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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
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05.05.2016 1.813
 
Kapitel 47


STRKY vs. Jabberwock

„Nun denn! Danke fürs Warten!“, kam es vom Kommentator, woraufhin ich meinen Kopf hob und zum Bildschirm hinüberblickte.
Aomine, welchen ich zuvor auf seine… kleinen Defizite in Mathematik hingewiesen hatte, entfuhr daraufhin ein erleichterter Seufzer. Er ist echt zu faul´, ging es mir durch den Kopf; ein Gedanke, der keinen mehr überraschen konnte. Wenn er auch nur die Hälfte seines Eifers vom Basketball auf die Schulfächer übertragen könnte…
„Aber als erstes: lasst uns das spezielle, japanische Team vorstellen.“
Dieser Satz riss mich aus meinen Gedanken, während sich Kousuke neben mich setzte. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich die anderen im Raum. Sie alle schienen gespannt zu sein, wie das Spiel ausfallen würde… Nun ja, das wäre ich auch; wenn ich nicht solch ein schlechtes Gefühl hätte.
Den Gerüchten zu Folge sollen sie ja auf denselben Niveau sein, wie die Generation der Wunder…´, dachte ich und starrte gebannt auf den Bildschirm.
„TEAM STRKY!“
„Whoa, er hat sein Haar geschnitten“, kam es von Kousuke und ich hob nur meine Augenbrauen…
Stimmt ja, Shoichi hatte vorgestern gesagt, dass er zum Friseur gehen wollte. Sieht gut aus.
„STRKY? Wie kommen die denn auf den Namen?“, wollte Emi wissen, die derzeit in der Küche stand.
„Das sind die Anfangsbuchstaben ihrer ehemaligen High Schools: Miyaji-san von Shutoko, Shoichi von Touou, Higuchi-san von Rakuzan, Kasamatsu-san von Kaijo und Okamura von Yosen“, antwortete ich ihr, ohne mich zu ihr umzudrehen.
„Wie einfallsreich“, kommentierte Kousuke trocken.
„Als ob dir etwas Besseres eingefallen wäre – und komm mir jetzt nicht mit: Basketball Boys oder so etwas Ähnliches“, schnaubte ich, woraufhin ich einen empörten Blick erntete; aber auch ein Kichern seitens Emi.
„Und jetzt! Auf der anderen Seite des Feldes: Team Jabberwock!“
Unwillkürlich biss ich mir auf die Unterlippe, das ungute Gefühl verstärkte sich. Ich hätte die Jungs nicht alleine hinfahren lassen sollen… ´, schoss es mir durch den Kopf. Sind sie wirklich im selben Alter wie Shoichi? Kaum vorzustellen.
„Und jetzt… Der Tip-Off!“

Meine Augen wurden schmal, während ich beobachtete, wie Nash Gold den Pass annahm und auf Kasamatsu zu dribbelte. Irgendetwas stimmt nicht mit diesem Basketballstil… ´, schoss es mir durch den Kopf. Klar: Den Pass hatte er sicher angenommen gehabt, aber dann gleich ins Dribbling überzugehen? Waghalsig. Wenn Kasamatsu näher bei ihm gestanden hätte, hätte dieser den Ball stehlen können und damit hätten wir die Führung übernehmen können. Doch… Warum hatte Nash nicht einmal ansatzweise beunruhigt gewirkt, dass das hätte passieren können?
Innerlich erstarrte ich, während mein Blick am Bildschirm kleben blieb. Unwillkürlich weiteten sich meine Augen, als ich beobachtete wie Nash dribbelte. Rechts… Links… Moment! Nein, das war nicht links… Ein Tempowechsel? Wie?
Ich biss mir auf die Unterlippe, als mir klar wurde, dass ich noch nicht einmal ansatzweise sehen konnte, wie Nash sich bewegte – geschweige denn vorauszuahnen.
„Was?!“, rief Wakamatsu jetzt auch neben mir aus.
Ohne ihn zu beachten, fokussierte ich meinen Blick auf Shoichi, welcher kurz gezeigt wurde. Das sieht nicht gut aus…
„Und jetzt…“, meinte Nash plötzlich. „Wo ist der Ball hin?“
„Häh?“, kam es von Kasamatsu.
Währenddessen runzelte ich die Stirn. Die haben doch wohl nicht das vor, was ich derzeit denke, dass sie vorhaben könnten… Bei dem Gedanken daran, gingen unwillkürlich meine Mundwinkel nach unten und mir wurde leicht übel. Meine Hände ballten sich zu Fäusten. Wut stieg in mir auf.
„Fuyu? Was ist los, Fuyu?“, hörte ich Wakamatsu fragen.
Nash machte einen Rückenpass zu einem seiner Mitspieler, welcher den Ball daraufhin dunkte. Missbilligend zuckten meine Mundwinkel nach unten. Sie sahen auf Team STRKY herab. Keine Mannschaft, der ich bisher über den Weg gelaufen war, hatte so offen auf ihre Gegner herabgesehen, wie Team Jabberwock.
Und ich hoffe das bleibt auch das einzige Team…
„Nichts…“, murmelte ich, während ich meine Sachen zusammenpackte.
Wenn ich jetzt noch losfahren würde, könnte ich es vielleicht noch zum letzten Viertel dorthin schaffen…
Währenddessen sah ich, wie sich Higuchi und Miyaji leicht zu nickten. Offenbar hatten sie vor, die Taktik die ich ihnen vorgeschlagen gehabt hatte, anzuwenden. Hoffentlich klappt es – wobei ich ehrlich gesagt meine Zweifel habe; jetzt wo ich weiß, wie die Typen wirklich spielen… Auf den Videos, die ich gesehen hatte, hatten sie nicht so gespielt. Liegt es vielleicht daran, dass sie nichts von dem japanischen Basketball halten?
„Fuyu, wo willst du hin?“, wollte Emi besorgt wissen, als ich im Flur stand, um mir meine Jacke zu greifen.
Erst jetzt bemerkte ich, wie Wakamatsu und die anderen mich ansahen. Die dunklen Augen von Aomine waren schmal geworden, während er meine Miene begutachtete – ehe sein Blick wieder zum Bildschirm glitt. Wahnsinn… Ich hätte nicht gedacht, dass er so scharfsinnig sein konnte´, schoss es mir durch den Kopf. Wakamatsu hingegen schien unschlüssig zu sein, ob er mich überhaupt gehen lassen sollte… Was sollte das ganze herumgedruckste?
„Ich muss zu Shoichi“, meinte ich mit dunkler Stimme und sah meiner besten Freundin fest in die Augen. Sie zögerte einen Moment, ehe sie mir leicht zu nickte.
Kaum hatte ich die Klinke in der Hand, hörte ich Aomine sagen: „Das ist ein bisschen zu heftig…“
„Hä?“
„Im Streetball ist es nicht ungewöhnlich, den Gegner zu ärgern oder zu provozieren“, begann der blauhaarige Power Forward. „Tatsache ist…“
Das waren genau die Worte, die ich mich dazu brachten, das Haus schnell zu verlassen. Die Tür ging mit einem leisen Klicken zu, und ich atmete die frische Luft ein. Offensichtlich hatte nicht nur ich erkannt, dass Team Jabberwock eine verachtenswerte Spielweise an den Tag legten. Nur… Was bringt es uns, wenn wir es erkennen?´, fragte ich mich, während ich zur Bushaltestelle rannte.
Leider ist das gegnerische Team besser als wir. Und das nutzen sie zu solch einem Grad aus, dass noch nicht einmal die Zuschauer das Spiel mochten. Und unter diesen Zuschauern befanden sich bei Weiten nicht sehr viele Basketballkenner – schließlich gingen viele nur hin zum Zeitvertreibt, oder weil sie wenigstens die Grundregeln des Spieles kannten…
Ich schüttelte den Kopf leicht, während ich versuchte meine Wut in Schach zu halten; derweil erblickte ich den Bus, welcher mich zum Spiel fahren sollte.
Ich suchte mir meinen Weg durch die Menge, während ich nach meinem Freund Ausschau hielt. Mein Blut kochte noch immer, obwohl ich nur ein paar Ausschnitte von dem Spiel mitbekommen hatte. Wie konnten die es wagen…?
„Shoichi!“, rief ich, sobald ich ihn sah.
Sein Kopf zuckte hoch, als er meine Stimme hörte und warf mir einen unsicheren Blick zu. Innerlich zog sich in mir alles zusammen, als ich den Ausdruck auf seinem Gesicht wahrnahm und neue Wut machte sich in mir breit.
Diese elenden…
„Fuyu“, sagte er nur, nachdem ich vor ihm stehen blieb.
Seine Teammitglieder sahen kurz zu uns hinüber. Der Schock stand ihnen noch ins Gesicht geschrieben, genauso wie das Entsetzen über die haushohe Niederlage.
Ich drehte mich um, um das gegnerische Team mit dem verächtlichsten Ausdruck zu mustern, den ich derzeit drauf hatte – zum Glück hatte ich mir damals bei Aomine etwas abgucken können, wenn es auch nicht gerade sehr löblich war.
Jason und Nash sahen uns hämisch an, jedoch… Jason schien einer von diesen Machos zu sein, die glaubten, jedes Mädchen würde ihm zu Füßen liegen. Und genau deshalb hatte er ein Flirt-Lächeln aufgesetzt.
„Ich dachte immer es wäre ein Gerücht, dass ein Basketballspieler genauso spielt, wie er aussieht… Aber offensichtlich habe ich mich geirrt“, sagte ich mit einem kühlen Gesichtsausdruck auf Englisch zu ihnen.
Überraschung zeigte sich auf ihren Gesichtern, während ich fühlte, wie sich Imayoshi hinter mir versteifte. Hatte die Niederlage ihn etwa so sehr zugesetzt, dass er sich noch nicht mal mehr traute, etwas zu denen zu sagen? Baka…
„Hey Süße, das ist das beste Kompliment, das du mir hättest machen können“, erklärte Silver. „Willst du nicht heute Abend mit uns mitkommen und dann können wir beide uns unterhalten? Das Niveau an diesem Ort ist ein bisschen zu niedrig für uns beide.“
Ich hörte, wie Imayoshi scharf die Luft einsog. Oh ja, er war eifersüchtig. Und wütend. Plötzlich schweiften meine Gedanken unwillkürlich zu dem Schulfest vor einem Jahr ab. Vielleicht sollte ich lieber die Sache weiterhin regeln´, ging es mir durch den Kopf, während ich aus den Augenwinkeln meinen Freund beobachtete.
Seine grauen Augen waren geöffnet – jedoch zu schmalen Schlitzen geworden. Wenigstens war er aus der Schockstarre von seiner Niederlage gekommen… Aber das war das einzig Gute daran…
„Sorry, aber ich gehe nicht mit Typen aus, die sich nicht auf meinem Niveau befinden“, erwiderte ich kühl und drehte mich zu meinem Freund um, dessen grauen Augen sich in meine bohrten. Ein minimales Grinsen umschlich meine Lippen, als ich fragte: „Nicht wahr, Shoichi?“
Sein Arm war schneller um meine Hüfte geschlungen, als ich gucken konnte. Er zog mich besitzergreifend an sich, musterte jedoch mit dunklen Augen das gegnerische Team. Meine Arme fanden ihren Weg alleine um seinen Hals, während er sich zu mir hinunter beugte um mich zu küssen.
Und mir war es peinlich gewesen, dass er mich vor der gesamten Schule geküsst hatte… ´, ging es mir leicht belustigt den Kopf. Jetzt haben wir sogar einen Fernsehauftritt. Musste er immer so übertreiben?
Wärme stieg in mir auf, sobald seine Lippen auf meinen lagen. Zu meiner Überraschung löste er sich jedoch schnell wieder von mir. Meine Hand strich beruhigend seinen Rücken hinunter, ehe mein Blick wieder auf seinen Teamkameraden wanderte.
Ich runzelte die Stirn, bevor ich bemerkte, wie Kategora-san, der das Spiel hier möglich gemacht hatte, sich mit Team Jabberwock auseinandersetzte. Könnte es sein…?
„Jungs… Ihr habt gut gespielt gegen die Vollidioten“, sagte ich schließlich laut genug für alle. „Den Rest solltet ihr jedoch lieber euren Kohais überlassen“, fügte ich mit einem verschmitzten Grinsen hinzu.



Nun… Das war das Ende dieser Fanfiktion :) Ich hoffe ihr seid mir nicht böse, dass ich die letzten Male nicht so hochladen konnte, wie ich es angekündigt hatte -.-
Wenn ihr Wünsche für zusätzliche Szenen haben solltet, schreibt mir einfach eine Nachricht – ich werde diese dann in extra Kapiteln hochladen :D
Ansonsten wollte ich mich bei allen bedanken, die diese FF gelesen haben; und vor allem bei denen, die mir ein Feedback hinterlassen hatten – ihr hattet mir echt geholfen und mir weitere Ideen für diese Storyline gegeben^^
Arigatou gozaimashita!

Weiterhin wollte ich noch zwei Fakten hinzufügen:
1. Ich habe mir schon Gedanken gemacht über eine weitere FF mit Imayoshi; jedoch ist die Storyline mehr als… löchrig (Schlimmer als Schweizer Käse :3 ) Könnte also eine Weile dauern – wenn ich diese umsetzen sollte; und
2. Hätte ich ein paar Ideen für eine FF mit Akashi, Moriyama oder Aomine ^^ Wobei hinzuzufügen wäre, dass Aomines FF tatsächlich mit dieser hier verbunden wäre xD Ich würde euch gerne die Entscheidung überlassen, welche Geschichte ich als erstes schreiben soll (beide auf einmal kann ich leider nicht machen, weil ich bei meinen anderen FFs weiterkommen wollte^^)

Ansonsten wünsche euch allen noch ein frohes Lesen und viel Spaß für diejenigen die am Samstag auf die Hanami gehen :D

Lg Kiri
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