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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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29.01.2016 1.742
 
Achtung wieder aus Fuyus Sicht :D

Kapitel 41


Thema Eifersucht

„Du hättest Imayoshis Gesicht sehen sollen“, kicherte Satsuki.
Überrascht blickte ich zu der Rosahaarigen, die mit uns gekommen war. Meine Mannschaft und ich hatten nämlich beschlossen, unseren Sieg zu feiern und die Managerin der Jungs hatte sich eingeklinkt. Sie gehörte ja mehr oder weniger auch zum Team – sie hatte uns schließlich mit der Vorbereitung auf das Finale geholfen.
Und jetzt saßen wir an meinem Küchentisch, weil wir weder Lust auf irgendeinen Fast Food Laden hatten, noch auf eine lärmende Disko in der man sich sowieso nicht unterhalten konnte… Meine Mutter würde es sowieso nicht stören, weil sie mal wieder bei ihrer „Freundin“ übers Wochenende war. Jede Wette, dass die „Freundin“ in Wirklichkeit männlich war. Bin gespannt, wann sie mir mal die Wahrheit erzählt…
Ich runzelte mit der Stirn. „Wie meinst du das?“
Satsukis breites Grinsen lies mich nichts Gutes denken. „Bei seinem Gesicht bekam der Spruch „vor Stolz platzen“ eine ganz andere Bedeutung“, erklärte sie grinsend, woraufhin sich die anderen bedeutungsvolle Blicke zu warfen. Danach fuhr sie jedoch fort: „Wobei ich glaube, das Wakamatsu alles getoppt hatte… Mir sind die Ohren beinahe abgefallen.“
Während Yukiji eine Gurke in einen Dip tunkte, meinte sie belustigt: „Vielleicht sollte Emi ihn mal in einen Kurs schicken, mit dem Thema „Wie spreche in einer normalen Lautstärke“.“ Ehe sich Emi dazu äußern konnte, fügte Yukiji mit einem strahlenden Lächeln an mich gewandt zu: „Und jetzt erzähl mal, Fuyu. Was war das für eine Szene im Gang, in die ich hereingestolpert bin? Habt ihr euch jetzt endlich geküsst?“
Ich spürte wie knallrot wurde, wedelte mit Händen vor meinem Gesicht herum. „Nein, wir haben uns nicht geküsst…“
Den anderen entfuhr ein enttäuschter Seufzer, woraufhin ich die Stirn runzelte. Was sollte das denn bitteschön zu bedeuten?!
„Hmm… Na dann: Du hast nicht mehr lange Zeit bis dein geliebter Senpai von der Schule abgeht. Also solltest du dich ranhalten“, kam es von Yukiji trocken.
Ähm… Was?
Ich starrte die Weißhaarige perplex an, die jetzt fortfuhr: „Die einzige Gelegenheit, die sich jetzt noch bieten würde, wäre das Schulfest – denn ich glaube kaum, das Imayoshi so romantisch wäre, dich zu dem Abschlussball einzuladen, den die Drittklässler machen werden.“
Bei diesem Thema konnte ich dagegen wetten… Ganz ehrlich: Es würde zu Imayoshi passen, mich zu so etwas einzuladen… Glaube ich. Aber bestimmt würde er es nicht machen, um romantisch rüberzukommen.
Ein Schweigen entstand in der Küche, während Yukiji mich erwartungsvoll anblickte. Als ob mir ein „Plan“ einfallen würde.
„Du willst ihn eifersüchtig machen“, stellte ich fest.
Yukiji schüttelte den Kopf und deutete mit der Hand auf mich. „Nein, du willst ihn eifersüchtig machst.“
Will ich das? Ich spürte den Drang zu lachen… „Imayoshi und Eifersüchtig? Den kann man nicht eifersüchtig machen! Oder könnt ihr mir eine Gelegenheit nennen, bei der er eifersüchtig war?“
„Eifersüchtig nicht…“, bemerkte Satsuki langsam, bedächtig. „Aber definitiv besorgt.“
Ich blickte Satsuki verwirrt an. „Was meinst du?“
„Ach, es gibt viele Gelegenheiten“, antwortete sie ruhig. „Als du damals Hanamiya eine Ohrfeige gegeben hast.“ Da wollte ich eigentlich einwenden, dass er es nur gemacht hatte, weil er als Senpai seinen Kohai beschützen wollte. Aber Satsuki fuhr schon fort: „Weiterhin zu dem Zeitpunkt, als du dir den Fuß verstaucht hattest, auf der Klassenfahrt. Und vor allem als ihr gegen die Kirisaki Dai gespielt habt.“
„Und nach dem Foul vorhin“, wandte Yukiji grinsend ein.
Ich unterdrückte einen Seufzer. Das konnte ein langer Abend werden… Imayoshi konnte nicht eifersüchtig gemacht werden – der roch den Braten zehn Meilen gegen den Wind und würde dafür sorgen, dass ich eifersüchtig wurde.
„Hmm, ich weiß nicht ob das hilft“, kam es plötzlich von Arisu und starrte nachdenklich auf den Tisch. „Aber wisst ihr noch, als ihr zu den heißen Quellen seid?“
Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht stieg, bei der Erinnerung daran. Die Erinnerung, an einen… nun ja…
„Was ist damit? Da waren doch nur die Männer, Satsuki und Fuyu dabei…“
Arisu nickte zustimmend und lächelte mich beinahe entschuldigend an. „Yoshinori hatte mir erzählt, wie die Jungs ein Gespräch zwischen drei fremden Typen zugehört hatten, die die Mädchen bespannen wollten. Die drei Fremden sollen Recht früh aus dem Bad verschwunden sein… Jedenfalls meinte Yoshinori, dass Imayoshi sich daraufhin merkwürdig verhalten haben sollte.“
Kano runzelte die Stirn. „Merkwürdig? Sorry, das ich das sagen muss, aber… Imayoshi ist immer merkwürdig.“
Ich unterdrückte den Drang zu schnauben.
Nach einer kurzen Pause bedeutete sie, Arisu fortzufahren, was diese auch gleich tat: „Nun, Yoshinori meinte, dass Imayoshi normalerweise einer derjenigen ist, die extrem lange in der heißen Quelle sitzen und danach definitiv in die Sauna gehen… Nachdem die drei Kerle jedoch verschwunden waren, war Imayoshi extrem angespannt gewesen und hat sich daraufhin entschuldigt mit den Worten: Ich muss etwas nachprüfen, ich komme gleich wieder. Danach ist er aufgestanden und in die Männerankleide gegangen…“ Die Rothaarige machte eine kurze Pause, ehe sie hinzufügte: „Yoshinori hatte irgendein Mädchen schreien gehört-“ Oh Gott, das war ich gewesen „-und nach etwa einer halben Stunde kam Imayoshi mit einem extrem zufriedenen Ausdruck im Gesicht zurück. Seiner Aussage nach, ist dies normalerweise der Ausdruck dafür, dass Imayoshi entweder ein Meisterplan ausgeheckt und dieser funktioniert hatte, oder wenn er jemanden eine Heidenangst eingejagt hatte. Wobei Yoshinori hinzugefügt hatte, dass der Ausdruck in letzter Zeit auch zu sehen war, wenn Imayoshi mit Fuyu gesprochen hatte.“
Ähm… Moment mal! Nach einer halben Stunde? Er war aber nur etwa fünf Minuten bei mir gewesen?´, ging es mir durch den Kopf. Ich spürte wie mein Gesicht immer dunkler wurde. Oh Gott… Der Gesichtsausdruck stammte daher, weil er den Fremden nochmals hinterher gelaufen war, und diese nochmals eingeschüchtert hatte! Plötzlich musste ich an die Frage denken, die Shoichi dem Anführer der zwei anderen gestellt hatte, die für mich jetzt einen anderen Sinn bekam: Hat dir niemand beigebracht, dass man Frauen, die einem anderen Mann gehören, nicht anfasst?
„Okay, okay, ich habe schon verstanden“, brachte ich schnell aus mir raus  und wedelte abwehrend mit den Händen vor meinem Gesicht herum. „Was habt ihr also vor?“

Am Montag ging ich mit einem mulmigen Gefühl in die Schule. Ich sollte mich normal verhalten… Ich wusste noch nicht einmal, was die mit normal meinten… Ich hatte mich selbst noch nie wirklich analysiert gehabt. Und wenn, dann war dies nur in der Middle School gewesen. Aber noch nie in der High School.
„Herzlichen Glückwunsch, Hana-chan“, rief einer meiner Klassenkameraden mir zu, sobald ich den Schulhof betrat.
Verwirrt blickte ich ihn für einen Moment an. Normalerweise sprach er nicht mit mir… Nein, besser gesagt: Normalerweise würdigte er mich keines Blickes. Was war also anders? Und wieso „Herzlichen Glück-“
Ich brach den Gedanken ab und blickte ihn leicht belustigt an. „Vielen Dank. Wobei es in Wirklichkeit eine Teamleistung ist und keine Einzelleistung.“
Offenbar hatte es sich extrem schnell herumgesprochen, dass wir den Winter Cup gewonnen hatten. Na toll…
„Sei nicht so bescheiden“, erwiderte der Klassenkamerad mit einem recht breiten Grinsen.
Unbeeindruckt sah ich ihn an. In den letzten beiden Jahren hatte er so gut wie zehn Freundinnen gehabt – was an sich schon erstaunlich war. Meiner Meinung nach hatte er nichts, was an ihm herausragend war… Es sei denn man verfiel seinem nicht vorhandenen Charme. Soweit ich wusste, war er im Baseballklub das Ass oder was auch immer... Ich konnte ihn noch nicht einmal ansatzweise leiden.
Er öffnete den Mund, um noch etwas hinzuzufügen, unterließ es jedoch, als eine vertraute Stimme neben meinem Ohr erklang: „Guten Morgen, Fuyu-chan.“
Ich zuckte überrascht zusammen, drehte mich jedoch nicht zu ihm um. Ich wusste, dass er sein typisches, spöttisches Grinsen aufgesetzt hatte. Für einen Moment herrschte Schweigen, in dem er wahrscheinlich sein Blick auf meinen Klassenkameraden richtete und auch ihn grüßte: „Morgen.“
Mein Klassenkamerad runzelte die Stirn. „Imayoshi-senpai.“
Seine Stimme ist leicht gepresst… Er scheint ihn offensichtlich nicht leiden zu können. Weiterhin scheint es so, als ob er leicht geschlagen klingt – sag bloß die beiden hatten schon öfters miteinander zu tun?
Shoichi… Ich hatte dir doch gesagt, du sollst dich nicht in Vier-Augen-Gespräche einmischen, oder hast du das mal wieder übergegangen?“, wollte ich von ihm wissen und drehte mich zu ihm um. Das war wohl ein Fehler, wie ich daraufhin bemerkte.
Imayoshi legte mir einen Arm um die Schulter zog mich zu sich heran, während er mich an lächelte. Mir schoss daraufhin das Blut in die Wangen und ich musste an die Halbzeit vom Winter Cup denken, während ich mich wieder mit den Händen an seiner Brust abstützte.
„Hmm… Ich würde deine Aussagen doch niemals übergehen – nur ein wenig abändern“, lächelte er.
Ich hob nur eine Augenbraue. „Abändern bekommt bei dir echt eine neue Bedeutung, Shoichi.“
Er öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, als sich eine andere Stimme meldete: „Ihr nennt euch beim Vornamen?“
Ich blinzelte überrascht. Ich hatte meinen Klassenkameraden komplett vergessen gehabt, während ich meinen Kopf in seine Richtung drehte.
Er wirkte leicht angepisst. Ob das eventuell an Imayoshi lag?
„Natürlich“, antwortete der Ältere mit einem belustigten Unterton. „Wir kennen uns schon ewig und sind die besten Freunde. Wieso?“
Übertreiben kann er das auch, oder?
„Ach.. ähm… nichts“, stammelte der Baseballer. „Wir sehen uns gleich im Unterricht, okay, Hana-chan?“
„Hmmh…“
Wir warteten einige Sekunden ab, ehe ich zu Imayoshi hochsah, welcher mich gespannt musterte.
„Was sollte das?“, wollte ich von ihm wissen.
„Sollte ich nicht dich das fragen? Seit wann benutzt du meinen Vornamen?“
Er klingt nicht wütend… Nur überrascht´, stellte ich fest. Ich zuckte mit der Schulter. „Hatte gerade so schön gepasst – außerdem hast du mir auch noch nie gesagt, warum du meinen Vornamen verwendest… Somit sind wir quitt.“
Er blickte mir nochmals prüfend in die Augen, ehe er davon ab ließ. Sein typisches Grinsen kehrte zurück und ich wusste, was als nächstes kam, würde mir wahrscheinlich nicht gefallen oder mich in Verlegenheit bringen.
„Jetzt da du über Nacht mit deinen Mädels berühmt geworden bist, scheine ich ja wohl noch weniger Chancen als zuvor bei dir zu haben“, meinte er belustigt.
Ich fing daraufhin an zu lachen. „Shoichi… Du weißt genauso gut wie ich, dass du noch nie eine Chance bei mir gehabt hattest.“
Daraufhin stieß ich ihn von mir und ging in die Richtung meines Klassenzimmers, aber nicht ohne seinen belustigten Blick auf meinem Rücken zu spüren. Er musste natürlich wissen, dass das eben keinesfalls ernst gemeint war.

Mal etwas anders als ein Basketballspiel ^^
Hoffe es gefällt euch trotzdem - und sagt
Bescheid wenn das Kapitel zu kurz ist :D

Lg Kiri
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