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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
7 Reviews
 
21.11.2015 1.282
 
Hei minna :D Also dieses Kapitel ist wieder aus Fuyus Sicht..

Kapitel 37


Zwei Strategien, die sie nicht kennen…

Ich spürte noch immer die Wärme in meinem Gesicht und ich brauchte auf jeden Fall nicht in einen Spiegel zu sehen, um zu wissen, dass ich knallrote Wangen hatte. Ich holte tief Luft und versuchte mein schnell pochendes Herz zu beruhigen… Mit mäßigen Erfolg. Meine Hände waren schweißnass und ich musste mir regelrecht den Drang unterdrücken, diese an meiner Hose abzuwischen. Nicht solange ich noch in seinem Blickfeld bin´, dachte ich und spürte noch immer seinen Blick auf meinen Rücken – bis ich endlich abbog und auf den Spielfeldrand zu meinen Teamkolleginnen ging. Oh mein Gott…
Anhand von den amüsierten Gesichtern meiner Teammitglieder erkannte ich, dass Yuki die Szene, die sie soeben gesehen hatte, brühwarm erzählt hatte – wobei da jetzt nun wirklich nichts passiert war. Nun ja, etwas Positives hatte es: Es lockerte die vorherige angespannte Stimmung innerhalb meines Teams auf.
Wobei ich mich frage, ob er mich jetzt wirklich geküsst hätte´, ging es mir durch den Kopf, versuchte den Gedanken zu verdrängen… Dafür hatte ich jetzt leider keine Zeit. Ich holte tief Luft und schnappte mir meine Wasserflasche, welche ich auf der Bank abgestellt hatte. Das Wasser lockerte ein wenig den Kloß, der sich in meinem Hals gebildet hatte.
Der Trainer sah mich fragend an. „Was nun, Hana-kun? Bisher sind die neuen Strategien fehlgeschlagen, bis auf die eine... Aber lange können wir diese nicht nutzen – und ich sehe im Moment keine Strategie, die uns helfen könnte, zu gewinnen, wenn man bedenkt, dass sie alle kennen.“
Ich setzte die Flasche ab und beobachtete, wie die Worte unseres Trainers auf das Team einwirkten. Na toll, gut gemacht… ´, dachte ich leicht verärgert. Imayoshi hatte dich bisher mehr oder weniger gelobt – aber anscheinend liegt diese Ansprache daran, dass wir keine Jungs sind. Wenn wir wie das männliche Team…
Ich runzelte die Stirn. Moment mal. Wieso hatte ich denn diesen Denkfehler gemacht? Wieso versuchten wir überhaupt wie das Team von Imayoshi zu spielen, obwohl wir wussten dass es nicht klappen würde? Vor allem weil das gegnerische Team derzeit die Spielweise von Imayoshis Mannschaft übernommen hat… Aber wir hatten schon einmal eine Strategie, wie wir die Jungs schlagen würden´, dachte ich und musterte mein Team. Der Unterschied zwischen damals und heute besteht darin, dass Yukiji an Stelle von Itoe spielte. Und das meine Mannschaft im Allgemeinen besser geworden war… Weiterhin war es kein offizielles Spiel und wir hatten damals keine Zuschauer; das heißt, dass Minorus Mannschaft diese Strategie nicht kannte…
Ich räusperte mich und erlangte sofort die Aufmerksamkeit meines Teams.
„Mir ist etwas eingefallen, wie wir sie das dritte Viertel über beschäftigen können“, meinte ich mit ruhiger Stimme und sah mein Team mit einem festen Blick an. „Erinnert ihr euch noch an unsere gemeinsame Klassenfahrt, auf welcher ich zugesagt hatte, dem weiblichen Basketballteam beizutreten?“
Daraufhin erhielt ich ein einstimmiges Nicken – sogar von Yukiji. Offenbar hatte sie sich diese Geschichte von den anderen erklären lassen. Gut, vielleicht hatten sie ihr damit auch das Spiel erklärt, welches damals stattgefunden hatte.
„Na dann wisst ihr ja, was ihr zu tun habt: Im Moment spielen sie wie unser männliches Basketballteam – gegen welches wir damals gespielt hatten und uns sehr gut geschlagen hatten, wenn man bedenkt, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht sehr gut kannten“, fuhr ich fort. Ich machte eine kurze Pause und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, ehe ich fortfuhr: „Stellt euch vor, Leikos Team wäre Imayoshis Team – bloß weitaus schlechter.“
Daraufhin konnten sich die anderen das Lachen nicht unterdrücken und die eher hoffnungslose Stimmung nach der Ansprache unseres Trainers verschwand allmählich. Perfekt, so werden sie besser spielen.
„Also: Yukiji“, wandte ich mich an die Weißhaarige. „Du nimmst die Position von Itoe damals ein; das soll heißen, dass du dich im Moment noch zurück halten sollst. Deine Position ist immer sehr weit hinten und deine Aufgabe wird sein, uns anderen immer den Rücken frei zu halten. Erst im vierten Viertel möchte ich, dass du alles, was du in den letzten Spielen an Reserven aufgebaut hast, verwendest. Ist das klar?“
Ein breites Grinsen erschien auf ihrem Gesicht. „Geht klar, Kapitän.“
Die einzige Person, die daraufhin die Stirn runzelte, war unser Trainer. „Du hast gesagt, dass das eine Strategie ist für das dritte Viertel… Was ist mit dem vierten Viertel?“
Mein Blick zuckte für einen Moment auf die Tribüne, wo sich Imayoshi derzeit auf seinen Platz niederließ. Jepp, das später wird eine schöne Überraschung für ihn sein…´, ging es mir durch den Kopf und ich unterdrückte ein Grinsen.
Schließlich richtete ich meinen Blick auf die Uhr. In zehn Sekunden würde die zweite Hälfte beginnen. Die Zeit würde also nicht reichen, um den anderen diese Strategie zu erklären – was aber nicht weiter schlimm war.
„Die Strategie für das letzte Viertel werde ich in dem Time-Out erklären, welches Sie bei Anbruch der fünften Minute machen werden und in der kleinen Pause zwischen den beiden Vierteln“, antwortete ich lächelnd.

Es gab einige Regeln in Basketball… Aber eine davon, war essentiell für den Plan am Anfang des dritten Viertels: Die Mannschaft, die den Tip-off verlor, durfte in dieser Hälfte mit dem Ballbesitz starten – somit hatte die Strategie vom ersten Viertel eine zweifache, positive Wirkung auf dieses Spiel…
Ich lächelte leicht, als ich den Ball in der Hand hatte und auf Leiko zuging. Der entscheidende Fehler in der gegnerischen Strategie war: Leiko wusste weder, wie Imayoshi dachte, noch wie er reagieren würde… Somit war es unwahrscheinlich, dass Leiko einfach stehen bleiben würde und mich beobachten würde, wie er es in dem Spiel getan hatte.
Wie ich es mir gedacht hatte´, schoss es mir durch den Kopf, als ich einen Schritt nach rechts machte… Leiko reagierte sofort darauf. Shoichi war wahrlich der schlimmere Gegner von den beiden… Doch ihre Reaktion half mir mehr, als seine damalige Reaktion.
Meinen rechten Fuß hatte ich noch nicht auf den Boden abgesetzt gehabt, als sich der gegnerische Point Guard als Block aufgestellt hatte. Das war der zweite Fehler… Ich hatte mein Gewicht auf mein linkes Bein verlagert und drehte mich schnell um die eigene Achse, machte danach einen Schritt nach links. Es mochte ein Meter zwischen uns liegen… Aber ein Meter ist mehr als ausreichend´, ging es mir durch den Kopf, während ich in die Knie ging.
Leikos Augen weiteten sich vor lauter Überraschung und sie setzte einen Fuß in meine Richtung. Ihre Hände waren ausgestreckt; der Versuch eines Steals. Zu spät… Ich befand mich in dem Moment in der Luft, als Leiko an der Stelle stand, von der aus sie mich locker hätte aufhalten können.
Der Ball verließ meine Hand und versank eine Sekunde später im gegnerischen Korb. Damit wären es drei Punkte für uns… Neuer Spielstand war somit 34 zu 41.
„Wahnsinn, gleich in der ersten Minute haben sie einen Korb erzielt“, hörte ich jemanden aus dem Publikum rufen.
„Touou ist wirklich aggressiv…“
Ich verdrehte die Augen und lief mit den anderen zurück in unsere Hälfte. Wir und aggressiv? Wohl kaum… Aber wenn wir gewinnen wollten, mussten wir eben Offensiv spielen und nicht defensiv.
„Weiter so, Fuyu!“, hörte ich jemanden schreien.
Überrascht tauschte ich mit meinen Teamkameradinnen einen Blick aus, ehe wir anfingen zu grinsen.
„Kousuke kann man echt nicht überhören… Kannst du ihm demnächst mal beibringen, sich wie ein normaler Mensch zu unterhalten, Emi?“, jammerte ich leicht.
Der Shooting Guard zuckte nur mit den Schultern. „Ich glaube kaum, dass ich es hinbekomme – nach allem, hattest du das in fünf Jahren nicht geschafft.“

Guten Abend^^ ich hoffe ihr habt Spaß am Lesen :)
Das nächste Kapitel wird leider noch eine Weile dauern,
da ich noch einigen Stress in der Schule wegen Arbeiten
haben werde...

Lg Kiri
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