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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
42
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
09.08.2015 1.007
 
Kapitel 29


Ausgang

Ungewollt flossen Tränen mein Gesicht herab, als ich auf den Endspielstand des Spieles sah. Touou hatte tatsächlich verloren… Oh scheiße, nein, das darf nicht sein´, wiederholte ich in meinem Kopf wie ein Mantra.
Mein Blick schweifte von den jubelnden Seirin Spielern zu den Spielern meiner Schule. Aomine starrte vor sich ungläubig hin, als könnte er es nicht fassen, dass er verloren hatte. Konnte er wahrscheinlich auch nicht… Wakamatsu schien sich nicht zwischen weinen und schreien entscheiden zu können, während Sakurais Augen beunruhigend geweitet waren.  Und die Drittklässler…
Ich biss mir auf die Unterlippe, als ich die Tränen in ihren Augen wahrnahm. Der Sport ist wahrlich das einzige, dass ein Mann zum Weinen bringen kann…´, ging mir der Spruch meiner Mutter durch den Kopf.
Zögernd stand ich von meinem Platz im Zuschauerbereich auf und machte mich langsam auf den Weg nach unten. Und jetzt…? Sollte ich zuerst den Siegern gratulieren? Oder zuvor zu Imayoshi und seinem Team gehen? Aber nachdem ich das gestern gesagt hatte, dass ich wollte, dass sie verlieren… Ach verdammt, warum musste das ganze so kompliziert sein?
„Oh, hallo Fuyu“, grinste Teppei breit und nahm mich in den Arm, kurz nachdem ich bei den Spielern angekommen war.
Ich blinzelte. Offenbar hatten meine Füße sich selbstständig gemacht und mich zu meinem Cousin geschleppt.
„Glückwunsch Teppei“, murmelte ich in sein Ohr, als ich seine Umarmung erwiderte. Über seine Schulter hinweg konnte ich die Touou Spieler sehen. Sie machten sich langsam auf den Weg zu den Umkleidekabinen…

Imayoshis Pov:

Graue Wolken zogen am Fenster vorbei und ließen nur ab und an die Sonne hervorblitzen. Es war jetzt zwei Tage her, dass wir das Spiel gegen Seirin verloren hatten. Und dabei hatte ich eigentlich vorgehabt, nach einem Sieg mit Fuyu…
Unwillkürlich verzog sich mein Gesicht bei dem Gedanken an ihr. Wieso habe ich es überhaupt so weit kommen? Sie ist schließlich nach dem Spiel nochmals zu mir in die Umkleide gekommen, um sich zu entschuldigen…
„O-nii-san?“, rief plötzlich eine aufgeweckte Stimme durch das sonst leere Haus. Offenbar war meine Schwester wieder zurück von ihrer Shoppingtour. Ein Quälgeist mehr…
Seufzend klappte ich meine Bücher zu, während meine Schwester ihren Kopf in mein Zimmer steckte. Ihre schwarzen Haare fielen in ihr Gesicht, ihre hellblauen Augen, die denen unserer Mutter ähnelten, strahlten.
„Hast du alles bekommen?“, fragte ich, wollte jedoch die Antwort nicht wirklich wissen.
Ihre Augen verengten sich minimal. „Nur weil du schlechte Laune hast, heißt das noch lange nicht, dass du das Ganze an mir auslassen kannst.“
„Ich bin nicht schlecht gelaunt“, erwiderte ich ruhig, spürte jedoch, wie sich meine Geduld schon jetzt zum Ende hin neigte.
„Doch bist du“, erwiderte sie mit hochgezogener Augenbraue. Ein Schweigen entstand daraufhin und ihr entwich ein Seufzen. „Wie wäre es, wenn du dich einfach bei deiner Fuyu entschuldigen würdest? Dann fühlst du dich besser und kannst dich beim Lernen auch wirklich konzentrieren.“
Ich runzelte die Stirn. „Warum sollte ich mich entschuldigen?“
Meine kleine Schwester starrte mich mit einem ausdruckslosen Gesicht an, jedoch funkelten ihre blauen Augen verärgert.
„Manchmal frage ich mich wirklich, warum viele denken, du wärst soo klug. Ich bin wirklich froh, das wir beide uns nur den Nachnamen teilen müssen“, murrte sie vor sich hin. „Schon einmal daran gedacht, dass du sie mit deinen Worten genauso verletzt hast, wie sie dich durch ihre verletzt hat? Und das, was du ihr zu Ende des Spieles in der Umkleidekabine gesagt hast, trägt nun auch wieder nicht dazu bei, dass ihr ein Paar werdet.“
„Warum kommst du überhaupt auf die Idee, ich wäre in sie verliebt?“
Sie verdrehte daraufhin nur die Augen, verschwand mit einem Kopfschütteln aus dem Zimmer. Ich seufzte erleichtert auf und lehnte mich in meinem Schreibtischstuhl zurück, während in meinen Gedanken das unliebsame Szenario auftauchte.
Ein Klopfen ertönte leicht und nur mit Mühe konnte ich meine Stimme so ruhig wie immer halten. „Herein?“
Vorsichtig wurde die Tür geöffnet und ich drehte mich um, um den Neuankömmling zu betrachten. Helle grüne Augen, die mit Sorge und Traurigkeit überschattet waren bohrten sich in meine. Ihre silbergrauen Haare hatte sie dieses Mal offen gelassen, wodurch ihre Locken erst recht auffielen.
„Imayoshi“, begann sie langsam. „Ich-“
„Lass es gut sein“, sagte ich mit kalter Stimme, woraufhin sie zusammenzuckte. „Du brauchst dich nicht entschuldigen, nur weil du dich letztlich für Seirin entschieden hast.“
„Aber-“
„Verschwinde von hier, ich möchte dich nicht mehr sehen“, unterbrach ich sie wieder, die Wut in mir noch immer präsent. Wut darüber, dass ich es in meinem letzten Jahr es nicht geschafft hatte, den Winter Cup zu gewinnen. Die Wut darüber, dass die Seirin Jungs sie umarmt haben, als ob sie zu ihnen gehören würde…
Oder gehörte sie in Wirklichkeit zu ihnen?
„Imayoshi, ich weiß-“, begann sie ein weiteres Mal, jedoch klang ihre Stimme recht schwach und ängstlich.
„Du weißt gar nichts“, knurrte ich. „Du weißt nichts über mich, noch darüber wie es ist-“
Die Ohrfeige die mich daraufhin traf, hatte ich nicht kommen sehen. Meine Wange war heiß und kribbelte dort noch einige Sekunden, nachdem sie mich getroffen hatte.
Innerlich zuckte ich zusammen, als ich schließlich in Fuyus Gesicht blickte. Tränen sammelten sich in ihren Augen, die ein wenig glasig wirkten. Ihr Gesicht war aschfahl, bis auf die roten Tränenspuren.
Ihre Unterlippe bebte, während sie zwischen zusammengebissen Zähnen zischte: „Ich kann es nicht glauben, dass ich mich in jemanden wie dich verliebt habe.“
Daraufhin zuckte ich ein weiteres Mal zusammen. Hatte sie gerade…?
„Fuy-“
Das nächste, was ich wahrnahm, war die Tür, die ins Schloss fiel als sie aus dem Raum stürmte. Ich sog scharf die Luft ein, während mein Herz wie wild hämmerte. Mein Brustkorb zog sich schmerzhaft zusammen, ehe ich die Faust ballte und gegen den Spint schlug.

In der Gegenwart wieder angekommen holte ich tief Luft, ehe ich meinen Blick auf die Uhr richtete. Es war halb sieben. Mit ein wenig Glück trainierten die Mädchen noch für anstehendes Spiel…

Also, ja… Demnächst gibt es wieder spannendere
Kapitel :) hoffe aber trotzdem, dass diese beiden hier
trotzdem in Ordnung waren…

Lg Kiri
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