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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
42
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Dieses Kapitel
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22.06.2015 1.300
 
Kapitel 27


Entspannen oder bespannen?

Ich stand stocksteif dar, während ich direkt… nun ja… auf eine nackte, muskulöse Brust starrte. Ich spürte, wie mir die Röte in die Wangen stieg, konnte aber meinen Augen nicht abwenden. Und nein, es war nicht so, dass ich den Anblick nicht gewöhnt war… Also in der Schwimmhalle… Aber…
Mein Blickte schweifte von unten nach oben über seinen Oberkörper. Wassertropfen waren noch zusehen, die sich langsam ihren Weg über seine Haut nach unten suchen. Er war nicht übermäßig muskulös, wie man das vielleicht vom Fernsehen her kannte, was aber völlig in Ordnung ist. Das Sixpack war…
„Fuyu, alles in Ordnung?“, riss mich seine Stimme aus den Gedanken und mit einem hochrotem Kopf blickte ich ihm ins Gesicht.
Imayoshi sah mich mit seinem typischen Lächeln an, was wohlbemerkt mit einem neckischen Zucken seiner Mundwinkel begleitet wurde. Oh Gott… Er hatte es mitbekommen… Natürlich hatte er es mitbekommen – das war bestimmt auch geplant gewesen´, schoss es mir wirr durch den Kopf, woraufhin ich noch röter wurde als zuvor. Falls das überhaupt noch ging.
„Hai“, kam es mit piepsiger Stimme aus mir heraus.
Währenddessen überlegte ich mir, wie ich überhaupt in diese Situation gekommen war…

Zehn Minuten zuvor:

Mit einem leichten Seufzer stand ich auf und schlang mir das Handtuch um den Körper. Das Bad in den heißen Quellen hatte echt gut getan, nachdem ich einen anstrengenden Tag aus der Kombination Imayoshi-Kohai-Wakamatsu gehabt hatte. Warum hatte Satsuki ausgerechnet mich eingeladen, mit ihnen trainieren zu gehen? Ich meinte mich daran erinnern zu können, dass das Hauptproblem das Essen kochen gewesen war…
Und jetzt waren wir hier, bei den heißen Quellen. Und zufälligerweise befanden sich Touou´s erste Gegner im Winter Cup, die Seirin Spieler, auch hier. Was für ein bemerkenswerter Zufall´, verdrehte ich die Augen und marschierte zu der Ankleide.
Satsuki hatte ein sehr nettes Gespräch mit Riko, dem Coach von Seirin gehabt – indem es nach Satsukis Meinung hauptsächlich um die Größe der Busen und ihre unsterbliche Liebe zu Kuroko ging… Das Nebenthema war dann doch Basketball gewesen und keine der beiden Mannschaften wollten sich den Sieg schenken lassen.
Und irgendwie hatte ich den merkwürdigen Verdacht, dass die Jungs auf der anderen Seite der Absperrung genau dasselbe Thema hatten – wobei sich das Nebenthema von unserer Seite wahrscheinlich deren Hauptthematik gewesen war.
Alles nach Imayoshis Geschmack…
Ich schüttelte den Kopf, und wollte mich gerade umziehen, als ich etwas sehr interessantes bemerkte: Die Tür zur Ankleide stand sperrangelweit offen und drei unbekannte Typen standen in der Nähe des Türrahmens, um… mich zu begaffen.
„Passfoto gefällig?“, fauchte ich, während ich mich mit einem kurzen Blick nach unten versicherte, dass mein Handtuch wirklich alles abdeckte. Tat es auch.
Einer von ihnen hatte ein breites, schmieriges Grinsen aufgesetzt, sobald ich in den Raum gekommen war.
„Hei Süße, sei doch nicht gleich so kratzbürstig“, kam es von ihm, während er es wagte, den Raum zu betreten. Wahrscheinlich der Anführer.
Verdammt, verdammt, verdammt… Riko und Satsuki sind draußen – nackt!´, ging es mir fluchend durch den Kopf, auch wenn meine eigene Situation nicht gerade viel besser aussah… Der einzige Unterschied bestand in einem Handtuch.
„Macht, dass du hier rauskommst“, knurrte ich und betete ausnahmsweise, dass die Männer tatsächlich schneller waren als die Frauen.
Wenn ich vorhin es richtig mitbekommen hatte, waren Imayoshi, Wakamatsu und Aomine außerhalb des Wassers. Die Tür zu den Männern war direkt gegenüber.
Einer der Jungen sah zu seinem Anführer. Er wirkte ein wenig ängstlich und nervös.
„Wir sollte von hier verschwinden“, meinte er mit piepsiger Stimme.
„Sofort!“, schrie ich.
Seine beiden Gefolgsleute zuckten zusammen und begannen zu zittern, ihr Anführer zuckte jedoch nicht einmal mit der Wimper. Dennoch… Seine Ruhe, die er zur Schau stellte, wirkte aufgesetzt. Es dürfte nicht lange dauern, bis ich ihn geknackt hatte.
„Was habt ihr beiden denn?“, fragte er seine Kumpane und packte mich am Handgelenk – mit der anderen Hand hielt ich noch das Handtuch zu.
Noch…
„Hat dir niemand beigebracht, dass man Frauen, die einem anderen Mann gehören, nicht anfasst?“, erklang plötzlich eine vertraute, dennoch bedrohliche Stimme.
Erleichtert blickte ich in Imayoshis Richtung, der mit seinem typischen Selbstbewusstsein in den Raum eintrat und mit wenigen Schritten bei mir war. Und auch wenn er nicht gerade der Größte in seinem Basketballteam war – die drei überragte er trotzdem mit Leichtigkeit.
Der Anführer ließ vor Schreck mein Handgelenk los, nachdem er zuvor schuldbewusst zusammengezuckt war.
„Verschwindet sofort“, sagte Imayoshi in einer extrem ruhigen Stimme.

Zurück in die Gegenwart:

Imayoshis grauen Augen funkelten amüsiert, als er auf mich herabsah. Kein Wunder: Ich war nicht nur ausschließlich mit einem Handtuch bekleidet, sondern auch noch knallrot und bekam keinen richtigen Satz mehr heraus…
„Willst du nicht auch langsam mal gehen?“, fragte ich schließlich, ohne zu stottern.
Auch wenn es ein wenig unfreundlich klingen mag.
„Hmm, schade, dabei wollte ich eigentlich noch ein wenig die Sight-Seeing-Tour genießen“, erwiderte er prompt.
Sein Blick wanderte an mir auf und ab, blieb am Ende jedoch an meinem Gesicht hängen. Ich konnte ihn daraufhin nur anstarren, während mein Kopf wahrscheinlich einem Hydranten Konkurrenz leisten konnte.
Sight-Seein-Tour...
„Imayoshi Shoichi!
Mach das du sofort hier rauskommst!“, hörte ich mich einen Moment später schreien.
Ich hörte ihn nur lachen, während er sich leicht zu mir nach vorne beugte. Seine Lippen waren nahe an meinem Ohr, als er leise erwiderte: „Dir schien doch auch die Aussicht zu gefallen, oder irre ich mich da, Fuyu-chan?“
Ich biss mir auf die Lippen und ballte meine rechte Hand zu einer Faust. Verlier jetzt bloß nicht den Kopf´, ermahnte ich mich. Zahle es ihm heim!
„Hmmh… Ich hatte schon einmal bessere Aussichten gehabt“, antwortete ich ebenso leise und legte meine linke Hand auf seine Brust.
Das war jetzt nicht gerade der Spruch des Tages… Ach egal, beim nächsten Mal!!
Hitze durchzuckte mich nochmals, als ich seine Haut auf meiner spürte. Ein Kribbeln schoss meinen Arm hinauf, meine Beine fingen an, unwillentlich zu zittern. Ein mulmiges Gefühl machte sich in meiner Magengegend breit und das Atmen fiel mir langsam schwer. Unsere Blicke trafen sich, wobei mir auffiel, dass seine grauen Augen eine Nuance dunkler waren, als normal. Oder bildete ich mir das gerade ein…? Ich wusste nicht, wie lange wir so dastanden – bestimmt nur wenige Sekunden, aber für mich fühlte es sich wie eine Ewigkeit an.
Ich blinzelte einmal und kam zurück zur Realität. Meine Hand, die noch immer auf der gleichen Position verharrte, stieß ihn leicht von mir – Abstand gewinnend. Ich atmete mehrmals tief ein, als ob ich einen Marathon gelaufen wäre und hielt seinen Blick stand.
„Hör auf so zu tun, als ob ich dir gehören würde – oder gar deine Freundin bin“, fuhr ich ihn an.
Imayoshi und ich sahen uns noch einen Moment an, wobei mir zu meiner Missgunst auffiel, dass er sein typisches Ich-weiß-es-besser-Grinsen aufgelegt hatte. Er wirkte definitiv amüsiert.
„Aber ich habe doch nichts gesagt, Fuyu-chan“, lächelte er keck. „Wir sehen uns später.“
Damit drehte er sich um und lief zur Tür. Mein Blick huschte von oben nach unten über seinen Rücken. Verdammt… Er blieb einen kurzen Moment stehen und drehte seinen Kopf noch mal in meine Richtung. Jetzt hatte er mich auch noch beim anstarren erwischt…
„Übrigens wäre es nicht ratsam, weiterhin in diesem Outfit rumzulaufen“, sagte er leicht belustigt. „Solange nur ich dich so sehen darf.“
Bevor ich etwas erwidern konnte, war er aus dem Raum und zog die Tür hinter sich zu. Perplex starrte ich die geschlossene Tür an.
„IMAYOSHI!!!“
Danach hielt ich meine Hände vors Gesicht und seufzte.
„Fu-chan, was ist passiert? Wir haben dich schreien gehört“, wollte Satsuki wissen, die gerade hereinkam, Riko direkt hintenan.
„Ich hasse Imayoshi“, war alles was ich dazu sagte.

Sorry hatte lernen müssen
für die Schule -.- ich verspreche,
das nächstes WE ein weiteres
Kapitel draußen ist^^

Lg Kiri
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