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GΛMΞS

von Pacho
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteThriller, Angst / P18 / Het
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
27.12.2014
23.11.2021
22
26.355
5
Alle Kapitel
51 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
28.03.2015 1.826
 
Hey :D

Sorry dass es mal wieder etwas länger gedauert hat, aber so ein Kapitel braucht eben seine Zeit.

Aber jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen... Ach ja, ich würde mir schon mal Taschentücher bereit legen, es könnte traurig werden ;)

LG


Danke für die tollen Reviews an:

MrsIrwin  ♥♥♥
AnuschaG  ♥♥♥
Kitty Sunshine  ♥♥♥
BloodyAngel00  ♥♥♥

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~Likas Sicht~




Hier im Verletztenlager war gerade die Hölle los. Mehrere, mir unbekannte Leute, rannten hin und her, hatten beinahe schon Panik. Ich schätze, heute würde wieder jemand sterben, an irgendeiner Verletzung die unsere „Ärzte“ übersehen haben.

Mir ist klar, dass das hier das Ende ist. Als ob wir irgendwelche Chancen hätten, das hier zu überlegen. Wir sind auf einer Insel, kein Mensch außer wir Überlebenden sind hier, es gibt kaum Nahrung, wir sind dreckig und verletzt… Wenn wir Pech haben, entzünden sich unsere Wunden, bevor wir durch irgendwelche Tierangriffe sterben oder einfach Verhungern. Fragt sich nur was der schönste Tod von allem ist.

„Shiri, komm her. Ich brauche dich hier!“, ertönte die Stimme unseres „Oberarztes“ Ian, der hier ja immer alles im Griff zu haben scheint. Die Dunkelhaarige mit den blonden Strähnchen war nach Ians Ausruf sofort zur Stelle und sprintete geradewegs an mir vorbei. Welche arme Sau jetzt wohl sterben würde?

„Michael, Harry, helft mir!“, schrie wieder jemand, dessen Stimme ich nicht erkennen konnte. Ich konnte auch denjenigen entdecken, da zu viel los war um irgendetwas zu erkennen. Sofort kamen die zwei Jungs aus den berühmten Boybands angerannt und waren dann auch schon hinter weiteren Personen verschwunden.

Ich humpelte etwas näher, was mir mein Bein nicht gerade erleichterte. Vorher mussten mir schöne, kleine Metallstücken aus dem Fuß geholt werden und es war ein wundervolles Gefühl. Es hat sich so toll angefühlt, dass es besser gar nicht mehr sein kann. Vor allem ohne jegliche Betäubung ist das ein Erlebnis, dass ich am liebsten in den Ferien wiederholen würde… NIEMALS!!! Mein Bein blutet als hätte man es mir abgehackt. Nicht mal einen Verband wurde mir angelegt, da diese ja für die Schwerverletzten benötigt werden. Ich kann nur hoffen dass die Schnittwunden langsam verheilen und es zu Bluten aufhört.

Als ich dann endlich mal bei der Masse, die aus etwa 7-10 Personen bestand, ankam, sag ich die riesige Blutlache auf dem Boden. Zwei Jungen lagen darin, beide sahen bewusstlos aus und ich konnte auf den ersten Blick auch nicht erkennen, von welchem Jungen das viele Blut ausging.

„Tut doch was! Ihr könnt Louis doch nicht sterben lassen!“, schrie der braungelockte Junge Ian an. Dieser Jedoch antwortete gar nicht auf Harry und versuchte den Jungen zu reanimieren. Scheinbar bekam jetzt der nächste besuch vom Sensenmann.
„Ian, er hat keinen Puls mehr“, informierte Shiri und sofort hatten alle einen geschockten Ausdruck anstatt eines panischen, im Gesicht.

Ich sah zu wie sie noch weiter versuchten, den Jungen wieder zum Leben zu erwecken. Louis war Leichenblass, als wäre bereits jegliches Leben aus ihm gewichen, dazu konnte man erkennen, dass sich sein Brustkorb keinen Zentimeter mehr bewegte. Er atmete nicht mehr!

„Verdammt Ian!“ „Es tut mir Leid, Harry“, sagte der angesprochene und ließ von dem Jungen ab. „Es ist vorbei. Ich kann nichts mehr tun.“ Das bedeutete, Louis war tot. Schon wieder waren wir einer weniger. Das wurde wohl langsam zur Tagesordnung.

Während Harry neben dem Toten heulend zu Boden ging, drehte sich Ian zu Niall, der neben Louis lag. Dieser schien geradeso am Leben zu sein, aber ich konnte wetten,  dass er der nächste sein würde, der auf unserem Leichenhaufen seinen Platz fand. Er sah beinahe so schlimm aus wie Louis.

„Tragen wir ihn raus“, sagte Michael mit heißerer und leiser Stimme und legte eine Hand auf Harrys Schulter. „Er verdient es wenigstens vergraben zu werden.“ Harry schien allerdings nicht zu reagieren. Er starrte nur auf seinen leblosen Freund und bewegte sich kein Stück.

„Vom Anstarren wird er auch nicht mehr lebendig“, entfuhr es mir, was dazu veranlasste, dass er seinen Kopf hob und mich ansah. In seinen Augen war ein wütendes Funkeln zu erkennen. Vielleicht war mein Kommentar nicht gerade angebracht, aber es war die Wahrheit und ich sagte eben immer was ich dachte.

„Komm Harry, hör nicht auf sie“, versuchte der Rothaarige Sänger seinen Freund zu beruhigen und brachte ihn sogar zum Aufstehen. Zusammen mit zwei anderen Männern hoben sie Louis hoch und trugen ihn zu den anderen Leichen, um ihn daneben abzulegen.

Ich humpelte rüber zum Lagerfeuer, an dem alle saßen, die nur leicht oder auch gar nicht Verletzt waren. Mit Ausnahme von ein paar Männern, die schon seit einiger Zeit ein Massengrab schaufelten. Man konnte sie von hier aus genau beobachten, was wirklich interessant war. Die Schaufel in die Erde und der Dreck raus, die Schaufel in die Erde und der Dreck raus… Minutenlang ging das so, vielleicht sogar Stunden. Ohne ein Handy oder eine Uhr konnte ich das nicht erkennen.

Etwas hinter mir raschelte. Schnell drehte ich mich um und konnte etwas in den Büschen erkennen. Mein Herzschlag beschleunigte sich automatisch und angestrengt versuchte ich zu erkennen, was da hinten vor sich ging.

Wenige Sekunden später wurde mir meine Frage beantwortet, denn sieben Personen kamen aus den Büschen hervor. Der Suchtrupp für unser Essen war wohl wieder da, aber nach ihren Gesichtern nach, hatten sie wohl nichts gefunden. Hätte mich auch gewundert, schließlich gibt es hier gar nichts!

Alle setzten sich zu uns anderen ans Lagerfeuer. Keiner sagte ein Wort. Es herrschte beinahe totenstille, denn nur noch das gleichmäßige Schaufeln war zu hören. Jedenfalls bis sich noch ein paar andere zu uns gesellten, darunter auch Michael und Harry. Ich sah zu wie die Beiden sich zu ihren Freunden, Calum und Liam – die Namen hatte ich irgendwann mal aufgeschnappt -, setzten. Wahrscheinlich wollten sie nun die schrecklichen Neuigkeiten verkünden. Ich war gespannt wie sie wohl reagieren würden, auch wenn ich es mir eigentlich schon denken konnte.

Ich rutschte etwas näher, damit ich auch alles gut verstand. „Ist das dein Ernst?“ „Ja, er ist tot“, erklärte Harry, und Calum und Liam saßen nur fassungslos da. Die Beiden sahen aus, als wenn für sie gerade eine Welt zusammen gebrochen wäre… Sie sahen eben aus wie Harry vorhin.  

„Luke ist verschwunden“, haute Calum dann auf einmal raus, was mich total überraschte. Und anscheinend nicht nur mich. Damit hätte ich jetzt am wenigsten gerechnet. Dieser Tag wurde ja immer besser.

„Wie verschwunden?“, wollte Michael wissen und sah seinen Bandkumpel an. „Ich weiß nicht genau. Er war auf einmal weg, dann hat man einen Schuss gehört, Luke schreien und dann nichts mehr. Und es war nur noch Blut da, keine Spur von ihm.“

„Vielleicht ein Tierangriff“, mischte ich mich ein und erntete dafür zwei genervte Blicke von dem Rotschopf und dem Lockenköpfchen. „Kannst du uns nicht einfach in Ruhe lassen?“, fragte letzterer. „Es tut mir Leid, dass ich mich nun mal gerne dafür interessiere, was hier vielleicht rumläuft.“ „Das geht dich aber nichts an!“ „Jetzt hört mir mal zu, du Pudel! Es geht mich wohl was an, weil wir alle hier in derselben Scheiße sitzen. Jeder von uns hat das Recht alles zu Erfahren was hier vor sich geht, ebenso ich!“

„Jetzt beruhig dich mal“, meinte Calum, ebenfalls etwas genervt. „Halt du dich da raus!“ „Nein, ich halte mich nicht raus!“ Er sah mir direkt in die Augen. Sein Kiefer spannte sich etwas an, genauso wie sein ganzer Körper. Als mein Blick zu seinen Händen wich, sah ich, dass er diese zu Fäusten geballt hatte. „Ist da wohl jemand wütend?“, provozierte ich ihn mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Es machte mir irgendwie gerade spaß. „Verschwinde einfach!“ „Nein!“

„Lika!“ Ich sah hinter mich. Dort stand Dean und sah mich warnend an. So ein Spaßverderber. „Lass die Vier in Ruhe. Sie mussten heute schon genug durchmachen.“ Genervt stöhnte ich auf. „Meinetwegen!“

„Komm mit, du kannst uns helfen“, meinte unser „Anführer“ und lief los. Augenverdrehend stand ich auf und folge ihm. Ich denke ich war eine der Wenigen, die Dean kein bisschen leiden konnten. Meiner Meinung nach war er nur einer, der hier den Boss raushängen lassen will. Und die Leute folgten ihm und taten alles was er sagt, weil sie eh nichts Besseres zu tun hatten. Würden sie vielleicht nicht so hoffnungslos Verloren fühlen, dann würde sich vielleicht deren Hirn mal einschalten.

Als wir endlich bei dem Leichenhaufen ankamen, sah ich erstmals das große Loch von Nahem. Die Arbeiter waren beinahe fertig mit ausgraben. Alle Fünf sahen verschwitzt, dreckig und vor allem total übermüdet aus. Kein Wunder, schließlich machten sie den ganzen Tag nichts anderes als ein Grab zu Schaufeln und dass mit Händen und Steinen, welche auch nur annähernd eine Form von einer Schaufel aufwiesen.

„Ich will denen aber nicht helfen!“, weigerte ich mich. Die waren doch eh gleich fertig, wozu brauchten sie mich also. „Boah, jetzt mach einfach.“ Dean packte mich bei den Schultern und schob mich an den Rand des Grabens, dann verschwand er wieder.

Augenverdrehend drehte ich mich um und humpelte an dem stinkenden Haufen von Toten vorbei. Dort sah ich einen Jungen auf einem Baumstamm sitzen. Wenn ich mich recht erinnere, saß er schon den ganzen Tag dort und hatte sich nicht einmal wegbewegt. Ich sollte am besten das gleiche machen.

Ich setzte mich also neben den Jungen, der mich daraufhin einige Zeit ansah, dennoch kein Wort von sich gab. „Ist was?“, fragte ich irgendwann, da es dann doch etwas nervig wurde, so angestarrt zu werden. „Nope.“ „Warum starrst du mich dann so an?“, fragte ich und er begann plötzlich zu grinsen. „Warum sollte ich nicht?“ Das war ein Argument. Ich sagte nichts mehr, da mir einfach nichts einfiel.

„Sprachlos?“ Ich sah wieder zu ihm und zog eine Augenbraue hoch. „Vielleicht?“ Jetzt lachte er und auch mir entfuhr eins. Wahrscheinlich war er einer der wenigen Menschen, die ich von Anfang an schon mochte.

„Wie ist dein Name?“, erkundigte er sich. „Lika. deiner?“ „Sag ich nicht!“ „Warum sagst du ihn nicht?“ Jetzt war ich verwirrt. Warum wollte er mir seinen Namen nicht verraten. „Warum sollte ich?“ Wirklich? War das jetzt sein Ernst? „Du bist doof“, lachte ich und schlug ihn auf die Schulter, was er ebenfalls mit einem Lachen kommentierte. „Ich bin James.“

Eine Zeit lang saßen wir einfach nur da, ab und zu redete jemand über irgendwas belangloses, doch die meiste Zeit blieb es still zwischen uns. Wir sahen einfach zu, wie eine Leiche nach der anderen in das Massengrab gehoben wurde, die anderen heulend darum standen.

Gerade als das Grab wieder zugeschaufelt war, ertönte eine mir unbekannte, laute Stimme. Gab es hier noch jemand den ich nicht kennen gelernt hatte? Möglich wäre es, schließlich hatte ich James bis vor ein paar Stunden auch noch nicht gekannt. Dabei war ich mir sicher bereits jeden schon einmal gesehen zu haben.

Weiter hinten konnte ich dann zwei Männer und eine Frau entdecken. Sie sahen sauber aus und hatten frische Kleidung an, also konnten sie nicht vom Flugzeugabsturz kommen.

Meine Augen weiteten sich. Hier gab es Menschen?
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