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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
Alle Kapitel
103 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.05.2016 1.374
 
Kleine Anmerkung: Dieses Kapitel spielt etwa ein Jahr später.

Kapitel 46


Ein schöner Tag

„Ich kann nicht sagen, wie froh ich bin, dass du bei den Großeltern unterkommen konntest“, meinte Shoichi mit einem leichten Grinsen, während er neben mir saß und einen Arm um mich gelegt hatte.
Ich hob nur eine Augenbraue, während ich ihn musterte – die restlichen Anwesenden in dem Raum, rollten nur die Augen. Wer die anderen waren? Satsuki, Emi, Arisu, Yoshi und Yukiji. Wir hatten beschlossen, dass wir mal alle zusammen essen gehen könnten – zumal Shoichi und Yoshi gerade eine relativ lernfreie Zeit hatten. Nicht das Shoichi sich hatte jemals anstrengen müssen… Lieber versuchte er mich abzulenken, während ich versuchte meine Hausaufgaben zu machen. Und der wollte, dass ich Jahrgangsbeste wurde?!
Weiterhin hatte auch der werte Herr neben mir es geschafft, einen meiner Kohais solch einen Schrecken einzujagen, dass dieser nicht mehr zum Basketballtraining für das Männerteam ging – nur weil der Kleine mich anscheinend bewundert hatte, während ich Wakamatsu meine Meinung zu seinem Training gesagt hatte.
„Ich komme nicht umhin zu denken, dass das sarkastisch war“, merkte ich leicht an.
„Hmmh? Wie kommst du darauf?“, wollte Shoichi perplex wissen; jedoch ließ er es die anderen in diesem Raum nicht merken, dass er leicht verwirrt war.
Ein Jahr mit dem Kerl zusammen und er hatte es noch immer nicht geschafft, sein „Imayoshi-Grinsen“ abzulegen. Wobei ich des Öfteren feststellte, dass ich das auch gar nicht wollte.
„Echt nicht?“, wollte ich amüsiert wissen. „Wie war das nochmal: Fuyu… Ich habe einen Vorschlag für dich: Zieh zu mir.“
Mein Grinsen wurde minimal breiter, als ich bemerkte, dass er leicht, aber auch nur sehr leicht rot wurde. Offensichtlich hatte er nicht gewollt, dass die anderen diesen Satz jemals mitbekamen. Tja… Zu spät´, grinste ich vergnügt in mich hinein, während ich mich zufrieden wieder meinem Essen zuwandte.
„Duu, Fuyu…“, begann Yukiji, bevor Shoichi etwas erwidern konnte.
„Hmm…?“, meinte ich, woraufhin wir sie alle gespannt ansahen.
Ihre Augen zeigten ein schelmisches Funkeln, ehe sie sagte: „Manchmal frage ich mich wirklich welche Vorstellung schlimmer ist, falls ihr beiden mal Kinder haben solltet: Das das Kind dein Aussehen hat, aber Imayoshis Charakter oder Imayoshis Aussehen und dein Charakter.“
Kinder? Ich spürte, wie mir daraufhin die Farbe ins Gesicht stieg und mir das Essen in der Kehle stecken blieb. Eine Hand legte sich beruhigend auf meinen Rücken und ich nahm das Wasserglas dankend an, welches Shoichi mir mit einem breiten Grinsen zu schob.
„Wie wäre es eher damit, dass allein die Vorstellung davon, dass die beiden Kinder haben könnten, eine grausame ist“, murmelte Arisu.
Tränen hatten sich in meinen Augen aufgrund des Hustanfalls gebildet, wodurch sich Shoichi gezwungen sah, für mich zu antworten… Wohlbemerkt auf seine Weise.
„Ich weiß nicht, was ihr gegen potenzielle Kinder von Fuyu und mir habt. Ich finde die Vorstellung von unseren Kindern toll“, kam es von ihm, woraufhin Yuki ihn nur entsetzt ansah. Ehe einer dazu noch etwas bemerken konnte, hatte er noch hinzugefügt: „Und diese Kinder werden mit denen von euch auf ein- und dieselbe Schule gehen; sie werden beste Freunde und vielleicht, aber auch nur vielleicht werdet ihre die Ehre haben, sie eure Schwiegerkinder zu nennen.“
Entsetzt tauschten die anderen Blicke aus. Die Worte: Das meint er wohl nicht ernst? Konnte ich ganz deutlich an ihren Gesichtern ablesen. Wäre ich nicht involviert gewesen, hätte ich genau jetzt angefangen zu lachen.
Stattdessen zuckten nur meine Mundwinkel nach oben, während ich meinen Freund aus den Augenwinkeln betrachtete. Er hatte die anderen aufziehen wollen – auch wenn ich ihm ehrlich gesagt zustimmen wusste: Was konnte an dieser Vorstellung nun so schlimm sein? Ehe ich in allzu Tiefe Grübeleien fallen konnte, fiel mein Blick auf die Armbanduhr, woraufhin ich Shoichi meinen Ellbogen leicht in die Rippen stieß.
„Wir sollten uns langsam beeilen, sonst kommen wir zu spät zu deinem Training“, meinte ich mit einem leichten Lächeln.

Ein Seufzer entfuhr mir, während ich in mein Notizheft starrte. Team STRKY machte Fortschritte. Vor allem in ihrem Zusammenspiel. Aber ob das reichen würde gegen dieses Team Jabberwock? Keine Ahnung. Ich war bisher noch nicht dazu gekommen, mir das Bild- und Videomaterial von den Gegnern anzusehen. Das einzige was ich über dieses Team wusste, waren Gerüchte die mir Teppei, zurzeit noch in Amerika war, zugesteckt hatte. Und auf Gerüchte wollte ich mich ungern verlassen…
Keine Sorge, du hast ja noch etwa dreieinhalb Wochen Zeit´, versuchte ich mich selbst zu beruhigen. Nachdem du gefühlte zehn Präsentationen und mindestens drei Aufsätze abgegeben haben musst.
Und was ich derzeit überhaupt mit Team STRKY zu tun hatte? Nun… Shoichi war auf die glorreiche Idee gekommen, dass ich ihnen beim Training helfen konnte, sowie bei den Strategien. Es ist ja nicht so, dass ich mich derzeit im Abschlussjahrgang befand´, ging es mir durch den Kopf, als ich leicht schuldbewusst an den Berg von Hausaufgaben dachte, der mich Zuhause erwartete. Zum Glück ist morgen Sonntag…
„Higuchi-san“, meinte ich ruhig und blickte zu dem ehemaligen Manager von Rakuzan, während das Team eine kurze Pause vom Training machte.
Soweit ich wusste, hatte er freiwillig den Platz des Managers belegt gehabt; in seiner Middle School hatte er jedoch als Power Forward auf dem Feld gestanden. Er war auch zu der Zeit sehr erfolgreich und seine Trefferquote war auch nicht zu verachten gewesen. Wenigstens hatte er weiterhin in seiner Freizeit trainiert – somit hatte er den anderen in seinem Team gegenüber kein Defizit.
Der braunhaarige Student blickte zu mir hinüber, jedoch konnte ich nicht umhin bemerkten, dass die restlichen Mitglieder des Teams unserem Gespräch zuhörten.
„Meinst du, du könntest dein Lauftempo leicht erhöhen, während du jedoch das Passtempo zu Miyaji-san noch ein wenig drosselst?“
„Warum das?“, hörte ich Okamura fragen.
Ich öffnete meinen Mund, um zu antworten, jedoch antwortete Shoichi: „Um das Timing des Gegners durcheinander zu bringen.“
Ich nickte Shoichi leicht lächelnd zu, ehe ich mich an Okamura wandte und erklärte: „Normalerweise passt, dribbelt oder wirft ein Basketballspieler im Einklang mit dem Tempo, mit welchem er rennt – über die Zeit gewöhnt sich jedoch dein Gegner an dein Tempo… Wenn wir mit zwei verschiedenen also arbeiten, kann der Pass eher durchkommen, als wenn alles auf einem Tempo ist…“ Ich machte eine Pause, ehe ich eine wegwerfende Handbewegung machte und fortfuhr: „Und zweitens gibt es Kasamatsu-san die Möglichkeit, den Pass auch anzunehmen, sobald er merkt, dass der Gegner ihn abfangen könnte. Schließlich ist Kasamatsu-san weit hinter euch in eurer Formation platziert, aufgrund seiner Position als Point Guard.“
Kasamatsu-san runzelte die Stirn, offenbar versuchte er sich gerade diese Situation vorzustellen; währenddessen nickte Higuchi-san leicht bedächtig.
„Ein Versuch ist es wert“, sagte Higuchi-san mit einem leichten Lächeln in meine Richtung, woraufhin er und Miyaji-san einen Blick wechselten und auf das Spielfeld zurückgingen.
Ich unterdrückte einen weiteren Seufzer. Manchmal war es anstrengender mit den Jungs zu diskutieren, als mit Satsuki über die Auswahl der neuen Klamotten zu reden… Aber das liegt vor allem daran, dass sie alle von verschiedenen Schulen kommen. Sie konnten zwar alle den gegnerischen Stil des Basketballs erkennen; diese verschiedenen Stile jedoch in einen einzigen umzuformen ist was anderes… Zumal mir eben aufgefallen ist, dass wir in diesem Team drei ehemaligen Kapitänen, einen sehr strengen (und angeblich angsteinflößenden) Small Forward und einem Manager hatten – sprich: nur starke Persönlichkeiten.
Während sie zurück auf  das Spielfeld liefen, spürte ich, wie sich ein Arm um meine Schultern legte.
Überrascht erstarrte ich, ehe ich mich zu Shoichi wandte.
„Nette Taktik, die du da vorgeschlagen hast“, meinte er mit einem leichten Lächeln – wohlbemerkt: Lächeln, nicht Grinsen.
Ich hob nur eine Augenbraue. „Ist das nicht der Grund, warum ich hier bin?“
„Hmmh… Einer der beiden Gründe“, entgegnete er und ich sah den Schalk in seinen Augen. „Aber nicht der wichtigste.“
Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht. Er hatte tatsächlich nur mehr Zeit mit mir verbringen wollen. Dieser…
„Hei, Imayoshi-kun“, hörte Miyaji-san rufen. „Hör auf mit deiner Freundin zu flirten und mach weiter mit dem Training – wir haben nur noch drei Wochen.“
„Dreieinhalb Wochen“, korrigierte Shoichi ihn grinsend, ehe er mir einen Kuss auf die Wange gab. „Ich hoffe du kannst mich noch für eine Weile entbehren, Fuyu-chan.“
Mein Gesicht wurde dunkler, während ich ihm einen Klaps gegen den Oberarm gab. „Geh jetzt endlich aufs Feld!“
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