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GΛMΞS

von Pacho
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteThriller, Angst / P18 / Het
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
27.12.2014
23.11.2021
22
26.355
5
Alle Kapitel
51 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
27.08.2015 1.912
 
Hey :D
Sorry dass es so lange gedauert hat, aber dafür gibt es eine ganz einfach Erklärung: Ich hatte keine Lust zu schreiben.

Ich hab vor ein paar Wochen die Serie Lost angefangen, weil viele meinten, sie ist wie GAMES. Und sie ist wirklich so und das hat mir echt die Lust am Schreiben genommen. Deswegen hab ich jetzt erst mal aufgehört die Serie zu schauen, damit ihr euer Kapitel bekommt.

Und ich will eines Klar stellen: Alles was ihr bis jetzt gelesen habt und auch noch lesen werdet, habe ich mir selbst ausgedacht und die Ähnlichkeit mit der Serie ist nur ein Zufall.

Aber jetzt bekommt ihr euer Kapitel.
LG

Danke an:

Black Devil  ♥♥♥
MrsIrwin  ♥♥♥
AnuschaG  ♥♥♥

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~Annas Sicht~





Ich konnte meinen Blick nicht abwenden. Ich wusste nicht einmal warum ich das tat und wie viel Zeit schon vergangen war, doch es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, wie ich hier saß und diesen Arm anstarrte.

Mittlerweile lagen die Gliedmaßen nicht mehr auf der Straße sondern auf einem Tisch in diesem leeren Raum. Der Raum war wirklich leer. Nur ein Tisch stand in der Mitte und durch das kleine Fenster links von mir kam Licht durch. Eine kleine gelbe Tischlampe leuchtet auf den Arm und das Bein, damit Jason es besser untersuchen kann.

„Du solltest das wirklich nicht sehen, Anna“ „N-Nein… Ist schon okay… denke ich.“ Unsicher sah ich den mittelaltrigen Mann an, der mich besorgt musterte. Ich wischte mir schnell die Tränen weg, die mir schon seit einer Ewigkeit über die Wangen fließen.

„Nein, besser du gehst“, beschloss Jason und half mir beim Aufstehen und schob mich sanft aus dem Zimmer, dann schloss sich die Tür hinter mir. Wie paralysiert starrte ich auf die geschlossene Tür und erneut kamen mir Tränen.  

„Anna?“, flüsterte jemand und legte eine Hand auf meine Schulter, was mich zusammen zucken lies. Doch als ich mich umdrehte, konnte ich Aurora entdecken, die mich sofort in ihre Arme zog. Sofort lehnte ich mich in die Umarmung und vergoss die letzten Tränen. Dann lösten wir uns wieder und sie lächelte mir leicht zu.

„Lass uns hier raus. Irgendwas unternehmen und ablenken, ich glaube das können wir beide gut gebrauchen“, schlug sie mir vor und ich nickte. Vielleicht war das genau das was ich jetzt brauchte. Sie nahm meine Hand in ihre und zog mich langsam hinterher, da ich immer noch nicht wirklich freiwillig mitlief.

Auf dem Weg nach draußen kamen uns einige Unbekannte entgegen. Ich hatte diese Leute noch nie gesehen, weshalb es nur welche sein konnten, die nicht im Flugzeug waren. Bei dem Gedanken an das Flugzeug musste ich sofort an den ganzen Absturz denken. Eine Woche war es schon her, seit wir dieses Unglück erlitten hatten.

Vor einer Woche hätte ich zurück in Australien sein sollen, bei meinen Eltern und bei meinem Bruder. Ich hatte die Drei jetzt ein Jahr lang nicht gesehen, wegen meinem Auslandsjahr in Deutschland. Ich wollte endlich nur nach Hause und meine Familie in die Arme schließen. Sie wissen lassen, dass alles gut ist, doch das war es nichts. Nichts war gut.

„Hey, nicht schon wieder weinen“, lächelte Aurora mich an und automatisch zauberte sie mir damit auch ein schwaches Lächeln in mein Gesicht, auch wenn mir gar nicht danach war. Ich wischte mir erneut die Tränen weg und folgte meiner neuen Freundin nach draußen.

Vor dem kleinen Hotel setzten wir uns erst einmal hin. „Ist alles wieder in Ordnung?“, wollte Aurora wissen und ich nickte nur. Mir war nicht wirklich nach Reden zumute, aber ich war auch froh, dass ich nicht alleine war. Ich wusste, dass Aurora die ganze Zeit an meiner Seite bleiben würde, wie sie es war seit dem Absturz. Wir hatten uns bis auf ein paar Ausnahmen kein einziges Mal getrennt.

„Hast du schon gehört das Luke aufgewacht ist?“ „Luke? Du meinst der Luke?“ Ungläubig sah ich sie an, dabei hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht. Sie lachte leicht. „Ja, der Luke. Er ist vor einer Stunde wieder zu Bewusstsein gekommen. Ihm scheint es besser zu gehen.“ „Dann ist ja gut.“ „Du solltest nachher mal nach ihm sehen“, grinste Aurora. Fragend sah ich sie an. „Wieso ich?“ „Warum nicht? Du magst ihn doch“. Ein breites Grinsen zierte ihr Gesicht.

„Ja… So wie man ihn halt mag… als Fan.“ „Du kannst mir nichts vormachen, Anna. Und soll ich dir was sagen? Er mag dich auch.“ Wie jetzt. Luke mag mich? Ich fühlte wie mein Herzschlag sich augenblicklich verschnellerte und mir die Röte ins Gesicht schoss. „Ähm… Nein. Bestimmt nicht.“ „Doch“, grinste sie. „Ich weiß es.“ „Hat er dir es gesagt?“, hakte ich nach, bekam aber nur ein Kopfschütteln. „Aber Mikey.“ „Das stimmt bestimmt nicht“, versuchte ich zu protestieren, doch das hatte bei Aurora alles keinen Sinn. Dazu kannte ich sie schon genug.

„Doch es stimmt“, hielt sie an ihrer Meinung fest, weshalb ich nur die Augen verdrehen konnte. Als ob Luke mich mögen würde. Vielleicht noch als gute Freundin, aber mehr bestimmt nicht. „Geh ihn wenigstens nachher mal Besuchen.“ „Ich weiß nicht so recht, Aura.“ Unsicher sah ich sie an. „Bitte, tu es wenigstens für mich. Einmal?“ Sie setzte einen Blick auf, der einem kleinen Welpen gleichkommen könnte. Es war fast unerträglich sie anzusehen, sodass ich doch noch zustimmte.

Irgendwie wurde ich nervös beim dem Gedanken zu Luke zu gehen. Ich wusste nicht mal genau warum, schließlich war ich es sonst ja auch nicht. Warum ausgerechnet jetzt? Aber ich hatte es Aurora versprochen und deswegen würde ich auch zu Luke gehen… Irgendwann.

„Hattest du nicht so ein schwarzes Armband dran?“ Ich sah kurz zu Aurora auf, dann auf meinen Arm, an dem mein Armband sein sollte, aber da war nichts. Ich sah kurz auf den Abdruck, der noch geblieben war, da ich meine Armbänder immer etwas zu fest trug. „Ja… hatte ich“, antwortete ich Aurora, die ebenfalls auf den Abdruck schaute. „Wann hast du es verloren?“, wollte ich wissen, doch so richtig wusste ich das selbst nicht. „Ich weiß nicht. Aber es ist bestimmt noch nicht lange her.“ „Vielleicht liegt es ja noch im Hotel?“ „Kann gut sein. Am besten ich gehe es mal suchen“, meinte ich und stand schon auf, als es mir Aurora aber gleich tat. „Ich helfe dir.“ Ich nickte ihr lächelnd zu und zusammen betraten wir erneut das Gebäude.

„Hast du es schon gefunden?“, erkundigte sie sich nach einiger Zeit in der wir den ganzen Flur absuchten – Leider vergeblich. „Nein. Aber es muss doch irgendwo sein.“ Langsam gab ich die Hoffnung auf, auch wenn das wirklich schwer war. Dieses Armband hatte mir meine Großmutter geschenkt und nur einen Tag später war sie verstorben. Deswegen bedeutet mir es etwas. Das ist so gut wie das einzige, dass ich von ihr besitze.

„Wie sieht es denn genau aus?“ „Eigentlich ein ganz normales, schwarzes Lederarmband“, erklärte ich und Aurora nickte.

„Könnt ihr Hilfe gebrauchen?“, ertönte plötzlich eine weibliche Stimme hinter mir und schnell drehte ich mich um. Vor mir stand ein etwas kleineres Mädchen mit braunen Haaren und wechselte ihren Blick von mir zu Aurora und wieder zurück. „Ähm… Ja. Ich hab mein Armband verloren. Hast du zufällig eines gesehen?“ „Nein, tut mir leid. Aber ich kann euch suchen helfen“, bot sie an. „Gern. Aber du musst nicht. Ich will nicht deine Zeit verschwenden.“ Sie lachte kurz auf, ehe sie wieder nur leicht lächelte. „Ich hab nichts zu tun und ich will nicht alleine sein. Ich mache das also wirklich gerne.“ Ich lächelte und nickte. Und somit suchten wir jetzt zu Dritt weiter.

„Wie heißt du eigentlich?“, wollte Aurora kurz darauf wissen und sogleich kam auch eine Antwort des fremden Mädchens. „Lisa. Lisa Benson.“ „Ich hab dich noch nie gesehen. Lebst du hier?“, merkte ich an, doch Lisa schüttelte nur den Kopf. „Ich war auch im Flugzeug.“ Ich nickte nur und somit war nach einer kleinen Vorstellung unsererseits dieses Thema auch schon wieder beendet.

„Also hier ist nichts.“ Wir hatten jetzt das ganze Hotel durchsucht und nichts gefunden. Vielleicht hatte ich es auch schon verloren, bevor ich dieses Hotel betreten hatte. „Ich glaube ich gehe mal draußen suchen“, schlug ich vor und sofort sahen die Zwei mich an. „Ich suche hier trotzdem noch weiter“, lächelte meine neue Freundin und Aurora stimmte ihr zu. „Geh du raus und wir bleiben hier.“ „Danke. Ihr seid echt toll.“ „Ist doch kein Problem“, meinte Lisa und ging einen Gang weiter.

Ich verließ das Gebäude und entfernte mich etwas davon, um dort weiter zu suchen. Ich stand in einer Art Innenhof auf dem mit Kreide mehrere Skizzen aufgezeichnet wurden. Vielleicht würde da bald noch etwas aufgebaut werden.

„NEIN. WIR WERDEN ALLE STERBEN!“ Schnell drehte ich mich zu der Frau um, die vor einem Mann weg rannte. „Lily, warte!“ „Nein, wir sterben, Matt. Das hier ist nicht normal.“ „Lily, beruhige dich. Wir sind hier in Sicherheit.“ Der Schwarzhaarige versuchte wohl die Blondine zu beruhigen, was wahrscheinlich nicht zu funktionieren schien, denn diese rannte weiter, als wenn die totale Panik schieben würde.

„Das ist nicht normal. Diese Leute helfen uns nicht. Sonst hätten sie jemanden geholt der uns hier weg bringt, der sich um die Verletzten kümmert. Sie lassen uns nicht einmal unsere Familien anrufen. Wir sind verloren Matt.“ Gerade wollte dieser Mann noch etwas sagen, da verschwanden beide in dem Hotel und ich konnte nichts mehr verstehen.

Ich dachte eine Weile darüber nach was diese Frau da gesagt hatte und sie hatte Recht. Es war wirklich komisch, dass wir noch keine richtige Hilfe bekamen, wo doch hier alles so gut ausgestattet war. Irgendwas konnte hier nicht Stimmen…

Plötzlich ertönte ein lautes Geröll, als gäbe es ein heftiges Gewitter, doch es schien die Sonne und der Himmel war so gut wie Wolkenfrei. Keine Spur eines Gewitters. Schnell drehte ich mich in die Richtung aus der das Geräusch kam. Und da sah ich, wie das Hotel zu Rauchen begann. Es bildeten sich einzelne Risse in den beigen Wänden und letztendlich fiel das Gebäude in sich zusammen.

Mehrere Minuten starrte ich auf das eingestürzte Gebäude und konnte kaum glauben, was da eben passiert war. Und dann fiel mir wieder ein, dass Aurora vor wenigen Minuten wieder rein gelaufen war. Sofort sprintete ich mit Tränen in den Augen los und bahnte mir einen Weg durch die zertrümmerten Wände. Alles staubte noch von dem Einsturz, weswegen ich mir mein Shirt vor mein Gesicht hielt, doch es brachte nicht viel, da ich trotzdem husten musste.

Plötzlich packte mich etwas am Fuß und ich schrie kurz auf und weichte zurück, ehe ich die verdreckte Hand ansah. Mein Herzschlag verschnellerte sich, als ich das Mädchen von vorhin erkannte – Lisa. Doch sie sah nicht mehr aus wie sie, jedenfalls nicht mehr ganz. Mir wurde schlecht bei dem Anblick, wie sie da so blutüberströmt lag und mich mit geweiteten Augen ansah. Ihr Atem war schwach und leise zu hören. Langsam bewegte sie die Hand wieder zu meinem Bein, ohne den Blick abzuwenden. Es schien, als wäre es wichtig nach mir zu greifen, doch dazu fehlte ihr die nötige Kraft. Ihre Hand fiel zu Boden, ihr Kopf zur Seite und die Augen schlossen sich erschöpft. Sie machte ihren letzten Atemzug. Und es war Still.

Schnell sah ich weg und blieb erstarrt stehen. Sie lagen alle nebeneinander, als hätte sollten sie genau so liegen. Zwischen jedem etwa zwei Meter Platz und alle zusammen bildeten einen Kreis. Es waren Sieben Leute, die hier ihr Leben ließen. Ich sah in jedes Gesicht.

Lisa, Aurora, Lara, Rose, Matt, Lily, Kathleen…
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