Riley x Beck

von Saferiel
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Denver Beck Justine Armando Meister Stewart Peter King Riley Blackthorne
28.12.2014
25.12.2016
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28.12.2014 1.488
 
Immer wieder das Gleiche. Entnervt seufzend hob Riley ihren Rucksack auf, der dank dem echt ekligen Dämon dritten Grades, den sie gerade außer Gefecht gesetzt hatte im Schlamm lag. Beck stand wenige Meter entfernt, er lehnte mit vor der Brust verschränkten Armen an einer Betonsäule und beobachtete das Geschehen.
Erneut seufzend klopfte Riley den Dreck von ihrem Rucksack und ging in seine Richtung.
„Erledigst du den Rest?“, fragte sie müde.
„Na klar setzt dich schon mal in den Truck.“
Langsam tat sie wie geheißen, sobald sie im Wagen saß lehnte sie ihre Stirn an die kühle Scheibe und schloss die Augen.
„Hey, ist alles in Ordnung Mädel?“
Als sie sich umdrehte bemerkte sie, dass Beck sich bereits auf dem Fahrersitz niedergelassen hatte und sie besorgt musterte.
„Ähm ja klar, alles gut bin nur etwas müde, sonst alles bestens.“ Wenn man von den andauernden Albträumen absieht.
Schon seit einiger Zeit waren ihre Albträume schlimmer und schlimmer geworden. Ein Krieg in der Hölle war Schauplatz dieser Träume, Dämonen töteten alle die ihr etwas bedeuteten und sie, sie konnte nichts tun da ihre Seele der Hölle gehörte und sie bei dem Massaker zusehen ließ.
Beck runzelte die Stirn, fragte jedoch nicht weiter, stattdessen setzte der den Truck in Bewegung und fuhr in Richtung von Stewarts Anwesen, wo sie immer noch auf Anweisung des Vatikans wohnte.
Die Fahrt verlief zum größten Teil schweigend, leider denn Beck hatte dank dieser vermaledeiten Schreibertussi, Justine erneut eine Mauer zwischen ihnen aufgebaut. Und diese wollte sich einfach nicht wieder einreißen lassen egal wie sehr Riley es versuchte. Er wollte sie –wie immer- vor irgendetwas beschützen, dass in seiner Vergangenheit lauerte, was das allerdings war wollte er ihr keines Falls verraten egal wie oft sie danach fragte.
Vor ihrem neuen zu Hause hielt Beck an und sie sah zu ihm rüber.
„Stewart will uns übrigens beide sprechen es geht um eine Versammlung morgen.“
Schön das man mir so was immer so früh sagt.
„Würde es euch umbringen wenn ihr mir solche Informationen ein wenig früher geben würdet?“, fragte Riley kopfschüttelnd.
„Nun weißt du es also wo liegt das Problem?“, knurrte Beck, jede Sorge die er vorhin noch gehabt haben mochte war aus seiner Stimme verschwunden und er war wieder der gute alte Mistkerl.
„Das Problem liegt darin das ich immer alles als Letzte erfahre.“, schoss Riley gereizt zurück.
„Mach kein Drama draus, Mädel.“ Mädel.
Vor kurzem war es noch Frau gewesen und vor kurzem hatte er sie auch noch geküsst, doch das hatte er nun alles verworfen.
Beck stieg aus dem Wagen und ging mit langen Schritten auf das Haus zu. Leise über seine Sturheit fluchend folgte die Dämonenfängerin ihm ins Innere des Anwesens. In der Küche saßen bereits Meister Harper und Meister Stewart, vor ihnen auf dem Tisch fand sich eine Menge leckeren Essens. Riley spürte wie ihr das Wasser im Mund zusammen lief und sie setze sich mit einem „Hallo“, an den Tisch und sah sehnsüchtig auf den Teller den Stewarts Haushälterin vor ihr auf den Tisch stellte.
„Guten Morgen Riley“, sagte Stewart und lächelte sie freundlich an.
„Blag“, war die freundliche Begrüßung von Meister Harper.
Nett wie immer.
„Ich hab gehört es soll etwas für morgen besprochen werden?“, mit einem Seitenblick auf Beck nahm sie ihre Gabel in die Hand.
„Es geht um die Versammlung,  die Zusammenarbeit zwischen den Fängern und den Jägern. Wie du weißt haben die Aktivitäten der Dämonen sich nicht verringert. Weder wir noch die Jäger können dieser Zahl an überdurchschnittlich starken Dämonen alleine standhalten, deshalb sollen wir nun Konditionen aushandeln um einfacher mit einander arbeiten zu können. Du sollst auch dabei sein und wir wollen dich vorbereiten, da du als du das letzte Mal einer solchen beiwohntest… sagen wir mal einiges schief ging.“
Bei Stewarts Worten sah Beck sie mit hoch gezogenen Augenbrauen an.
„Du meinst wohl es war ein totales Massaker“, Harper sprach das aus was alle zu denken schienen.
Riley schnaubte nur, sie war schließlich nicht Schuld an dem ganzen Schlamassel, außerdem ließ sich jetzt ohnehin nichts mehr ändern.
„Und was wird von mir erwartet?“
Beck lehnte sich in seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust „ Nicht viel eigentlich du sollst nur da sitzen wie ein liebes kleines Mädchen. Man möchte dich sehen aber nicht hören.“
„Oh das Mittelalter lässt grüßen“, murmelte die Dämonenfängerin.
Es war schon nicht leicht das einzige Mädchen in einer Horde aus testosterongesteuerten Männern zu sein. Sie war eine gute Dämonenfängerin und das wussten diese Männer auch, aber in letzter Zeit zog sie den Ärger wirklich magisch an. Sowohl Himmel als auch Hölle beanspruchten einen Gefallen von ihr, nicht unbedingt das was einem hilft ein ruhiges Leben zu führen.
„Tu einfach was dir gesagt wird, Blag“, war Harpers Antwort.
„Meinetwegen.“
Riley schob sich eine Gabel voll wunderbarer Nudeln in ihren Mund. Endlich. Wobei Nudeln zum Frühstück vielleicht nicht grade das normalste waren, aber hey was war in ihrem Leben schon normal. Glücklich schlang sie ihre Nudeln weiter, während die beiden Meister und Beck sich angeregt darüber unterhielten wie schwierig die Regeln des Vatikans es machen würden Kompromisse zu schließen.
Doch Riley war das grade egal, sie hatte eigene Sorgen, die immer wiederkehrenden Albträume zum Beispiel oder auch die Distanz, die Beck aufbaute machten ihr ziemlich zu schaffen und sie wusste nicht wirklich wie sie eins der beiden Probleme anpacken sollte.
Sie schaute zu Beck rüber und bemerkte das auch er sie musterte, das widersprach seinen Behauptungen sich für sie nur als Pauls Tochter zu interessieren, aber das würde er natürlich nicht als Argument gelten lassen, genauso wenig wie die flüchtigen Berührungen die er sich und ihr ab und zu gestattete.
Er wendete seinen Blick ab und vertiefte sich wieder in das Gespräch mit den Meistern. Schlagartig war Rileys Appetit vergangen, sie stand auf  und ging hoch in ihr Zimmer.
Manchmal vermisste sie ihre Wohnung, aber gleichzeitig genoss sie die Tatsache hier nicht so alleine sein zu müssen und ihre Wohnung konnte sie ja immer mal besuchen. Abgesehen davon hatte sie natürlich auch gar keine Wahl, denn sollte sie sich der Obhut von Meister Stewart entziehen, würden sowohl sie als auch er die Konsequenzen tragen müssen. Und sie wollte nicht wissen wie der Heilige Stuhl diese gestalten würde. In ihrem Zimmer angekommen warf Riley sich stöhnend auf ihr Bett, sie wollte nichts mehr als eine ruhige Nacht, durchschlafen ganz ohne Träume, nur Ruhe, süße Ruhe.
Es klopfte an der Tür, erneut stöhnend drückte Riley das Gesicht ins Kissen und rief dabei ein ‚Herein‘, rührte sich allerdings keinen Zentimeter als die Tür sich öffnete und jemand über ihrem Bett stand.
„Wirst du mir freiwillig sagen was dich bedrückt oder muss ich dich zwingen es mir zu sagen?“ Becks stimme war so wohltuend wie immer und sie war getränkt mit Sorge, Sorge wie man sie nicht nur der Tochter eines engen Freundes entgegenbrachte sondern solche die zeigte wie viel sie ihm bedeutete.
Riley schaute auf und sah Becks Gesicht, die Härte die es schon seit Wochen hatte war nun verschwunden, sein Gemütszustand stand in seinen Augen geschrieben. Sie streckte die Hand nach ihm aus und legte sie gegen seine Wange, er schmiegte sich tiefer in die Berührung. Von wegen der Kuss hatte nichts bedeutet.
„Du machst dir also sorgen?“
„Natürlich tue ich das, was denkst du denn, Mädel?“ Er runzelte die Stirn. „Was ist los, ich kann dir nicht helfen wenn ich nicht weiß was los ist.“
Riley sah ihm in die Augen, sie wollte nichts mehr als sich in seine Arme zu werfen und von ihm zu hören, dass alles wieder gut wurde, doch er würde sie von sich stoßen wie er es so oft tat.
„Es ist alles so…was verheimlichst du. Was ist der Grund, warum ziehst du mich erst an dich und stößt mich dann wieder weg? Warum?“ Das letzte Wort war nur noch ein Flüstern.
Der Ausdruck auf Becks Gesicht wurde leidend. „Ich möchte dich doch nur beschützen, versteh doch ich bin nicht gut genug für dich. Der Artikel…wenn du erfährst wie ich wirklich bin, du wirst mich hassen. Für Abschaum halten. Dann wirst du verstehen, dass ich nicht gut genug für dich bin. Quäl mich nicht, bitte ich will dich doch nur beschützen.“
Riley sah ihn vehement den Kopf schüttelnd an. „Nein. Nein, Beck! Tu das nicht mach dich nicht immer schlecht. Du weißt ich würde dich nie hassen. Sag mir doch einfach was los ist, ich werde immer für dich da sein. Ich bin kein Kind, das man vor allem beschützen muss und das weißt du. Bitte Beck.“
Dieses ‚Bitte Beck‘ gab ihm den Rest, er wollte sie nicht ausschließen, im Gegenteil er wollte dieses sture, herzliche wundervolle Mädchen -Nein diese Frau- eigentlich nur in den Arm nehmen und küssen.
„Beck?“



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So das war nun das 1. Kapitel meiner 1. FF ich hoffe es hat euch gefallen und ich entschuldige mich im Voraus für Rechtschreibfehler ich versuche drauf zu achten :)
Es geht bald weiter :)
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