All I want for Christmas is you.

GeschichteAllgemein / P12
Niklaus "Klaus" Mikaelson
24.12.2014
24.12.2014
1
1.705
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
24.12.2014 1.705
 
All I want for Christmas is you.

Warum? Diese Frage stellte Caroline Forbes sich oft. Warum konnte jeder um sie herum glücklich werden, nur sie musste immer Pech haben? Ihre Mutter hatte vor ein paar Monaten schließlich den Kampf gegen den Gehirntumor verloren, ihr Vater war eh schon vor Jahren gestorben. Elena war vor einigen Monaten wieder mit Damon zusammengekommen und Bonnie wurde, nachdem sie wiederbelebt wurde, mit Jeremy glücklich. Enzo und Stefan brachten sich am Ende fast gegenseitig um, Matt fand eine nette, menschliche Freundin und Tyler entdeckte in Liv seine große Liebe. Alaric verlobte sich mit Jo, die Kai besiegte und die Anführerin des Gemini Zirkels wurde. Und Caroline stand zwischen allen, komplett einsam. Doch da gab es jemanden, der für sie da war. Dieser Jemand hatte sie nur verlassen, weil sie ihn darum gebeten hatte. Nachdem sie mit ihm geschlafen hatte. Er hatte sich gebessert, nur für sie. Niklaus Mikaelson, der Ur-Hybrid. Caroline vermisste ihn. Sie vermisste es, von ihm Liebes genannt zu werden. Sie vermisste seinen unwiderstehlichen britischen Akzent. Sie vermisste seine Grübchen. Sie vermisste seine wunderschönen grünen Augen und den Drei-Tage-Bart. Und aus diesem Grund befand sie sich am Flughafen von New Orleans. Als sie im Flugzeug saß, hatte Caroline kurz mit dem Gedanken gespielt, sofort wieder zurückzufliegen. Es war lächerlich, Caroline hatte Klaus seit fast zwei Jahren nicht mehr gesehen und er hatte wahrscheinlich besseres zu tun, schließlich war er der König von New Orleans. Diesen Gedanken hatte sie jedoch verworfen, Klaus würde sich schon freuen. Hoffentlich.
Caroline sah sich um, New Orleans war wirklich schön. Viel schöner als Mystic Falls. Sie rief sich ein Taxi, um in die Innenstadt zu kommen. Dort angekommen betrat sie eine Bar namens "Rousseau's", die sie irgendwie an den Mystic Grill erinnerte. An der Bar bestellte sie sich einen Bourbon. "Hi" Caroline schreckte hoch. Ein gutaussehender Mann mit etwas dunklerem Teint und braunen Augen saß plötzlich neben ihr und sprach sie an. Caroline schätzte ihn auf Mitte, Ende zwanzig. "Ich hab' dich hier noch nie gesehen, bist du neu in New Orleans?"
"Nein", antwortete Caroline stirnrunzelnd. "Ich möchte jemanden besuchen."
"Wen? Vielleicht kenne ich ihn ja. Keine Angst, ich bin kein Serienkiller oder so. Ich will nur helfen."
"Schon gut." Caroline lächelte den Fremden an. "Ich bin übrigens Caroline."
"Ich bin Marcel, schön dich kennen zu lernen. Wen suchst du denn?"
"Klaus Mikaelson. Kennen Sie ihn?"
"Natürlich kenne ich Klaus. Er ist ein alter Freund von mir."
"Könnten Sie mich bitte zu ihm bringen? Ich hab' keine Ahnung wo er wohnt."
"Klar", antwortete Marcel und bot Caroline seinen Arm an.
"Woher kennen Sie Klaus?", wollte Caroline wissen.
"Wie gesagt, er ist ein alter Freund von mir. Warum willst du das wissen?"
"Nur so."
Caroline musterte Marcel argwöhnisch, war er auch ein Vampir? Wahrscheinlich, schließlich war er ein alter Freund von Klaus. Sie fragte besser nicht nach, es könnte sonst noch was passieren. Während Marcel und Caroline zum Mikaelson Anwesen gingen, schwiegen die Beiden, bis Marcel die Stille brach. "Was willst du eigentlich von Klaus? Woher kennt ihr euch?" "Er ist auch ein alter ... Freund von mir", erklärte Caroline. "Ehrlich gesagt haben wir uns kennengelernt, weil er meine beste Freundin umbringen wollte." Marcel zog eine Augenbraue hoch. "Ungewöhnliche Freundschaft. Aber kenn' ich, Klaus wollte mich auch mal umbringen - zurecht. Sag mal ... Kennst du Rebekah, Elijah und Kol eigentlich auch?"
Caroline nickte. "Natürlich. Warum?"
"Wollte ich nur wissen. Magst du die drei?"
"Elijah schon, Rebekah kann ich so gar nicht ab und Kol mochte ich auch nicht besonders. Und du?"
"Elijah und Kol kann ich nicht wirklich leiden - Rebekah schon. Sehr sogar."

"Hier wären wir." Caroline und Marcel standen vor einem Tor, durch das man in einen großen Innenhof kam. Bewundernd blickte Caroline sich um, dieses Anwesen traf ihren Geschmack sogar noch mehr als das in Mystic Falls.
"Klaus?", rief Marcel. Wenige Sekunden später ertönte die Antwort. "Marcellus", erklang Klaus' Stimme. Caroline bekam Gänsehaut. Dieser verdammte britische Akzent. Im Nu stand Klaus ebenfalls im Innenhof. Sein Blick fiel auf Caroline. "Caroline", flüsterte er. "Was ... Was machst du hier?" Anscheinend war er erstaunt über Carolines Besuch. "Ich wollte Sie besuchen", antwortete Caroline lächelnd. "Dich", korrigierte Klaus sie. "Ich wollte dich besuchen. Nach allem, was zwischen uns war, können wir uns ruhig duzen." Klaus grinste und seine typischen Grübchen kamen zum Vorschein. Die Grübchen, die Caroline so sehr vermisst hatte. So wie alles an ihm - bis auf die ganzen Leichen natürlich. "Wie geht es dir?" Klaus sah sie fragend an. "Gut", log Caroline, was jedoch zwecklos war. "Okay, mir geht es beschissen. Jeder in meinem Umfeld ist glücklich, nur ich zieh' andauernd die Arschkarte." Caroline verschränkte die Arme vor der Brust und musterte Klaus. "Und wie geht es Ihnen ... dir?" "Mir geht es, im Gegensatz zu dir, sehr gut. Dir muss es wirklich schlecht gehen, Liebes, wenn du mich besuchst ..."
"Ich lass euch zwei dann mal ... allein", kam es von dem grinsenden Marcel, der in Vampirgeschwindigkeit verschwand - was meine Vermutung, dass er ein Vampir war, bestätigte.
"Warum sagst du sowas?" Caroline sah Klaus verletzt an. "Du denkst, dass ich nur zu dir komme, weil es mir schlecht geht?"
"Du warst es schließlich, die wollte, dass ich nie wieder auftauche. Du hast mich immer wie den letzten Dreck behandelt. Du hast Tyler Lockwood immer vorgezogen. DU wolltest mich töten - MEHRMALS!" Klaus starrte die blonde Vampirin durchdringlich an. Caroline zuckte zusammen - er hatte Recht. Sie hatte ihn immer schlecht behandelt, obwohl er ihr die Welt vor die Füße gelegt hätte.
"Ich ... es tut mir Leid." Caroline blickte betreten auf den Boden.
"Schon gut, Liebes. Ich habe mich auch nicht immer gut gegenüber dir und deinen Freunden verhalten. Ich habe deine beste Freundin getötet - auch wenn sie wiederbelebt wurde, deinen Freund in einen Hybriden verwandelt, die Mutter deines Freundes getötet, deine Freunde bedroht, ... es tut mir ebenfalls Leid. Sehr sogar."
Caroline blickte auf und sah in seine Augen. Die Augen, die sie so sehr vermisst hatte. Die Augen, die sie so sehr liebte. Caroline konnte nicht anders, sie fiel Klaus in die Arme und umarmte ihn stürmisch. Klaus war etwas überrumpelt, erwiderte die Umarmung aber. Er strich Caroline sanft über die Haare und den Rücken. "Shh", murmelte er ihr ins Ohr. "Warum ist dieses beschissene Leben so verdammt schwer? Warum muss ich immer so ein Pech haben?", schluchzte sie. "Das Leben ist eben beschissen", versuchte der Ur-Hybrid Caroline mehr oder weniger gut zu trösten. "Aber wir müssen das Beste daraus machen und dürfen nicht aufgeben." Caroline nickte schluchzend. "Meine Mom ist vor ein paar Monaten gestorben - an einem Gehirntumor." Unnötigerweise wischte die blonde Vampirin sich die Tränen weg - ihr kamen direkt wieder neue. "Das tut mir Leid, Liebes", flüsterte Klaus und streichelte ihr über die Haare. "Willst du reinkommen und etwas trinken? Blut? Bourbon? Kaffee?" "Bourbon, danke."
Die beiden saßen im Wohnzimmer des Mikaelson Anwesens, beide hatten ein Glas Bourbon vor sich stehen. "Und? Was habe ich so verpasst?", fragte Klaus die nun nicht mehr so aufgelöste Caroline. "Viel", sagte Caroline mehr oder weniger grinsend. Sie begann Klaus alles zu erzählen. Davon, dass Tyler Caroline fast getötet hätte. Davon, dass Katherine Elenas Körper für eine Weile übernommen hatte und am Ende von Stefan getötet wurde. Davon, dass die Andere Seite zusammenbrach - was er schon wusste. Davon, dass Damon und Bonnie sich für Stefan, Alaric, Tyler und Enzo opferten und starben. Davon, dass Elena ihre Erinnerungen an Damon von Alaric löschen ließ. Von allem. Klaus hörte gespannt zu und nickte zwischendurch. "Und warum bist du ausgerechnet nach New Orleans gekommen?", fragte er, als sie fertig war.
"Weil..Weil ich dich vermisst habe, Klaus.", gestand sie.
Belustigt erhob Klaus eine Augenbraue. "Das hätte ich nicht gedacht. Du wolltest mich doch nie wieder sehen."
"Und schon bereuhe ich es, dir das gesagt zu haben."
"Nein, im Ernst, Liebes. Es freut mich, dass du mich so sehr magst."
"Ich hab' nicht gesagt, dass ich dich mag."
"Aber das merkt man, das habe ich schon damals gemerkt."
"Meinst du das 'damals' als ich über alles gehasst habe oder das 'damals' als wir es im Wald getrieben haben?"
"Sowohl als auch."
"Da muss ich dich leider enttäuschen, aber da mochte ich dich noch nicht."
"Rede dir das schön weiter selber ein, Liebes, aber irgendwann wirst du es merken."
"Klaus. Ich mag dich nicht, ich liebe dich."
Klaus starrte sie erstaunt an. Nach einer gefühlten Ewigkeit beugte er sich zu ihr rüber und küsste Caroline. Die junge Vampirin erwiderte den Kuss sofort und plazierte ihre Hand auf der Wange des Ur-Hybrids. Dieser löste sich von ihr und stand auf, Caroline tat es ihm gleich, bevor sie von dem Ur-Hybriden, der währenddessen ihren Hals küsste, gegen die nächste Wand gedrückt wurde. "Wow, zum ersten Mal nicht im Wald", sagte Caroline kichernd zwischen zwei Küssen, während sie das T-Shirt von Klaus, der Caroline gerade das Oberteil auszog, aufriss.
"Das war wirklich wunderschön", schwärmte Caroline, als die beiden in Klaus Bett lagen. Sie hatte ihren Kopf auf Klaus Brust gelegt. "Ich liebe dich übrigens auch, Caroline", murmelte der Ur-Hybrid lächelnd gegen ihren Kopf und drückte ihr einen Kuss aufs Haar. "Ich weiß." Grinsend richtete Caroline sich auf und küsste Klaus, bevor sie die Kopf wieder auf seiner Brust plazierte.
"Klaus?"
"Ja, Liebes?"
"Frohe Weihnachten."