Trudy.
„Lass sie doch einfach. Sie wird früher oder später merken, was für ein Arsch er ist“, gab nun auch Salene von sich.
„Ich habe es bereits jetzt schon erkannt, und bin sogar noch jünger als Gel“, sagte Sammy.
„Ich geh auch schlafen“, beschloss Ruby.
Ebony fing ebenfalls mit gähnen an. Sie schaute ihren Freund an und fragte: „Slade, wollen wir auch demnächst schlafen gehen?“
Dieser beugte sich zu ihr herüber und flüsterte ins Ohr: „Warten wir noch ein bisschen, ich will dir noch was zeigen.“ Er grinste sie breit an.
Nach und nach gingen alle schlafen, bis nur noch Slade und Ebony am Feuer saßen. Er stand auf und hielt ihr die Hand hin. Sie griff hinein und ließ sich von ihm hochziehen.
Gemeinsam gingen sie in den dunklen Wald hinein.
„Ist das nicht gefährlich?“, fragte die ehemalige Anführerin der Zooties.
„Ich bin doch bei dir“, erwiderte der Biker und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen.
Sie gingen ungefähr einen Kilometer durch das Dickicht, bis sich Ebony Wasser rauschen hört und hinter einem Busch war auch ein wunderschöner Teich mit Wasserfall zu erkennen. Das Mondlicht spiegelte sich romantisch im Wasser.
Slade zog seine Weste und sein Shirt aus und half Ebony sich ihrem Top zu entledigen. Schnell waren auch die Hosen weg und beiden sprangen ins Wasser.
Ebony genoss das Kühle des Wasser und  tauchte bis zum Wasserfall durch. Darunter kam sie wieder hervor. Slade war ihr dicht auf den Fersen.
„Schön hier, nicht?“, fragte er sie und legte seine Hände auf ihre Taille.
Zur Antwort legte sie ihm die Hände auf die Wangen und küsste ihn innig. Er hob sie sanft hoch und drückte sie gegen die Felswand, ehe er in sie eindrang.
Das Wasser plätscherte auf sie hinab während sie sich ihren Gelüsten hingaben.
„Wir werden beobachtet“, bemerkte Slade auf einmal.
„Von wem und wo?“, fragte Ebony.
„Keine Ahnung, aber wir werden es gleich herausfinden“, sprach und schwamm wieder zum Ufer. Dort zog er sich schnell die Hose über und schlich durch den Wald.
„Sammy“, rief Slade erstaunt raus. „Was zum Teufel tust du hier?“
„Ich.. äh.. also ich konnte nicht schlafen und bin spazieren gegangen.“, versuchte sich Sammy zu erklären.
„Ja klar, spazieren gegangen. Du, alleine, nachts, im gefährlichen Wald. Sag mir, was du wirklich hier zu suchen hast.“ Slade packte ihn am Kragen und zog ihn leicht hoch.
„Bin euch gefolgt.“
„Warum?“
„Weil, weil.. ich wissen wollte, wie sowas geht. Für Gel. Verstehst du?“
Sammy schaute Slade mit ehrlichen Augen an.
„Das ist so widerlich. Man beobachtet andere nicht, wenn sie.. du weißt schon. Hat dir das denn keiner erklärt?“
„Wer hätte es ihm denn erklären sollen? Die Pfeifen von den Mallrats?“, nahm Ebony, die inzwischen auch angekommen war, Sammy in Schutz.
„Ach, du findest es also in Ordnung, wenn er uns nachspioniert.“
„Nein, natürlich nicht. Aber jetzt hat er es schon gemacht und es ist zu spät. Sammy, du wirst nie wieder irgendjemanden ausspannen, sonst bist du dran. Klar?“
Sammy nickte zaghaft und Slade ließ ihn wieder herunter.
„Woher soll ich dann aber sonst lernen, wie das funktioniert?“
„Indem du die Älteren fragst und die dir das dann erklären. So und jetzt bringen wir dich zurück zu den anderen“, beschloss Ebony. Ihr war die Lust auf Sex definitiv vergangen und sie wollte jetzt einfach nur noch schlafen.
„Bitte erzählt das den anderen nicht“, bat der Junge auf dem Rückweg.
Slade schwieg. Seiner Meinung nach hätte das Kind bestraft werden müssen. Er wusste zwar nicht wie, aber es ihm einfach durchgehen lassen...
Auch Ebony hatte nichts mehr zu sagen. Natürlich würde sie es keinem der anderen sagen, wäre ja genau so peinlich für sie wie für Sammy, aber das musste der Junge ja nicht erfahren. Sollte er doch noch ein bisschen schmoren.    
Sammys Verschwinden war natürlich keinem aufgefallen. Sie alle lagen zum Teil pärchenweise zusammen im Sand verstreut und schliefen seelenruhig.
Sammy griff sich eine der übrig gebliebenen Decken und legte sich ebenfalls hin, genauso wie Slade und Ebony. Sie hatten alle am nächsten Morgen einen anstrengenden Tag vor sich.
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