Falling in the black

von kaylou
GeschichteAllgemein / P12
Marcel Gerard Niklaus Mikaelson
23.12.2014
03.01.2015
3
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Wachsam beobachtete ich die Schüler, die an meinem Mensatisch vorbeiliefen. Keiner von ihnen traute sich mich auch nur anzusehen. Gelangweilt nippte ich an meinem Kaffee und amüsierte mich innerlich darüber, dass alle Angst vor mit hatten. Ich hielt meinen Blick eisern auf meinen Salat gerichtet, als sich mir gegenüber drei Personen fallen ließen. Mein innerer Coach sah mich spöttisch an und mit zwang mich dazu meine Aussage von vorhin zu korrigieren, nicht alle hatten Angst vor mir. Ich hob meinen Blick und sah das braunhaarige Mädchen vor mir eisig an.
„Hey Jade, dürfen wir uns setzen?“, sie lächelte mich freundlich an.
Ich fauchte sie an: „Fragt man das nicht bevor man sich einfach ungebeten niederlässt?“
„Man Jade, jetzt komm mal runter.“
„Halt die Schnauze Blondie!“ Mein innerer Coach klopfte mir anerkennend auf die Schulter und beglückwünschte mich zu meinem Schlagabtausch, während meine innere Göttin mich entsetzt ansieht. Ich muss sagen, dass ich nicht verstehe, wie ich in diese Gruppe hineingerutscht bin. Ich hasste Elena und ihre Freunde Caroline, Bonnie, Matt und Stefan. Letzterer sah mich inzwischen warnend an. Ich meine wie konnte man Elena nicht hassen? Alle himmelten sie an und legten ihr die Welt zu Füßen. Sie bekam alles und das ohne die kleinste Anstrengung- es war einfach unfair.
„Nun, da du uns ja freundlich wie immer empfangen hast, wollte ich dich fragen, ob du mir und Caroline helfen würdest die Tanz-Party vorzubereiten?“, Elena lächelte mich erwartungsvoll an und ich spürte, wie ich langsam anfing zu kochen.
„Ist das dein Ernst? Mich interessiert diese Party nicht, ich wollte nicht mal hingehen.“, meine Stimme klang mehr als genervt.
Jetzt schien Caroline wie so oft der reichlich kurze Geduldsfaden zu reißen. Es war schon irgendwie Tradition, dass wir uns einmal am Tag anschrieen und irgendwie amüsierte es mich immer wieder aufs Neue.
„Hör mal zu, du hole Fritte, Elena hat dich mehr als vernünftig gefragt und du wirst deinen arroganten Arsch gefälligst heute Nachmittag in die Schule schwingen und uns helfen, bevor ich dir den Hals umdrehe.“ Ich blickte sie interessiert an bevor ich langsam aufstand und mich über den Tisch zu ihr rüber beugte. Verwirrt sah sie mich an und gab einen erschrockenen Laut von sich, als ich sie am Kragen packte und zu mir zog, bis sich unsere Nasen berührten. Ich blickte ihr direkt in die Augen und sie hielt meinem Blick stand: „Versuch es einfach mal Blondie. Ich würde meine neue Schere gerne mal an dir ausprobieren.“
„Das wagst du nicht. Du würdest verlieren!“
Ich schnaubte: „Führe mich nicht in Versuchung, Caroline.“ In der Zwischenzeit hatte ich eine Schere aus der Tasche gezogen- es war meine türkise Lieblingsschere- und ließ sie einen Millimeter neben ihrer Hand, die auf dem Tisch lag, niedersausen. Geschockt blickten alle drei auf die im Tisch steckende Schere. Süffisant grinsend verschränkte ich die Arme vor der Brust: „Das nächste Mal treffe ich, Schätzchen.“ Meine Schere packend rauschte ich davon und ließ die drei verstört zurück. Mein innerer Coach führte eine richtige Parade auf, um meinen Erfolg zu feiern und ich schüttelte nur den Kopf.
Schließlich habe ich mich doch dazu durchgerungen zu diesen Vorbereitungen zu gehen, einfach weil es noch viel schlimmer wäre mit meiner Mutter zu Hause zu sein und ich einen Grund hatte dort aufzutauchen ohne dumm auszusehen. Naja dumm aussehen werde ich auf jeden Fall, denn das Thema der Party waren die 70er. So einen Mist konnte sich auch nur Caroline ausdenken.  Mit einem gelangweilten Gesichtsausdruck betrat ich die Turnhalle und beobachtete einige Sekunden lang das bunte Treiben. Ich ließ meinen  Blick durch den Raum schweifen und blieb dabei an Caroline hängen, die ich unterbewusst schon gesucht hatte. Mit energischen Schritten durchquerte ich den Raum und stellte mich hinter sie. Meine Arme verschränkend sah ich sie herablassend an, als sie sich endlich dazu durchrang sich zu mir umzudrehen: „Hier bin ich Barbie, was soll ich tun?“ Bevor sie auch nur Luft holen konnte, ertönte eine Stimme hinter ihr: „Du könntest diese Liste hier nehmen und schauen ob alle Getränke und Snacks da sind und wenn du damit fertig bist, jemanden finden, der sie dir an die richtige Bar trägt.“ Mein Blick blieb an einer hübschen Blondine hängen, die ein gesundes Selbstbewusstsein zu besitzen schien. Irgendwie war sie mir gleich sympathisch, hatte sie doch den gleichen Denkansatz wie ich, andere die Drecksarbeit machen zu lassen. Grinsend schnappte ich ihr die Liste weg und warf einen kurzen Blick darauf. Ehrlich erstaunt sah ich den blonden Neuankömmling an: „Kir Royal? Wenn ich richtig informiert bin, ist das doch ein Aperitif aus den 20ern, oder?“ Gönnerhaft blickte sie mich an: „Jemand mit Ahnung. Ja, ist es. Wir haben das Thema kurzfristig geändert.“ Breit grinsend schlug ich ihr das Brett gegen die Schulter und informierte sie lachend: „Ich gehe dann mal ..“ „Rebekah“, sagte sie schnell, „Rebekah. Ich muss mir deinen Streit mit Blondie nicht mit anhören, aber viel Glück. Ich bin übrigens Jade.“ Ich hörte sie lachen, als ich aus der Turnhalle trat und mich daran machte die Getränke zu kontrollieren. Ich ließ mir etwas Zeit damit und sah mich nach jemandem um, der mir den Mist nun durch die Gegend karrte. Mein Blick fiel auf Tyler, der mir gerade entgegen kam: „Hey Lockwood.“ , anzüglich grinsend kam er auf mich zu und blieb viel zu nahe vor mir stehen : „Was kann ich für dich tun Jade Baby?“ Ich holte tief Luft und zwang mich dazu ihn nicht mit meinen bloßen Händen zu erwürgen. Lasziv lächelnd und mit einem koketten Augenaufschlag trat ich noch näher an ihn heran und säuselte: „Du möchtest mir doch bestimmt helfen die ganzen Kisten hier an den Bars zu verteilen oder?“ Unschuldig blickte ich ihn an und er sprang sofort darauf an: „Was springt denn für mich dabei raus Baby?“ Seine Hände hatten sich ihren Weg gesucht und lagen nun auf meinem Hintern und seine Lippen waren ganz nahe an meinen. Ich konnte seinen ekelhaft heißen Atem auf meiner Haut spüren. Nun riss mir endgültig der Geduldsfaden und ich stieß ihn von mir: „Erstens bin ich nicht dein Baby und zweitens lasse ich dich vielleicht am Leben, wenn du deinen Arsch sofort bewegst und diese scheiß Kisten dort hineinträgst. Du weißt ich mache keine leeren Versprechungen!“, um meinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen ließ ich meine Lieblingsschere durch meine Finger gleiten und sah ihn herausfordernd an. Die Hände hebend ergab er sich seinem Schicksal und trug die Kisten dorthin, wo ich sie haben wollte. Mein innerer Coach nickte anerkennend und vertiefte sich wieder in die Lektüre seines Romans, während meine innere Göttin sich die Hand vor die Stirn schlug und mich ärgerlich fragte, ob ich jeden heißen Kerl vergraulen wollte. Ich sagte ihr sie solle ihre dumme Klappe halten und sie zog beleidigt in eine Ecke ab. Zufrieden grinsend trat ich auf Rebekah zu und verkündete ihr, dass ich fertig war. Ich reichte ihr die Liste: „Ich denke, ich bleibe heute Abend hinter der Bar und werde darauf achten, dass alles glatt läuft. Ich gehe jetzt, wenn es nichts mehr zu tun gibt Rebekah.“
Sie zwinkerte mir zu: „Ja mach das. Und nenn mich Bekah, das tun alle meine Freunde und ich denke wir werden sehr gute Freunde werden.“ Wir sahen uns kurz verschwörerisch an, bevor ich den Weg nach Hause antrat.