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GΛMΞS

von Pacho
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteThriller, Angst / P18 / Het
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
27.12.2014
23.11.2021
22
26.355
5
Alle Kapitel
51 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
12.02.2015 1.497
 
Hey Ho!

Hier bin ich wieder mit einem Neuen Kapitel und neuen Charakteren. Aber zuerst...

... Danke an die Reviews von:

BloodyAngel00  ♥♥♥
Supersoso  ♥♥♥
WhisperOfDreams  ♥♥♥
MrsIrwin  ♥♥♥


Und jetzt viel spaß euch allen.
LG ♥♥♥

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~Shiera-Dilenes Sicht~





„Alles klar bei euch?“, wollte Dean wissen, neben ihm ein Junge mit Locken, der sich Harry nannte. Er sah genauso schmutzig aus wie ich, wie wir alle, doch das störte hier keinen mehr, das einzige was jetzt noch für uns zählte war das überleben. Etwas anderes war nicht mehr wichtig. Wir mussten Essen suchen, an unserer selbstgebauten Feuerstelle das Wasser abkochen und das möglichst viel, schließlich waren wir sehr viele und wir brauchten auch sauberes Wasser um die Wunden zu säubern, die viele von uns davon trugen.

Es war nicht einfach, doch ich war mir sicher, dass wir es schaffen konnten, wenn wir nur zusammen hielten, doch leider war das nicht so einfach. Ein paar hatten sich schon abgekoppelt, unsere Gruppe verlassen, da sie der Meinung waren, alleine könnten sie besser überleben. Diese Meinung teilte ich nicht, schließlich würde ich nicht alleine und schutzlos im Wald stehen wollen, mitten in der Nacht. Scheinbar machte das diesen Leuten nichts aus, aber mir konnte es ja eigentlich egal sein, schließlich war es ihr Leben und sie konnten tun und lassen was sie wollten. Und trotzdem machte ich mir doch ein paar Sorgen…

„Ja, alles in Ordnung. Danke Dean“, lächelte die ältere Frau – Rose – gegenüber von mir und sah unseren „Anführer“ an. Die schon etwas Grauhaarige hatte ihre Arme um einen kleinen Jungen geschlungen und ihre leicht runzligen Finger ineinander verschränkt. Der Junge hatte, wie ich erfahren konnte, seine Eltern und seinen großen Bruder tot in dem Flugzeugwrack gefunden und sei seit dem kaum ansprechbar. Wer konnte ihm das auch übel nehmen. Laut Kai, dem Sohn der alten Frau, waren sie auch vollkommen verstümmelt und waren kaum noch als Menschen zu erkennen. Und der arme Junge, von dem wir nicht einmal den Namen erfahren durften, musste sie auch noch identifizieren. Er musste doch bestimmt total verstört sein.

„Shiri?“ Ich sah auf und in das Gesicht von Lara, einer meiner Freundinnen seit dem Kindergarten. Wenigstens hatte ich das Glück nicht alleine in dem Flugzeug gesessen zu haben. Ich hatte noch mehr Freunde bei mir. Lara und ich waren mit ein paar anderen bekannten von unserer Arbeit auf einem Reiseausflug, leider hatten nur die wenigsten überlebt. Nur noch Dylan, Simon und Dallas gab es und diese lagen hier vor uns, verletzt, kaum noch am Leben. Und ohne die nötigen Medikamente würden auch sie sterben, so viel war mir als gelernte Ärztin bewusst.

„Ja?“ „Wie geht es Simon?“, erkundigte sich die 35-jährige bei mir und sah dabei zu ihrem Mann, der bewusstlos neben mir lag. „Den Umständen entsprechend ganz in Ordnung. Ich denke er sollte bald wieder aufwachen“, gab ich ihr Auskunft, sah aber sicherheitshalber nochmal nach Simons wunden. Ich war mir nicht wirklich sicher, ob mein Kollege durchkommen würde, schließlich hatten wir hier keine Geräte, die uns den Zustand der Verletzten verrieten.

Plötzlich vernahm ich ein lautes Husten und drehte mich sofort um nachzusehen. Cameron hatte sich aufgerichtet und hustete Blut. Das verhieß gar nichts Gutes. Schnell rannten Ian – ebenfalls ein Arzt – und ich auf ihn zu und sahen nach. „Cameron, beruhig dich. Es ist alles in Ordnung.“ Ian hielt ihm ein feuchtes Tuch vor dem Mund, in das er das Blut spucken konnte. Sein Körper zitterte und er legte sich wieder hin, was ein großer Fehler war. Sofort wollte ich ihn wieder in eine Aufrechte Position bringen, doch es war schon zu spät. Seine Augen schlossen sich und er schluckte ein paar Mal, bis er schließlich ein letztes Mal die Luft aus seinem Magen ließ und sich dann nicht mehr bewegte.

Geschockt sah ich zu Ian, der den Kopf gesenkt hatte. Ich schloss meine Augen, wodurch ich eine einzelne Träne vergoss. Es war nie toll jemanden sterben zu sehen, aber als Ärztin musste ich damit klar kommen. Eigentlich sollte ich es schon gewöhnt sein, doch das war ich nicht, es war immer etwas anderes, wenn jemand seinen letzten Atemzug tat. Es gab so viele Weisen, auf die man gehen konnte und eine war schrecklicher als die andere. Ich hatte mir diesen Beruf ausgesucht, um Menschen zu helfen, um sie zu heilen, leider konnte ich für Cameron nichts mehr tun.

Ich seufzte und öffnete meine Augen wieder und wagte es, meinen Blick auf Cameron zu richten, welcher nun leblos vor mir lag. Aus seinem Mund tropfte noch vereinzelt Blut, doch mehr bewegte sich in diesem Moment nichts, selbst ich nicht. Ich starrte ihn nur an und seufzte noch einmal. „Wir müssen ihn weg bringen. Auf die andere Seite zu den anderen Toten“, meldete sich Ian und holte mich somit aus meinen Gedanken. Ich nickte blos und stand auf, um anzupacken, doch ich wurde gestoppt.

„Ich hole jemanden. Bleib du hier und passe auf, dass nichts passiert.“ Mit diesen Worten verließ Ian unseren kleinen Platz, der wir für die 10 Verletzten beansprucht hatten. Ich ging derweil zu Dallas, der an einem Baum lehnte und sich den Arm hielt. Seine Hand, die auf seiner Wunde lag, hatte sich bereits rot gefärbt, weshalb ich das saubere Wasser nahm, dass wir in einem kleinen Behälter, der noch ganz geblieben war, hatten und hockte mich neben ihn.

Dallas‘ Blick war Ausdrucklos, er starrte nur Gedankenverloren in den Wald und schien mich gar nicht wahr zu nehmen. Erst als ich seinen Namen erwähnte, sah er zu mir auf und lächelte mich an. „Darf ich mal sehen?“, bat ich ihn und sofort ließ er seinen Arm los, wodurch er eine gefährlich große Wunde entblößte. Ich weiß noch wie sie gestern aussah. Es steckten Splitter und ganze Scherbenähnliche Stücke des Flugzeuges in seiner Haut, doch ich glaube, ich konnte alles entfernen. Ich hoffte es!

Ich umklammerte seinen Arm leicht und sah mir die Fleischwunde genauer an, dann nahm ich einen sauberen Lappen, tauchte ihn in das Wasser und legte ihn auf die Wunde. Dallas zischte, als das kalte Wasser ihn berührte, doch er gewöhnte sich schnell daran, was ich an seinem dankenden Lächeln erkennen konnte. „Ich komme später noch einmal vorbei“, lächelte ich ihm zu und stand dann wieder auf, um weiter zu gehen, wobei ich fast gegen jemanden prallte.

„Oh, tut mir Leid“, entschuldigter sich dieser Jemand und ich sah erstmals auf, um sein Gesicht zu sehen. Es war Calum. Ich kannte seine Band und mochte sie auch, doch einen großen Fan konnte man mich nun auch nicht nennen. „Kein Problem.“ Ich wischte mir über die Stirn, da mich einer meiner hellbraunen Strähnen kitzelte, doch als ich wieder zu Calum sah, schaute er mich gar verstört an. Verwirrt sah ich zu, wie er einen Bogen um mich machte und bald darauf außer Sichtweite war. Was er wohl hatte?

Ohne einen weiteren Gedanken an die soeben geschehene Situation zu denken, ging ich einfach weiter zu meinem nächsten verletzten Freund, Dylan. Er lag auf dem Boden und hatte die Augen geschlossen. Nach einer kurzen Kontrolle, dass ich mir sicher sein konnte, dass er nur schlief, wandte ich mich dann wieder ab. Ich würde später nach ihm sehen, denn ich wollte ihn jetzt nicht wecken. Er brauchte seinen Schlaf, schließlich waren seine Rippen geprellt. Naja, das vermuteten wir, nachweißen konnten wir das ohne die nötigen Geräte nicht.

Weiter ging es zu Niall, dem Niall Horan. Wenn mir jemand gesagt hätte, ich würde einen berühmten Sänger auf einer einsamen Insel am Leben erhalten, hätte ich ihn für verrückt gehalten, doch wie sieht es jetzt aus… Das Leben geht manchmal seltsame Wege. Bei ihm angelangt, sah ich, dass sein Bandkumpel Louis neben ihn gelegt worden war. Er war ebenfalls Lebensgefährlich verletzt worden, denn ein scharfes Stück bohrte sich nur wenige Zentimeter an seinem Herz vorbei. Seinen Freunden machten wir nur unnötig Hoffnung, denn unter diesen Umständen die hier waren, konnten wir das Teil nicht entfernen. Höchstwahrscheinlich würde er nicht durchkommen.

Bei Niall sah das allerdings nicht so auf. Bei ihm hatte ich noch das Gefühl, dass er es schaffen könnte, doch auch das war noch nicht sicher. Bei ihm hatten wir auch schon alle Splitter entfernt, doch seitdem ist er nicht mehr zu Bewusstsein gekommen und auch sein Puls ist ziemlich schwach, was mir Sorgen macht.

„Okay, dann los“, vernahm ich Ians Stimme und drehte mich um, um zu sehen, wie er und Luke Dallas zu dem Berg von Toten trugen, der etwas entfernt von uns anderen war. Schließlich begannen die Toten schon zu stinken und es roch hier schon unangenehm, dann mussten wir nicht auch noch unter Luftverpestung leiden.

„Shiri?“ Ich sah zu Lara, die wieder bei mir angelangt war. „Wir wollen nachher die Toten begraben. Die Jungs sind schon fleißig am Graben. Kommst du nachher auch?“ Ich nickte. Natürlich würde ich dabei sein, wenn wir unseren Freunden, aber auch den unbekannten, die letzte Ehre erwiesen. Sie hatten es verdient, eine Beerdigung zu haben. Wenigstens das konnten wir noch für sie tun.
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