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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
42
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
05.11.2015 1.512
 
Entschuldigung das es ein wenig verwirrend wird... Weil dieses Kapitel ist wieder aus Imayoshis Sicht... -.-

Kapitel 36


Halbzeit

Imayoshis POV:

Entsetzt blickte ich auf den derzeitigen Punktestand, als die Mannschaft in die Pause entschwand. Das konnte jetzt doch nicht wahr sein! Der Schiedsrichter hatte dieses Foul nicht gesehen? War der etwa blind? Fuyu hätte doch mindestens einen Freiwurf kriegen müssen!
Meine Mundwinkel gingen unwillkürlich nach unten und ich stand langsam auf. Glaubte Leiko tatsächlich, dass ihr jeder die Geschichte mit dem Ausrutschen abnahm…? Zumindest brachte es den Schiedsrichter dazu nicht zu handeln…
Meine Hände ballten sich zu Fäusten, während ich versuchte mich zu kontrollieren. Während ich auf das Spielfeld sah, bemerkte ich, dass auch die Mannschaft von Fuyu damit einige Schwierigkeiten hatte und nur Emi war es zu verdanken, dass noch nichts geschehen war – und Fuyu selbst. Schließlich hatte Fuyu soeben Shiro-kun zurückhalten müssen…
„I-I-Imayoshi-san?“, hörte ich Sakurai entsetzt sagen, während ich ihnen allen schon längst den Rücken zugekehrt hatte und in die Richtung des Ausgangs lief.
„Nicht Sakurai, lass ihn erst einmal in Ruhe“, meinte ich Yoshinori sagen zu hören.
Danach verschluckte mich jedoch die Menge und ich konnte nichts mehr von meinem Teamkameraden hören. Alle Geräusche drangen nur gedämpft an mein Ohr, während ich mich auf den Weg nach unten machte zu den Spielerinnen – und zum Arzt, zu dem Fuyu bestimmt geschleift worden war.
Und wenn nicht, würde ich das jetzt übernehmen´, ging es mir finster durch den Kopf und bemerkte kaum noch, dass ich mit meiner Schulter an jemanden hängen blieb.
„Hei, pass doch auf, wo du hinläufst“, beschwerte sich dieser jemand mit einer hellen Stimme. Offenbar weiblich.
Ich blickte auf und sah für den ersten Moment nur schwarze Haare. Nach und nach bemerkte ich weitere Merkmale: hellbraune Augen und ein gelbes Trikot. Minorus Mannschaft.
Überrascht blickte Leiko mich an, ehe ein breites Grinsen ihr Gesicht zierte. „Ach, du bist es. Imayoshi Shoichi aus dem dritten Jahr, nicht wahr? Der Freund von Hana Fuyu.“
Daraufhin sagte ich nichts, sondern musterte sie einfach nur.
„Hey, Leiko, lass es“, kam es plötzlich von Lily, welche mich nervös ansah.
Oh, hat da jemand Angst? Oder warum war sie so nervös?
Leiko entwich ein kurzes Lachen. „Was denn? Ich habe doch Recht“, meinte sie, ehe ein Schweigen entstand. Kurz darauf fuhr sie an mich gewandt fort: „Richte Fuyu-chan von mir folgendes aus: Sie sollte mir nicht noch einmal in die Quere kommen – mir ist ihr Verhalten sowieso schon in der Mittelschule auf den Geist gegangen; hatte immer geglaubt, sie sei etwas Besseres als wir anderen. Aber in Wirklichkeit ist sie die schlechteste Spielerin die es je geben wird.“
„Leiko!“, rief Aimi entsetzt aus.
Das einzige, das ich in diesem Moment fühlte war nichts anderes als Zorn. Dennoch solltest du dein Handeln nicht danach richten´, ermahnte ich mich, während ich weiterhin auf diese „Basketballspielerin“ herabsah, die man als solche nicht bezeichnen konnte/sollte. Zudem wäre Fuyu nicht begeistert, wenn du jetzt in irgendeiner Weise einschreitest…
„Ich wusste gar nicht, dass jemand wie du, den niemand auch nur ansatzweise kennt und vertraut, ein Recht darauf hat, Fuyu bei ihrem Vornamen zu nennen“, kam es schließlich aus mir heraus. „Zudem solltest du dich davor in Acht nehmen, deine Gegner zu unterschätzen.“
Ich wollte weiter gehen, jedoch konnte ich nicht den Drang wiederstehen, mich nochmals umzudrehen und hinzuzufügen: „Nichts ist schlimmer als eine Niederlage, wenn man sich zuvor des Sieges sicher ist… Und Fuyu ist eine der Besten darin, Leute denken zu lassen, dass sie gewonnen haben – nur um kurz darauf festzustellen, dass es genau der Zeitpunkt war, ab dem sie verloren hatten.“
Mit diesen Worten lief ich weiter und versuchte meine Hand zu entspannen, die sich zu einer Faust zusammengeballt hatte. Hätte ich wirklich eine Frau geschlagen?´, war mein Gedanke, bevor ich in den nächsten Gang abbog. Aber andererseits… So eine wie Leiko würde ich niemals als Frau auch nur ansatzweise sehen.

„Fuyu, du solltest wenigsten einmal den Arzt kurz darüber sehen lassen“, meinte ich an den silberhaarigen Kapitän der Mädchenmannschaft gewandt.
Ein Einwand, welcher Kurzerhand von meinem sturen Kohai ignoriert wurde. Jetzt hatte ich sie eben von ihrer Mannschaft loseisen können und nun das… Was brachte es, hier zu sein, wenn sie sowieso nicht auf mich hörte?
Wut und Verzweiflung machten sich in mir breit, während sie mir den Rücken zu kehrte.  Warum wollte sie nicht in das Krankenzimmer gehen? Wenn sie ihr Knie zu stark belasten würde in der nächsten Hälfte… Ich zögerte, beschloss jedoch, dort nicht weiter zu machen. Nein, wenn sie ihren Willen gefunden hatte, dass Spiel trotzdem weiter zu führen, sollte ich sie lieber in Ruhe lassen…
Das alles erinnerte mich stark daran, als ich ihr vor dem Kirisaki Dai Spiel geraten hatte, nicht daran teilzunehmen. Damals hatte sie sich auch von mir abgewandt und war zum Spielfeld gelaufen… und ich war ihr hinterhergelaufen, jedoch…
Aus einem Impuls heraus, streckte ich meine Hand nach ihr aus und ergriff ihr linkes Handgelenk. Mit einem Ruck riss ich sie zu mir, wobei sie sich dabei zu mir umdrehte. Ihre Hand lag auf meinem Brustkorb, damit sie nicht in mich hineinfiel. Wobei ich nichts dagegen hätte…
Mein Herz schlug mir bis zum Hals und mein Mund wurde trocken, während sie langsam den Kopf hob, um mir in die Augen zu sehen. Ihre schönen, hellgrünen Augen waren für einen Moment vor lauter Überraschung geweitet, ehe sie mich mit einem undefinierbaren Blick musterte.
War es Zuneigung was ich da sah? Fühlte sie sich derzeit unwohl? Was war… Es waren zu viele Fragen, die mir derzeit im Kopf herumschwirrten… Fragen, auf die ich die Antworten noch suchen musste – aber auch bald haben würde.
„I-I-Imayoshi?“, brachte sie stotternd, sehr unsicher heraus, während ihre Wangen sich röteten. Währenddessen versuchte sie meinem Blick auszuweichen, konnte dies jedoch nicht für lange.
Unwillkürlich holte ich tief Luft und löste vorsichtig meinen Griff um ihr Handgelenk, ehe ich ihren Kopf zwischen meine Hände nahm. Ein weiteres Mal weiteten sich ihre Augen und ich spürte, wie sie anfing zu zittern – ihre Hand, die noch immer auf meinem Brustkorb lag, verschränkte sich leicht mit dem Stoff meines Pullovers.
„Ich will… Nein, ich werde mich nicht mehr in deine Art des Spielens einmischen, Fuyu“, korrigierte ich mich, während ich mich flüchtig an ihre Wut vor dem Kirisaki Dai Spiel erinnerte. „Ich werde nichts mehr sagen… Solange du mir eines versprichst: Lass dich nicht noch mehr Verletzen, als das sie es schon getan haben…“
Für einen Moment herrschte ein unangenehmes Schweigen zwischen uns, in dem sie ihre Augen für einen Augenblick niederschlug. Sieh nicht weg… Sieh nur mich an und versprich mir es…
Nach Sekunden, die sich fühl mich anfühlten wie eine halbe Ewigkeit, sah sie wieder nach oben und ich wurde in dem Bann von dem Feuer, welches wieder in ihren Augen brannte, gezogen.
Sie schluckte schwer, ehe ihr ein leises „Ich verspreche es dir“ entfloh. Gut…´, dachte ich, während ich beobachtete, wie Wangen immer röter wurden.
Ich beugte mich leicht über sie und flüsterte schließlich: „Glaubst du, dass du gewinnen kannst…?“
Sie blinzelte und für eine Sekunde war alles, was ich hörte, meinen eigenen Herzschlag und das Rauschen in meinen Ohren.
„Nein, das glaube ich nicht“, erwiderte sie ebenso leise und blickte kurz zu Boden. Einem Moment später, sah sie mir jedoch entschlossen entgegen. „Ich weiß es.“
Innerlich begann ich mich zu entspannen, während ich mich zu ihr hinunter beugte. Ich hatte inzwischen alles zögern über den Haufen geworfen, doch wie stand es mit Fuyu? War sie mir und dem Ganzen was sich mehr oder weniger entwickelt hatte, skeptisch? Wollte sie-
„Fuyu, die zweite Hälfte beginnt gleich“, rief plötzlich Shiro-kun und trat in den Gang, woraufhin sie prompt rot wurde und wieder verschwand.
Shiro-kuns auftauchen, schien Fuyu aufwachen zu lassen und sie löste sich von mir; nahm meine Hände in ihre. Ihr Gesicht war knallrot und ich spürte, wie meine Mundwinkel nach oben zuckten – auch wenn es nicht unbedingt das Ende war, was ich mir gewünscht hatte.
„Ich geh dann mal“, sagte sie leicht unsicher und warf mir einen vorsichtigen Blick zu, ehe sie ihn wieder abwandte. Abrupt ließ sie meine Hände los und wich zwei Schritte nach hinten. Sie war schon wieder am Gehen, als sie sich nochmals umdrehte und mich anlächelte. „Achja… Ich erwarte übrigens von dir, dass du dir das Spiel bis zum Ende ansiehst… Ich habe noch eine kleine Überraschung für dich“, meinte sie plötzlich mit einem amüsierten, provozierenden Grinsen.
„Huh, das sind ja ganz neue Töne, Fuyu-chan“, erwiderte ich belustigt. „Du erwartest es also, ja? Ich werde es mir dreimal überlegen, ob ich deinem Befehl folge leiste.“
Gespielt verwirrt blinzelte sie. „Befehl? Das war nur ein wohlgemeinter Ratschlag.“
„Dann drücke es doch das nächste Mal so aus.“
Mit einem leichten Lachen daraufhin, drehte sie mir ihren Rücken zu und verschwand in die Richtung des Spielfelds. Ich spürte, wie sich ein Grinsen auf mein Gesicht schlich. Zeig es ihnen Fuyu-chan…

So das wäre es für heute^^ Hoffe es hat euch gefallen :)
Bis zum nächsten Kapitel

Lg Kiri
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