Kein Keks für Kobolde

von Black Out
GeschichteAllgemein / P12
28.12.2014
28.12.2014
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Der Geruch
*Sicht von unbekannt*
„Riechst du das?“, fragte der Anführer des Clans.
„Ja, es riecht nach einer Neuen Gefährtin“, antwortete sein untergebener Diener.
„Für MICH!“, knurrte der Clan Chef.
„Ja wohl, eure Majestät“, der Diener verschwand mit gebückter Haltung in die Richtung des Geruches.
* Sicht Feuerkopf und Siebenpunkt*
„Neunauge, wach auf, Neunauge?“, Siebenpunkt und Feuerkopf standen an dem Bett ihrer Freundin und wussten nicht ganz was mit ihr los war. Sonst war sie doch auch immer wach.
„Was hat sie wohl?“, fragte Sieben Punkt seinen Freund.
„Was wird sie schon haben? Jeder schläft mal etwas länger“, antwortete Feuerkopf.
„Hm? Nein, irgendetwas stimmt nicht an ihr, sie hat einen unruhigen Schlaf und riecht so merkwürdig“, stellte der ruhigere fest“, wir sollten Tausendschön um Rat fragen.“
„Meinetwegen“, grummelte Feuerkopf.
Sie machten sich auf dem Weg zu Tausendschön.
*Sicht von Neunauge*
Neunauge wälzte sich unruhig umher es war als würde sie eine Hitze von innen nach außen verbrennen, schwer keuchend machte sie ihre Augen auf und schaute sich um. Es war alles so wie immer, ein ganz normaler Frühlingsnachmittag.
„Momentmal? Nachmittag, das kann nicht sein sonst bin ich doch auch immer so früh auf den Beinen“, sprach sie zu sich selbst.
Genüsslich streckte sie sich und stand auf, etwas schien ihr merkwürdig. Doch sie konnte es nicht auf anhieb feststellen was so merkwürdig war, sie schüttelte den Kopf und sprang aus der Baumhöhle heraus. In Ruhe sah sie sich um keine Spur von Siebenpunkt und Feuerkopf.
„Hm? Wo könnten die beiden sein?“, fragte sie sich im stillem, ein bekannter Geruch drang von den Campingplatz in ihre Nase“, ist mir derweil egal ich gehe Mia besuchen, da bekomme ich sicher etwas zu Essen von ihr.“
*Sicht von Feuerkopf und Siebenpunkt*
„Tausendschön, bist du hier?“, rief Siebenpunkt in ihre Höhle rein.
„Vergiss es sie ist Vermutlich im Wald und macht… das was sie halt so tut“, Feuerkopf sprang ungeduldig hin und her.
„Aber die Spinne hier sagt etwas anderes“, sagte Siebenpunkt  zu Feuerkopf während er mit der Spinne sprach.
„Benötigt ihr beide etwas?“, fragte eine alt bekannte Stimme.
„Tausendschön, gut das du hier bist, wir machen uns Sorgen um Neunauge, sie wirkt irgendwie anders“, sprach Siebenpunkt besorgt.
„Das wundert mich nicht“, antwortete Tausendschön.
„Was genau weißt du, los sag!“, forderte Feuerkopf sie auf.
„Riecht ihr es den Nicht? Neunauge wird rollig“, antwortete Sie knapp.
„Was heißt den das nun wieder?“, sprach Feuerkopf erzürnt.
„Das heißt das Sie Paarungsbereit ist und dass ist das Problem“, sagte sie besorgt.
Beide Baumkraxler sahen sich gegenseitig an, keiner von beiden wusste was das zu bedeuten hatte. Sie waren immerhin zum ersten Mal in dieser Situation, wie sie damit umzugehen haben wusste keiner von beiden.
„Du meinst sie wird sich anders als sonst verhalten?“, fragte Siebenpunkt vorsichtig.
„Nicht nur das ihr Geruch, wird viele Koboldmännchen zu ihr locken und das kann gefährlich für euch werden, falls ihr nicht stark genug seid“, sagte sie bedrückend.
„Nicht stark genug? Ich mache alle fertig die sich mir in den Weg stellen, vergiss nicht wir sind keine Kinder mehr!“, sprach Feuerkopf siegessicher.
*Sicht von Neunauge*
Sie versuchte so schnell wie möglich zu Mia zu kommen doch aus irgendeinem Grund war Neunauge nicht so schnell wie sonst, sie ermüdete nach ein paar Kilometer die sie selbst im Sprint zurückgelegt hatte.
„Was ist bloß los mit mir“, keuchte Neunauge erschöpft.
„Das kann ich dir verraten, kleines Koboldmädchen“, erschrocken drehte sie sich um, doch es war zu spät, sie saß in der Falle.
*Sicht von Siebenpunkt und Feuerkopf*
„Ihr seid noch zu jung und euer Instinkt ist noch nicht ausgereift, deshalb riecht ihr es nicht“, Tausendschön, machte eine Pause“, wenn sie andere Kobolde anlockt kann es passieren das sie mehrere Partner bekommt, unfreiwillig, hätte einer von euch drein noch eine Mutter wären diese in der Lage den Geruch zu unterbinden.“
„Und wieso kannst du das nicht?“, knurrte Feuerkopf.
„Weil ich schon zu alt bin meine Mutterinstinkte starben mit meinem Kindern, aus diesen Grund stellen Koboldweibchen den Geruch von sich aus ein“, Tausendschön blickte zu ihren Jünglingen und begann zu lächeln“, euch habe ich zu spät gefunden doch ohne euch wäre ich vereinsamt.“
„Ohne dich wären wir gestorben“, erwiderte Siebenpunkt zum Dank.
„Wir sollten uns auf den Weg machen es riecht nach Ärger“, Feuerkopf sah in die Richtung aus der Neunauges Geruch kam.
Mit einem Affenzahn rannten die zwei Kobolde durch den Wald zu ihrem Baum in der Hoffnung auf Neunauge anzutreffen. Feuerkopf sprang in ihr Nest und durchsuchte es von oben nach unten.  Siebenpunkt suchte am Boden nach ihrer Fährte.
„Was wenn der Weise sie hat, der wird sein blaues Wunder erleben“, knurrte Feuerkopf und sah dabei auf das Bild von Neunauge und Mia“, ich verspreche es dir, Neunauge.“
„Feuerkopf! Ich habe ihre Spur!“, rief Siebenpunkt ihm zu.
„Worauf warten wir noch?“, Feuerkopf schnüffelte selbst an der Stelle wo Neunauge gesessen hatte.
„Es riecht als wäre jemand bei ihr, ich weiß nur nicht wer dieser Jemand ist“, erklärte Siebenpunkt seinem Freund.
„Mir ist egal wer er ist, wenn ich ihn in die Pfoten bekomme dann hat seine letzte Stunde geschlagen“, rief Feuerkopf in den Wald.
„Es sind keine Sumpfratten die würden anders riechen“, sprach Siebenpunkt.
„Worauf warten wir noch?“, Feuerkopf rannte los“, komm schon, Siebenpunkt.“
Beide Kobolde rannten so schnell sie konnten in der Hoffnung ihre Freundin und die Fremden einzuholen.
*Sicht von Neunauge*
Neunauge befand sie in der von den Fremden Kobolden, diese brachten sie aus dem Wald, in den Sumpf und machten eine kurze Rast.
„Ich hab euch noch nie gesehen, gehört ihr zu den Sumpfratten?“, fragte Neunauge neugierig.
„Sumpfratten? keine Ahnung was du damit meinst“, sagte einer der Fremden Kobolde.
„Sumpfratten, das wären wir!“, knurrte der Anführer der Sumpfratten“, ihr seid in meinen Gebiet und wagt es ein Weibchen auf das ich Anspruch erhebe mitzunehmen, dass werdet ihr bereuen!“
„Schön das ich auch mal gefragt werde“, erwiderte Neunauge“, da ihr gerade beschäftigt seid kann ich ja gehen.“
Neunauge lief davon obwohl ihr Instinkt sagte, dass sie umkehren sollte, sie hatte genug von allem, sie wollte nicht mitgenommen werden, sie wollte einfach nur nach Hause zurück.
*Sicht vom Weißen*
„Ihr vertreibt die Fremden, ich werde mich persönlich um den Baumkraxler kümmern“, rief der Weiße und rannte Neunauge hinterher.
Der Weiße rannte Neunauges Geruch nach und rief seinen Freund Schwarzflügel zu sich.
„ Los such sie und führe mich zu ihr“, gab er ihn den Befehl.
Der Weiße wusste das er sie finden würde es war nur eine Frage der Zeit den sie rannte in die falsche Richtung nicht in den Wald sondern noch tiefer in den Sumpf hinein. Bald würde sie sich ausruhen da sie sich verlaufen hatte und darauf wartete musste er nur noch warten.
*Sicht von Neunauge*
„Puhl, endlich weit genug weg, es ist dunkel ich werde mir ein Nachtlager suchen“, ihr Glück war es das ein leerer Baumstumpf in der Nähe war.
„Jetzt brauch ich nur noch ein paar weiche Sachen und dann schlafe ich gleich viel besser“, sie ging noch mal aus der Höhle und suchte sich ein paar Federn und weiches Moos zusammen. Sie bemerkte einen Schatten auf den Boden und sah in den Himmel.
„Oh nein Blattgesicht“, Neunauge lies alles fallen und rannte in den Baumstumpf zurück. Doch Plattgesicht blieb Hartnäckig und wartete vor den Eingang der Höhle.
„Du wirst bestimmt die Interesse an mir verlieren“, hoffte Neunauge.
*Sicht von Siebenpunkt und Feuerkopf*
„Na los komm schon Siebenpunkt“, Feuerkopf ging so schnell er konnte.
„Jetzt warte Feuerkopf, wir holen sie heute nicht mehr ein“, Siebenpunkt sprach das aus was Feuerkopf nicht hören wollte“, wir warten auf Morgen ab, es bringt uns nichts wir werden uns bloß verlaufen und dann sind wir Neunauge keine Große Hilfe.“
Feuerkopf wusste das sein Freund recht hatte und seufzte:“ Meinetwegen, aber Morgen gehen wir bei Sonnenaufgang los.“ Sie fanden ein Dornengebüsch und legten sich hin.
„Ich werde dich da rausholen, Neunauge, ich verspreche es dir“, murmelte Feuerkopf und schlief auch gleich ein.
*Sicht von den Weißen*
„Na endlich hast du sie gefunden?“, fragte der Weiße Schwarzflügel.
Krah, krah
„Ah ich verstehe, du hast ihre Freunde gesehen“, der Weiße beeilte sich um schneller zu den Baumkraxler-Weibchen zu kommen“, komm nachher zu mir in mein Versteck, da bekommst du etwas.“ Er machte sich auf den Weg und lies Schwarzflügel hinter sich. Er fand Neunauges Versteck und Plattgesicht war noch immer vor dem Eingang.
„Grrr, verschwinde du Federratte“, knurrte der Weiße und stürzte sich auf Plattgesicht. Er biss die Eule in den Rücken und riss ihr ein paar Federn aus. Plattgesicht schlug wie wild mit dem Flügel und versuchte den Angreifer abzuschütteln, doch dieser lies nicht locker und hielt solange an den Vogel fest bis dieser einen Schrei ausstieß. Der Weiße sprang von seinen Rücken hinunter und Plattgesicht flog davon.
*Sicht von Neunauge*
„Der Weiße hat mit Plattgesicht gekämpft und ihn vertrieben, er ist wirklich mutig“, Neunauge hatte den ganzen Kampf beobachtet und war mehr als nur beeindruckt. Doch sie blieb in ihrem Versteck den sie wollte nicht das der Weiße sie fand. Doch es schien so als wusste er bereits wo sie war. Er kam zu ihr rein und sah sie lange an.
„Was willst du hier?“, fragte sie ihm.
„Als würdest du das nicht wissen, kleiner Baumkraxler“, antwortete der weiße und holte die Federn die er Plattgesicht ausgerissen hatte.
Neunauge drängte sich in eine Ecke und versuchte sich klein zu machen.
„Keine Angst, ich werde dir nichts tun“, sprach der Weiße verständnisvoll.
„Woher weiß ich, dass du nicht lügst? Du wolltest mir und meinen Freunden immer etwas antun“, sagte Neunauge entschlossen, sie wollte nicht das der Weiße ihre Angst spürte.
„Vergiss das, ich will dich und du wirst dich mir wohl fügen, früher oder später“, sprach der Weiße während er sich sein Nest machte.
„Wieso sollte ich mich zu dir hingezogen fühlen?“, knurrte Neunauge.
Als der Weiße sein Nest fertig hatte sah er ihr in die Augen:“ Mir scheint es so als würdest du dich nicht auskennen.“
Neunauge nickte und setzte sich, sie hoffte er würde ihr so viel wie möglich erklären. Als der Weiße sah das sie sich nicht auskannte, setzte er sich zu ihr und begann ihr zu erzählen:“ Du bist rollig, das bedeutet du verströmst eine Geruch und lockst damit, Koboldmännchen an.“
„Deshalb rieche ich heute so merkwürdig, ich dachte schon ich hätte mich in irgendwas gewälzt“, sprach sie erleichtert.
„Da du noch sehr jung bist erkläre ich dir einfach mal wie es weitergeht, du wirst die ersten paar Tage genug Männchen anlocken, diese kommen von Überall und nur der stärkste wird sich mit die Paaren“, Neunauge legte ihren Kopf schief und sah den Weißen fragend an“, auch mich hat dein Geruch angezogen und ich werde nicht von deiner Seite weichen und alle Männchen vertreiben die sich mir in den Weg stellen.“
„Okay, dass verstehe ich aber was meinst du damit, dass ich mich zu dir hingezogen fühlen werde?“, fragte Sie ihn neugierig.
„Wenn die ersten paar Tage verstrichen sind und du genug Männchen zur Wahl hast wirst du dich entscheiden und die Wahl fällt meisten immer auf das stärkste Männchen“, grinste der Weiße.
„Und das wärst dann du“, vollendete sie seinen Satz.
Er nickte zu Frieden:“ Deine Instinkte werden es dann akzeptieren wir werden uns paaren und eine Gewisse Zeit zusammen bleiben, ob sich dann unsere Wege oder nicht kommt darauf an, wie stark man füreinander Zuneigung empfindet.“
„Aber Feuerkopf und Siebenpunkt sind auch noch da“, sagte Neunauge hoffnungsvoll.
„Sie sind zu jung sie werden deinen Geruch anders interpretieren als Erwachsene Kobolde und sie sind mit dir zusammen groß geworden, da könnte es der Fall sein das du sie nicht als Gefährten akzeptierst“, gähnte der Weiße“, wir sollten schlafen den Rest erkläre ich dir morgen, wenn es dir zu kalt ist, kannst du dich auch zu mir legen.“
Der Weiße schlief mit einen Grinsen im Gesicht ein. Neunauge seufzte und rollte sich zusammen sie konnte nicht fliehen den der Weiße versperrte ihr den Fluchtweg, aber sie wollte den Drang sich zu ihm zu kuscheln auch nicht nachgeben.
Ihre Stimmung war durch das Nachtlager und die Erklärung von den Weißen besser geworden, doch sie hoffte das ihre Freunde sie bald holen würden:“ wie geht es Siebenpunkt und Feuerkopf? Ich mache mir Sorgen um sie. “ Neunauge war zu müde um sich noch weitere Gedanken zu machen und schlief ein.
Die Nacht verlief ruhig doch als sie erwacht, lag sie auf weichem Moos, umgeben von Federn es war wie ein Traum. Sie erschrak kurz, dachte daran dass sie sich vielleicht in der Nacht doch zu dem Weißen gelegt hatte. Nein sie lag noch immer an denselben Platz wo sie eingeschlafen war.
„Er muss gemerkt haben wie sehr ich friere und hat mir die Federn rüber geschoben“, dachte sie sich. Doch der Weiße hatte ihr auch eine Schnur um ihren Bauch gebunden. Sie stand auf und streckte sich, vorsichtig schaute Neunauge aus der Höhle und erblickte ihre Freunde.
*Sicht von Feuerkopf*
Der hitzige kleine Kobold war noch vor Sonnenaufgang los marschiert um Neunauge einzuholen, seinem Freund Siebenpunkt lies er zurück weil er wusste das Siebenpunkt ohne Frühstück nicht weit gehen würde. Aus diesem Grund hatte Feuerkopf seinem ruhigen Freund eine Blattnachricht da gelassen und er hatte auch von Neunauge das Versteck ausfindig gemacht. Zu allem Übel war der Weiße bei Neunauge, dass passte den gereizten Kobold nicht. Feuerkopf sah dass der Weiße Federn in die Baumhöhle trug und eine kleine Efeuranke bei sich hatte. Ohne lange zu überlegen stürzte sich Feuerkopf auf den Weißen und versuchte ihn mit Schlägen, Kratzern und Bissen zu vertreiben. Doch der Weiße war stärker und warf den jungen Kobold einfach von seinem Rücken runter.
„Was willst du Baumkraxler in meinen Sumpf“, fragte der Weiße erzürnt.
„Ich will Neunauge, du kannst sie nicht für dich beanspruchen“, knurrte der kleinere.
„Wenn du sie willst musst du wohl oder übel um sie kämpfen“, lachte der Weiße.
„Wie du willst“, sagte Feuerkopf und sprang auf den größeren Rivalen zu.
Schläge wurden ausgetauscht, Haare wurden ausgerissen, alles war in diesen Kampf erlaubt. Feuerkopf kämpfte so gut er konnte, doch er bekam zu viele Schläge ab und fiel ermüdet zu Boden. Der Weiße stellte sich über ihn und war bereit den letzten Schritt zu tun und ihn zu töten.
„Zu Schade kleiner Baumkraxler, das war‘s wohl du kannst deine Freundin nicht beschützen, deshalb gehört sie nun mir“, lachte der Weiße und setzte seine Zähne an Feuerkopfs Kehle an.
*Sicht von Weißen*
„Endlich einer dieser Baumkraxler weniger, endlich wieder ein ordentlicher Kampf“, dachte er sich und war schon dabei seinen Kontrahenten zu töten.
„Nein! Nicht!“, schrie Neunauge und stieß den Weißen von Feuerkopf weg.
„Was soll das?“, knurrte der Weiße.
„Verschone meinem Freund“, sagte Neunauge legte ihren Kopf auf Feuerkopfs Körper und zeigte den älteren ihren Hals und stieß leise Wimmer Laute aus.
Der Weiße knurrte:“ Wenn du dein Leben lang bei mir bleibst und meine Gefährtin wirst, lasse ich deinen Freund am Leben.“
*Sicht von Neunauge*
>Oh nein, wenn ich mich weigere stirbt Feuerkopf, wenn nicht sehe ich ihn, Siebenpunkt und Tausendschön nie wieder, aber ich habe keine Wahl, ich muss Feuerkopf beschützen, er hat für mich gekämpft<
Neunauge ließ eine Träne los, ihre Gedanken rasten, sie wollte ihren Freund nicht sterben sehen.
„Ich werde deine Gefährtin wenn du versprichst meinen Freunden nie mehr was zu tun“, sagte Neunauge zu den älteren.
„Nein, Neunauge mach das… nicht“, sprach Feuerkopf leise zu ihr.
„Wenn ich es nicht tue tötet er dich“, antwortete sie mit Tränenerfüllter Stimme“, ich will dich nicht verlieren, mein Freund.“
Neunauge legte ihren Kopf auf die Stirn ihres Freundes und Verabschiedete sich so von ihm.
„Sag Siebenpunkt, Tausendschön und Mia das ich sie vermissen werde“, Neunauge schleppte Feuerkopf in die Baumhöhle damit er vor Feinden sicher war.
Sie ging zu den Weißen und rieb ihren Kopf an seiner Brust, ihr wurde schlecht sie hasste sich in diesem Moment, doch sie wusste damit ihr Freund am Leben bleibt hatte sie keine andere Wahl. Der Weiße band das andere Stück der Efeuranke um seinen Arm und ging mit seiner Neuen Gefährtin in seinem Unterschlupf zurück.
*Sicht von Siebenpunkt*
Er war bereits aufgewacht und hatte Feuerkopfs Blattnachricht gelesen, so schnell er konnte machte er sich auf den Weg und vergaß seinen leeren Bauch. Als er Feuerkopf fand war dieser am Ende und konnte kaum noch aufstehen. Siebenpunkt wusste das es keinen Zweck hatte Neunauge weiter nach  zu jagen und so beschloss er eine Trage zu bauen und Feuerkopf nach hause zu bringen. Schweren Herzen sah er in die Richtung in die Neunauge gegangen war, doch er durfte sich nicht zu lange mit der Trauer beschäftigen. Die Wunden von seinem Freund waren einfach zu groß, er legte ihm auf die Trage und zog ihm in die Richtung des Waldes.
*Sicht von Weißen*
>Endlich eine Gefährtin, ich werde ihr beibringen, was sie noch lernen muss und sie wird mich verehren und bei mir bleiben<
Der Weiße schnurrte bei diesen Gedanken, doch er sah auch, das dass junge Koboldmädchen traurig war ihrem Freund zu verlieren. Mit gesenktem Kopf ging sie hinter ihm her, er beschloss einen Umweg zu machen und führte sie an einem seltenen Ort. In jedem Sumpf gibt es einen Ort mit sehr vielen Pflanzen, diese sind meisten grün außer im Winter. Der Weise blieb stehen und sah zu der jüngeren.
„Du wirst hier wohnen“, sagte er zu ihr.
Neunauge sah auf und traute ihren Augen kaum, dieser Ort war so ähnlich wie der Wald und stank nicht so arg wie der Sumpf, es war auch ein kleiner See da von dem sie trinken konnte.
„Wieso bringst du mich hier her?“, fragte sie den älteren.
„Wenn ich dich zu meiner Höhle mitnehmen würde dann würden meine Untertanen versuchen, dich mir streitig zu machen deshalb wohnst du hier“, er machte eine Pause und sah ihr in die Augen“, du wirst dich nicht im Sumpf wohl fühlen und das hier ist die Lösung, kleiner Baumkraxler.“
Neunauge war erleichtert, doch sie wusste nicht was sie mit dieser Freiheit anfangen sollte den sie war allein.
„Zuerst sollten wir deinen Geruch loswerden, sonst kommen noch mehr der anderen her“, sagte der Weiße während er an ihr schnüffelte.
*Sicht von Neunauge*
„Er ist gar nicht so fies, wie er sich immer gibt“, dachte sie sich“, vielleicht hat er auch eine andere Seite, eine die lieb und nett ist.“
Als sie bemerkte, dass er sie los band sprang sie in den See und versuchte sich diesen „Rollig-Geruch“ abzuwaschen.
„Was machst du da?“, fragte der ältere Kobold und ging näher an den See heran.
„Ich bade mich“, antwortete sie ihm und schwamm näher zu dem Rand.
„Igitt, baden schlechter Einfall“, sprach der Weiße angewidert.
„Denkst du“, sagte sie und legte ihre Arme um seinen Hals und zog ihn zu sich ins Wasser.
„Grrr, dumme Idee kleiner Baumkrabbler“, knurrte der größere und begann die kleine Unter zu tauchen. Neunauge wehrte sich und spritzte ihm mit Wasser an, sie lachte vom Herzen als er rauskletterte und eine Wasserbombe machte, denn da kam eine größere Welle auf sie zu und sie wurde auf dieser Welle getragen.
Als es Nachmittig wurde bekamen die beiden Hunger. Der Weiße begann ihr ein paar Maden auszugraben. Als er ein bekanntes Geräusch hörte. Neunauge rannte so schnell wie möglich in ein Versteck. Der Weiße warf zwei Maden zu Schwarzflügel und sagte etwas zu ihm, der Vogel flog weg.
„Was hast du ihm gesagt?“, fragte sie ihrem Gefährten.
„Er wird dich hier bewachen, falls andere kommen und dich mitnehmen  wollen“, sprach der Weiße ruhig“, du musst keine Angst haben, er wird dich nicht fressen.“
Neunauge nickte und schaute traurig auf den See hinaus.
„Was ist los kleine Kraxlerin?“, der Weiße wusste was ihr fehlte doch er wollte es von ihr hören.
„Ich mache mir Sorgen um Feuerkopf und Siebenpunkt“, Neunauge ließ eine Träne los normalerweise weinte sie nicht doch alles war auf einmal anders. Sie wurde von ihrem Freunden getrennt, doch sie hatte sich von ganz allein dazu entschieden. Sie bekam einen Unterschlupf und durfte sich frei bewegen. Doch ihre Freunde fehlten ihr einfach. Der Weiße schob ihr ein paarMaden rüber damit sie diese aß.
*Sicht von Siebenpunkt und Tausendschön*
Siebenpunkt bat die Tiere des Waldes ihm beim tragen von Feuerkopf zu helfen. Durch ihre Hilfe erreichten sie die Höhle von Tausendschön schneller. Tausendschön wartete bereits mit der Medizin auf ihre beiden Schützlinge. Sie war erleichtert dass nichts Schlimmeres passiert war. Eine Spinne die sich den Kampf angesehen hatte und Siebenpunkt helfen wollte, erklärte den beiden wie der Kampf abgelaufen war. Sie erfuhren von Neunauges versprechen und von Feuerkopf tapferen wenn auch unüberlegten Versuch sie zu retten.
*Sicht von Feuerkopf*
>Erniedrig von einer Sumpfratte und Neunauge bleibt sogar noch bei ihm, der Anführer der stinkenden Sumpfbrut< Er brachte seine Gedanken zu Ende und machte die Augen zu das was er träumte war schrecklicher als das was er erlebt hatte.
„Grrr, Neunauge ich hole dich zurück“, sprach er zu sich selbst und war im Begriff wieder zurück in den Sumpf zu marschieren.
„Was wäre wenn Neunauge bei dem Anführer der Sumpfratten bleiben will?“, fragte Tausendschön, den Verletzten.
„Das glaube ich nicht“, sagte Feuerkopf sicher“, sie gehört zu uns.“
„Sie ging das Versprechen ein, der Willeeine Partnerschaft mit ihm einzugehen wird wachsen“, Tausendschön sah den Jüngling in die Augen“, sie wird sich den ganzen fügen und du weißt das es für sie kein zurück mehr gibt.“
Feuerkopf drehte sich weg und verschwand in die tiefen der Nacht. Er durchwanderte den Wald der ihn so vertraut war, lies alle zurück die er kannte nur um einer Freundin hinterher zu Jagen die ziemlich merkwürdige Sachen machte, wie die Freundschaft zu einem Grässling oder wie nannte sie es doch gleich tanzen? Endlich war er an der Grenze zum Sumpfgebiet angekommen und suchte den Geruch von Neunauge, es dauerte eine ganze Weile, dennoch schaffte er es die verschiedenen Gerüche zu entwirren.
*Sicht von Neunauge*
Sie gab den Weißen keine Antwort, einfach weil sie nicht reden wollte. Er zog sie am Arm und brachte sie zu einer Schlammgrube. Der Weiße legte sich hinein und genoss sein Schlammbad. Neunauge wusste nicht was sie damit anfangen sollte, immerhin hatte sie doch gerade gebadet. Sie stand unschlüssig bei den Schlammbecken und wusste nicht ob sie hinein gehen sollte oder nicht.
„Komm schon, Baumkraxler, sonst lockst du nur noch mehr Rivalen an und ich habe heute bereits genug gekämpft“, murmelte der Weiße.
„Du meinst der „Rollig-Geruch verschwindet?“, fragte sie ungläubig nach.
„Nicht ganz er wird nur überdeckt die Flöhe verschwinden dafür“, der Weiße genoss die Stille mit seiner neuen Partnerin.
>Na ja, dann wäre ich meine Flöhe los und der Geruch wäre auch nicht mehr so schlimm<, sprach Neunauge zu sich selbst. Sie tauchte vorsichtig den Fuß in das Schlammbecken hinein und war noch ganz unschlüssig ob sie ganz reingehen sollte oder lieber nicht. Der Weiße ergriff die Möglichkeit und stand auf, er nahm ihre Arme und zog Neunauge an sich. Neunauge war verwirrt genug, doch diese Unfreiwillige Umarmung tat ganz gut, sie begann die Umarmung langsam zu erwidern. Der Weiße setzte sich wieder und gewährte Neunauge, dass sie auf seinem Schoß saß. Sie legte ihren Kopf an seinem Körper und hörte nur noch seinen Herzschlag, seine ruhige Atmung und spürte wie er ihr sanft durch die Haare strich.