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Zwillingsliebe

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Asahina Azusa Asahina Tsubaki
23.12.2014
23.12.2014
5
3.278
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23.12.2014 689
 
Azusa's Pov:

Bei meinen Worten schreckte Tsubaki zusammen und fuhr nach oben. ,,Was?!“ Vielleicht hätte ich doch noch ein wenig mit der Liebeserklärung warten sollen. Mein Zwilling sah mich ungläubig an. Er konnte sich wohl wirklich an nichts mehr erinnern, was gestern vorgefallen war.

Er schwindelte kurz, drohte schon zur Seite zu klappen, ehe ich ihn festhielt und sanft zurück ins Bett legte. ,,Ich liebe dich“, wiederholte ich noch einmal. ,,Mehr als nur einen Zwillingsbruder.“ ,,S-seit wann?“, wollte Tsubaki perplex wissen. Ich setzte mich zu ihm auf die Bettkante. . ,,Ungefähr seit drei Jahren.“ Tsubaki, der sich ein wenig aufgerichtet hatte, ließ sich wieder zurück in die Matratze sinken.

,,Unmöglich, wieso du auch?“, flüsterte er. ,,Wie jetzt?“, hakte ich nach. ,,Ich... Ich liebe dich auch“, stotterte Tsubaki. Ich errötete etwas. Bis jetzt hatte ich immer ein Verlangen nach ihm, wenn er nicht in meiner Nähe war. Es machte mich krank. Alles, was ich wollte war, dass ich mit Tsubaki zusammen sein konnte. Ich wollte eine Beziehung.

Und mir war es völlig gleich, dass wir beide dasselbe Geschlecht hatten oder blutsverwandt waren. Es war mir gleichgültig. Wenn er nicht da war, fühlte ich mich allein. Als ob ich keine zweite Hälfte mehr hätte. Das wollte ich nicht. Ich wollte nur Tsubaki...

Tsubaki's Pov:

Konnten eineiige Zwillinge so eine enge Bindung besitzen, sodass es einem das Herz zerriss, wenn sein Gegenstück nicht anwesend war? Diese Frage konnte ich mir selbst beantworten. Alles, was ich wollte, war Azusa. Schon früher hatte ich kein Interesse an Mädchen gehabt. Alle Mädchen, die mich bisher fragten, ob ich mit ihnen gehen würde, wies ich ab.

Das alles nur wegen meines Zwillingsbruders. Ich fühlte mich einsam ohne ihn, wie ein halbes Herz. Und da es so etwas nicht gab, wollte ich immer bei ihm sein. Bei demjenigen, den ich liebte. ,,Tsubaki?... Tsubaki.“ Azusa war es, welcher mich aus meinem oberen Chaos holte. ,,Machst du dir Gedanken?“, fragte er so sanft, wie es nur ging, fuhr mir durch die Haare.

Schwach nickend rappelte ich mich auf, sah ihm in seine violetten Augen, die mich anzogen und faszinierten. ,,Mach dir keinen Kopf. Diese Bindung besteht nur zwischen uns beiden. Wir können sie nicht auflösen. Und mein Verlangen nach dir kann ich nicht länger unterdrücken.“ Kurz vor meinem Gesicht stoppte er.

,,Erinnerst du dich an gestern?“, fragte er mich ernst. Daraufhin schüttelte ich den Kopf. ,,Tut dir vielleicht irgendetwas weh?“ ,,Mir tut so gut wie alles weh. Warum fragst du?“, wollte ich ungeduldig wissen. ,,Dir tut das Gesäß besonders weh, oder?“ Azusa brachte mich zum stocken. ,,Woher weißt du das?“ Dieses Mal konnte es nicht an der Verbindung liegen. Das wusste ich. Irgendetwas war hier faul.

,,Gut ich sag es dir. Aber raste bitte nicht aus“, bat mich mein Zwilling. Zustimmend nickte ich. ,,Du hast gestern im Schlaf gemurmelt, dass du mich willst...“ Mir stieg die Wärme ins Gesicht. ,,Und irgendwann ist es soweit gekommen, dass wir uns sehr vergnügt haben.“ Jedes einzelne Wort hallte in meinen Ohren wieder. ,,D-du meinst... Wir haben gestern... das eine gemacht?“, fragte ich unsicher. Darauf nickte Azusa nur noch. Azusa log mich nie an. Dann hatten wir gestern wirklich Sex miteinander.

Meine Gedankengänge wurden jäh von Azusa unterbrochen, als er sein Gesicht näher an meines schob. Sein Gesicht gefährlich nah an meinem. Eigentlich war es für uns normal, uns so nah zu sein, doch in diesem Augenblick schlug mein Herz sieben Takte zu schnell, sodass ich befürchtete, mein Herz würde mir gleich durch die Rippen brechen.

Azusa legte seine Lippen auf meine. Ich genoss es. Seine Wärme. Seine Anwesenheit. Einfach alles. Wir küssten uns erst zärtlich, dann immer verlangender. Nach und nach mussten wir uns widerwillig lösen. ,,Ich liebe dich“, flüsterte Azusa mir ins Ohr. ,,Ich dich auch.“ Immer noch wartete ich darauf, dass es passierte.

Wartend darauf, endlich von ihr verschlungen zu werden. Der Gier. Der Gier der Liebe. Und langsam konnte ich nicht mehr. Alles, was ich wollte, war Azusa. Mehr nicht. Nur ihn wollte ich endlich für mich allein haben und das nachholen, was ich gestern dank meines Rausches verpasst hatte. Hier und jetzt...


ENDE
 
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