Ich lieb dich nicht und du liebst mich nicht !

GeschichteDrama, Romanze / P18
Felix Brummer / Kummer OC (Own Character) Till Brummer / Kummer
28.12.2014
09.07.2019
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Ich erwache, als sich jemand neben mir bewegt. Die Decke bewegt sich und ich spüre wie meine Füße kalt werden. Grummelnd versuche ich die Decke wieder über mich zu ziehen, die Augen weiterhin geschlossen.
Doch fast sofort ist die Decke wieder weg. Diesmal ganz. Ich öffne die Augen und sehe beleidigt zu dem Mädchen auf, dass sich gerade ihr Schlafshirt über den Kopf zieht. Sie trägt nun nur einen Spitzenbh und ein knappes Höschen. Jetzt gefällt mir der frühe morgen schon etwas besser. Ihre langen, braunen Haare fallen ungebändigt bis auf ihren Rücken hinunter. Sie sieht einfach gut aus.
Mit einer schnellen Bewegung, die ich mir selbst so früh am Morgen nicht zugetraut hätte, ziehe ich sie wieder zu mir ins Bett. Ich weiß, sie will etwas sagen, als sie auf mir landet, doch ich unterbreche sie sofort mit einem Kuss. Meine Zunge schiebt sich in ihren Mund und ich drücke mich gegen sie. Schon spüre ich, wie das Blut in meine Körpermitte gepumpt wird und mein kleiner Freund an Größe gewinnt.
"Felix ...", ihre Stimme ist etwas zwischen einem Stöhnen und seufzen. "Wir müssen los. Ich hab Uni und du.."
Weiter lasse ich sie nicht kommen. Wieder küsse ich sie leidenschaftlich und schiebe eine Hand zwischen ihre Oberschenkel. Kurz versucht sie sich aufzurichten, doch, als ich ihr Höschen beiseite schiebe und beginne sie mit der Hand zu verwöhnen stöhnt sie leicht auf und ich weiß, dass ich gewonnen hab. Ich küsse ihren Hals, knabber ein wenig, vielleicht auch ein bisschen viel. Als sie mir die Boxershort über meinen steifen Penis zieht, stöhne ich. Ich liege nackt unter ihr. Sie beginnt meinen Körper zu küssen, spielt kurz mit ihrer Zunge an meinen Brustwarzen und küsst dann hinab zu meinem Bauchnabel. Ich Winde mich leicht und mein Atem geht flacher. Offensichtlich hat sie jegliches Zeitgefühl verloren. Als sie mein Glied in den Mund nimmt ziehe ich scharf Luft ein. Sie lässt ihre Zunge um meine Eichel Kreisen, was sich verdammt gut anfühlt und ich stöhne wieder. Ich werde eigentlich gerne von einem Blow Job geweckt, doch heute Morgen will ich mehr. Ich ziehe sie zu mir hoch und drehe uns so, dass ich nun auf ihr liege. Schnell öffne ich ihren BH, beginne ihre Brüste zu küssen und dann in einer schnellen Bewegung, die uns beide aufstöhnen lässt dringe ich in sie ein.
"Felix ich hasse dich!"
Etwas später wuselt sie durch mein Zimmer und sucht ihre Sachen zusammen, sehr bemüht wütend auf mich zu sein.
"Ich komme viel zu spät"
"Schatz, du kommst auch zu spät, wenn ich dich nicht verführe"
Ein Kissen trifft mich am Kopf. Ich liege in die Decke eingewickelt im Bett und betrachte sie belustigt.
"Wolltest du nicht früh ins Studio ?"
Oh fuck ! Das hatte ich ja total vergessen. Schnell springe ich auf und beginne mich anzuziehen. Jetzt lacht sie.
"Du bist echt schrecklich. Ich weiß gar nicht weshalb ich dich eigentlich liebe"
Ich brumme etwas und gebe ihr dann einen schnellen Kuss.
"Ich liebe dich auch"

Wenig später bin ich auf der Straße. Es ist Anfang Dezember und kalt. Ich bin eingepackt in einen Wintermantel und einen Schal auf dem Weg zum Bäcker. Wenn ich schon zu spät bin kann ich wenigstens Frühstück mitbringen. In Gedanken bin ich immer noch bei diesem Morgen. Jen und ich sind bald schon zwei Jahre zusammen. Es läuft alles gut und ich war lange nicht mehr so glücklich. Als wir uns damals kennen gelernt hatten hätte ich jedoch nie damit gerechnet. Meine letzte Beziehung war zwar schon eine Weile her, hatte mich jedoch sehr geprägt und sobald eine Frau mir mit dem Wort Beziehung oder ähnlich bindenden Worten kam war ich schneller weg, als der Blitz. Ich wollte nur meinen Spaß, Liebe brauchte ich nicht. Dafür war ich zu sehr verletzt worden. Von ihr. Bevor meine Gedanken weiter in dunklere Erinnerungen abdriften können, denke ich an das erste Treffen mit Jen. Wir lernten uns kennen, auf dem Geburtstag eines Freundes, welcher mit ihr zusammen studiert. Zuerst gefiel sie mir rein optisch, doch schon als wir mit einander Sprachen war da irgendwie mehr. Ich glaube sie war das erste Mädchen seit Monaten, mit der ich nicht sofort im Bett landete. Am Ende des Abends tauschten wir sogar Nummern aus und trafen uns schon zwei Tage später wieder. Schnell kamen wir uns näher und aus uns wurde ein Paar. All die Trauer, die ich einmal empfunden habe, war vergessen.
So in Gedanken achte ich kaum auf meine Umgebung. Fast wäre ich am Bäcker vorbei gelaufen und als ich auf dem Absatz kehrt mache um in den Laden zu treten fast in die junge Frau hinein gerannt, die gerade den Laden verlässt.
"Oh tut mir leid" sagen wir beide im selben Moment. Ich schaue hoch - mein Atem stockt. Das kann nicht sein. Es dauert nicht lange und sie hat auch mich erkannt.
"Marie ?" Mehr als ihren Namen bringe ich nicht heraus. Nie hätte ich gedacht, sie noch einmal wieder zu sehen.
"Felix hi" sie lächelt. Ja, sie scheint sich wirklich über das ungeplante Wiedersehen zu freuen. Ich weiß nicht was ich davon halte, aber mein Magen krampft sich unangenehm zusammen.
"Ehm hey. Was machst du denn hier ?"
"Brötchen holen. Das ist doch immer noch der beste Bäcker in Chemnitz oder ?" Sie lacht. Verdammt, wie ich diese Stimme doch vermisst habe. Für den Gedanken würde ich mich am liebsten schlagen. Sie hat sich kaum verändert. Trotz der Tatsache, dass fast vier Jahre vergangen sind, seit sie weg gegangen ist. Sie ist wunderschön. Sie hat immer noch diese naturroten Haare, die über ihre Schultern fallen. Heute trägt sie die Haare glatt, doch ich weiß, das sie eigentlich locken hat. Aus grünen Augen schaut sie mich an und ihr Blick ist genauso eindringlich wie früher. Ich würde mich am liebsten einfach umdrehen und gehen, doch ich bin wie gebannt von ihr ... Und das nach noch vier Jahren.
"Ja, schon. Aber solltest du nicht in Amerika sein ?"
Ihr Blick nimmt einen seltsamen Ausdruck an.
"Ach, mit Amerika bin ich durch. Lange Geschichte .. Du ich hab auch nicht viel Zeit, Louise wartet auf mich. Wollen wir uns nicht einfach mal auf nen Kaffee treffen ? Ich erzähl dir dann alles"
Ich zögere. Natürlich will ich wissen, warum sie wieder hier ist. Jedoch, bin ich sicher, dass ich mich nicht mit ihr treffen sollte. Oder ?
"Klar, wann hast du Zeit ?"
"Morgen Mittag ? So gegen zwei ?"
Ich überlege kurz. Jen hat da Uni, ich hab frei.
"Klingt gut, wo ?"
"Da in dem Café von früher ?"
Ich weiß was sie meint und nicke. Wir verabschieden uns und sie geht gut gelaunt davon. Ich bleibe bestimmt noch fünf Minuten regungslos vor dem Bäckergebäude stehen. Wow. Das kann doch alles nur ein schlechter Scherz sein.
Ohne Brötchen gehe ich weiter zum Studio. Frühstück habe ich vollkommen vergessen. Marie ist wieder hier. Warum ? Ich bin vollkommen von der Rolle. Als ich im Studio ankomme warten alle schon auf mich.
"Eh, wo sind die versprochenen Brötchen ?", begrüßt mich mein Bruder. Ich zucke mit den Schultern, gehe zum Kühlschrank und hol mir ein Bier. Am frühen Morgen.
"Felix, was ist los ?"
Verdammt, gute Freunde kennen mich einfach zu gut.
"Marie ist wieder da"
Mehr bringe ich nicht raus. Meine Gedanken kreisen in der Vergangenheit. Ich nehme einen tiefen Schluck vom Bier. Die Jungs tauschen ein paar Blicke.
"Moment, deine Marie ?"
"Es ist nicht meine Marie, aber ja. Marie, Marie. Die Marie"
Und dann fangen alle drei an auf mich einzureden. Allen voran mein kleiner Bruder. Irgendetwas läuft hier falsch. Eigentlich sollte ich ihm Mädchenrat geben und nicht er mir.
"Felix vergiss es einfach. Geh ihr aus dem Weg"
"Genau, Marie ist es nicht wert und du hast Jen"
"Geh dem Teufelsding einfach aus dem Weg, die Haut sicher bald wieder ab"
Wow, ich hatte damals gedacht ich hasse Marie, aber meine werten Bandkollegen stehen mir wohl in nichts nach. Mit dem Unterschied, dass mein Hass in den Jahren abgeflacht ist und ich jetzt hier sitze und keine Ahnung habe, was eigentlich da heute morgen passiert ist. Ich erzähle ihnen jedoch nichts von dem geplanten Treffen. Schnell versuche ich das Thema abzuschütteln und wir beginnen mit der Probe.
Am Ende wird die Probe auch noch ganz lustig, nicht zuletzt weil Steffen und Karl permanent rumblödeln und Jen nach der Uni mit Kaffee vorbei kommt, jedoch schweifen meine Gedanken immer wieder ab und ich bin froh, dass es offensichtlich niemandem auffällt.
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