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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
13.09.2015 1.090
 
Kapitel 30


Es geht weiter…

Ich stieß einen tiefen Seufzer aus, während ich mich auf die Bank zu den anderen setzte. Die anderen sahen besorgt zu mir hinüber, da ich heute alles nur falschgemacht hatte, was ich hatte falsch machen konnte: Statt einen direkt Pass, welcher schnell gewesen wäre und nicht von einem Trainingsgegner abgefangen hätte können, hatte ich einen Bodenpass gemacht. Weiterhin hatte ich heute riskante Drei-Punkte-Würfe gemacht, die mit viel Glück den Rand vom Korb berührt hatten – ehe diese wieder abgeprallt waren und der Center diesen Ball an sich genommen hatte. Noch besser war es gewesen, dass ich unter dem Korb komplett frei gestanden hatte und die Würfe vermasselt hatte… Mein Timing vom Korbleger war auch komplett daneben gewesen.
Ganz zu schweigen von den Patzern in der Schule´, erinnerte ich mich wütend. Statt des Mathebuchs hatte ich das Geschichtsbuch mitgenommen oder ich hatte Hausaufgaben von Erdkunde rausgeholt, als ich Japanisch hatte – und dafür die Hausaufgaben von Japanisch nicht gemacht hatte… Zum Glück hatte Emi mir ihre Sachen geliehen, sonst wäre ich aufgeschmissen gewesen.
Kurz um: Das Spiel, welches wir in drei Tagen hatten, müsste ich aussetzen – wenn wir einen sechsten Spieler hätten… Allerdings gibt es ein Problem: Itoe kann nicht mitspielen, da sie mit ihrer Familie irgendwohin fährt.
„Fuyu“, begann Emi plötzlich und riss mich aus meinen Gedanken.
Langsam blickte ich auf und sah sie fragend an, während sie leicht lächelte. „Wie wäre es, wenn wir für heute Schluss machen? Es ist sowieso schon halb sieben… Morgen wird es besser klappen.“
Unwillkürlich zuckten meine Mundwinkel nach unten. Ich würde gerne etwas länger trainieren, aber es hatte einfach keinen Sinn, wenn ich nicht ganz klar bei der Sache war. Hoffentlich hat sie Recht… Zumal wir in drei Tagen im Finale gegen meine ehemaligen Teammitglieder spielen werden...
„Also gut“, meinte ich zögernd. „Beenden wir das Training für heute Abend und wir treffen uns morgen um vier vor der Halle – dann können wir eine halbe Stunde über die Strategie sprechen und diese danach vertiefen.“
Emi, Kano und Arisu nickten nur, ehe sie ihre Sachen nahmen und in die Umkleide verschwanden, da sie alle noch Termine wahrnehmen mussten: Emi hatte ein Date mit Kousuke (angeblich mussten sie lernen) und die anderen beiden mussten sich noch auf ein Geschichtsreferat für morgen vorbereiten. Somit blieben nur noch Yukiji und ich zum Aufräumen übrig…
Was wohl nicht sehr anstrengend sein wird, da wir heute nur zwei Bälle gebraucht hatten; das einzige was jedoch auch weggeschlossen gehörte, war unsere Metaplantafel und die Stifte, mit denen ich versucht hatte, meine Strategie zu erklären… Wobei ich dennoch das Gefühl hatte, dass sich einige Lücken darin befanden. Zumal meine alten Teamkameraden mich und meine Tricks kannten – es dürfte schwer werden, irgendetwas Neues zu finden, was diese überraschen würde.
Aber genauso ist es auch andersherum´, erinnerte ich mich und ich stieß einen tiefen Seufzer aus. Ich hatte vor diesem Spiel nicht so viel Angst wie ich haben sollte… Eher hatte ich Angst Imayoshi nochmals alleine zu begegnen. Erstens war er im Moment bestimmt alles andere als gut drauf und zweitens… War der letzte Satz meinerseits nicht gerade förderlich in diesem „Gespräch“ gewesen. Zumal dieser mich selbst überrascht hatte – so genau hatte ich nicht darüber nachgedacht…
Ich verzog leicht das Gesicht. Dabei gibt es was dieses Thema angeht, nicht viel zum Nachdenken´, schoss es mir durch den Kopf. Ich hatte mir selbst das Ganze nicht eingestehen wollen und versucht zu ignorieren, während ich innerlich ausgeflippt war, sobald ich diese eine Klassenkameradin in der Nähe von ihm gesehen hatte – zumal er ihr derzeit bei der Prüfungsvorbereitung hilft. Und es bringt mir nichts, zu wissen, dass Arisu mit ihr befreundet war und diese für „okay“ befindet. Zudem konnte sie Imayoshi „Shoichi“ nennen, ohne das er die Augen verdreht wie bei Mimi. Fakt ist, dass dies bisher nicht in meinen Gedanken aufgetaucht war, weil ich nicht so fühlen wollte, gegenüber einer mir fremden Person und vor allem gegenüber Imayoshi, weil er… nun ja er ist. Und nun kann ich mich selbst dafür beglückwünschen, dass ich es geschafft hatte, innerhalb der letzten beiden Tage, mich zum gefühlten 30. Mal an einem einzigen Gedanken festzubeißen.
„Fuyu?“
Ich zuckte mit meinem Kopf hoch und blickte zu der einzigen Erstklässlerin in meinem Team. Yukiji sah mich besorgt mit ihren bernsteinfarbenen Augen an, ehe sie vorsichtig fortfuhr: „Ist es in Ordnung, wenn ich mich jetzt umziehen gehe? Oder möchtest du eventuell noch über etwas reden?“
„Nein, es ist alles in Ordnung“, versuchte ich mich mit einem Lächeln.
Schließlich hatte ich meinem Team diese Situation noch am selben Tag geschildert und kurz darauf waren irgendwelche Flüche und Ausdrücke durch den Raum geflogen, ehe die „typische Beratungsstunde“ angefangen hatte. Herausgekommen war: ich sollte am besten versuchen mit Imayoshi zu reden… Wenn ich es schaffe würde, seine Anwesenheit zu ertragen. Jedoch schien es mir eher so, als ob wir beide versucht hatten, eher dem anderen aus dem Weg zu gehen. Etwas, was weder dem männlichen, noch dem weiblichen Basketballteam gefallen hatte; es hatte einfach überflüssige Spannungen hervorgerufen.
Sobald Yukiji verschwunden war, schnappte ich mir nochmals einen Basketball und ging zum Korb hinüber. Ich konnte einfach nicht mein Training beenden, ohne irgendeinen Korb erzielt zu haben… Und wenn es nur ein Freiwurf war, mit dem ich traf.
Ich ging in die Knie, sprang hoch und noch während ich den Ball in der Hand hatte, wusste ich, dass er nicht reingehen würde. Der Korb quietschte leicht, während der Ball abprallte, bewegte sich leicht auf dem Rand und viel dann zu Boden.
Ich seufzte leicht, ehe ich langsam zum Ball hinging, der noch hin und her rollte. Wenigstens hatte er sich auf dem Rand bewegt… Was schon mal mehr war, als die letzten Male.
Ich glaube ich konnte langsam diesem Kuroko von Teppeis Team Konkurrenz leisten, was das Nicht-Treffen anging. Vor allem wenn dies noch länger anhält´, ging es mir durch den Kopf – jedoch wusste ich selbst nicht, ob ich dies für lustig befinden sollte, oder eher traurig. Deprimierend…
„Versuche ein bisschen die Spannung in deinen Schultern zu lockern und zurück zu deinem üblichen Rhythmus zu finden.“
Ich zuckte zusammen und ließ vor Schreck den Ball fallen, den ich soeben aufgehoben hatte.
Oh Gott, nein… Was machte er hier? Und was soll ich sagen?
Meine Beine fingen an, leicht zu zittern, doch ich konnte nichts weiter tun, als mich zu Imayoshi umzudrehen, während sich ein Kloß in meinem Hals bildete.

Das wars für dieses Wochende erstmal :)
Ich sitze aber schonmal am nächsten^^ Ich
hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen

Lg Kiri
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