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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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05.05.2016 1.415
 
Kapitel 43


Schulfest – Zweiter Teil

Ich wusste ehrlich nicht, wie ich überhaupt in die Verlegenheit gekommen war, mit meinem Klassenkameraden zu sprechen… Und es ist allmählich peinlich, dass ich ständig seinen Namen vergesse´, ging es mir durch den Kopf, während ich mich zu einem Lächeln zwang. Wobei… Ich hatte mir noch nie die Mühe gemacht, die Namen von unwichtigen Persönlichkeiten mir zu merken.
„…nicht wahr, Hana-san?“, riss mich seine Stimme aus meinen Gedanken und ich blickte zu ihm hinüber. Seine hellbraunen Augen sahen mich erwartungsvoll an.
„Ich… ähm, Entschuldigung“, meinte ich und ich wunderte mich selbst über meinen leicht verzweifelten Unterton, den er und seine Kumpanen nicht wahrnahmen. Zum Glück. Danach fuhr ich mit einem zuckersüßen Lächeln fort: „Ich hatte mich eben nach ein paar meiner Gäste umgesehen, welche meine Anwesenheit anscheinend dringender benötigen, als nur bei einem Gespräch dabei zu sein, welches das interessante Thema „Baseball“ beinhaltet…“
Die Augen seiner Freunde weiteten sich leicht, ehe sie minimal blass wurden. Ich unterdrückte einen Seufzer, erstarrte jedoch, als ich spürte, wie sich ein Blick in meinen Rücken bohrte. Ach was… Das kann nicht sein; das bilde ich mir mit Sicherheit nur ein´, versuchte ich mich zu beruhigen, während ich den Arm meines Klassenkameraden von meiner Schulter schob.
Ich spürte wie ein Teil meiner vorherigen Anspannung sich in Luft auflöste, als ich mich endlich von meinem Klassenkameraden wegbewegen konnte. Warum hatte ich es überhaupt so weit kommen lassen?´, fragte ich mich, was sich jedoch als sinnlos herausstellte. Der Grund war nämlich einfach: Da der Klassenkamerad neben mir derzeit keine Schicht hatte, hatte er sich mit seinen Freunden einen Tisch gesucht, um bedient zu werden. Und da ich bisher nicht die Muße gehabt hatte, diesen Tisch zu bedienen – nur leider auch kein anderer aus meiner Klasse - war er direkt auf mich zugegangen und hatte mich gebeten, ihn und seine Freunde zu bedienen. Nur leider war ich stattdessen in ein Gespräch verwickelt worden, welches nun schon zehn Minuten andauerte.
Gerade als ich dachte, ich wäre aus seiner Reichweite, hatte er mich am Handgelenk gepackt und wollte mich wieder zu sich ziehen. Wohl bemerkt: Wollte.
„Stimmt etwas nicht, Fuyu-chan?“, hörte ich eine vertraute Stimme hinter mir sagen, weshalb mir ungewollt ein Schauer über den Rücken lief. Wenn ich bisher geglaubt hatte, ihn schon einmal richtig wütend gehört zu haben, dann hatte ich mich geirrt. Die Situation derzeit würde wahrscheinlich die schlimmste sein, an die ich mich ein ganzes Leben lang erinnern würde.
Wenigstens neigt Imayoshi nicht zur Gewalt´, sagte ich mir mit einem unwohlen Gefühl im Magen. Wobei ich mich eher frage, was wirklich schlimmer wäre: Einen gewalttätigen Imayoshi, oder einen, der darauf wartete, dass irgendjemand ein Fehler begann – und selbst wenn man keinen Fehler machte… Er würde dafür sorgen, dass sein Gegenüber ein Fehler macht.
Meine Augen weiteten sich vor Überraschung, als Shoichi plötzlich einen Arm um meine Hüfte legte und mich zu sich zog. Ich spürte wie meinem Gesicht die Farbe entwich, als ich merkte wie angespannt er war… Es fehlte nur noch, dass seine Hände zu Fäusten geballt waren. Wie war das nochmal mit der Gewalt?
Vorsichtig drehte ich mich zu Shoichi um; sein Gesicht war zu einer einzigen Maske erstarrt, während er sich mit meinen Klassenkameraden ein Blickduell lieferte. Ich blinzelte überrascht… Ein Blickduell? Shoichi?´, fragte ich mich, als mir plötzlich der Gedanke kam, der mir an dem Mädchenabend in den Sinn gekommen war: Imayoshi konnte nicht eifersüchtig gemacht werden – der roch den Braten zehn Meilen gegen den Wind und würde dafür sorgen, dass ich eifersüchtig wurde. Naja, offensichtlich hatte ich mich geirrt.
Sein Griff um meine Hüfte festigte sich, während seine Augen minimal schmal wurden, während er meine Klassenkameraden einen nach dem anderen zu mustern schien. Ich legte meine Hände auf seine muskulöse Brust – jedoch wusste ich selbst nicht so genau, ob ich dies machte, um mich bei ihm abzustützen oder ihn zu beruhigen. Jedenfalls richtete sich dadurch seine Aufmerksamkeit auf mich.
Seine dunklen Augen bohrten sich in meine; schienen auf den Grund meiner Seele zu blicken. Während wir uns ansahen, wurde mir langsam bewusst, wie alle Geräusche im Hintergrund verstummten; ein Knoten bildete sich in meinem Magen. Anspannung? Erwartung? Vielleicht eine Mischung aus beiden. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, wie mein Klassenkamerad ein puderrotes Gesicht bekam und seinen Mund aufmachte – wahrscheinlich um irgendwelche stumpfsinnigen Wörter vor sich herzusagen… Doch das alles interessierte mich derzeit nicht.
Der Knoten in meinem Magen wurde größer und mein Mund wurde trocken, während ich die Wärme wahrnahm, die sein Körper ausstrahlte. Ehe ich reagieren konnte, hob er mit festem Griff mein Kinn an und presste seine Lippen gierig gegen meine.
Erschrocken blickte ich in seine dunklen, grauen Augen, welche ein düsteres, aber zugleich zufriedenes Glitzern aufwies. Minimal hoben sich seine Mundwinkel, während er einen Arm um meine Hüfte legte und mich noch enger an ihn presste, als zuvor.
Meine Finger verschränkten sich automatisch mit dem Stoff seiner Schuluniform, während mir die Röte unmittelbar ins Gesicht; das vorhergehende warme Kribbeln in meinem Magen wurde stärker und breitete sich in meinem ganzen Körper aus.  Ein warmer Schauer lief meinen Rücken hinab, als er begann seine Lippen auf meinen zu bewegen. Meine Finger vergruben sich schließlich in seinen schwarzen Haaren und ich registrierte kaum, wie seine dunkelgrauen Augen daraufhin dunkel aufzulodern schienen. Langsam schloss ich meine Augen, woraufhin ich ein zufriedenes Grinsen an meinen Lippen spürte.
Er löste sich kurz von mir. Mein Atem kam nur stoßweiße raus, unterdessen schlug mein Herz schmerzhaft schnell in meiner Brust; meine zitternden Hände fanden ihren Weg zu seinem Nacken. Daraufhin küsste er mich nochmals – allerdings anders als zuvor. Sanfter. Liebevoller. Meine Beine begannen zu zittern; gaben mir das Gefühl, sie könnten mich mit jeder Sekunde die verstrich, nicht mehr tragen. Vorsichtig ließ er mein Kinn los, seine Finger strichen sanft über meinen Wangenknochen, ehe er seine Hand in meinen Haaren versenkte – meinen Kopf stützte.
Ich spürte, wie seine Finger mir vorsichtig durch die Haare strichen, als er sich er sich wieder zurückzog. Langsam öffnete ich die Augen und blickte direkt in seine dunkelgrauen. Emotionen, welche noch ich nie bei Shoichi gesehen hatte, konnte ich in ihnen erkennen. Schweigend starrten wir uns an, ehe er sich von mir löste, meine Hände in seine nahm und mich mit sich zog.
Ich biss mir unbewusst auf die Unterlippe und starrte auf unsere Hände für einen Moment, als ich die Blicke der anderen Anwesenden auf uns bemerkte. Ich holte tief Luft und versuchte mein schnell klopfendes Herz zu beruhigen – mit mäßigem Erfolg.

Kühle Luft schlug mir entgegen, als wir das Hauptgebäude verließen und mitten zwischen den Ständen vom Schulhof standen.
Zögernd hob ich den Kopf, als wir stehen blieben und Shoichi drehte sich langsam zu mir um, ein schalkhaftes Leuchten war in seinen Augen zu sehen. … Ich ahne nichts Gutes…
„Hmmh“, kam es von ihm, seine Mundwinkel zuckten minimal nach oben, woraufhin meine Augen unwillkürlich schmal wurden.
„Was?“
„Dein Gesicht ist so rot, Fuyu-chan“, meinte er plötzlich. „Geht es dir nicht gut?“
Falls es gehen sollte: Mein Gesicht wurde bei diesen Worten noch dunkler. Baaaka-senpai!!
„Tss… Sollte ich dich das nicht eigentlich fragen?“, wollte ich wissen, woraufhin er eine Augenbraue hob. Mit einem leichten Lächeln beantwortete ich seine unausgesprochene Frage: „Du bist derzeit so leicht zu lesen wie ein bestimmter Kohai.“
„Willst du mich beleidigen?“, wollte Shoichi belustigt wissen.
„Ich? Dich beleidigen?“, wiederholte ich ungläubig, ehe ich den Kopf schüttelte. „Niemals!“
Ein skeptischer Ausdruck auf seinem Gesicht zu sehen, bevor er sein übliches Pokerface wieder aufsetzte. Seine Augen wurden ein wenig schmal, ehe er jedoch etwas sagen konnte, wurde er von einem seiner Klassenkameraden gerufen.
Er drehte sich zu diesen um und gab ein leichtes Nicken von sich. Für einen Moment blieb er mit dem Rücken zu mir stehen und schien zu überlegen. Ich runzelte die Stirn; es war Recht ungewöhnlich von ihm.
Plötzlich drehte er sich wieder zu mir um und schenkte mir sein übliches Grinsen. „Übrigens… Als meine Freundin erwarte ich von dir, dass du zu meinem Abschlussball kommst.“
Bei seinen Worten wurde mein Gesicht noch heißer und ich konnte ihm nur noch mit großen Augen hinterherstarren, wie er sich den Weg zwischen den Leuten suchte, um zu seinen Klassenkameraden zu laufen, welche ungeduldig auf ihn warteten.
Was…?
Perplex starrte ich ihm hinterher.

Ich weiß, ihr hattet lange für dieses Kapitel
warten müssen… :/ Aber das wird das letzte
Mal gewesen sein, denn ich werde heute Abend
alle verbleibenden Kapitel hochladen^^
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Lg Kiri
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